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Raymond Arroyo Nachdem Mutter Angelica im Jahr 2001 einen Schlaganfall und mehrere gesundheitliche Rückschläge erlitten hatte, gingen viele davon aus, dass die Geschichte der berühmtesten Nonne Amerikas zu Ende sei. Auf ihre Zelle beschränkt und zum Schweigen verurteilt, bestand Mutter Angelica mehr als ein Jahrzehnt lang die inneren Kämpfe um ihre Seele, begleitete die Querelen innerhalb ihrer Ordensgemeinschaft und verfolgte die weitere Entwicklung von EWTN. Durch ihre Sendungen veränderte sie das Leben von vielen Menschen, die sie nie kennengelernt hatte. Raymond Arroyo beschreibt Mutter Angelicas geistliche Kämpfe in ihrer Zelle – einschließlich ihrer Zusammenstöße mit dem Teufel. Er offenbart auch Mutter Angelicas persönliche Bitte an Gott während ihrer langen Bettlägerigkeit. Schließlich geht er auch auf seine bewegende persönliche Beziehung zu Mutter Angelica mit all ihren Höhen und Tiefen ein. „In diesem Buch werden die letzten bittersüßen Jahre einer tiefgläubigen Nonne beschrieben, die in ihrem langen Schweigen und durch große Schmerzen das Leben von vielen Menschen verändert und mehr Gutes getan hat, als jemand sich hätte vorstellen können.“ Raymond ArroyoBroschur, 272 Seiten 1. Aufl. 2025Raymond Arroyo ist ein New York Times-Bestsellerautor, preisgekrönter Journalist, Produzent und Nachrichtendirektor des weltweiten Fernsehsenders EWTN. In seiner Nachrichtensendung „The World Over Live“ erreicht er wöchentlich mehr als 250 Millionen Haushalte auf allen Kontinenten. Seine Artikel erscheinen auch im New York Observer, im Wallstreet Journal und in der Financial Times. Rezensionen:Der Artikel ist veröffentlicht in der Zeitschrift Kirche heute Nr. 6/Juni 2025 © Kirche heute Verlags-gGmbH (Altötting) www.kirche-heute.de „Es sei denn, Sie hätten Mutter Angelica gekannt….“ Mission in Massenmedien – Verkündigung im Schweigen Mutter Angelica (1923-2016) war eine Klarissin vom Orden der Klarissen von der Ewigen Anbetung (Angelica Rizzo PCPA). Mit bürgerlichem Namen hieß sie Rita Antoinette Rizzo. 1976 begann sie in der Garage ihres Klosters Fernsehsendungen zu produzieren. Daraus entstand der katholische Fernsehsender Eternal Word Television Network (EWTN), der weltweit mehr als 435 Millionen Haushalte erreicht. Von der „Mission in Massenmedien“ zur „Verkündigung im Schweigen“, so könnte man ihren Weg beschreiben. Denn nach Jahrzehnten in religiösen Talkshows und Fernsehauftritten erlitt sie im Spätherbst 2001 zwei Schlaganfälle, die ihrer Medienarbeit ein plötzliches Ende bereiteten. Ihren letzten Live-Auftritt bei EWTN hatte sie anlässlich ihres 80. Geburtstags am 20. April 2003. In seinem fünften Buch über Mutter Angelica beschreibt Raymond Arroyo die letzte Phase ihres Lebens, die in zunehmendem Leiden und vollkommenem Verstummen bestand, bis sie am Ostersonntag, den 27. März 2016, verstarb. Klaus-Hermann Rössler stellt das Buch vor, das den Titel trägt: „Mutter Angelica – Ihr großes Schweigen. Ihre letzten Jahre und ihr Vermächtnis“.Alle, die in der Kirche ein Leitungsamt ausüben, seien dazu gehalten, „zu verschwinden, da-mit Christus bleibt, sich klein zu machen, damit er erkannt und verherrlicht wird (vgl. Joh 3,30), sich ganz und gar dafür einzusetzen, dass niemandem die Möglichkeit fehlt, ihn zu er-kennen und zu lieben“. So Papst Leo XIV. in seiner ersten Messe als Papst mit den Kardinä-len in der Sixtinischen Kapelle. Mit tollkühnem Vertrauen auf GottIhr Leben lang hat sich die Gründerin von EWTN, eine Nonne vom Orden der Armen Klaris-sen von der Ewigen Anbetung in den USA, die heute international berühmte Schwester „Mo-ther Angelica“, exakt an diese Maxime gehalten, vor allem natürlich an dessen letzten Teil, Christus möglichst vielen bekannt zu machen, aber auch an dessen ersten, nämlich selbst zu verschwinden, um Ihm immer mehr Raum zu geben. Sie hat dabei in ihrem ganzen Leben einen Mut entwickelt, der sich nur mit einem geradezu tollkühnen Vertrauen auf Gott und einer grenzenlosen Liebe zu Jesus Christus erklären lässt. „Mehrere Stunden, die sie täglich im Gebet verbrachte, verschafften Mutter Angelica ein feines Gespür für den Ruf Gottes, dem sie sofort folgte... Wie viele von uns würden es wagen, im Alter von 58 Jahren in einer Garage in einem Vorort einen Kabelfernsehsender zu gründen, und das ohne jegliche Erfahrung? Stellen Sie sich vor, Sie wären körperlich behindert, mittellos und eine in Klausur lebende Nonne. Nur wenige würden glauben, dass ein solches Projekt funktionieren könnte. Es sei denn, Sie hätten Mutter Angelica gekannt“, schreibt Raymond Arroyo in seinem gerade im Media Maria Verlag in deutscher Sprache neu erschienenen Werk von 2018 „Mutter Angelica – Ihr großes Schweigen. Ihre letzten Jahre und ihr Vermächtnis“. Weltweites Medienapostolat von EWTN Dass Mutter Angelica tatsächlich ein Leitungsamt in der Kirche ausgeübt hat, wird niemand im Ernst bezweifeln. Nicht nur, dass sie Äbtissin eines und Gründerin bzw. Mitinitiatorin zahlreicher weiterer Klöster in den USA und Europa war. Heute ist ihr mittlerweile über 40 Jahre altes einstiges „Garagenkind“ EWTN nach Eigenangaben der weltweit größte katholi-sche Fernsehsender und erreicht mit seinen 11 Fernsehkanälen in verschiedenen Sprachen mehr als 435 Millionen Haushalte in über 160 Ländern auf allen Kontinenten. Darüber hinaus gehören Radiosender und Nachrichtenagenturen wie CNA Deutsch, CNA (Catholic News Agency), ACI Prensa, ACI Stampa, ACI Africa und ACI Mena zum weltweiten multimedialen Medienapostolat von EWTN. Und das alles auf Spendenbasis – in Deutschland übrigens seit 25 Jahren. Der Weg ins Schweigen Wenn man dann noch die Tatsache berücksichtigt, dass die Person, die maßgeblich durch die Lebendigkeit ihrer Glaubensgespräche zum weltweiten Erfolg beigetragen hat, eben jene Mutter Angelica ist, nimmt es natürlich Wunder, warum der Autor gerade ein Buch über ihr Schweigen veröffentlicht hat – übrigens ein in mehrfacher Hinsicht erstaunliches Werk, das eine nichts beschönigende Darstellung des konkreten Ordenslebens seiner Protagonistin mit einer tiefen persönlichen Erfülltheit über deren geistlichen Weg und vorbildhafte Größe ver-bindet. Geschrieben überdies in einem federleichten und unterhaltsamen Stil, eine Verbindung von interessanter Reportage und Nachdenken provozierender Tiefgründigkeit, wie sie sonst im deutschen Sprachraum eher selten ist. Das fünfte Buch von Raymond Arroyo über Mutter Angelica Dazu muss man wissen: Raymond Arroyo hat vor diesem Buch bereits vier andere Bücher zu Mutter Angelica geschrieben. Das erfolgreichste davon, das 2009 (als einziges der vier) auf Deutsch unter dem Titel „Mutter Angelica. Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte“ ebenfalls im Media Maria Verlag erschienen ist, stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Arroyo ist ein erfolgreicher New Yorker Journalist (New York Observer, Wallstreet Journal, Financial Times) und war Fernsehreporter aus dem Capitol in Washington, bevor er Nach-richtendirektor von EWTN wurde – auf welch ungewöhnliche Weise und mit welchen unvor-hergesehenen geistlichen Auseinandersetzungen mit der Gründerin (O-Ton nach einer heftigen Zurechtweisung: „Ich tue nur das, was Mütter tun“), das verrät er in seinem neuen Buch – nicht ohne nachträgliche Dankbarkeit. In seiner Nachrichtensendung „The World Over Live“ erreicht er wöchentlich nach Angaben des Senders mehr als 148 Millionen Haushalte in über 140 Ländern auf allen Kontinenten. Er ist auch Roman- und Kinderbuchautor. Letzte Lebensphase – Erkrankung und Verstummen Nun also aus seiner Feder die Behandlung des Schweigens der berühmtesten katholischen Medienschaffenden, nicht ihres stupenden medialen Erfolges. Das Buch schildert zunächst ein weiteres Mal die mehr als erstaunliche Biografie von Mutter Angelica, kann also auch als Werk für sich gelesen werden, ohne dass man die Vorgängerbücher kennt, auf die es gleich-wohl neugierig macht. Aber in diesem Buch geht es vor allem um die letzte Lebensphase der Schwester – und Ar-royo legt Wert darauf, dass es sich um eine Auftragsarbeit handelt. Durch einen Schlaganfall im Jahre 2001 und eine weitere Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes im Jahre 2004 bei ansonsten klarem Verstand unfähig, ausreichend zusammenhängende Sätze zu formulie-ren, hatte Mutter Angelica Raymond Arroyo gebeten, die „ganze Geschichte“, also auch die Geschichte ihrer letzten, von schwerster Krankheit und einem zunehmenden Verstummen geprägten Lebensphase und der damit zusammenhängenden erheblichen Schwierigkeiten im Konvent ihres Klosters in Hanceville zu beschreiben. Am Ostersonntag 2016 ist sie heimgegangen. Nach der Lektüre ahnt man ihr ungewöhnliches Motiv für den Auftrag – hierin gleicht sie dem heiligen Papst Johannes Paul II.: Nur die Wahrhaftigkeit bis zuletzt ermöglicht ein glaubwürdiges Lebenszeugnis für Jesus Christus. Ihre Liebe zum Herrn, wie sie in dem Buch von Arroyo auch durch Zitate von mehreren ihr nahestehenden Menschen geschildert wird, geht dem Autor und dem Leser gleichermaßen nahe. Kraft aus dem Schweigen in der Freundschaft mit Gott Ihr Schweigen wird ihr als ungeheuerliche Herausforderung zu einer geistlichen Reise in die ewige Herrlichkeit. Der Mönchsvater Benedikt bezeichnet das Schweigen im 7. Kapitel seiner Regel als eine der höchsten Stufen der Demut der monastischen Existenz. Arroyo nutzt die Beschreibung der „ganzen“ Wahrheit, wie sie von Mutter Angelica ge-wünscht wurde, zu einer geistlichen Bilanz ihres Lebens und Leidens, die uns Wegweiser für unser eigenes Glaubensleben sein kann. Ihr durch die Medien vermitteltes Segenswirken, das im Buch durch zahlreiche Bezeugungen von EWTN-Zuschauern bewegend dokumentiert wird, wird deutlich als Ausfluss einer Kraft, die nicht aus dem Reden, sondern aus dem Schweigen in der Freundschaft zu Gott kommt. Die hl. Teresa von Avila – eine spirituelle Lehrmeisterin auch für Mutter Angelica – hat dieses Stillsein mit Gott so auf den Punkt gebracht: „ ... das innere Gebet ist nichts anderes als ein freundschaftlicher Umgang, bei dem wir oftmals ganz allein mit dem reden, von dem wir wissen, dass er uns liebt.“ Mutter Angelica sagte über ihre Medienarbeit: „Ein Sender, der spirituelles Wachstum fördern will, muss im kontemplativen Leben verwurzelt sein. ... Es ist das Ungewöhnlichste, was ein Orden tun kann, aber Gott bewirkt gern Großes mit Kleinen.“ „Weißes Martyrium“ im fortschreitenden Leiden Aber ihr über ein Jahrzehnt sich steigerndes Verstummen war die Konsequenz eines „weißen Martyriums“ – im Sinne einer Hingabe an Gott im fortschreitenden Leiden. Hierin erkannte sie die Vollendung eines Musters in ihrem Leben. Arroyo schreibt: „Parallel zu jedem Fort-schritt in ihrer Arbeit widerfuhr Mutter Angelica ein körperliches Leiden. »Das war schon immer die Vorbereitung, die Gott mir offenbar gibt«, sagte sie über ihre Schmerzen in einem Interview. »Immer scheint es dem, was der Herr von mir möchte, vorauszugehen.« Mutter Angelica war nie weit entfernt vom Schatten des Kreuzes, wenn sie den Willen Gottes um-setzte.“ Und er erinnert sich, was sie ihm lange vor ihrer langen letzten Leidensphase gesagt hat: „»Eine der Lektionen, die ich gelernt habe, besagt, dass das Leiden und das Alter etwas sehr Wertvolles sind. Weißt du warum? Weil wir in diesen Phasen unseres Lebens mächtig sind.« Mutter Angelica wollte damit sagen, dass die Alten und Schwachen lange Stunden mit Gott allein verbringen, Stunden, in denen sie beten und für andere Fürbitte leisten. Es ist eine geheimnisvolle Macht, aber es ist dennoch eine Macht. In dem Maße, wie ihr Körper schwä-cher wird, erstarkt ihr Geist. Wenn der Tod naht, gehen die Ängste zurück. Und dasselbe gilt für das Interesse an der materiellen Welt.“ Ökonomie Gottes – das Nutzlose in den Augen der Welt Und er berichtet, was eine Mitschwester ihm sagte, die Mutter Angelica sehr nahestand: „»Ich weiß, dass sie den Sender zum Teil für diejenigen aufgebaut hat, die ans Haus gefesselt sind, und jetzt ist sie eine von ihnen«, erzählte mir Schwester Grace Marie in der Zeit, als Mutter Angelica auf ihre Zelle beschränkt war. »Ich kann mir vorstellen, dass sie für die Kirche und für den Heiligen Vater betet [...]. Wer weiß, ob das Leid, das sie ertragen hat, nicht wirksamer ist als alles, was sie zuvor getan hat? Sie ist ganz ausgeliefert – und dieses beständige ›Ja‹ zum Willen Gottes in ihrem Leiden ist für mich solch ein beredtes Zeugnis. Das ist ja die Ökonomie Gottes: Er nimmt, was in den Augen der Welt nutzlos ist, und macht es wertvoll. Er kommt nicht, um das Leiden wegzunehmen, sondern um es zu heiligen. Und sie lehrt uns immer noch, ... wie man auf die richtige Art das Leiden annimmt [...]. Von einer Person, die eine so mächtige Kommunikatorin war, zu jemandem, der sich nicht mehr mitteilen kann. Dieses Annehmen von Gottes Willen ist enorm [...]. In Anbetracht all dessen, was sie ertragen hat, ist sie eine heilige Frau. Sie lehrt mich so unglaublich viel. ...«“ Und selbst EWTN-Fans vor den Mattscheiben spürten die Kraft, die von ihrem Schweigen ausging, als sie nicht mehr live auf dem Bildschirm zu sehen war. Raymond Arroyo zitiert aus der Zuschrift des Zuschauers Ken Crawford: „Mutter Angelicas größtes Geschenk für mich ist ihr Leiden. Es klingt verrückt, nicht wahr? Ich leide an Multipler Sklerose, bei der viele Komplikationen aufgetreten sind. Gefesselt an einen Rollstuhl, Schmerzen, Kraftlosigkeit usw. [...] Mutter Angelica hat mir gezeigt, dass Leiden eine edle, wertvolle Berufung ist. ... Keine Live-Übertragungen von EWTN mehr – sie tut jetzt das, was sie schon immer tun wollte: Sie verbringt Stunden im Gebet, und im Schweigen ihres Herzens betet sie Jesus an.“ „Leiden ist Heilen“ In einem persönlichen Gespräch vertraute Angelica unserem Autor einst an: „Mir wurde eines Tages bewusst, dass diejenigen, die fortwährend leiden, möglicherweise nicht geheilt werden, weil sie selbst Heiler sind. Das größte Geschenk, das Gott mir seit meiner Berufung gemacht hat, ist das Leiden, denn ich bin eine stolze Person, und bei dem Apostolat, das Gott uns übertragen hat, und der Arbeit, die zu leisten ist, muss ich völlig von Ihm abhängig sein [...]. Ich habe deshalb geistlich heilen können, weil ich körperlich nicht geheilt worden bin. Leiden ist Heilen. Es gibt Leute, die meinen, der Pfad zur Heiligkeit bestehe darin, von körperlichem Leiden geheilt zu werden. Gott aber benutzt dieses Leiden häufig, um uns zu verändern und unsere Seelen zu heilen.“ Einstieg von Papst Leo XIV. in sein Pontifikat In der eingangs genannten Predigt zitiert Papst Leo XIV. den hl. Ignatius von Antiochien, der angesichts der Aussicht, bald im römischen Zirkus von wilden Tieren verschlungen zu werden, äußerte: „Dann werde ich wirklich ein Jünger Jesu Christi sein, wenn die Welt meinen Leib nicht mehr sieht.“ Auch Mutter Angelica hat in diesem Sinne durch ihr Verstummen und langsames leibliches Verschwinden Christus verkündet. Durch das Buch von Arroyo über sie werden wir an ein unzerstörbares Licht in unserer Zukunft erinnert.
