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Robert Hugh Benson Die von Robert Hugh Benson vorausgesehene Entwicklung der Technik und die politischen und antireligiösen Zukunftsbilder waren beim Erscheinen des Buches eine Sensation. Seine Visionen zeigen jedoch erstaunliche Wiedererkennungsmerkmale in Anbetracht der Schreckensregime des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Benson beschreibt den „Herrn der Welt“ als Antichristen, der in einem als freiheitlich propagierten System über alle Länder der Erde herrscht. Julian Felsenburgh, dieser neue Weltherrscher, schreckt im Kampf gegen die Kirche auch nicht vor der Vernichtung Roms, des Papstes und der letzten Christen zurück. Nur zwei Kardinäle entkommen diesem gnadenlosen Bombardement Roms. Sie wählen im Verborgenen einen neuen Papst und berufen ein Konzil ein. Durch einen Verrat wird auch dieser letzte Aufenthalt des neuen Papstes bekannt. Felsenburgh holt zum letzten Vernichtungsschlag aus. Während der Papst und seine Getreuen sich dem letzten Kampf stellen, verfinstert sich die Sonne und Gott greift ein. Geb., 368 Seiten 3. Aufl. 2021 Robert Hugh Benson, geboren 1871, gehörte zunächst der anglikanischen Kirche an. Nach spirituellen Zweifeln beschloss er, zum katholischen Glauben zu konvertieren. Er studierte Theologie und wurde 1904 in Rom zum Priester geweiht. Papst Pius X. ernannte ihn 1911 zum Päpstlichen Geheimkämmerer und Päpstlichen Ehrenkaplan. Er starb im Alter von 42 Jahren am 19. Oktober 1914. Buchtipp: "Der Herr der Welt" von Robert Hugh Benson Von Papst Franziskus empfohlener Science-Fiction-Roman Rom, 24. April 2015 (ZENIT.org) Redaktion Papst Franziskus verwies kürzlich auf einen ehemaligen, aber heute vergessenen Besteller, dessen Lektüre erstaunliche „Déjà-vu"-Erlebnisse bescheren würde. Es handelt sich um den vor einem Jahrhundert geschriebenen Science-Fiction-Roman „Der Herr der Welt“ von Robert Hugh Benson. Die Buchempfehlung gab er den mitreisenden Journalisten auf dem Rückflug aus Asien. Der Zukunftsroman illustriere entscheidende Tendenzen der modernen Nachkriegsgesellschaft! Als der konvertierte Priester, Sohn des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, im Jahr 1907 den Roman veröffentlichte, war dieser eine wahre Sensation. Er gilt als wichtiger Vorläufer der großen dystopischen Literaturwerke des 20. Jahrhunderts wie zum Beispiel Aldous Huxleys „Brave New World“. Der britische Geistliche hat die damaligen gesellschaftlichen Veränderungen, den Beginn des Technologiezeitalters, die Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses durch den freiheitlich propagierten Laienstaat, in einer düsteren Vision der Zukunft Europas verarbeitet. Die Handlung ist in das Jahr 2000 versetzt. Der Tag des Jüngsten Gerichts ist gekommen. Um ein technologisch begründetes Paradies auf Erden zu errichten, lenkt der „Apostat“ in Gestalt des Weltherrschers Julian Felsenburgh seine Luftstreitmacht gegen das kleine Dorf Armageddon, das als Symbol für den Glauben steht. Dort hat sich der Papst zusammen mit den letzten Christen verschanzt, die als „antihumanistisch“ verfolgt werden. Aufschlussreich ist, dass Felsenburgh die Gesamtherrschaft auf demokratischem Weg übertragen wird, nachdem es ihm nämlich gelingt, den Weltfrieden wiederherzustellen. Unter Ausschöpfung fantastischer Kommunikationstechnologien formt er sich eine leicht zu manipulierende