Biblische Weisheit für den Weg in die Heimat Scott Hahn & Brandon McGinley Seit jenem Tag, an dem das Evangelium begann, sich in der Welt zu verbreiten, nehmen die Christen eine außergewöhnliche Stellung ein – als Bürger des Himmelreichs und zugleich als Erben der Welt. Sie lieben diese Welt, und doch erfahren sie in ihr Verfolgung. In diesem Buch machen die Autoren Scott Hahn und Brandon McGinley deutlich, dass die göttliche Vorsehung, die im ersten Jahrhundert für die Bekehrung der Menschen sorgte, auch heute noch in der gleichen Weise wirkt. Sie ist kein kalkulierbares System wie ein Unternehmen, die Börse oder ein Sportereignis, bei denen der Erfolg in Zahlen gemessen werden kann, doch ist sie verlässlicher als jede messbare Größe, die uns zur Verfügung steht. Die Botschaft dieses Buches ist gleichermaßen erstaunlich realistisch wie zutiefst hoffnungsvoll. Auch heute leben die Christen im Exil. Sie haben schon immer als Fremde in einem fremden Land gelebt – und blieben dennoch standhaft. Diese zeitlose Botschaft trifft auch für unsere Zeit zu. Geb., 208 Seiten 1. Aufl. 2025Dr. Scott Hahn hat seit 1990 die Professur für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franziskanischen Universität von Steubenville inne und ist Gründer und Präsident des St. Paul Center für Biblische Studien. Er hat als Autor und Herausgeber mehr als 40 wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Unser Weg nach Rom“ und „Das Mahl des Lammes“. Er ist seit 1979 verheiratet mit Kimberly, Vater von sechs Kindern und Großvater von 21 Enkelkindern. Brandon McGinley ist Absolvent der Princeton University. Er schreibt u. a. für die Pittsburgh Post-Gazette, The Washington Post, First Things, The Catholic Herald. Er veröffentlichte gemeinsam mit Scott Hahn „Würdig und recht. Warum die Zukunft der Gesellschaft vom wahren Glauben abhängt". Außerdem engagiert er sich im „Pennsylvania Family Institute” für die Förderung des Lebens und der Familie. Er lebt zusammen mit seiner Frau Katie und seinen fünf Kindern in Pittsburgh.
Torsten Hartung, Christoph FaselEin Kind, das nach Zuneigung hungert. Und sie doch nie verspürt. Torsten Hartung kämpft mit der Welt und sich selbst. Von Kindesbeinen an. Er wird zum Schläger, der alle Gegner zu Boden ringt. Mit 18 geht er zum ersten Mal in den Knast. Es ist die Geschichte eines Mannes, der einen der größten Autoschieber-Ringe Europas aufzieht, in 18 Monaten für knapp 11 Millionen Luxusautos stiehlt und verschiebt – der mit der Russen-Mafia Geschäfte macht, sich Verfolgungsjagden mit der Polizei liefert und schließlich zum Mörder wird. 18 Jahre Gefängnis. Fünf Jahre Einzelhaft. Am tiefsten Punkt seines Lebens entdeckt Torsten Hartung, was er all die Jahre falsch gemacht hat. Und wonach er sich wirklich sehnt … Geb., 240 Seiten1. Aufl. 2025Torsten Hartung, Jahrgang 1961, ist gelernter Dachdecker. Schon früh geriet er auf die schiefe Bahn. Er hat 22 Jahre seines Lebens in Gefängnissen verbracht. 2006 wurde er entlassen. Heute kümmert er sich mit seiner Frau Claudia um jugendliche Straftäter. Er hat den Verein „Maria hilf-t e. V.“ (www.mariahilft.com) gegründet und bietet Gesprächsbegleitung beim Selbsterkenntnisprozess an. Christoph Fasel, Jahrgang 1957, besuchte nach dem Studium die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und arbeitete danach als Journalist (u. a. für „Bild“, „Eltern“, „stern“). Mehrere Jahre war er Chefredakteur des „Readerʼs Digest“ für Deutschland und Österreich. Heute arbeitet er als Buchautor, Dozent und Coach.
Marienerscheinungen und heilige BilderMichael HesemannMichael Hesemann untersucht und dokumentiert die eindrucksvollsten Dinge „zwischen Himmel und Erde“, in denen gläubige Christen göttliche Zeichen sehen. Im vorliegenden Buch nimmt er Marienerscheinungen und heilige Bilder in den Blick, die sich naturwissenschaftlich nicht erklären lassen. Er nimmt den Leser mit zu den größten Wallfahrtsorten Lourdes, Fatima und Guadalupe mit ihren spektakulären Erscheinungen der Gottesmutter und medizinisch unerklärlichen übernatürlichen Heilungen. Er beschäftigt sich mit geheimnisvollen Bildern, von denen es heißt, sie seien „nicht von Menschenhand geschaffen“: Das Fensterbild von Absam, das sich vor über 200 Jahren auf mysteriöse Weise in eine Glasscheibe brannte. Die Tilma von Guadalupe, die, vor 500 Jahren entstanden, Eigenschaften eines Fotos aufweist. Das hauchdünne Muschelseidentuch von Manoppello, aus dem uns ein geheimnisvolles Christusbild anlächelt. Und das Turiner Grabtuch, das seit über einem Jahrhundert die Wissenschaft vor ein unlösbares Rätsel stellt. Stets präsentiert der Autor den neuesten Stand der Forschung und rekonstruiert minutiös die Geschichte dieser „heiligen Bilder“, die mehr als jede Ikone ein „Fenster zum Himmel“ zu sein scheinen. So wird dieses Buch zu einer packenden Entdeckungsreise auf den Spuren der letzten großen Mysterien unseres Glaubens.Geb., 216 Seiten 1. Aufl. 2025Michael Hesemann, geb. 1964, ist Historiker und Autor zahlreicher internationaler Bestseller zu Themen der Kirchengeschichte und der katholischen Mystik. Er studierte Geschichte und Kulturwissenschaften an der Universität Göttingen und lebt heute in Neuss und Rom, wo er als Vatikanjournalist tätig ist und in den vatikanischen Archiven forscht. Seine 47 Bücher sind in 16 Sprachen erschienen und erreichten eine Weltauflage von über 2 Millionen verkauften Exemplaren.
Esther von KrosigkSeine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute Die Amerikanerin Mary Pyle war Pater Pios geistliche Tochter, seine Assistentin und Vertraute über mehrere Jahrzehnte. Da sie mehrere Sprachen beherrschte, übernahm sie die Erledigung der Korrespondenz des berühmten Kapuzinermönchs. Mary Pyle nahm auch zahlreiche Gäste in ihrem „rosa Schloss“ in San Giovanni Rotondo auf, darunter Pater Pios Eltern, die dort starben. Sie stammte aus einem reichen Elternhaus und blieb auf Bitte von Pater Pio bereits in jungen Jahren in San Giovanni Rotondo. Dort machte sie eine radikale Wandlung zur tiefgläubigen Katholikin durch, deren hervorragendste Eigenschaften fortan ihre Nächstenliebe und Genügsamkeit waren. Pater Pio starb im September 1968 – einige Monate nach Mary Pyle –, wie er es vorausgesagt hatte.Geb., 192 Seiten 1. Aufl. 2024Esther von Krosigk arbeitete nach ihrem Studium der Japanologie als Redakteurin bei großen deutschen Verlagen wie Gruner & Jahr, Axel Springer und Hubert Burda Media. Heute ist sie Buchautorin, Journalistin (u. a. für „Die Tagespost“) und Texterin für Unternehmen und Agenturen. Rezensionen:https://de.catholicnewsagency.com/article/2629/wie-aus-einer-protestantin-in-amerika-eine-enge-vertraute-von-pater-pio-wurde Wie aus einer Protestantin in Amerika eine enge Vertraute von Pater Pio wurde Von Hans Jakob Bürger Der heilige Kapuziner Pater Pio von Pietrelcina, der den größten Teil seines Lebens in einem Kloster in San Giovanni Rotondo in den Abruzzen zubrachte, ist weltweit bekannt. Er war Träger der Wundmale Christi und starb am 23. September 1968. Bereits 1999 wurde er selig- und 2002 heiliggesprochen. Zahlreiche wunderliche Dinge sind über Pater Pio bekannt – etwa, dass er zur selben Zeit an verschiedenen Orten sein konnte, oder dass er persönliche Kämpfe mit dem Teufel auszutragen hatte. Weniger bekannt ist, dass er persönliche Freundschaften pflegte, die jahrzehntelang anhielten. Eine dieser Freundschaften ist jene mit Mary Pyle. Über seine „hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ hat die Buchautorin und Journalistin Esther von Krosigk ein äußerst informatives Buch vorgelegt, das den Titel trägt „Pater Pio und Mary Pyle“. Darin werden weniger bekannte Begebenheiten aus dem reichen Leben des stigmatisierten Kapuziners berichtet, der als Beichtvater täglich viele Stunden damit zubrachte, die Nöte, Schwächen und schweren Sünden der Beichtenden anzuhören und ihnen die Lossprechung zu erteilen.Die Amerikanerin Mary Pyle wurde am 17. April 1888 in New York in einem protestantischen Elternhaus geboren. Sie erhielt zunächst den Namen Adelia, nannte sich aber nach ihrer Konversion vom protestantischen zum katholischen Glauben Mary. Adelia konvertierte 1918 in Barcelona, wo sie von einem Jesuitenpater getauft wurde. Im Jahr 1912 begegneten sich Adelia McAlpin Pyle – so ihr vollständiger Name – und die Pädagogin, Wissenschaftlerin und Ärztin Maria Montessori erstmals. Für Adelia war es „der Auftakt für die Wanderjahre mit der weltweit bekannten Pädagogin“. Da Montessori nur Italienisch sprach, wurde Mary ihre Dolmetscherin in Wort und Schrift, sowie ihre Begleiterin und Assistentin auf Reisen in Europa und in den USA. Pater Pio war erst seit wenigen Jahren im Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo, doch eilte ihm bereits ein gewisser Bekanntheitsgrad voraus. Anlässlich eines Aufenthaltes im Sommer 1923 auf der Insel Capri fuhr Mary Pyle mit einer Freundin nach San Giovanni Rotondo. Von der „kläglichen“ Ortschaft aus führte ein etwa zwei Kilometer langer „ansteigender Saumpfad zum 600 Meter über dem Meer gelegenen Kapuzinerkloster“, das einen ärmlichen Eindruck machte. Zusammen mit ihrer Freundin übernachtete sie in einer Herberge und beide gingen am nächsten Morgen zum Kloster hinauf. Mary beichtete bei Pater Pio und ging zu ihm in die Messe. Im anschließenden Gespräch sagte Pater Pio zu ihr: „Du musst hierbleiben.“ Doch sie hatte Verpflichtungen und ging weiter mit Maria Montessori auf Reisen. Gegen Ende desselben Jahres kamen beide Frauen zu Pater Pio. Nachdem sich Mary diesmal entschieden hatte, zu bleiben, wollte sie mit Maria Montessori zurück nach Rom fahren, um ihre Sachen zu packen. Doch sie war „wie gelähmt“, konnte nicht mehr gehen und blieb. Von nun an war Mary Pyle nicht nur eine geistliche Tochter von Pater Pio, sondern auch eine seiner wichtigsten Stützen bis zu ihrem Tod. Mary Pyle wurde Tertiarin des Dritten Ordens. Während die Mitglieder als Laien kein Ordenskleid trugen, wurde bei ihr „eine Ausnahme gemacht: Sie durfte den richtigen Habit tragen, jedoch ohne Kapuze.“ Am 24. August 1924 segnete Pater Pio das Ordenskleid, das sie angeblich bis zu ihrem Tod auch nachts nicht ablegte. Noch am selben Tag notierte sie: Pater Pio „rief mich oder besser gesagt gab mir ein Zeichen zu kommen und an den Stufen des Altars niederzuknien, wo ich ihm Wort für Wort nachsprach und die Bitte äußerte, in den Dritten Orden aufgenommen zu werden, und er legte mir den kleinen Habit an und ließ mich die Kordel anlegen, und dann schrieb er in der Sakristei meinen Namen in das kleine Buch der Regel und gab mir den Namen Pia …“ In San Giovanni Rotondo ließ sie ein Haus bauen, in das sie die Eltern von Pater Pio aufnahm und in dem sie ständig Pilger aus der ganzen Welt willkommen hieß, die Pater Pio besuchen wollten. Täglich bereitete sie das Essen für eine große Zahl von Armen zu, die zu ihr kamen. Wegen ihrer Barmherzigkeit und Großzügigkeit wurde Mary auch „die Mutter der Armen“ genannt. Sie übernahm auch verschiedene Aufgaben rund um das Kloster, gründete eine Choral-Schola und kümmerte sich um die Ausbildung von jungen Sängerinnen. Zudem war sie Organistin in der Klosterkirche. „Da Mary fünf Sprachen fließend beherrschte, hatte sie bei Pater Pio dieselbe Funktion inne wie schon bei Maria Montessori: Sie agierte häufig als Dolmetscherin, wenn sich der Pater mit ausländischen Besuchern unterhielt.“ Sie kümmerte sich auch um die Pater-Pio-Gebetsgruppen, von denen es heutzutage Tausende gibt. In ihren letzten Lebensjahren war Mary Pyle krank und konnte nur mit Mühen von ihrem Haus zum Kloster gelangen, um bei Pater Pio zu beichten und an der Frühmesse um 5 Uhr teilzunehmen. Bevor es überhaupt nicht mehr möglich war, ließ sie sich noch von einem Taxi fahren. Am 17. April 1968 wurde Mary ins Krankenhaus eingeliefert. Sie starb am 26. April 1968. In dem vorliegenden Buch über Mary Pyle lernen die deutschsprachigen Leser nicht nur eine faszinierende Persönlichkeit kennen, sie erfahren auch viele ihnen vielleicht noch unbekannte Details zum Leben von Pater Pio und von Maria Montessori. www.kirche-heute.de Wie man Reichtum einsetzt, um in den Himmel zu kommen Das Nadelöhr Im Media Maria Verlag, Illertissen, ist 2024 ein Buch mit dem Titel „Pater Pio und Mary Pyle. Seine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ erschienen. Verfasst wurde es von Esther von Krosigk, einer außergewöhnlichen Journalistin, die sich seit vielen Jahren für die katholische Kirche interessierte und 2019 konvertierte. In ihrem Buch geht sie eigentlich auf vier Hauptfiguren ein, nämlich auf die Amerikanerin Mary Pyle (bis zu ihrer Konversion Adelia McAlpin Pyle), den hl. Pater Pio, dem sie über mehrere Jahrzehnte als enge Vertraute beistand, Dr. Maria Montessori, die sie bis zu ihrer Begegnung mit Pater Pio begleitete, und ihre Mutter Adelaide McAlpin Pyle. Klaus-Hermann Rössler spricht in seiner Rezension „von einer der in der Tat ungewöhnlichsten, weitgespanntesten, gleichwohl unbekanntesten Biografien einer einflussreichen Person des 20. Jahrhunderts“. Von Klaus-Hermann Rössler berichten die Aussage Jesu: „Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu gelangen… Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Mk 10,25; vgl. Mt 19,24; Lk 18,25). Interessant ist es, dass die Evan-gelien von der Bestürzung berichten, die die Jünger Jesu, ja alle Umstehenden erfasst: „Wer kann dann noch gerettet werden?“ Auch diejenigen, die sich gar nicht reich nennen können, sind erschüttert. Denn: Streben wir denn nicht alle nach einem möglichst angenehmen Leben, nach Reichtum? Sind wir dann nicht alle ausgeschlossen vom Reich Gottes? „Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles mög-lich“ (Mk 10,27). Wie Gott einen Menschen trotz seines oder sogar durch seinen immensen Reichtum zum ewi-gen Heil berufen kann, dem spürt Esther von Krosigk in ihrem 2024 erschienenen Buch „Pa-ter Pio und Mary Pyle. Seine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ nach. Zur Autorin Esther von Krosigk Die aus mitteldeutschem Uradelsgeschlecht stammende, international tätige Japanologin, Journalistin (bei zahlreichen bekannten Medien), Verlegerin und Buchautorin (u.a. „Heiliger Papst Johannes Paul II.“, „Worüber der Papst lacht“, „Glücksorte in Kapstadt“ – Selbstein-schätzung: „Ehe ich sprechen konnte, wollte ich schreiben. Und seit ich schreiben kann, wollte ich nichts anderes mehr“), konvertierte 2019 zum katholischen Glauben und schrieb das vorliegende Buch in Erinnerung an eine Pilgerfahrt in Italien. Über das Buch schreibt sie einleitend: „Dieses Buch erzählt von Mary Pyle. Aber es erzählt auch von zwei großen Gestalten des 20. Jahrhunderts, von Dr. Maria Montessori und dem heiligen Pater Pio, mit denen Mary Pyle in verschiedenen Phasen ihres Lebens eng verbunden war. Die Hauptfiguren zwischen Europa und Amerika Für alle drei Hauptfiguren dieser Biografie waren zwei Kontinente von entscheidender Bedeutung – Amerika und Europa – und jeweils aus ganz verschiedenen Gründen. Mary Pyle, in Amerika geboren, reiste als Assistentin und Vertraute mit Maria Montessori durch Kalifornien sowie europäische Länder und konvertierte in Italien zum Katholizismus. Ein Wunsch, den sie schon während ihrer Jugendjahre in New York in sich trug. Maria Montessori, eine italienische Ärztin und Pädagogik-Innovatorin, konnte durch ihre Aufenthalte in den Vereinigten Staaten, vor allem 1913, ihren internationalen Ruhm festigen und ausbauen. Pater Pio hat Italien nie verlassen. Doch sein Vater wanderte temporär nach Amerika aus, um durch höheren Verdienst seine Familie in Italien durchzubringen und seinem Sohn eine besse-re Bildung zu ermöglichen: „Mein Vater hat den Ozean zweimal überquert, damit ich ein Mönch werden kann“, hat Pater Pio einmal geäußert. Demnach hätte es ohne Amerika viel-leicht keinen Pater Pio gegeben. Was noch erstaunt: Während sein Vater nach Amerika ging, um die Armut zu überwinden, ging Mary Pyle, die reiche Amerikanerin, nach Italien, um arm zu werden. Bei Pater Pio, dem Kapuzinermönch, entledigte sie sich aller materiellen Güter. Rolle von Marys Mutter Adelaide McAlpin Pyle Dennoch war sie weiterhin wie ein Verbindungsglied zwischen ihrer Mutter, von der ihr hohe Geldsummen zukamen, und den bedürftigen Menschen in San Giovanni Rotondo, wo sich das alte Kapuzinerkloster befand, in dem Pater Pio lebte. Auch Projekte des heiligen Mönchs wurden generös unterstützt – unter anderem erfüllte Mary Pyle ihrem spirituellen Vater einen Herzenswunsch, indem sie in seinem Geburtsort Pietrelcina ein weiteres Kapuzinerkloster und -seminar erbauen ließ. Mary Pyle behielt nichts für sich – angesichts ihrer luxuriösen Herkunft zeigte sie eine bewundernswerte Bereitwilligkeit für die heilige Armut. Aber ihr Vermögen und ihre Großzügigkeit waren Faktoren, die in ihrer Beziehung sowohl zu Pater Pio als auch zu Maria Mon-tessori eine Rolle spielten. Denn auch Montessoris pädagogischer Siegeszug durch die Vereinigten Staaten wäre ohne das Geld der Familien McAlpin und Pyle so nicht möglich gewesen. Und da dieses Geld von Adelaide McAlpin Pyle – Marys Mutter – verwaltet und vergeben wurde, ist sie die vierte Hauptfigur in diesem Buch. Frucht einer Konversion zum Katholizismus Doch an erster Stelle erzählt die Biografie von einer Konversion, von der bedingungslosen Liebe zum Katholizismus. Und was daraus werden kann, wenn Gottes Ruf ohne Abstriche umgesetzt und gelebt wird. Es heißt zwar immer wieder, dass Mary Pyle sich gerne im Gefol-ge großer Persönlichkeiten bewegte, ohne sich selbst groß zu machen. Aber ihre Hingabe und ihr liebevoller Einsatz für Pater Pio und seinen Dienst, für seine Familie und für viele Men-schen in San Giovanni Rotondo sind unschätzbar und haben den berühmten Pilgerort mit zu dem gemacht, was er heute ist.“ Damit ist eine der in der Tat ungewöhnlichsten, weitgespanntesten, gleichwohl unbekanntes-ten Biografien einer einflussreichen Person des 20. Jahrhunderts umrissen – und man darf wohl erwarten, dass vielen Lesern völlig neue Perspektiven eröffnet werden – Verbindungen, die quer zu Erwartungen des intellektuellen Mainstreams stehen, wie z.B. dass einer entschie-den puritanischen Erziehung und Umwelt sehr wohl eine Berufung zum Glauben an die Sak-ramente und damit zur katholischen Kirche innewohnen kann oder dass die Entwicklung moderner Pädagogik durch Maria Montessori, die das entschiedene Eingehen auf die Persönlich-keit des Kindes und den Respekt vor ihm beinhaltet, auch als eine Frucht katholischer Fröm-migkeit begriffen werden muss. Nicht zuletzt lernen wir, dass die eigentliche Bedeutung Pater Pios weniger in den spektakulären Wundern, die er gewirkt hat, liegt und seine Heiligkeit nicht in den Stigmata begründet ist, die er jahrzehntelang trug. Sondern dass diese beglaubigten, dass er als gütiger Seelsorger überwältigend die Seelenfreundschaft Jesu Christi mit der Seele jedes Menschen, Seine unermessliche Barmherzigkeit, vermittelt hat. Resümee Esther von Krosigk hat sich erfolgreich der wahrlich nicht ganz einfachen Aufgabe unterzogen, als erste eine Biografie über Mary Pyle, der Frau im Hintergrund weltberühmter Persön-lichkeiten, ja der Frau im Hintergrund eines der größten Heiligen des 20. Jahrhunderts, zu schreiben. Sie spannt dabei den Bogen von treffend beschriebenen soziologischen und kultu-rellen Hintergründen zum Anekdotischen und zur Heiligengeschichte, ohne sich im Legend-arischen zu verlieren. Sie verklärt die Protagonistin ihres Buches nicht – gerade dadurch aber tritt deren Heiligmäßigkeit in besonderer Art hervor. Indem sie Christus durch die spirituelle Hingabe an Pater Pio und eine umfangreiche karitative Freigebigkeit und Mildtätigkeit verehrte, zeigte sie vielen Menschen den Weg zum Glauben. Dies wird etwa deutlich, wenn die Autorin folgende Einschätzung mitteilt: „Alix Brown, die 1964 in den Karmelitinnenorden eintrat, erkannte in Marys Verfügbarkeit für die Pilger und in ihrer Bereitschaft, Anekdoten und Geschichten aus dem Leben von Pater Pio mit ihnen zu teilen, ein wichtiges ‚apostoli-sches Werk‘. Buchstäblich Tausende von Menschen wurden im Laufe der Jahre dank Mary Pyles Bemühungen mit Pater Pio bekannt gemacht.“ Kommt uns das nicht bekannt vor, wenn wir an die Fortsetzung des eingangs erwähnten Je-sus-Wortes denken: „Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlas-sen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.“ Der Artikel ist veröffentlicht in der Zeitschrift Kirche heute Nr. 5/Mai 2025 © Kirche heute Verlags-gGmbH (Altötting)
Carlos Encina CommentzEine der wichtigsten priesterlichen Aufgaben ist der Dienst des Beichthörens. Die Beichte, auch Sakrament der Buße, Versöhnung oder Vergebung genannt, ist keine Erfindung der Kirche. Jesus selbst vertraute den Aposteln am Osterabend die Vergebung der Sünden an, als er sagte: »Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben« (Joh 20,22–23). Mit einer alphabetischen Liste von Stichwörtern, die sich auf das Sakrament der Versöhnung beziehen, verdeutlicht der Autor, wie sich ein guter Beichtvater verhält. Der Inhalt des Buches richtet sich nicht nur an Priester, sondern an alle Gläubigen, die auf der Suche nach Orientierung für ihr christliches Leben sind – in der Hoffnung, dass sie die Schönheit dieses Sakraments wiederentdecken.Broschur, 128 Seiten
Versuche, die Philosophie zu Ende zu denken Engelbert Recktenwald Im Sprichwort führen alle Wege nach Rom, in der Philosophie immerhin recht viele zu Gott. Man muss sie nur gehen. Ein konsequentes Nachdenken über die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Glück und Liebe, nach dem Guten und Richtigen kommt am Gottesgedanken nicht vorbei. Dabei braucht der Christ die Auseinandersetzung mit konkurrierenden Philosophien nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Erst im Licht des christlichen Glaubens fügen sich deren verstreute Einsichten zu einem Welt- und Menschenbild zusammen, das vom Intellekt besser erfasst werden kann, als manche Kritiker des Glaubens überhaupt ahnen – so wie es Chesterton einmal formulierte: „Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.“ P. Recktenwald bringt Licht ins Dickicht der philosophischen Diskussionen und bietet für alle, die Lust am Denken haben, eine kurzweilige Apologie des christlichen Glaubens im besten Sinne des Wortes. Geb., 160 Seiten 1. Aufl. 2025P. Engelbert Recktenwald wurde 1960 im Saarland geboren und empfing 1985 die Priesterweihe. Er gehört zu den Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus, die 1988 von Papst Johannes Paul II. als „Klerikale Gemeinschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts“ anerkannt wurde. Anschließend absolvierte er ein weiteres Studium der Philosophie bei Robert Spaemann in München. Seitdem wirkt er seelsorglich und publizistisch als Priester, Philosoph und Theologe.
Michael Hesemann In diesem Band widmet sich Bestsellerautor Michael Hesemann kirchlich anerkannten Wundern, die als Zeichen des Himmels gelten. Dabei geht es um die erst 2002 in einem Vatikan-Archiv entdeckten „Geheimnisse von La Salette“, die erschreckend genau Ereignisse der Zukunft voraussagten, die unheimliche Päpste-Prophezeiung des Malachias und das berühmte „Dritte Geheimnis von Fatima“. Aber auch um Marienerscheinungen, die von Tausenden Zeugen gesehen und sogar fotografiert werden konnten, das spektakuläre „Sonnenwunder von Fatima“, das sich 1950 wiederholte, und das „Wetterwunder“, als Papst Benedikt XVI. Auschwitz besuchte. Marienbildern und Ikonen, die vor Zeugen zu „weinen“ beginnen, ist ein weiteres Kapitel gewidmet. Schließlich berichtet der Autor von den „Eucharistischen Wundern“, blutenden und levitierenden Hostien, die bis in unsere Zeit den Gläubigen Kunde geben von der mystischen Kraft des Altarsakramentes und der Wahrheit des christlichen Glaubens, dass sich Wein und Brot tatsächlich in den Leib und das Blut Christi verwandeln. In fünf Fällen stellten Wissenschaftler fest, dass die konsekrierte Hostie zu einem menschlichen Herzmuskel wurde! Dabei berichtet Hesemann von persönlichen Recherchen und zitiert wissenschaftliche Untersuchungen, lässt aber auch kritische Stimmen zu Wort kommen. Geb., 296 Seiten 2. Aufl. 2026Michael Hesemann, geb. 1964, ist Historiker und Autor zahlreicher internationaler Bestseller zu Themen der Kirchengeschichte und der katholischen Mystik. Er studierte Geschichte und Kulturwissenschaften an der Universität Göttingen und lebt heute in Neuss und Rom, wo er als Vatikanjournalist tätig ist und in den vatikanischen Archiven forscht. Seine 47 Bücher sind in 16 Sprachen erschienen und erreichten eine Weltauflage von über 2 Millionen verkauften Exemplaren.
Sr. Clarissa StrniskoWer bin ich als Frau? Wonach sehne ich mich? Wie kann ich mein alltägliches Leben gestalten, um als Frau erfüllt zu leben? In diesem Buch stellt Sr. Clarissa heraus, wie Gott der Schöpfer das Frausein sieht. Sie betont, wie wertvoll und wichtig jede Frau ist und welcher Reichtum in ihr liegt. Nach jedem Kapitel gibt es einen praktischen Teil, der dazu ermutigt, das Erkannte im Alltag umzusetzen. Die Autorin beleuchtet die unterschiedlichen und wunderbaren Berufungen der Frau. Sie kann hier aus ihren wertvollen Erfahrungen in der Frauen- und Familienpastoral schöpfen. Geb., 320 Seiten 2. Aufl. 2026Clarissa Strnisko, geb. 1972 in Frankfurt, studierte Philosophie und Theologie. Nach ihren Ordensgelübden in der „Gemeinschaft der Apostolischen Schwestern vom heiligen Johannes“ arbeitete sie als Lehrerin in Kamerun. Zurück in Deutschland absolvierte sie eine Ausbildung zur Familientrainerin. Seit 2022 ist Sr. Clarissa Oberin des Klosters ihrer Gemeinschaft in Orléans. Sie gestaltet Einkehrtage, organisiert Fuß- und Radwallfahrten für Frauen und Auszeiten für Mütter.
Ein neuer Impuls für die Gläubigen P. Jacques Philippe, Sr. Anne de Jésus (Hg.) Wenn wir uns in unserem hektischen Leben auf die Suche nach dem Sinn begeben, werden uns zahlreiche Meditationsmethoden angeboten. Da stellt sich die Frage: Warum nicht an die jahrhundertealte spirituelle Tradition unseres christlichen Erbes anknüpfen? Das innere Gebet ist mehr als eine Meditation, es ist eine lebendige Beziehung zu Gott, ein vertrauliches Gespräch von Herz zu Herz. Die Autoren dieses Buches berichten von ihren Erfahrungen, die in der spirituellen Tradition der Kirche verwurzelt sind. So wird die vertrauliche Begegnung mit dem lebendigen Gott zu einer Quelle der geistlichen Vertiefung, der inneren Verwandlung, des Friedens und einer freieren Beziehung zu den Mitmenschen. Broschur, 176 Seiten2. Aufl. 2026Jacques Philippe ist seit 1976 Mitglied der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Dort war er für verschiedene Bereiche verantwortlich. Seit 1985 ist er Priester und hält Exerzitien in Frankreich und im Ausland. Er ist Autor geistlicher Werke, von denen mehrere in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Sr. Anne de Jésus ist seit 1989 eine geweihte Schwester der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Zurzeit leitet sie das spirituelle Zentrum von Les Sables-d’Olonne. Sie bietet auch geistliche Begleitung und Unterweisung an.