Massengesellschaft, die einer neuen „Religion des Humanismus“ huldigt. Diese Religion, die jedoch nicht vor Gewalt gegenüber einer christlichen Minderheit und der Zerstörung Roms zurückschreckt, versteht sich in erster Linie als glaubensfern, als atheistisch. Übertragen in die Moderne kann sie auch als eine Art Diktatur des Relativismus verstanden werden. Der spannende Science-Fiction-Klassiker versetzt gerade heute den Leser in Staunen und beschert ihm eine Gänsehaut. In zahlreichen Passagen wird dieser an die sich kurze Zeit später ereignenden blutigen Weltkriege, an die Diktaturen der Nazis und des Kommunismus erinnert – Ereignisse, von denen der Autor natürlich noch nichts wissen konnte. Der Roman liest sich wie eine böse Prophezeiung des 20. Jahrhunderts. Aber es geht über diese historischen Ereignisse hinaus, die die Epoche bis zum Mauerfall geprägt haben, und deutet die jüngsten gesellschaftlichen Tendenzen des 3. Jahrtausends an: Die richtungslose Suche nach neuen Werten nach dem Sieg des westlichen Kapitalismus über seine Gegner. Möglicherweise sieht Papst Franziskus in der „endzeitlichen Bedrohung der Kirche“ des Romans eine Parallele in der heutigen Verdrängung von Religion aus dem Alltag, der Zurückstufung des Christentums auf die Ebene einer Weltanschauung und in der Weigerung der Europäischen Union, die christlichen Wurzeln des Kontinents, die schließlich zum Teil universell sind, in ihre proklamierte Identität aufzunehmen und an kommende Generationen weiterzuvermitteln. Robert Hugh Benson, geboren 1871, gehörte zunächst der anglikanischen Kirche an. Nach seiner Konversion zum katholischen Glauben studierte er Theologie und wurde 1904 in Rom zum Priester geweiht. Papst Pius X. ernannte ihn 1911 zum Päpstlichen Geheimkämmerer und Päpstlichen Ehrenkaplan. Er starb im Alter von 42 Jahren am 19. Oktober 1914. (24. April 2015) © Innovative Media Inc. Fels, Ausgabe 06/2015 Robert Hugh Benson: „Der Herr der Welt.“ Roman. Verlag media maria. Der Autor ist 1871 als Sohn eines anglikanischen Erzbischofs geboren. Er konvertierte zum katholischen Glauben und wurde 1904 zum Priester geweiht. Damit gehört er neben Henry Newman, Gilbert Chesterton und anderen zu den bedeutenden Konvertiten des 19. und 20. Jahrhunderts im angelsächsischen Bereich. Aus seinem umfangreichen literarischen Schaffen ragt der Roman „Der Herr der Welt“ hervor. Dass dieses Buch 100 Jahre nach der ersten Edition wieder verlegt wird, zeigt schon allein, wie außerordentlich dieses Buch ist. Es prognosziert tatsächlich einen erschütternden Verlauf unserer Geschichte. Vor 100 Jahren galt es noch als Zukunftsroman. Inzwischen sind die vorausgesehene Entwicklung der Technik und die viele Staaten beherrschende Vormacht von Ideologien eingetreten. Auch der allgemeine Abfall vom Glauben ist zumindest in Europa schon sichtbar. Es fehlt nur noch das dramatische Ende. Die einzige Kraft, die der dekadenten Verweltlichung der Gesellschaft noch entgegensteht, ist die katholische Kirche. Deshalb wird sie unerbittlich bekämpft. Der Antichrist namens Felsenburgh zerstört schließlich Rom und tötet viele Priester. Die neue Religion heißt Emanzipation und Selbstliebe. Der letzte Papst lebt mit wenigen Getreuen im Verborgenen in Palästina. Er trägt den gleichen Namen wie der erste freie Papst im Jahr 313: Silvester. Während Papst Silvester I. aus der Verfolgung in die Freiheit