Peter DyckhoffJohannes von Damaskus (8. Jh.) schrieb unter dramatischen Umständen die erste Ikone der „Gottesmutter mit drei Händen“ (Tricherusa). Sie öffnet nach alter christlicher Tradition ein Fenster zum Gebet. Vertrauen wir darauf, dass die Gottesmutter und ihr Sohn Jesus Christus uns beim Betrachten der Ikone liebevoll anschauen und Gott näherbringen.Das Buch „Gottesmutter mit drei Händen“ beschreibt • das verborgene Geheimnis der dritten Hand • die zum Kindersegen führende gnadenvolle Kraft • die spannende Entstehungsgeschichte der Ikone • die Begegnung mit Henri NouwenGeb., 112 Seiten mit LesebändchenIkone, deren Original im 19. Jh. in Griechenland geschrieben wurde, als Reproduktion in Griechenland gefertigt, mit Zertifikat und Siegel, in Siebdruck auf Leinwand mit Schlagmetall veredelt.Höhe 19 cm, Breite 15 cm
Versuche, die Philosophie zu Ende zu denken Engelbert Recktenwald Im Sprichwort führen alle Wege nach Rom, in der Philosophie immerhin recht viele zu Gott. Man muss sie nur gehen. Ein konsequentes Nachdenken über die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Glück und Liebe, nach dem Guten und Richtigen kommt am Gottesgedanken nicht vorbei. Dabei braucht der Christ die Auseinandersetzung mit konkurrierenden Philosophien nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Erst im Licht des christlichen Glaubens fügen sich deren verstreute Einsichten zu einem Welt- und Menschenbild zusammen, das vom Intellekt besser erfasst werden kann, als manche Kritiker des Glaubens überhaupt ahnen – so wie es Chesterton einmal formulierte: „Die Rätsel Gottes sind befriedigender als die Lösungen der Menschen.“ P. Recktenwald bringt Licht ins Dickicht der philosophischen Diskussionen und bietet für alle, die Lust am Denken haben, eine kurzweilige Apologie des christlichen Glaubens im besten Sinne des Wortes. Geb., 160 Seiten 1. Aufl. 2025P. Engelbert Recktenwald wurde 1960 im Saarland geboren und empfing 1985 die Priesterweihe. Er gehört zu den Gründern der Priesterbruderschaft St. Petrus, die 1988 von Papst Johannes Paul II. als „Klerikale Gemeinschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts“ anerkannt wurde. Anschließend absolvierte er ein weiteres Studium der Philosophie bei Robert Spaemann in München. Seitdem wirkt er seelsorglich und publizistisch als Priester, Philosoph und Theologe.
Leben, Werk und Spiritualität des Ehrwürdigen Dieners GottesEsther von KrosigkSeit April 2025 darf der berühmte Architekt Antoni Gaudí als „Ehrwürdiger Diener Gottes“ bezeichnet werden. Die Anerkennung des sogenannten „heroischen Tugendgrads“ ist ein wichtiger Schritt im kirchlichen Seligsprechungsprozess. Schon in jungen Jahren galt Gaudí als Genie unter den Architekten. Er war der prägende Architekt des spanischen Jugendstils. In seinen mittleren Lebensjahren vollzog er einen tiefgreifenden Wandel in seinem Privatleben. Fortan war es von Bescheidenheit, Askese und einer konsequenten Hinwendung zu Gott geprägt. Neben dem Bau berühmter Bauwerke in Barcelona, die inzwischen von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden, arbeitete Gaudí zeit seines Lebens an der Basilika Sagrada Família, die er als „Bibel aus Stein“ bezeichnete. Die Biografie von Esther von Krosigk zeichnet insbesondere das spirituelle Profil Gaudís nach und beleuchtet, welche Menschen und Erfahrungen seinen Glauben geprägt haben.Geb., 208 Seiten
Gegen Richard Dawkinsʼ Gottesleugnung Scott Hahn und Benjamin Wiker „Antwort auf den neuen Atheismus“ ist eine hervorragende Auseinandersetzung mit dem „Gotteswahn“ von Richard Dawkins. Systematisch und klar analysieren und enthüllen die beiden Bestsellerautoren Scott Hahn und Benjamin Wiker die fundamentalen Irrtümer, die sich hinter Dawkinsʼ Versuch, das Heilige zu verteufeln, verbergen. Dawkins benutzt in seiner Kampfschrift „Der Gotteswahn“ Zerrbilder und gehässige Angriffe auf die Religion. Die beiden Autoren lassen sich nicht auf dieses Niveau ein, sondern antworten mit Vernunft, die Dawkins offensichtlich gering schätzt. Broschur, 208 Seiten 1. Aufl. 2012Scott Hahn, geboren 1957, ist Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Der frühere presbyterianische Pastor und Theologieprofessor konvertierte 1986 zum katholischen Glauben. Benjamin Wiker, geboren 1960, ist Professor für Theologische Ethik an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Rezensionen: ROM, 18. September 2012 (ZENIT.org). Antwort auf den Neuen Atheismus Neues Buch von Scott Hahn erschienen Von Jan Bentz Eine neue „Antwort auf den modernen Atheismus“ des Bestsellerautors und Konvertiten Scott Hahn und Co-Autor Bejamin Wiker ist im Media Maria Verlag erschienen. Scott Hahn ist ein bekannter Bibelforscher und hat den Lehrstuhl für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franziskanischen Universität „Steubenville“ in Ohio/USA inne. Vor seiner Konversion zum römisch-katholischen Glauben war er bis 1986 presbyterianischer Pastor und Theologieprofessor. Seine Bekehrungsgeschichte und Auseinandersetzung mit evangelischer Theologie und Schriftauslegung wurden Gegenstand mehrerer Bestseller, die auch ins Deutsche übersetzt wurden [z. B.: Unser Weg nach Rom]. In seinem neuen Buch widerspricht Scott Hahn systematisch den Argumenten des Glaubens- und Gottesgegners Richard Dawkins. Dawkins avancierte seit einigen Jahren zum Führer einer modernen atheistischen Denkströmung, in der vornehmlich naturwissenschaftliche Aussagen gegen einen Gottesglauben ausgespielt werden. Grund für das Verfassen dieses Buches ist nach Angaben Hahns die Notwendigkeit, gegen den militanten Atheismus vorzugehen, der „von einer Kerntruppe militanter Ungläubiger, die sich selbst ‚Die vier Reiter‘ nennen – Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens und Daniel Dennett“, angeführt wird. Diese und andere Autoren setzen das Christentum einem offenen Angriff in den Medien aus. Hahn möchte vor allem die geschickte und subtile Rhetorik von Dawkins aufdecken, dem es merkwürdigerweise gelingt, mit wenig stichhaltigen und äußerst schwachen Argumenten ganze Massen für seine Meinung zu gewinnen. Hahn zeigt zahlreiche Beispiele von Dawkins’ gehässiger und unsachlicher Vorgehensweise auf. Ähnlich wie der berühmte Jesuit Frederick Copleston in einem öffentlichen Gespräch mit dem Positivisten Bertrand Russell, nimmt sich auch Hahn mit gelassener Geduld ein Argument Dawkins’ nach dem anderen vor. Zunächst wird dessen Argumentation von der wissenschaftlichen Seite aus untersucht. Dawkins’ verbissener Glaube an den Zufall wird ebenso erläutert wie seine Taktik, das Unmögliche krampfhaft als etwas Mögliches zu behandeln, nur um die Möglichkeit des Wundersamen ausschließen zu können. Auf diesen übertriebenen Zufallsglauben bezüglich der Wunder antwortet Hahn mit einer eigenen Maxime: „Kein Ereignis, das wundersamer ist als das Wunder, das es anzuzweifeln versucht, kann als Erklärung dazu verwendet werden, zu bestreiten, dass das Wunder tatsächlich geschehen ist“. Scott Hahn geht ebenfalls auf die philosophische Sichtweise ein und versucht, Thomas von Aquin und andere Philosophen gegen die Argumente von Dawkins ins Blickfeld zu nehmen. Auch hier argumentiert Hahn überzeugend und mit einer Fülle von einleuchtenden Beispielen, zudem zitiert er aus Forschungswerken von Einzeldisziplinen (wie beispielsweise der Kunstgeschichte), um Argumente aufzuzeigen, deren bloße Existenz Dawkins, ganz offensichtlich aus Unwissenheit, leugnet. „Man stelle sich jemanden vor, der große Reden über die Biologie schwingt und dessen Wissen darüber allein auf dem ‚Book of British Birds‘ beruht, und schon hat man eine ungefähre Idee davon, wie es sich anfühlt, bei Richard Dawkins etwas über die Theologie zu lesen. Überzeugte Rationalisten wie Dawkins, der übrigens einem Berufsatheisten, wie wir ihn seit Bertrand Russel kennen, am nächsten kommt, sind in einem gewissen Sinne am schlechtesten gerüstet, wenn es darum geht, zu verstehen, was sie überhaupt so heftig geißeln, denn sie glauben gar nicht daran, dass es da etwas zu verstehen gibt oder wert ist, verstanden zu werden. Dies ist der Grund, weshalb sie ausnahmslos mit geschmacklosen Karikaturen über den religiösen Glauben herziehen […]“. Nach viel „negativem“ Widerlegen macht sich Hahn schließlich an eine „positive“ Argumentation, nämlich die Vernünftigkeit des Glaubens und die Beweisbarkeit Gottes. Ob Gottes Existenz bewiesen werden könne, beantwortet Hahn mit Ja und Nein und führt folgende Maxime an: „Jeder Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes muss so beschaffen sein, dass er sowohl die Existenz desjenigen, der den Beweis führt, als auch die Möglichkeit des Beweises mit einkalkuliert.“ Scott Hahn argumentiert gegen die marxistische Ideologie, die besagt, dass der Mensch samt all seiner Vorstellungen und Begriffe wie auch seiner Weltanschauung nur ein Spiegelbild dessen sei, wie eine bestimmte Gesellschaft [in der er sich befindet] alle grundlegenden Güter zur Erhaltung dieses Menschen produziere: „Du bist, was du isst, oder genauer, du bist, wodurch du das herstellst, was du isst“, mit folgendem Gegenargument: „Jede philosophische Beschreibung, die den Philosophen oder seine Philosophie unmöglich macht, ist als Philosophie unmöglich“. „Wenn Marx recht hätte, würde seine Philosophie auch nur das Spiegelbild der Produktionsverhältnisse seiner eigenen Gesellschaft sein.“ Dawkins lehne mit dem Akzeptieren der Evolution die Grundlage für eine Moralität im Universum ab. Auf die Probleme, die damit einhergingen, gebe er aber keine zufriedenstellende Antwort. So sei beispielsweise die Rassenlehre der Nationalsozialisten, deren Verbrechen er verurteilt, mit einer Theorie des „Stärkeren“ und der „natürlichen Auslese“ durchaus kompatibel. Er sei auch blind dafür, dass die Version des „Nettseins“, die er anstelle einer Moralität mit objektiven Maßstäben vertritt, „tatsächlich nur eine durch den Liberalismus des 19. Jahrhunderts gefilterte Persiflage des Christentums (mehr oder weniger das, was wir in John Stuart Mills „Utilitarismus“ finden würden) und deren radikale Ausbreitung, […] ist.“ Schlussfolgernd erklärt Hahn: „Dies bedeutet, dass Dawkins genau die Prinzipien des Liberalismus, die dazu bestimmt waren, ihn davor zu bewahren, zu einer neuen Form des Totalitarismus zu werden, einfach beiseitegeschoben hat. Mangels solcher Prinzipien der Selbstbeschränkung kann uns daher nur eines vor dieser neuen Art der Tyrannei bewahren, nämlich dafür zu sorgen, dass Leute wie Richard Dawkins […] niemals irgendeine Macht bekommen. Aber wir erinnern uns, politische Macht ist genau das, wonach sie jetzt streben.“ Das Buch bietet schlüssig und gut nachvollziehbar eine fundierte Widerlegung der Positionen von Dawkins. Es enthält keine hochtrabenden philosophischen Spekulationen, sondern ist mit seinen anschaulichen Beispielen und Erklärungen, die auch Nicht-Wissenschaftlern eingänglich sind, auch als Argumentationshilfe für jeden Leserkreis geeignet. Jeder, der Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Atheismus hat, bietet dieses Werk ein kompaktes „Handbuch“ und eignet sich auch als Zwischendurch-Lektüre. Sehr lesenswert! Die Tagespost Samstag, 15. September 2012 Nr. u.1 I Nr. 37 ASZ In das Irrationale verstrickt Eine glänzende Untersuchung über die Irrtümer des Atheisten Richard Dawkins von ALEXANDER RIEBEL Auch wenn schon einiges über den Atheisten Richard Dawkins geschrieben wurde, so detailliert hat noch niemand gezeigt, wie er eigentlich tickt. Nämlich grundsätzlich in die falsche Richtung. Dawkins’ Leugnung Gottes lässt sich schon in der Motivation des Evolutionsbiologen entlarven. Dawkins will einfach nicht glauben. So trist ist letztlich der Befund, untersucht man die Grundlagen seiner Argumente, die in ihrer Trivialität ins Leere laufen. Die beiden Autoren, der Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der franziskanischen Universität Steubenville in Ohio, Scott Hahn, und Benjamin Wiker, Professor für Theologische Ethik, der ebenfalls unter anderem in Steubenville unterrichtet, haben die Irrtümer von Richard Dawkins systematisch untersucht. Dawkins liegt mit seinem Buch „Der Gotteswahn“ so sehr daneben, dass es selbst für Atheisten eine große Enttäuschung war. Der bekennende Darwinist Michael Ruse schrieb über das Buch: „Wegen ,Der Gotteswahn' schäme ich mich fast, Atheist zu sein.“ Das Problem bei Dawkins beginnt schon damit, dass er den Zufall gegen das Wunder ausspielt. Er glaubt, Wunder einfach auf materielle Ursachen zurückführen zu können und erklärt sie dann für einen Zufall in der Natur. Einen objektiven Grund hat er dafür natürlich nicht: „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.“ Diese billige Voraussetzung, die Dawkins macht, sehen die Autoren Hahn und Wiker als Grundmotiv für die Behauptungen des Atheisten. Dawkins’ Ziel sei es nämlich, das „Unmögliche als möglich“ anzusehen, etwa das Winken der Statue der Jungfrau Maria mit dem Arm, weil sich alle Atome in einem Augenblick in dieselbe Richtung bewegen könnten, um so gerade die Möglichkeit des Wundersamen auszuschließen. Darum sagt Dawkins, „dass gewöhnlich Wunder nicht übernatürlich sind, sondern Teil eines Spektrums von mehr oder weniger unwahrscheinlichen natürlichen Ereignissen. Mit anderen Worten: Ein Wunder ist - wenn es überhaupt stattfindet - ein gewaltiger Glückstreffer.“ Wunder gibt es für Dawkins also nur im Sinne von höchst unwahrscheinlichen molekularen Ereignissen. Diese rein materialistische Auffassung vom Wunder verbindet Dawkins mit seiner Auffassung von Evolution. Denn wenn alle Ereignisse nur molekular und alles möglich bis auf das echte Wunder ist, schließt der Atheist beim „Wunder der Entstehung des Lebens“ die Notwendigkeit eines Schöpfergottes aus, wie die Autoren hervorheben. Dass aber der Glaube an die Macht des Zufalls größer sein soll als die Wahrscheinlichkeit Gottes, ist eine völlig irrationale Annahme. Darum nennen die Buchautoren den Agnostizismus Dawkins’ selbst einen, der sich hinter Fossilien versteckt: Richard Dawkins verbindet Atheismus mit Evolutionstheorie. Glauben, weil er an alles andere glaube, nur nicht an Gott. Der Irrationalismus des Atheisten ist grenzenlos. Das wird auch an seinem Beispiel deutlich, Gott testen zu wollen. Dawkins beschreibt ein „Gebetsexperiment“. Wenn es einen persönlichen Gott gebe, dann antworte er auch auf Gebete. Doch wie so oft entscheidet hier die Versuchsanordnung über das Experiment. „So sollten wir also prüfen können“, fassen die Autoren zusammen, „ob Gott existiert oder nicht, und zwar durch ein Gebetsexperiment im Doppelversuch, in dem für eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Gruppe kranker Menschen gebetet wird, wobei allerdings weder die Patienten noch die Ärzte wissen, für wen unter ihnen gebetet wird, und auch die Betenden selbst kennen nur den Vornamen und den Anfangsbuchstaben des Nachnamens derjenigen, für die sie beten.“ Dawkins stellte dann zufrieden fest, dass das Experiment scheitern musste. Das Experiment wird im Buch ganz richtig als eine „Kränkung“ jedes Gläubigen beschrieben, der solch ein manipuliertes und den Glauben verachtendes Geschehen nicht billigen kann, weil Gott wie eine natürliche Ursache und nicht wie ein personales Sein behandelt werde. Dawkins kann sich eben den höchsten Grund des Seins nur nach Analogie einer falsch verstandenen Natur des Menschen vorstellen; dass Gott eine ganz andere Intelligenz als der Mensch hat, kommt ihm nicht in den Sinn. – In dem sehr lesenswerten Buch werden noch viele andere Aspekte bei Dawkins detailliert kritisiert wie etwa die irrige Auffassung von Ethik, die nur auf dem Darwinismus beruhe. Schließlich zeigen die Autoren, dass die Konsequenzen dieses Atheismus Abtreibung, Euthanasie und Gewalt gegenüber Religionen sind. Rezension Münchner Merkur: http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/buch-hahn-wilker-kritik-dawkins-gotteswahn-mm-2676839.html
Geschichte meiner religiösen Überzeugungen John Henry Kardinal Newman Mit einem Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger. Einführung von Pater Hermann Geißler FSO, Direktor des Internationalen Zentrums der Newman-Freunde in Rom. Die ursprüngliche Übersetzung von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1920/21 wurde von Gisela Geirhos dem heutigen Sprachgebrauch angepasst. Die Apologia ist zweifellos einer der größten literarischen und spirituellen Klassiker. Der Autor berichtet über die Geschichte seiner Konversion, angefangen von den Erfahrungen in seiner Kindheit, bis er schließlich – nach Jahren des Studiums und der Abwägung – mit Überzeugung der römisch-katholischen Kirche beitrat. Als anglikanischer Theologe an der Universität von Oxford kämpfte er zunächst gegen den beginnenden Liberalismus in seiner Kirche. Durch sein Studium der Kirchenväter beginnt John Henry Newman, sich mit den Grundprinzipien des Glaubens zu beschäftigen. Er veröffentlichte Traktate, um den konservativen anglikanischen Glauben zu begründen, wurde aber deshalb von den Bischöfen stark angegriffen. Als Folge gab er sämtliche Ämter auf und zog sich nach Littlemore zurück. In einem langen und tiefgründigen Denkprozess erkennt John Henry Newman, dass nur die römisch-katholische Kirche mit den Entwicklungen der Glaubenslehre auf der Lehre der Urkirche basiert. Dies war der Beginn seiner Hinwendung zum katholischen Glauben. Er berichtet in einer dokumentarischen Darstellung von der ganzen Tragik seines Übertritts. Mit akribischer Sorgfalt lässt der Verfasser die Quellen sprechen. Dieses Werk lässt John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen. Geb., 448 Seiten2. Auflage 2013 John Henry Newman (1801 bis 1890) war anglikanischer Theologe und Professor am Oriel College in Oxford und gehörte zu den Protagonisten der Oxford-Bewegung, die das geistliche Leben in der Staatskirche Englands erneuern wollte. Nach Jahren intensiven Ringens und Betens trat er 1845 zur katholischen Kirche über. Newmans Leben nach der Konversion war von Anfeindungen auf anglikanischer und Misstrauen auf katholischer Seite geprägt. Er wurde 1879 von Papst Leo XIII. zum Kardinal ernannt. John Henry Kardinal Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit und wird von vielen auch als „Kirchenvater der Neuzeit“ bezeichnet. Rezension in der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ vom 19.03.2010: Der große englische Kardinal John Henry Newman (1801 bis 1890), dessen Seligsprechung in ein paar Monaten bevorsteht, gehört zu den bedeutendsten christlichen Denkern und Schriftstellern seiner Zeit, und zwar sowohl religiös wie literarisch. In den englischsprachigen Ländern, aber auch im romanischen Sprachraum wird sein umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht. In der deutschsprachigen Landschaft ist es im Vergleich dazu still um ihn geworden, obwohl er auch hier als einer der Ideengeber des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert wurde. Zu seinen bekanntesten Bewunderern zählt Papst Benedikt XVI., der im theologischen Studium Newmans Arbeit kennen und schätzen lernte. Newman selbst behauptete einmal von sich, er habe sich sein Leben lang nur mit Gelegenheitsschreiberei beschäftigt. Zweifellos rechnete er dazu auch sein bis heute berühmtestes Werk, seine Autobiografie „Apologia Pro Vita Sua“ – „Rechtfertigung für sein Leben“ –, worin er die Geschichte seiner religiösen Überzeugungen vom anglikanischen Glauben zur katholischen Kirche darstellt. In der geistlichen Weltliteratur wird das Buch gerne auf einer Stufe mit den „Bekenntnissen“ des heiligen Augustinus gesehen, auch wenn dazwischen rund 1500 Jahre liegen. Der Anlass zur „Apologia“ war hingegen ein recht prosaischer. Mit einem für damalige Verhältnisse exorbitanten Medienaufruhr wurde Newman öffentlich scharf angegriffen. Es hieß, er sei religiös verlogen und habe seinen Glauben verraten. Dagegen sah er sich gezwungen, mit rasantem Tempo zur Feder zu greifen. Was er da zu Papier brachte, ist nach wie vor historisch spannend und geistlich gewinnend zu lesen. Schon sehr bald erschienen erste Übersetzungen. Bis heute gilt die Arbeit von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1921 als deutsche Standardversion. Sie war lange vergriffen. Seit Kurzem ist sie in einer neuen Aufmachung wieder zu haben, dazu ein Vorwort des Heiligen Vaters, das aus einem Symposiumsbeitrag von 1990 stammt, sowie eine allgemeine Einführung von Roman A. Siebenrock (Uni Innsbruck). Dem Verlag ist zu danken, dass damit die „Apologia“ für deutschsprachige Leser endlich wieder allgemein zugänglich ist. Die Übersetzung, die nach rund 90 Jahren sprachlich und stilistisch stellenweise ein wenig Staub angesetzt hatte, wurde überarbeitet, was ebenfalls sehr zu loben ist. Man darf jetzt darauf hoffen, dass die „Apologia“ einen erfolgreichen Neustart bringt zur Wiederentdeckung Kardinal Newmans. Stephan Georg Schmidt Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln Rezension im L’Osservatore Romano vom April 2010: Kardinal John Henry Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit, dessen umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht wird. Zu seinen berühmtesten Schriften gehört seine Autobiografie Apologia Pro Vita Sua – Rechtfertigung für sein Leben, in der er die Geschichte seiner Konversion vom anglikanischen zum katholischen Glauben beschreibt. Dem Media-Maria-Verlag in Illertissen ist es zu verdanken, dass dieser große literarische und spirituelle Klassiker nach rund 90 Jahren in einer Neuübersetzung der Herausgeberin Gisela Geirhos für deutschsprachige Leser wieder zugänglich ist. Das Buch, das John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen lässt, enthält einen Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. und eine Einleitung des Vorsitzenden der Deutschen Newman Gesellschaft e.V., Prof. Dr. Roman A. Siebenrock. Rezension in der Süddeutschen Zeitung von Dr. Alexander Kissler am 18.09.2010: Ein exzentrischer Konvertit: An diesem Sonntag wird Papst Benedikt den englischen Kardinal, Reformer, Dichter und Universalgelehrten John Henry Newman seligsprechen. Nur wer sich wandelt, bleibt sich treu: Dass das zur Kalenderspruchweisheit herabgesunkene Lebensmotto Mühe kosten und Opfer fordern kann, zeigt sich am Leben des John Henry Newman, den Papst Benedikt XVI. am Sonntag in Birmingham seligsprechen wird. Newman gilt als Kirchenlehrer der Moderne und war ein Universalgelehrter. Er schrieb Gedichte und Romane, Briefe und Tagebücher ohne Zahl, war Kirchen- und Universitätsreformer, Theologe und Philosoph, Ironiker, Polemiker, Journalist, er hielt den Papst lange für den Antichristen, um schließlich doch Katholik zu werden, er war aus Liberalität Gegner des zeitgenössischen Liberalismus und aus Gewissensgründen ein Dogmenfreund. Er war eine durch und durch britische, exzentrische Persönlichkeit. Erst 2004 erschien zum ersten Mal überhaupt Edith Steins Übersetzung von „The Idea of a University“. Und gerade veröffentlichte der Verlag „Media Maria“-Verlag Newmans Rechenschaftsbericht in eigener Sache, die „Apologia pro vita sua“. Liest man beide, ergibt sich eine intellektuelle Biografie mit Symbolkraft. In ihr durchdringen sich Schlichtheit im Ausdruck und gedankliche Komplexität, Wissen, Glaube und Zweifel. Newman beschreibt minutiös das „tiefe Dunkel“ seiner Seele, „den unaussprechlichen Schmerz von Jahren, da die Sterne am tiefhängenden Himmel einer nach dem andern erloschen“. Ehe Newman 1879 zum Kardinal erhoben wurde und sich als Leitwort „Das Herz spricht zum Herzen“ wählte, durchfuhr er schwere, schwermütige See. Er musste den „Winterfrost meiner Trostlosigkeit“ überwinden. Die „Apologia“ erstattet darüber in einer freimütigen Weise Bericht, die seinem anglikanischen Erbe geschuldet ist. Er verspricht „den wahren Schlüssel zu meinem ganzen Leben“, weil er dem eher protestantischen Ethos der Gottunmittelbarkeit verpflichtet blieb. Äußerlich betrachtet, ist die „Apologia“ eine Zurückweisung des öffentlichen Vorwurfs, Katholiken seien Heuchler und Lügner. Auf 400 Seiten aber führt Newman dann aus, warum er und nur er zu Rom zurückgekehrt sei: Weil „unsere Kirche sich im Schisma befindet (. . .), hängt mein Heil von der Vereinigung mit der römischen Kirche ab.“ In Rom lebe die „Kirche der Apostel“ fort. Mittlerweile, lässt der Betreuer des Seligsprechungsverfahrens verlauten, gebe es „mindestens 10 000 belegte Konversionen von Anglikanern zur katholischen Kirche, die auf Newman zurückgehen“. Newman selbst setzte sich gegen den Vorwurf zur Wehr, er werbe keine Konvertiten. Er könne nun einmal die Lehren nicht „vergessen, die ich aus den Erfahrungen meines eigenen Lebens in der Vergangenheit gewonnen habe“. Deren wichtigste fasste er im Wort zusammen, „leben heißt sich wandeln, und vollkommen sein heißt, sich oft gewandelt zu haben“. Rezension: John Henry Kardinal Newman, APOLOGIA PRO VITA SUA Entgegen der „veröffentlichten Meinung“, die vom Exodus aus der (katholischen) Kirche zu wissen glaubt – die Statistiken scheinen dies zu bestätigen – gibt es auch eine bemerkenswerte (aber nicht zur Kenntnis genommene) Anzahl von Menschen, die den Weg zur katholischen Kirche finden. Es sind in den vergangenen Jahren mehrere Bücher erschienen, die diesen Weg eindrucksvoll beschreiben. Um nur zwei zu nennen: Dr. med. Siegfried Ernst, Auf dem Weg zur Weltkirche (Stein/Rhein: Christiana Verlag, 1998), und Erik Mørstad, Mein Weg zur katholischen Kirche (Ruppichterroth: CanisiusWerk, 2001³). Das hier besprochene Buch erschien zwar schon 1865 in England (1921 in einer deutschen Übersetzung, die hier neu überarbeitet vorliegt), dürfte aber gerade im Hinblick auf die heutigen Konvertiten und die Situation in Deutschland höchst relevant sein. Was Newman in seiner „Geschichte meiner religiösen Überzeugungen“ mit einer ungewöhnlichen Offenheit erzählt, ist nicht nur eine „Apologie“ (Verteidigung), sondern ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Zeit des 19. Jahrhunderts „von innen her“ beschreibt. Das heißt, hier berichtet ein „Kirchenmann“ -- viele bezeichnen Newman als einen der bedeutendsten Theologen der Neuzeit – seine religiöse Entwicklung und all die Schwierigkeiten, die er dabei erfahren musste. Manches erinnert an die heutigen Entwicklungen in der Anglikanischen Kirche, aber auch an die gegenwärtige „Krise“ in der katholischen Kirche, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. Man kann das Buch nicht „in einem Sitz“ lesen, obwohl es die Neubearbeitung und Anpassung in der deutschen Ausgabe „lesbar“ und auch für den Laien verständlich macht. Wie Papst Benedikt XVI. (in einem Vortrag, den er als Kardinal Ratzinger 1990 beim Newman-Symposium in Rom – im vorliegenden Buch als „Vorspann“ abgedruckt) sagte, „berührt [dieses Buch] unser Herz und erleuchtet unseren Verstand“. Wer es liest, wird dies bestätigen! Prof. Dr. Hans Schieser Prof.em. DePaul University Chicago im Juli 2010
Christa Meves „Werft den überflüssigen Tand unserer Zeit zum Fenster hinaus! Entdeckt, was Unsinn oder gefährlich ist - denn das erzählt Euch nur selten jemand.“ Mutig, unkonventionell, humorvoll - so steht Christa Meves Jugendlichen Rede und Antwort, Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahren, die der Psychotherapeutin von ihren alltäglichen Sorgen schreiben: Über den „Stress“ mit den Eltern und Erziehern, über Freundschaft, Verliebtsein, Liebe und Sexualität, über den Drang nach Freiheit und die Suche nach gültigen Idealen. Christa Meves nimmt die Fragenden ernst und fordert sie heraus - weil Tabus bei ihr keine Chance haben: weder die althergebrachten noch die neuen. Vielleicht sind ihre Antworten gerade deshalb so „echt“, so lebensnah und optimistisch. Broschur, 176 Seiten 2. Aufl. 2018Christa Meves, geboren 1925, Studium der Germanistik, Geografie und Philosophie an den Universitäten Breslau und Kiel, Staatsexamen in Hamburg, dort zusätzliches Studium der Psychologie. Fachausbildung an den Psychotherapeutischen Instituten in Hannover und Göttingen. Frei praktizierende Kinder- und Jugendpsychotherapeutin seit 1962 in Uelzen. Christa Meves hat mehr als 100 Bücher veröffentlicht, die in 13 Sprachen übersetzt wurden. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und das Komturkreuz mit Stern des Ordens des Heiligen Papstes Gregor des Großen.
Erinnerungen eines Gefängnispfarrers Winfried Abel„Barmherzigkeit“ ist das zentrale Thema, das Gott der Kirche an der Schwelle zum dritten Jahrtausend mit auf den Weg gegeben hat. Für Pfarrer Abel bedeutete dies, sich als Gefängnisseelsorger ganz in den Dienst der Barmherzigkeit zu stellen. Die Jahre, die er in Kassel verbrachte, gehören für ihn zu den schönsten seines priesterlichen Wirkens. Immer wieder wurde er gebeten, seine Erlebnisse aus dieser Zeit festzuhalten und für die Nachwelt zu hinterlassen. Nun ist er diesem Wunsch nachgekommen. Das vorliegende Buch ist mehr als nur eine Sammlung bewegender, mitunter ernster, aber auch heiterer Geschichten aus dem Gefängnisalltag. Sie spiegelt zugleich jene wunderbare Melodie wider, die mit der ersten Frohen Botschaft nach dem Sündenfall (Gen 3,15) ihren Anfang nahm und die einst am Ende der Zeit in einen glorreichen Schlussakkord einmünden wird – die machtvolle Melodie der göttlichen Barmherzigkeit.Geb., 160 Seiten 3. Aufl. 2026Pfarrer Winfried Abel, geb. 1939, studierte Philosophie und Theologie an der Theologischen Fakultät Fulda und am Kenrick-Seminary in St. Louis (USA). Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1964 und sechs Kaplansjahren wurde er von seinem Bischof mit der Gefängnisseelsorge an den Justizvollzugsanstalten in Kassel betraut. Dort war er von 1970 bis 1983 tätig. Danach übernahm er die geistliche Leitung verschiedener Bildungs- und Exerzitieneinrichtungen. Von 1989 bis 2014 wirkte er als Pfarrer von St. Andreas in Fulda. Im Ruhestand übernahm Pfarrer Abel das Amt des Spirituals im Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz, das er bis 2020 ausübte. Seit 2021 ist er Familiare des dortigen Zisterzienserklosters.