hinaustreten konnte, muss in diesem Roman der letzte Papst Silvester wieder in den Untergrund fliehen. Allein das Beispiel Gender-Ideologie zeigt bereits die Macht des Antichristen. Internationale Organisationen und ganze Völker lassen sich diese menschenverachtende und widernatürliche Ideologie klaglos überstülpen. Unmittelbar vor der Schlusskatastrophe greift Gott direkt ein. Dieser historische Roman wirkt auf die Leser recht aktuell. Dr. Eduard Werner Der Sonntag, Nr. 23, 7.6.2015 Apokalyptisches Szenario „Der Herr der Welt“– ein Roman, empfohlen von Papst Franziskus. Wer schon immer wissen wollte, welche Bücher Papst Franziskus eventuell auf seinem Nachtkästchen im Gästehaus Santa Martha liegen hat, oder welche er früher gern gelesen hat, dem gab Franziskus auf dem Rückflug von seiner Asienreise 2015 einen dezenten Hinweis. Der Papst empfahl den Journalisten die Lektüre des Buches „Der Herr der Welt“ von Robert Hugh Benson, den der zum Katholizismus konvertierte Anglikaner und spätere Priester im Jahr 1907 vollendet hat. Der jetzt im „Media Maria“-Verlag neu erschienene Roman darf mit seinen Zukunftsbildern durchaus als Vorläufer von George Orwells „1984“ bzw. Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ angesehen werden. Die Welt – der Osten und der Westen – schließen endlich Frieden. Zu verdanken ist dies dem Amerikaner Julian Felsenburgh, der gleich einmal „Präsident“ einer quasi Weltregierung wird. Sein Ziel: die Abschaffung des Katholizismus, der mit Rom und mit Irland zwei „Inseln“ der Existenz erhalten hat. Aufgrund des anhaltenden Protests und Widerstands von Katholiken gegen die neue humanistische, säkulare Religion, die liturgische Anleihen beim verschmähten Katholizismus nimmt, lässt Felsenburgh Rom zerstören. Papst Johannes XXIV. und die meisten Kardinäle kommen dabei ums Leben. Zwei überlebende Kardinäle, der englische und der deutsche, wählen bei einem „Konklave“ gemeinsam mit dem Patriarchen des Heiligen Landes einen neuen Papst: Silvester III. (der englische Kardinal Percy Franklin). Durch den Verrat eines Kardinals erfährt Felsenburgh den Aufenthaltsort des Papstes in Nazareth. Er lässt ihn angreifen, da erscheinen himmlische „Heerscharen“... Für Sie gelesen von Stefan Kronthaler Der besondere Buchtipp, Sonntagsblatt 07/2015 Endzeitstimmung in Rom? Eine kleine Serie unserer Zeitung beginnt mit Leseempfehlungen der Päpste „Der Herr der Welt“ Kannte Robert Hugh Benson (1871 bis 1914) dieses Buch (Kurze Erzählung vom Antichrist, Anm. zum Verständnis)? Das ist bei dem literarisch ambitionierten Sohn des anglikanischen Ezbischofs von Canterbury, der 1904 katholischer Priester wurde, nicht auszuschließen. Aber egal, Papst Franziskus hat jedenfalls seinen 1907 erschienenen Roman „Der Herr der Welt“ mehrfach als Lektüre empfohlen, zuletzt den mitreisenden Journalisten auf dem Rückflug von den Philippinen. Auch in diesem apokalyptischen Thriller finden sich die bekannten Ingredienzen wieder: die drohende militärische Auseinandersetzung, die ein charismatischer Weltpräsident überwindet, und die Freimaurerei. Statt der global agierenden Kulturorganisation bei Solowjew ist bei Benson allerdings die suggestive Kraft eines rein säkularen Humanismus aktiv, und in seiner Folge eine Ideologie, der die meisten Menschen verfallen – bis auf die Katholiken. Der Antichrist mit dem Namen Julian Felsenburgh tritt selber kaum in Erscheinung. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Eheleute Mabel und Oliver Brand erzählt, die im Gefolge Felsenburghs an ihren humanistischen Idealen zerbrechen oder darüber zum Kriminellen an anderen und am eigenen Gewissen werden. Deren Perspektive wechselt mit der des katholischen Priesters Percy Franklin, der am Ende des Romans als Papst Silvester in den apokalyptischen Ring tritt – beim palästinensischen Dorf Armageddon. Interessant ist der Zusammenhang, in dem Papst Franziskus jedesmal den „Herrn der Welt“ empfohlen hat. Im Flugzeug und zuvor schon im Gästehaus Santa Marta warnte er vor einer „ideologischen Kolonisierung“ des Individuums sowie ganzer Völker durch ein „einheitliches Denken“. Dieses Denken auf der Basis eines fortschrittsgläubigen Humanismus ohne Gott beherrscht Westeuropa und Nordamerika und besonders die global agierenden Institutionen, die ungebeten ihre Ansichten anderen überstülpen. Dabei seien diese so stolz auf ihre „Hilfe“, dass sie gar nicht merken, was sie für eine letztlich totalitäre Gewalt ausüben. Der Herr der Welt ist dieses Jahr neu erschienen und kostet 18,95 Euro. Peter Paul Bornhausen
Franz Werfel Das Wunder von Lourdes – die bekannteste Heiligenlegende des 20. JahrhundertsBernadette Soubrious lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in großer Armut in dem französischen Dörfchen Lourdes. Eines Nachmittags erscheint dem Mädchen beim Holzsuchen eine weißgekleidete „Dame“, die es auffordert, weitere fünfzehn Mal zur selben Stelle zurückzukehren. Es tut wie geheißen. Bei einer dieser Erscheinungen führt die „Dame“ Bernadette zu einer Quelle, deren Wasser Heil bringende Wirkung hat. Schon bald strömen Gläubige von nah und fern herbei, alle wollen dem Wunder von Lourdes beiwohnen. Doch die Kirche hegt schwere Zweifel – ausgerechnet einem einfachen Bauernmädchen soll die heilige Muttergottes erschienen sein? Bernadette lässt sich in ihrem Glauben nicht beirren und gerät in einen Zwist mit der Obrigkeit … Der jüdische Schriftsteller Franz Werfel war 1940 auf der Flucht und lebte mehrere Monate in Lourdes. Die Geschichte der jungen Bernadette und der Marienerscheinung bewegte ihn und er gelobte, sie aufzuschreiben, sollte ihm die Flucht nach Amerika gelingen. Broschur, 581 Seiten
Fjodor Dostojewski Sigmund Freud nannte sie den „großartigsten Roman, der je geschrieben wurde“ – Dostojewskis monumentale Familienchronik „Die Brüder Karamasow“, 1880 erstmals erschienen. In wenigen anderen großen Romanen der Weltliteratur verbinden sich ungeheure Motivfülle und geradezu magische Erzählkunst ähnlich virtuos wie hier: Vor dem Hintergrund einer packenden Kriminalgeschichte, dem gewaltsamen Tod ihres despotischen Vaters, führt das Schicksal der ungleichen Brüder den Leser tief in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Seele. Geb., 1148 Seiten
Wladimir Solowjew Die apokalyptische Erzählung über das Erscheinen des Antichrist am Ende der Zeiten fasziniert ununterbrochen seit ihrem Erscheinen im Jahr 1900 und hat ihren Verfasser Wladimir Solowjew weltberühmt gemacht. Auch Papst Benedikt XVI. nimmt in seinem Buch „Jesus von Nazareth“ Bezug auf diesen Text, der hier in der einzigen verfügbaren Ausgabe in deutscher Sprache vorliegt. Broschur, 128 Seiten