Der Beruf des Arztes ist nach wie vor beliebt und wird allgemein geschätzt. Im Arzt wird der Helfer gesehen, der Kundige, der Vertrauenswürdige, derjenige, der seinen Patienten mit Rat und Tat zur Seite steht. In den vorliegenden Porträts stellt Dr. Manfred M. Müller Ärzte vor, die ein besonderes Charisma hatten, das auch durch ihr soziales Engagement sichtbar wurde. Geb., 192 Seiten 2. Aufl. 2024Manfred M. Müller. Studium der Germanistik, Romanistik, Philosophie und Theologie. Promotion in spiritueller Theologie. Priesterweihe 2010. Vorsitzender der Vereinigung „Priester für das Leben e.V.“, Österreich. Manfred M. Müller lebt in Wien.
Zeichen des Himmels Patrick Theillier Gibt es ein Leben nach dem Tod? Seit Jahren mehren sich die Zeugnisse von Personen, die bereits als klinisch tot galten und behaupten, „aus einer anderen Welt“, die sie im Allgemeinen als wunderbar und einzigartig beschreiben, zurückgekommen zu sein. So ungewöhnlich diese Nahtoderfahrungen auch sein mögen, so gibt es in der Zwischenzeit eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen darüber. Für die Betroffenen ist dies eine existenzielle Erfahrung, da sich ihre Sicht auf das Leben nachhaltig verändert und sie keine Angst vor dem Tod mehr haben. In diesem Buch werden bemerkenswerte Zeugnisse wiedergegeben. Dr. Patrick Theillier, langjähriger Leiter des Medizinischen Büros von Lourdes, ist überzeugt, dass es sich bei der Nahtoderfahrung um ein Zeichen des Himmels handelt, das uns an unser spirituelles Wesen erinnern soll und uns Einblick in das unsichtbare Leben gibt. Alle Menschen – gläubig oder ungläubig – sind nur für eine gewisse Zeit auf der Erde. Die Nahtoderfahrungen weisen eindeutig darauf hin, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Geb., 224 Seiten 7. Aufl. 2025 Patrick Theillier war von 1998 bis 2009 Leiter des Medizinischen Büros in Lourdes. Er war als verantwortlicher Arzt damit befasst, medizinisch unerklärliche Heilungswunder in Lourdes zu untersuchen. Gleichzeitig war er auch Vorsitzender der Internationalen Ärztevereinigung von Lourdes, der mehr als zehntausend im Gesundheitswesen Tätige aus 90 Ländern angehören. Patrick Theillier hat auch mehrere Bücher über die Wunder von Lourdes verfasst. Rezensionen: Nahtoderfahrungen als Zeichen des Himmels Zum Untersuchungen eines katholischen Mediziners zeigen: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Berichte über Nahtoderfahrungen haben Konjunktur. Zuletzt landete der Neurochirurg Eben Alexander einen Weltbestseller. Er hat eine Nahtoderfahrung gemacht, die ihn ans Jenseits glauben lässt. Er beschreibt sie Proof of Heaven (zu deutsch: „Blick in die Ewigkeit“, 2013 – Rezension). Alexander schreibt einen Bericht über seine Reise in eine andere Dimension – nachvollziehbar, eindrücklich und kompetent. Er bringt damit die Nahtodforschung auf einen völlig neuen Kenntnisstand. Auch diese wissenschaftliche Nahtodforschung selbst und ihre publizistische Rezeption erlebt eine Blüte. Der Tod als finale „Grenzerfahrung“ (Jaspers) ist seit jeher Gegenstand der professionellen Philosophie und des menschlichen Nachdenkens überhaupt. Mehr noch: Es fasziniert nicht nur, über eine Fortexistenz jenseits des Irdischen zu spekulieren, derartige Vorstellungen sind zudem konstitutiver Bestandteil jeder Religion, die hinter dem Phänomen das transzendente Numen vermutet, zu dem sie eine Beziehung aufbaut, welche sie rituell gestaltet. Die Nahtodforschung knüpft also einerseits an einen weitgehend geteilten kulturellen Habitus an, andererseits stößt sie auf ein großes öffentliches Interesse, auch in einem säkularen Umfeld – geradezu ideale Bedingungen. Das schlägt sich in zahlreichen Publikationen nieder, die zusammen genommen den Fortschritt der Nahtodforschung dokumentieren, zugleich jedoch qualitativ sehr unterschiedlich sind, da sie auf mehr oder weniger seriöser Arbeit basieren. Die Spreu vom Weizen zu trennen, ist nicht immer leicht und weltanschauliche Prädispositionen lassen die Bewertung von Neuerscheinungen weit auseinandergehen. Eine gelungene wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Nahtodforschung steht idealerweise über den geglaubten Vorannahmen und berücksichtigt aktuelle Laborerkenntnisse, deutet diese jedoch nicht unter Ausblendung tradierter Wissensbestände kulturell-religiöser Provenienz. Gute Nahtodforschung ist also weder ahistorisch noch gegenwartsblind. Gute Nahtodforschung verbindet natur- und geisteswissenschaftliche Resultate zu einer ganzheitlichen Interpretation des Geschehens am Rande unserer Existenz. Sie kann dabei naturwissenschaftlich sein wie bei Birk Engmann in „Mythos Nahtoderfahrung“ (2011 – Rezension) oder bewusstseinsphilosophisch wie bei Michael Nahm in „Wenn die Dunkelheit ein Ende findet: Terminale Geistesklarheit und andere ungewöhnliche Phänomene in Todesnähe“ (2012 – Rezension); beides legitime Zugänge zu einem schwierigen Thema, das idealerweise transdisziplinär verhandelt wird. Die Nahtodforschung kann sich über mangelnde Aufmerksamkeit also nicht beklagen. Der Esoterik-Markt boomt ohnehin. Doch wie steht die Katholische Kirche eigentlich zu diesem Thema? Der christliche Glaube an die Auferstehung Jesu suggeriert zumindest ein begründetes Anfangsinteresse an der Nahtodforschung, obgleich das Verständnis von „Neuem Leben“ theologisch ein anderes ist als in der Biologie und in der Medizin. Interessant ist es für den gläubigen katholischen Christen, wenn Phänomene in Todesnähe fachkundig und zugleich aus dem Glauben heraus gedeutet werden. Insofern ist das Buch „Beeindruckende Nahtoderfahrungen – Zeichen des Himmels“, das jetzt bei Media Maria erschien, eine echte Bereicherung der Debatte. Patrick Theillier, langjähriger Leiter des Medizinischen Büros von Lourdes, stellt uns sieben spektakuläre Fälle von Nahtoderfahrungen vor, die er für ein Zeichen des Himmels hält, das uns an unsere letzte Bestimmung erinnern soll. Er interpretiert sie aus der medizinischer, theologischer und philosophischer Sicht. Theillier erklärt nachvollziehbar ihre Phänomenologie und weicht auch wissenschaftlichen Kontroversen nicht aus. Marc Aillet, Bischof von Bayonne, Lescar und Oloron, hat zu seinem Buch ein anerkennendes Vorwort geschrieben. Wer sich also aus katholischer Perspektive mit dem Thema „Nahtoderfahrungen“ befassen möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Dr. Josef Bordat Fels, März 2019 Patrick Theillier: „Beeindruckende Nahtoderfahrungen. Zeichen des Himmels. Verlag media maria 2019, 224 Seiten. E 18;95 (D) E 19;95 (A). ISBN 978-3-9479310-1-9 Der Autor dieses Buches ist als langjähriger Vorsitzender der Internationalen Ärztekommission in Lourdes ein respektabler Fachmann. Seine Gutachtertätigkeit für naturwissenschaftlich unerklärliche Spontanheilungen befindet sich zwar auf einem benachbarten Wissensgebiet. Doch das Vertrauen, das er sich in Lourdes erworben hat, veranlasste viele Menschen, ihm auch ihre Nahtod-Erfahrungen mitzuteilen. Dabei zeigt sich, dass viele Menschen nahe am Tode Erstaunliches erleben. Dass diese Erlebnisse ein reales Fundament haben, erweist sich schon dadurch als glaubwürdig, weil diese Personen nach ihrem „Aufwachen“ Dinge erzählen, die sie aus dieser Welt eigentlich nicht wissen können. Viele berichten von beglückenden Begegnungen mit verstorbenen Angehörigen. Es gibt aber auch furchterregende Schauungen, die das Leben der Betroffenen und auch das Leben der Leser verändern. Hierfür steht der Bericht der Zahnärztin Dr. Gloria Polo aus Bogota in Kolumbien. Sie war nach einem Blitzschlag längere Zeit bewusstlos. In diesem Zustand sah sie die Hölle, das Fegefeuer und schließlich durfte sie einen Blick in das Paradies werfen. Dabei wurde ihr das eigene Leben anhand der Verfehlungen gegen die Zehn Gebote gezeigt. Jetzt wurden ihr verdrängte und vergessene Sünden wieder bewusst. Ihre Mithilfe bei Abtreibungen war die größte und entsetzlichste Belastung. Wer diesen Bericht gelesen hat, wird kaum mehr eine Abtreibung in Erwägung ziehen. Auch die übrigen Berichte sind glaubwürdig und eindrucksvoll. Bischof Marc Aillet von Bayonne schreibt.“ Ganz sicher ist dieses Buch von Dr. Theillier wie eine Bresche der Hoffnung in einer Welt, die gegenüber der Transzendenz verschlossen ist. Möge es viele Leser erreichen.“ Eduard Werner Dieses Buch repräsentiert einen großartigen Querschnitt vielseitiger Nahtoderfahrungen im Kontext eines reichhaltigen Glaubenswissens. Es ist somit bestens geeignet in die Mystik unseres Glaubens und die reale Welt jenseits von Zeit und Raum einzuführen. Es bestärkt im Glauben, beflügelt in der Hoffnung und festigt in der Liebe. Der unbefangene Leser sieht mit Zuversicht und Neugier dem ewigen Lebensraum des Paradieses in der Gegenwart des Dreifaltigen Gottes, der Heiligen und der Geliebten Mitmenschen entgegen. „Zeichen des Himmels“, die unsere Welt in zunehmender Verwirrung und Heillosigkeit dringend braucht. Ein wirklich rundum gelungenes Werk und ein würdiger Vertreter seiner Gattung. Thomas M. Adam 4.Mai 2019
Georg Gänswein (Hg.) Anlässlich des 85. Geburtstages von Papst Benedikt XVI. erzählen bekannte Persönlichkeiten aus Kirche, Kultur, Politik, Sport und Wirtschaft von ihren beeindruckenden Begegnungen und berichten über sein Wirken in Kirche und Welt: Ein sehr schön gestaltetes und interessantes Buch, dessen Lektüre sich lohnt! Zwanzig Prominente haben ihre Beiträge veröffentlicht: • Franz Beckenbauer, Fußballweltmeister als Spieler und Teamchef • Prälat Georg Gänswein, Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. • Peter Gauweiler, Rechtsanwalt, seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages • Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Lehrstuhlinhaberin für Religionsphilosophie em. TU Dresden • Hubert Gindert, Initiator und Vorsitzender des "Forums Deutscher Katholiken" • Ludwig Güttler, einer der erfolgreichsten Solisten auf Trompete und Corno di caccia • Christine Haderthauer, bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen • Michaela Freifrau von Heereman, Mitautorin des YOUCAT, Mitglied des Päpstlichen Rates für die Familie • Claus Hipp, Geschäftsführender, Gesellschafter der HiPP-Werke • Maria Höfl-Riesch, Doppelolympiasiegerin im alpinen Skisport • Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen • Christine Lieberknecht, seit 2009 Thüringer Ministerpräsidentin • Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising • Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln • Werner Münch, Politikwissenschaftler, Ministerpräsident a.D. von Sachsen-Anhalt • Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister • Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident von 1993 bis 2007 • Franz-Peter Tebartz-van Elst, Bischof von Limburg • Karl Josef Wallner, Rektor der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz • Notker Wolf, Abtprimas der Benediktinischen Konföderation in Rom Geb., 192 Seiten mit 20 Abbildungen, Format 17 x 24 cm, Fadenheftung ISBN 978-3-9814444-6-9 Über den Herausgeber: Georg Gänswein, Jahrgang 1956, Dr. iur. can., Priesterweihe 1984, seit 1996 an der Glaubenskongregation im Vatikan tätig, seit 2003 Sekretär von Joseph Kardinal Ratzinger, seit dessen Wahl zum Papst im Jahr 2005 Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., am 6.1.2013 Bischofsweihe, erhoben zum Erzbischof und Präfekt des Päpstlichen Hauses. Münchner Merkur vom 16/17.03.2012: Wie deutsche Prominente den Papst sehen Er ist seit vielen Jahren an der Seite von Joseph Ratzinger: Prälat Georg Gänswein, Sekretär von Benedikt XVI., kennt den Heiligen Vater so gut wie kaum ein anderer. Zum 85. Geburtstag des Papstes hat Gänswein ein Buch herausgegeben, das er jetzt in München vorgestellt hat. VON CLAUDIA MÖLLERS München – Als Privatsekretär des Papstes ist Georg Gänswein der Verschwiegenheit verpflichtet. Ein Interview mit dem engsten Mitarbeiter des Heiligen Vaters? Unmöglich. Meist hält sich der smarte Prälat im Hintergrund, mit aufmerksamem Blick, damit alles in geordneten Bahnen abläuft. Am Donnerstagabend jedoch, im Münchner Presseclub, ist Georg Gänswein aus dem strengen Protokoll des Vatikans ausgeschert. Einer der seltenen Auftritte, bei denen er im Rampenlicht stand. Vor einem großen Medienaufgebot stellte er als Herausgeber ein Buch über seinen „Chef“ vor. Ein Geschenk zu dessen 85. Geburtstag am 16. April. An der Seite des Ex-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber präsentierte Gänswein die Hommage an den Papst, in der Prominente aus Politik, Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Sport ihre persönlichen Einschätzungen über den Papst zu Papier gebracht haben. Das 190-seitige Buch birgt eine erstaunliche Mischung an Autoren: „Kaiser“ Franz Beckenbauer zum Beispiel. Er verrät, wie sehr ihn eine persönliche Begegnung mit Benedikt XVI. im Oktober 2005 in Rom beeindruckt hat. Im Vorfeld der Fußball- WM 2006 in Deutschland übergab Beckenbauer dem Papst damals einen Wimpel – davon gibt es ein Foto. „Wenn ich heute auf Reisen gehe, habe ich das Bild immer bei mir. Es liegt in meinem Koffer ganz oben.“ Und er erzählt auch, dass er seit der Begegnung wieder öfter in die Kirche geht. Wenn er die Kinder zur Schule gebracht hat, dann er geht er allein in die Kirche. Zum Beten. „Es sind Dankgebete. Gott war immer sehr gnädig mit mir, ich habe viel Glück gehabt im Leben, das ist ein großes Geschenk“, schreibt der „Kaiser“ in dem Buch für den Papst. Bekenntnisse zum Glauben und zur Bewunderung für den Papst geben auch Ski-Rennläuferin Maria Höfl-Riesch, Unternehmer Claus Hipp, die Protestanten Peter Gauweiler und Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Münchner Kardinal Reinhard Marx oder die evangelische Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht, ab. „Das Buch ist keine Auftragsarbeit!“ Darauf legt Georg Gänswein Wert. Es sei nicht so, dass man sich zum 85. Geburtstag des Papstes „positive Musik aus Deutschland“ gewünscht habe. Das unterstreicht der Sekretär des Papstes auch im Vorwort: „Den Autoren wurden keine Vorgaben gemacht, alle hatten volle Freiheit, das Ihre zu sagen. Von Zensur keine Spur!“ Dass sich der Heilige Vater allerdings eine grundsätzlich positivere Beurteilung durch seine Landsleute wünschen würde, daraus macht sein Privatsekretär keinen Hehl. Das Bild, das einige Medien vom Papst skizzierten, sei in großem Maße eine „Verzeichnung“, sagte Gänswein. Die Pressefreiheit werde anerkannt, doch man dürfe auch erwarten, dass damit vernünftig umgegangen werde. „Wer die Person des Papstes und seine Positionen kennt und lesen muss, was da veröffentlicht wird, fragt sich manchmal, ob man da im falschen Film ist“, sagte Gänswein. Er bat die Medien, „die Verzeichnung, so gut es geht, zu korrigieren“. Die Presse sei aber auch nicht das Fähnlein, nach dem das Schiff Vatikan segle. Negative Berichterstattung werde dem Papst aber auch nicht vorenthalten. „Es ist klar, dass Nachrichten, die verletzen, ihm das Herz schwer machen“ – vor allem, wenn seine Reden missverständlich interpretiert würden. Doch auch die deutschen Bischöfe nimmt der Sekretär des Papstes hier in die Pflicht. Er erinnerte an die Freiburger Rede des Papstes bei seinem jüngsten Deutschlandbesuch. Es ging um die Entweltlichung – was von vielen Berichterstattern als Aufforderung zum Rückzug der Kirche aus der Welt missverstanden wurde. „Hier sind gerade die Oberhirten gefordert“, richtete Gänswein einen Appell an die Bischöfe, das Ansinnen des Papstes in der Öffentlichkeit zu erklären. Einen großen Bewunderer hat der Papst auch im Ex-Ministerpräsidenten Stoiber. „Für mich ist der Papst eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, die ich kenne“, sagte der CSU-Politiker. Und wie er so berichtet von den ersten Vorlesungen, die er an der Uni Regensburg vom damaligen Theologieprofessor Joseph Ratzinger gehört hat, gerät er ins Schwärmen: Wie stringent Ratzinger seine Gedanken geordnet habe, dass er frei gesprochen und sich dabei nie versprochen habe. „Das ist eine Gabe, die hat nicht jeder“, bekennt Stoiber – und die Zuhörer müssen unwillkürlich schmunzeln. Benedikt XVI. selbst will keine großen Feiern zu seinem Geburtstag am 16. April. Gänswein verrät nur so viel, dass sich seine engsten Mitarbeiter aber schon etwas einfallen lassen. Und dass der Geburtstag bayerisch geprägt sei. Schließlich betont Benedikt XVI. immer seine bayerischen Wurzeln. Das Buch zu seinem Geburtstag aus dem bayerischen Verlag Media Maria aus Illertissen dürfte ihn besonders freuen.
Die Kirche hat der Welt zwei neue Vorbilder zur Nachahmung empfohlen: Louis und Zélie Martin. Sie wurden von Papst Franziskus am 18. Oktober 2015 heiliggesprochen. Der Briefwechsel von Zélie und Louis Martin ist ein kostbarer Schatz, ein Spiegel ihrer Nächstenliebe und ihrer engen Verbundenheit mit Gott. Die 218 Briefe, die Zélie an ihre Familie in Alençon gerichtet hat, und die 16 Briefe von Louis Martin, die hier wiedergegeben werden, geben Zeugnis von den Prüfungen, denen das Ehepaar und die Familie Martin ausgesetzt waren: späte Heirat, Angst um die Zukunft der Kinder, wirtschaftliche Sorgen, Zélies Krebserkrankung und früher Tod und Louis’ Demenz in späteren Jahren. Vor allem aber offenbart dieser Briefwechsel eine große Liebe der beiden Eheleute zueinander und zu ihren Kindern. „Der liebe Gott hat mir einen Vater und eine Mutter gegeben, die des Himmels würdiger sind als der Erde“, schrieb Therese von Lisieux. Geb., 384 Seiten mit 8-seitigem Bildteil3. Aufl. 2024 Louis Martin (1823–1894) wollte Mönch werden. Da er bei den Augustiner-Chorherren wegen fehlender Lateinkenntnisse abgewiesen wurde, übte er den Beruf des Uhrmachers aus. Er heiratete Zélie Guérin (1831–1877), die ursprünglich bei den Vinzentinerinnen eintreten wollte, jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgewiesen wurde. Neun Kinder erblickten das Licht der Welt, wobei nur fünf das Erwachsenenalter erreichten. Alle fünf Töchter wurden Ordensschwestern. Zélie Martin starb im Alter von 44 Jahren an Brustkrebs. Nach dem frühen Tod seiner Frau verkaufte Louis Martin deren Spitzenhandelsgeschäft und zog mit seinen Kindern zur Familie seines Schwagers nach Lisieux.
Die 10 Gebote in unserer Zeit Dr. mult. Peter Egger Zerrüttete Familien, wachsende Kriminalität, 300.000 Abtreibungen jährlich, Drogenkonsum auf Schulhof und Straße, gesellschaftliche Kälte, Mobbing, Ego-Kult, Genmanipulation – und allerorts die beliebten Diskussionen über Werteverlust, Wertewandel, Wertechaos ... Die Fundamente wackeln, die Unsicherheit wächst, die Orientierung fehlt. Immer mehr Menschen spüren, dass wir uns neu auf die Grundwerte des Lebens besinnen müssen, denn ohne den Schutz der Familie und des Lebens, der Liebe und der Ehe, des Eigentums und der Wahrheit, der Treue und des sozialen Friedens ist ein Leben für den Einzelnen und für die Gemeinschaft unmöglich. Es sind die Zehn Gebote, die diese Grundwerte des Lebens schützen. Der Pädagoge Peter Egger möchte deren positive Kraft für den modernen Menschen neu verdeutlichen. Die Einhaltung der Zehn Gebote ist der einfachste und sicherste Weg für das persönliche Heil und Glück. Geb., 352 Seiten3. Aufl. 2023 Peter Egger wurde 1948 in Bozen/Südtirol geboren. Er studierte in Padua, Innsbruck, Salzburg und London und promovierte in Philosophie, Geschichte und Theologie. Nach Abschluss seiner Studien war er in der Familienseelsorge in Wien tätig. Seit 1989 unterrichtet er Religion, Philosophie und Geschichte am bischöflichen Gymnasium „Vinzentinum“ in Brixen. Der Autor ist langjähriger Referent bei „Radio Maria“, „Radio Horeb“ und „K-TV“ und den Hörer/innen durch seine tiefgründigen und mitreißenden Vorträge bekannt.
Wer passt zu wem? Christa Meves „Erkenne Dich selbst“, diesen Satz haben bereits die alten Griechen über das Eingangsportal ihrer Tempel geschrieben. Das Bedürfnis nach mehr Wahrheit über sich selbst ist seither nie verstummt. Spätestens wenn der Mensch in der Pubertät zum Erwachsensein heranreift, beginnt er zu fragen: „Wer bin ich? Was habe ich für Eigenschaften? Worin unterscheide ich mich von den anderen? Wieso denke ich als Frau bzw. als Mann anders als Vertreter des Gegengeschlechts?“ In diesem Buch stellt die bekannte Psychotherapeutin Christa Meves eine Lehre über Charakterstrukturen vor, die sie auf dem Boden der Antriebslehre der Neopsychoanalytiker entwickelt hat. Ausgewogenheit zu erwirken, indem durch ein rechtes Maß die Merkmale aller in diesem Buch beschriebenen vier Charaktertypen in einer Person vereint werden, ist das Anliegen der Schrift. Dabei wird ein Hauptakzent darauf gelegt zu ergründen, ob es auch mehr oder weniger zueinander passende Typen gibt: vornehmlich in der Partnerschaft, aber auch beim Gemeinschaftsleben mit Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen. Auch auf Scheidungswaisenschicksale sowie auf Single-Probleme wird eingegangen. Broschur, 160 Seiten 3. Aufl. 2019 Christa Meves, geboren 1925, Studium der Germanistik, Geografie und Philosophie an den Universitäten Breslau und Kiel, Staatsexamen in Hamburg, dort zusätzliches Studium der Psychologie. Fachausbildung an den Psychotherapeutischen Instituten in Hannover und Göttingen. Frei praktizierende Kinder- und Jugendpsychotherapeutin seit 1962 in Uelzen. Christa Meves hat mehr als 100 Bücher veröffentlicht, die in 13 Sprachen übersetzt wurden. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und das Komturkreuz mit Stern des Ordens des Heiligen Papstes Gregor des Großen.
Im langen Schatten des Dämons Ralf Elsner Andreas stolpert auf einer Party mitten in eine Geisterbeschwörung. Obwohl er dabei nicht mitmacht, werden in diesem Zirkel schmerzhafte Geheimnisse seiner Familie aufgedeckt. Seitdem fühlt er sich von einem unheimlichen Wesen verfolgt und leidet unter Angstzuständen. Verzweifelt vertraut er sich seinem besten Freund Rally an. Der will ihm helfen und im Selbstversuch beweisen, dass nichts Übernatürliches dahinterstecken kann. Doch sehr schnell wird klar, dass dieser Ansatz gescheitert ist. Schritt für Schritt gerät die Situation außer Kontrolle mit Folgen, die die Vorstellungskraft der Betroffenen bei Weitem übersteigen. Der spannende Tatsachenbericht verzichtet komplett auf fiktionale Ausschmückungen. Er durchleuchtet das Phänomen Okkultismus auf bisher nicht dagewesene Weise und zeigt schließlich einen Ausweg für Betroffene. Broschur, 208 Seiten, Format 13,5 x 20,5 cm ISBN 978-3-9816344-7-1 Ralf Elsner, geboren 1965, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Geschäftsführer des Rhenania Buchversandes. Als promovierter und habilitierter Volkswirt erhielt er nationale und internationale Auszeichnungen für seine mathematische Wirtschaftsforschung.
Der Leidensweg Jesu und seine Auferstehung in der Passionserzählung des Evangelisten Markus Renate Brandscheidt (Hrsg.) Der Leidensweg Jesu und seine Auferstehung leiten nach dem Zeugnis des Neuen Testaments den Beginn einer neuen Ära ein. Seitdem ist der Tod für die Christen nicht mehr das Ende, sondern der Übergang zur vollen Gemeinschaft mit dem von Gott auferweckten Gottessohn.Die Autoren legen die Ereignisse um Tod und Auferstehung Jesu im Markusevangelium auf gut verständliche Weise aus. Auf der Grundlage des biblischen Textes laden sie zu einer weiteren Betrachtung des Evangeliums ein und geben geistliche Impulse für die Gemeinschaft der Gläubigen. Geb., 320 Seiten1. Aufl. 2024 Prof. Dr. Renate Brandscheidt lehrte von 2000 bis 2017 Theologie und Exegese des Alten Testaments an der Theologischen Fakultät Trier. In zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen erforschte sie grundlegende Themen der biblischen Theologie. So verfasste sie Beiträge zum Gottesbild des Alten Testaments, zur Aussage und aktuellen Relevanz der biblischen Urgeschichte, zu Themen der prophetischen Theologie und zu Texten der biblischen Weisheit. In ihren Arbeiten folgt sie dem Konzept des „Glaubensdenkens“, das die biblischen Offenbarungszeugnisse zum kritischen Maßstab für den Umgang der heutigen Menschen mit der Wirklichkeit macht.
Benedikt XVI. In diesem Band betrachtet der Heilige Vater die in den Evangelien überlieferten Formen des Gebetes. Eine Atmosphäre des Gebets begleitet die ersten Schritte der Kirche. Gegenüber der Gefahr, der Schwierigkeit, der Bedrohung versucht die christliche Urgemeinde nicht, Untersuchungen darüber anzustellen, wie man reagieren und sich verteidigen kann, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, sondern sie betet angesichts der Prüfung, sie nimmt Kontakt zu Gott auf. Geb., 144 Seiten1. Aufl. 2013 Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn geboren. Er war Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg und nahm als theologischer Berater am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–65) teil. Im Jahr 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising ernannt. Papst Johannes Paul II. berief ihn 1981 zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre. Am 19.4.2005 wählten ihn die Kardinäle zum Kirchenoberhaupt. Er trat von diesem Amt am 28.2.13 zurück.
Benedikt XVI. In diesem Band blickt Papst Benedikt XVI. auf Jesus, auf sein Gebet, das sein ganzes Leben durchzieht, und ihn mit immer größerer Entschlossenheit zur völligen Selbsthingabe führt, gemäß dem Liebesplan Gottes, des Vaters. Das Gebet Jesu berührt alle Phasen seines Wirkens und alle seine Tage. Die Mühsal bringt es nicht zum Halt. Die Evangelien lassen sogar erkennen, dass Jesus die Gewohnheit hatte, einen Teil der Nacht im Gebet zu verbringen. Auch in unserem Gebet müssen wir immer mehr lernen, in diese Heilsgeschichte einzutreten, deren Höhepunkt Jesus ist. Geb., 160 Seiten1. Aufl. 2013 Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn geboren. Er war Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie in Freising, Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg und nahm als theologischer Berater am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–65) teil. Im Jahr 1977 wurde er zum Erzbischof von München und Freising ernannt. Papst Johannes Paul II. berief ihn 1981 zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre. Am 19.4.2005 wählten ihn die Kardinäle zum Kirchenoberhaupt. Er trat von diesem Amt am 28.2.13 zurück.
Mystikerin des Leidens Stefan Meetschen Am liebsten wäre sie Missionsschwester geworden: Anna Schäffer, geboren 1882 in Mindelstetten. Ein Arbeitsunfall gab dem Leben der Schreinerstochter eine völlig andere Richtung. Anstatt ferne Länder zu bereisen, musste sie fast 25 Jahre lang das Krankenlager hüten. Zunächst widerstrebend, dann im Einklang mit dem Willen Gottes. Dabei wurden der jungen Frau zahlreiche Gnaden geschenkt: Visionen und Begegnungen mit Heiligen, Worte der Erkenntnis, die Leiden Christi. Viele Menschen fanden Trost bei ihr. Als sie 1925 starb, galt Anna Schäffer bereits als Heilige. In seiner Anna-Schäffer-Biografie zeichnet der Journalist Stefan Meetschen das geheimnisvolle Leben dieser „Mystikerin des Leidens“ einfühlsam und chronologisch nach. Er lässt sie selbst zu Wort kommen als eine Gestalt, die Natürliches und Übernatürliches verbindet. Geb., 160 Seiten1. Aufl. 2020Dr. Stefan Meetschen, geboren 1969 in Duisburg, Kulturwissenschaftler. Er ist Feuilleton-Redakteur bei der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ und regelmäßiger Kolumnist im „Vatican Magazin“ (Literatur mit Geist und Seele). Er führte zahlreiche Interviews mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft, Kirche und Kultur und hält Vorträge und Moderationen im In- und Ausland. Im Jahr 2018 erschien im Media Maria Verlag der Titel „Leben mit christlichen Werten – Ein Gespräch mit Werner Münch“.