George Orwell Im April des Jahres 1984 führt Winston Smith ein ödes und tristes Leben in London, einer düsteren Stadt im totalitären Staat Ozeanien, in der alle permanent vom Großen Bruder beobachtet und jeder Schritt und jedes Wort von der Gedankenpolizei überwacht werden. Winston, ein Mitglied der äußeren Partei, verbringt seine Tage damit, im Ministerium für Wahrheit die Geschichte so umzuschreiben, wie es die Regierung verfügt. Äußerlich angepasst, brodelt in ihm ein tiefer Hass gegen die Partei und das Regime, weil die Kluft zwischen der Propaganda, die er tagtäglich verfassen muss, und der Realität, die er erlebt, zu groß ist. Ist er der einzige Mensch in diesem Staat, dessen Gedächtnis noch funktioniert und der bemerkt, dass die Partei alles zu ihren Gunsten manipuliert? Als er in Julia nicht nur seine große Liebe, sondern auch eine Gleichgesinnte findet, fasst er den Mut, mit ihr gemeinsam der geheimen Organisation der Bruderschaft beizutreten, die sich der Zerstörung der Partei verschrieben hat. Aber das stets wachsame System duldet keine Opposition, und auch an vermeintlich sicheren Orten lauert die totale Überwachung. Wird ihm die Gehirnwäsche oder gar die Vaporisierung drohen, die der Große Bruder für Andersdenkende und Regimegegner bereithält?George Orwells Dystopie „1984“ hat auch über 70 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nichts von ihrer Brisanz und Aktualität verloren. Seine albtraumhafte Vision des totalitären Überwachungsstaats Ozeanien, in dem die Menschen unter ständiger Überwachung durch eine allwissende Regierung leben, ist heute relevanter denn je. Geb., 400 Seiten
Franz Werfel Am Fuß des Berges Musa Dagh im Süden der Türkei werden die armenischen Bewohner immer brutaler verfolgt. Eine Schicksalsgemeinschaft um Gabriel Bagradian und seine Familie beschließt, sich endlich zur Wehr zu setzen. Vierzig Tage lang verteidigen sich die zu allem Entschlossenen gegen einen übermächtigen Gegner, dann scheint ihr Ende besiegelt zu sein. – Franz Werfel hatte gründlich über den türkischen Völkermord an den Armeniern von 1915 recherchiert, bevor er „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ niederschrieb. Sein Roman ist eine unvermindert eindrucksvolle Geschichte über Menschenmut im Zeichen von Hass und grausamer Verfolgung. Geb., 992 Seiten
John Henry Newman Die umfangreichste und zugleich letzte Dichtung John Henry Newmans (1801–1890) aus dem Jahr 1865 ist die Frucht von Newmans eigener Vorbereitung auf den Tod und zugleich tiefer Ausdruck katholischer Eschatologie. In sieben Teilen wird der letzte Weg des „Gerontius“ vom Sterbebett hin vor den Richterstuhl Christi und an den „Ort“ der Reinigung im Feuer der göttlichen Liebe dargestellt. Im Dialog zwischen der Seele und dem Schutzengel reflektiert Newman die großen Fragen im Bezug auf die „Letzten Dinge“. Einige Lieder aus dem Gerontius wie z.B. das Firmly I believe (Fest ich glaub und ohne Wanken) oder das Praise to the Holiest in the Height (Preis sei dem Heiligsten in der Höh’) gehören längst zum Liederschatz der englischsprachigen Christenheit. Sir Edward Elgar (1857–1934), Englands größter katholischer Komponist, nahm die Verse Newmans (in gekürzter Form) als Libretto für sein gleichnamiges Oratorium, das im Jahre 1900 uraufgeführt wurde und zu den bedeutendsten Werken der geistlichen Musik Englands zählt. Die Reihe „Christliche Meister“ bringt den Originaltext und die deutsche Übertragung von Paul Pattloch. Die Einführung von Rudolf Voderholzer ordnet die Dichtung in Newmans Lebens- und Werkgeschichte ein und beleuchtet einige Aspekte der Wirkungsgeschichte. Broschur, 100 Seiten
Ein Heiligenroman über die Frau, die die Weltmission neu erfand Louise George Bachmann Geboren 1799, „Erfinderin“ des Lebendigen Rosenkranzes, Mutter der Weltmission, bekannt mit dem Pfarrer von Ars, aktiv in der Glaubensverkündigung … Pauline Jaricots Leben ist spannender als jeder herkömmliche Roman. Geb., 226 Seiten
Dante Alighieri Dantes „Komödie“ – Bewunderer ihrer Schönheit nannten sie ehrfürchtig die „göttliche“ – ist eine der größten Dichtungen der Weltliteratur. Sie erzählt vom Menschen in der Midlife-Crisis, von Verwirrung und Orientierungslosigkeit. Auf seinem Gang vom finsteren Boden der Hölle hinauf in die strahlenden Gefilde des Himmelsglücks trifft Dante, der Erzähler, auch auf die wunderschöne Beatrice … Am Ende seiner Reise erkennt der Dichter nichts weniger als den Sinn des Lebens. Geb., 688 Seiten, Leinenausgabe
Roman nach einer wahren Geschichte Heather Morris Als Kinder versprechen die Schwestern Cibi, Magda und Livia ihrem Vater, immer zusammenzubleiben, egal was passiert. 1942 wird die jugendliche Livia aus ihrer slowakischen Heimat nach Auschwitz deportiert. Cibi, die Älteste, folgt Livia, entschlossen, ihr beizustehen. Als schließlich auch Magda in das Vernichtungslager gebracht wird, geben sich die Schwestern ein weiteres Versprechen: gemeinsam zu überleben. Und ihr Zusammenhalt macht das Unmögliche möglich. Ihr Weg führt sie aus der Hölle des Konzentrationslagers durch das vom Krieg zerrissene Europa zurück in eine Heimat, die keine mehr ist. So beschließen die Schwestern, in Israel neu anzufangen und nicht nur zu überleben, sondern zu leben. Broschur, 544 Seiten
George Orwell Im April des Jahres 1984 führt Winston Smith ein ödes und tristes Leben in London, einer düsteren Stadt im totalitären Staat Ozeanien, in der alle permanent vom Großen Bruder beobachtet und jeder Schritt und jedes Wort von der Gedankenpolizei überwacht werden. Winston, ein Mitglied der äußeren Partei, verbringt seine Tage damit, im Ministerium für Wahrheit die Geschichte so umzuschreiben, wie es die Regierung verfügt. Äußerlich angepasst, brodelt in ihm ein tiefer Hass gegen die Partei und das Regime, weil die Kluft zwischen der Propaganda, die er tagtäglich verfassen muss, und der Realität, die er erlebt, zu groß ist. Ist er der einzige Mensch in diesem Staat, dessen Gedächtnis noch funktioniert und der bemerkt, dass die Partei alles zu ihren Gunsten manipuliert? Als er in Julia nicht nur seine große Liebe, sondern auch eine Gleichgesinnte findet, fasst er den Mut, mit ihr gemeinsam der geheimen Organisation der Bruderschaft beizutreten, die sich der Zerstörung der Partei verschrieben hat. Aber das stets wachsame System duldet keine Opposition, und auch an vermeintlich sicheren Orten lauert die totale Überwachung. Wird ihm die Gehirnwäsche oder gar die Vaporisierung drohen, die der Große Bruder für Andersdenkende und Regimegegner bereithält?George Orwells Dystopie „1984“ hat auch über 70 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung nichts von ihrer Brisanz und Aktualität verloren. Seine albtraumhafte Vision des totalitären Überwachungsstaats Ozeanien, in dem die Menschen unter ständiger Überwachung durch eine allwissende Regierung leben, ist heute relevanter denn je. Geb., 400 Seiten