Jean Galot SJMan kann nicht Christ sein, ohne immer wieder auf Christus zurückzukommen und das heißt, das Herz Christi zu erforschen. Unser Glaube steht in der beständigen Gefahr, abzugleiten. Man ist versucht, ihn von der Welt her zu begründen. So drückt man die Hoffnung herab auf innerweltliche Belange und Ideale, und so kommt auch die Person Christi, wer und was Christus ist, in Gefahr, banalisiert zu werden: Christus gilt vielen bloß als eine der großen Gestalten der Geschichte, als einer von vielen, ein moralisches Vorbild, als „unser Bruder“, als Prophet, einer der großen „Religionsgründer“. Wenn wir zu Christus selbst gehen, wenn wir die Evangelien durchforschen, was er von sich selbst sagte, bekommen wir ein anderes Bild von Christus. Jean Galot tut dies von vielen Seiten her, in unzähligen Betrachtungen, und was er dabei herausarbeitet, ist ein Heilmittel für unsere Glaubensschwäche: Was uns Christus über sich selbst kundgibt, führt uns zu Gott Vater. Wenn wir versuchen, in das Innerste seines Herzens einzudringen, wird er uns Dinge offenbaren, die jede rein menschliche Erkenntnis übersteigen. Dann wird uns deutlich, warum er vielen zum Stein des Anstoßes wurde, warum sich an ihm bis heute die Geister scheiden. Er wurde zum Tode verurteilt, weil er zu erkennen gab, der Sohn Gottes zu sein, kein politischer Messias, sondern Gott von Gott, der Heiland und Erlöser für alle Menschen. Anhand der Evangelien dringen die Betrachtungen Galots ein in die Tiefen des Herzens Jesu. Sie versuchen, seine innerste Gesinnung zu ergründen; sie zeigen seine Demut, seinen Opfermut, seine Art zu beten, seine Hingabe an den Willen des Vaters, seine vertraute Vereinigung mit dem Willen des Vaters, seine Liebe zum Vater. Sie geben Zeugnis von seiner Liebe zu seiner heiligen Mutter, zu den Menschen, zu seinen Jüngern, und von seiner Feindesliebe. Die Übung der Demut, die Liebe zur Wahrheit, die Einübung in das Liebesopfer, den Sohn suchen, sein Herz ergründen, das ist eine Mystik der Nachfolge Christi, ist ein betrachtendes Mitgehen mit Christus, ein betrachtendes Kreuzweggebet.Geb., 288 Seiten1. Aufl. 2025Jean Galot wurde 1919 in Ougrée, Belgien, geboren. Er promovierte in Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität Leuven und in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden lehrte er Dogmatik an der Katholischen Universität Leuven und Christologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Jean Galot SJ starb im Jahr 2008.
Jean Galot hat eine Fülle von biblischen Aspekten über die Jungfrau Maria gesammelt. Er stellt uns die Gottesmutter als Tochter des Vaters, Mutter des Wortes, Braut des Heiligen Geistes und Mittlerin zwischen Gott und den Menschen dar.In diesem Betrachtungsbuch, das sich auch gut für die Katechese eignet, zeichnet Jean Galot das Bild der Gottesmutter von innen, vom Herzen, her und beschreibt den Weg Mariens zur Mutter der Menschen. Durch ein tieferes Verständnis des Herzens Mariens weist er den Weg zu Jesus Christus und zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Geb., 320 Seiten2. Aufl. 2023 Jean Galot wurde 1919 in Ougrée, Belgien, geboren. Er promovierte in Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität Leuven und in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden lehrte er Dogmatik an der Katholischen Universität Leuven und Christologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Jean Galot SJ starb im Jahr 2008.
Ein neuer Impuls für die Gläubigen P. Jacques Philippe, Sr. Anne de Jésus (Hg.) Wenn wir uns in unserem hektischen Leben auf die Suche nach dem Sinn begeben, werden uns zahlreiche Meditationsmethoden angeboten. Da stellt sich die Frage: Warum nicht an die jahrhundertealte spirituelle Tradition unseres christlichen Erbes anknüpfen? Das innere Gebet ist mehr als eine Meditation, es ist eine lebendige Beziehung zu Gott, ein vertrauliches Gespräch von Herz zu Herz. Die Autoren dieses Buches berichten von ihren Erfahrungen, die in der spirituellen Tradition der Kirche verwurzelt sind. So wird die vertrauliche Begegnung mit dem lebendigen Gott zu einer Quelle der geistlichen Vertiefung, der inneren Verwandlung, des Friedens und einer freieren Beziehung zu den Mitmenschen. Broschur, 176 Seiten2. Aufl. 2026Jacques Philippe ist seit 1976 Mitglied der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Dort war er für verschiedene Bereiche verantwortlich. Seit 1985 ist er Priester und hält Exerzitien in Frankreich und im Ausland. Er ist Autor geistlicher Werke, von denen mehrere in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Sr. Anne de Jésus ist seit 1989 eine geweihte Schwester der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Zurzeit leitet sie das spirituelle Zentrum von Les Sables-d’Olonne. Sie bietet auch geistliche Begleitung und Unterweisung an.
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Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Vorwort von George Kardinal Pell Juan-José Pérez-Soba, Stephan Kampowski Kardinal Kasper hat international Aufsehen erregt, als er im Februar 2014 in seiner Rede vor dem Konsistorium in Rom vorschlug, wiederverheiratete Geschiedene nach einer Bußzeit zur Kommunion zuzulassen. Die beiden Autoren analysieren Kardinal Kaspers Vorschlag und begründen, in welchen Punkten seine Argumente einer Überprüfung nicht standhalten. Sie wollen mit dem Buch auch einen positiven Beitrag leisten, indem sie eine alternative Weise aufzeigen, wie man einen von Barmherzigkeit geleiteten pastoralen Ansatz verstehen kann. Hierbei orientiert es sich an der Lehre und am Zeugnis Johannes Pauls II., den Papst Franziskus der ganzen Kirche als „Papst der Familie“ aufgezeigt hat. Geb., 240 Seiten Prof. Dr. Juan-José Pérez-Soba, geb. 1964, ist ordentlicher Professor für Pastoraltheologie am „Päpstlichen Institut Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ in Rom. Bis November 2012 war er ordentlicher Professor für Fundamentalmoral an der Theologischen Fakultät „San Dámaso“ in Madrid, wo er auch heute noch Gastvorlesungen hält. Prof. Dr. Stephan Kampowski, geb. 1972, ist ordentlicher Professor für philosophische Anthropologie am „Päpstlichen Institut Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ in Rom. Er studierte am Internationalen Theologischen Institut in Gaming, Österreich, an der Franciscan University of Steubenville, USA, und in Rom. Rezension Tagespost 01.08.2015 Ein zuverlässiger Lückendetektor Das wahre Evangelium der Familie: Juan Jose Perez-Soba und Stephan Kampowski unterziehen die Thesen Kardinal Kaspers einer kritischen Würdigung VON PROF. NORBERT MARTIN Als Papst Johannes Paul II. 1980 das nach ihm benannte „Institut für Studien über Ehe und Familie“ an der Lateran-Universität gründete, war eines seiner damit verbundenen Anliegen, diese neue Institution in Rom solle in Zukunft alle mit Ehe und Familie verbundenen Probleme und Fragen auf hohem wissenschaftlichen Niveau interfakultativ behandeln. So ist es nicht zu verwundern, dass zwei Professoren des Instituts sich auch einer Frage widmen, die seit der Rede von Kardinal Kasper vor dem Konsistorium der Kardinäle 2014 die Gemüter in der katholischen Kirche bewegt. Es geht um die Sakramentenzulassung (Kommunion und Beichte) von in einer sakramental gültigen Ehe lebenden katholischen Eheleuten, die zivil geschieden und wiederverheiratet sind. Die bisherige Lehre der Kirche besagt, dass dies aufgrund der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe nicht möglich ist. Im vorliegenden Buch, das auch in Englisch, Spanisch und Italienisch erschienen ist, analysieren die beiden Autoren den Vorschlag von Kardinal Kasper, unter bestimmten Bedingungen von Seiten der Kirche „zudulden, was an sich unmöglich ist“ (so eine Formulierung Kardinal Kaspers selbst, in seinem Buch „Das Evangelium von der Familie“, Freiburg 2014). Seine These, die wiederverheirateten Geschiedenen nach einer Bußzeit zur Kommunion zuzulassen, hatte internationales Aufsehen erregt und wird seitdem lebhaft diskutiert. Diese Frage dürfte auf der Familiensynode im Herbst eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Schon im Vorwort stellt Kardinal Pell, der das Buch in Rom der Öffentlichkeit präsentierte, fest, dass die beinahe vollkommene Einstimmigkeit von 2000 Jahren Geschichte in diesem Punkt eine unüberwindliche Hürde für die Befürworter einer in Lehre und Pastoral vorzunehmenden Neuregelung darstellt. Und weiter: „Das Thema wird von Freund und Feind der katholischen Tradition als Symbol gesehen: ein Siegespreis im Kampf zwischen dem, was vom Christentum in Europa übrig ist, und einem aggressiven Neuheidentum. Jeder Gegner des Christentums will, dass die Kirche in Bezug auf dieses Thema kapituliert.“ In der innerkirchlichen Diskussion geht es allerdings nicht so sehr um einen „Kampf“, als vielmehr um einen theologischen Austausch von sachlichen Argumenten. So ist es eine faire, wenn auch harte Auseinandersetzung, die den Leser erwartet und die sich schon im provozierenden Titel ankündigt. Denn wenn der eine einfachhin vom „Evangelium von der Familie“ tituliert, die beiden anderen dem aber „Das wahre Evangelium der Familie“ entgegensetzen, dann wird darin implizit der Eindruck erweckt, dass im ersteren wohl nicht die volle Wahrheit aufscheint. Genau dies legen die beiden Autoren anhand gründlicher und kenntnisreicher Analysen dem Leser vor. „Dreißig Schlüsselfragen für die kommende Synode über die Familie“ Allein schon die wissenschaftlichen Anmerkungen und Belegstellen von 34 Seiten dokumentieren die Gründlichkeit der Analyse, die nachweisen will, dass die Kirche eben nicht dulden kann, „was an sich unmöglich ist“. Dabei schätzen sie weite Teile der Ausführungen des Kardinals als positiv und hilfreich für eine erneuerte Familienpastoral ein; ihre Kritik wendet sich lediglich gegen den Teil des Buches, der einer neuen Vorgehensweise bei der sakramentalen Zulassung der Geschiedenen zur Kommunion gewidmet ist. Die Autoren belassen es allerdings nicht bei dieser Kritik. In einem Anhang von dreißig Seiten listen sie dreißig Schlüsselfragen für die kommende Synode über die Familie auf, die eine weite Sicht von Fragen einer positiven und alternativen Familienpastoral eröffnen und so die Synode vor einer Engführung lediglich auf die Kommunionzulassung der wiederverheirateten Geschiedenen bewahren könnte. „Kasper geht viel zu wenig auf die letzten wichtigen Dokumente des Lehramts ein“ Zuvor aber behandeln sie in fünf Kapiteln verschiedene kontrovers-theologische Fragen, die sich aus den Ausführungen Kardinal Kaspers ergeben. Kapitel 3 beispielsweise behandelt den Umgang der frühen Kirche mit den Geschiedenen und weist anhand einer genauen Analyse der Aussagen von Kanon 8 des Konzils von Nicäa sowie der Behandlung des Problems bei Origenes, Basilius, Gregor von Nazianz und Augustinus nach, dass Kardinal Kasper durch Fehlinterpretationen dem Irrtum aufgesessen ist, diese Kirchenväter hätten die Kommunionzulassung wiederverheirateter Geschiedener für möglich gehalten. John M. Rist, ein anderer Kritiker der diesbezüglichen Thesen Kardinal Kaspers, spricht in einer Publikation gar von einem methodischen Kniff des Kardinals, wenige und darüber hinaus dunkle Quellenaussagen in ihrer Bedeutung aufzublasen und als mögliche Alternativen zur kirchlichen Lehre zu postulieren. Erst diese fragwürdige Vorgehensweise erlaube es dem Kardinal, nicht nur als mögliche, sondern als eine sichere Tatsache zu behaupten, dass nach einer Bußzeit und mit pastoraler Milde, Nachsicht und Barmherzigkeit den wiederverheirateten Geschiedenen der Zutritt zur Kommunion gestattet werden könne. Im zweiten und fünften Kapitel wird eine Pastoral der Barmherzigkeit, mit der Kardinal Kasper seine neue Sichtweise glaubt legitimieren zu können, einer eingehenden Analyse unterzogen mit dem Ergebnis, dass der Zusammenhang von Barmherzigkeit, Treue, Gerechtigkeit und bräutlicher Liebe die von Kasper vorgeschlagenen Ausnahmen verbietet. In vielen weiteren Details zeigen Perez-Soba und Kampowski, in welchen Punkten die Argumente Kardinal Kaspers einer kritischen Überprüfung nicht standhalten. Vor allem weisen sie auch kritisch auf die Tatsache hin, dass Kardinal Kasper viel zu wenig auf die letzten wichtigen Dokumente des Lehramts eingeht, in denen die Frage der Geschiedenen behandelt wurde, so zum Beispiel Familiaris consortio und Sacramentum caritatis. Vollends unverständlich bleibt die Tatsache, dass das bahnbrechende Werk der „Theologie des Leibes“ des heiligen Papstes Johannes Paul II. nicht einmal erwähnt wird. Wer im Zusammenhang der Synode – und das gilt insbesondere für die über 200 Synodenväter aus allerWelt – beim hier behandelten Thema kirchenhistorisch, dogmatisch, moralisch, kanonistisch, sakramententheologisch, anthropologisch oder auch in der Einbettung des Themas in den Zeitgeist kompetent und kenntnisreich mitreden will, kommt an dem Buch von Perez-Soba und Kampowski nicht vorbei.
Athanasius Schneider Wofür stehen die Freimaurer? Was ist nun eigentlich die Freimaurerei? Schon zwanzig Jahre nach deren offizieller Gründung hat die Kirche diese religionsähnliche Vereinigung verurteilt und zwar mit der höchsten kirchlichen Strafe, der Exkommunikation. Und warum? Weil die Freimaurerei eine naturalistische Religion ist, ein Gemisch aus Pantheismus und Gnosis mit Selbsterlösung. Diese Religion ist nur scheinbar tolerant. In der Tat ist sie jedoch äußerst anspruchsvoll und intolerant. Die Freimaurerreligion bezweckt die Unabhängigkeit vom wahren Gott, sodass der Mensch selbst an die Stelle Gottes tritt und entscheidet, was gut und böse ist. Geheftet, 20 Seiten Weihbischof Dr. Athanasius Schneider, geb. 1961 in Kirgistan. Seine Familie wanderte 1973 nach Deutschland aus. Er wurde 1990 zum Priester geweiht und promovierte 1997. Ab 1990 war er Professor am Priesterseminar in Karaganda (Kasachstan). 2006 wurde Athanasius Schneider von Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Celerina und Weihbischof für das Bistum Karaganda ernannt, 2011 zum Weihbischof für das Erzbistum der Allerheiligsten Jungfrau Maria zu Astana.
Die Erscheinung der Jungfrau Maria in Irland in Zeiten sozialer Not Peter H. Görg Das Jahr 1879 war für den kleinen, bis dahin unbekannten Ort Knock im Westen Irlands gekennzeichnet durch Armut, Arbeitslosigkeit, Unterdrückung, Auswanderung und eine besonders schwere Hungersnot. An einem regnerischen Donnerstagabend, genauer am 21. August 1879, öffnete sich über diesem unbedeutenden Dorf der Himmel für zwei Stunden und ließ die einfache Bevölkerung eine Vision des Trostes und des Friedens erfahren, die bis heute vielen Millionen Menschen aus Irland und darüber hinaus bekannt gemacht wurde. Über 20 Personen im Alter zwischen sechs und fünfundsiebzig Jahren erblickten an jenem Abend an der Giebelwand der Kirche die Jungfrau Maria, umgeben vom hl. Joseph und dem hl. Apostel und Evangelisten Johannes. Außerdem erschien ein Altar, auf dem ein Lamm und ein Kreuz zu sehen waren und der von Engeln umgeben war. Wenn auch kein einziges gesprochenes Wort von der Erscheinung ausging, so schließt sie sich doch direkt an die großen biblischen Offenbarungen an. Die Echtheit und Bedeutung der Erscheinung und der folgenden Heilungen wurden nicht nur auf diözesaner Ebene festgestellt, sondern durch den Besuch des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II. zum hundertjährigen Jubiläum 1979 auch für die Gesamtkirche bestätigt. Geb., 176 Seiten Über den Autor: Peter H. Görg wurde 1976 geboren. Er studierte Philosophie und Theologie und promovierte im Fach Dogmatik bei Prof. Dr. Anton Ziegenaus. Dr. Görg verfasste die biografischen Werke „Die Wüstenväter: Antonius und die Anfänge des Mönchtums“ (2008) und „Elisabeth von Thüringen begegnen“ (2009). Neben seiner publizistischen Tätigkeit arbeitet er als Lehrer.