Franz Werfel Das Wunder von Lourdes – die bekannteste Heiligenlegende des 20. JahrhundertsBernadette Soubrious lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in großer Armut in dem französischen Dörfchen Lourdes. Eines Nachmittags erscheint dem Mädchen beim Holzsuchen eine weißgekleidete „Dame“, die es auffordert, weitere fünfzehn Mal zur selben Stelle zurückzukehren. Es tut wie geheißen. Bei einer dieser Erscheinungen führt die „Dame“ Bernadette zu einer Quelle, deren Wasser Heil bringende Wirkung hat. Schon bald strömen Gläubige von nah und fern herbei, alle wollen dem Wunder von Lourdes beiwohnen. Doch die Kirche hegt schwere Zweifel – ausgerechnet einem einfachen Bauernmädchen soll die heilige Muttergottes erschienen sein? Bernadette lässt sich in ihrem Glauben nicht beirren und gerät in einen Zwist mit der Obrigkeit … Der jüdische Schriftsteller Franz Werfel war 1940 auf der Flucht und lebte mehrere Monate in Lourdes. Die Geschichte der jungen Bernadette und der Marienerscheinung bewegte ihn und er gelobte, sie aufzuschreiben, sollte ihm die Flucht nach Amerika gelingen. Broschur, 581 Seiten
Amanda Dykes Frankreich zur Zeit des Ersten Weltkriegs: Alle Hoffnung ruht auf dem amerikanischen Soldaten Matthew Petticrew und seinen Kameraden. Während der Kampf an der Front ihm alles abverlangt, findet Matthew Trost in einem Lied, gesungen von einer Stimme, die so klar ist, dass sie eigentlich nur Einbildung sein kann. Doch in den Schützengräben verbreitet sich das Gerücht von einer geheimnisvollen Frau, die heilsame Spuren hinterlässt ... In der Wildnis des Argonner Forsts aufgewachsen und noch dort zu Hause, wird Mireilles Welt erschüttert, als der Krieg Einzug hält und ihr alles raubt, was ihr wichtig ist. Als Matthew und Mireille aufeinandertreffen, beginnt eine Reise, die alles verändert ... Geb., 432 Seiten
Irena Sendler – Für die Rettung der Kinder riskierte sie ihr Leben Lea Kampe Warschau, 1940: Die Nazis errichten das Ghetto. Die 29-jährige Sozialarbeiterin Irena versucht alles, um den jüdischen Menschen zu helfen. Sie versteckt ein kleines, von verzweifelten Eltern ausgesetztes Mädchen unter falschem Namen bei einer nicht-jüdischen Familie. Was als mutige Tat beginnt, wird zur groß angelegten Rettungsaktion. Irena schmuggelt immer mehr Kinder mit gefälschten „arischen“ Identitäten aus dem Ghetto. Sie denkt nie ans Aufgeben, obwohl sie in ständiger Lebensgefahr schwebt. Aber Irena muss nicht nur um ihr eigenes Leben bangen. Denn Adam, ihre große Liebe, ist Jude. Broschur, 432 Seiten
Robert Hugh Benson Die von Robert Hugh Benson vorausgesehene Entwicklung der Technik und die politischen und antireligiösen Zukunftsbilder waren beim Erscheinen des Buches eine Sensation. Seine Visionen zeigen jedoch erstaunliche Wiedererkennungsmerkmale in Anbetracht der Schreckensregime des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Benson beschreibt den „Herrn der Welt“ als Antichristen, der in einem als freiheitlich propagierten System über alle Länder der Erde herrscht. Julian Felsenburgh, dieser neue Weltherrscher, schreckt im Kampf gegen die Kirche auch nicht vor der Vernichtung Roms, des Papstes und der letzten Christen zurück. Nur zwei Kardinäle entkommen diesem gnadenlosen Bombardement Roms. Sie wählen im Verborgenen einen neuen Papst und berufen ein Konzil ein. Durch einen Verrat wird auch dieser letzte Aufenthalt des neuen Papstes bekannt. Felsenburgh holt zum letzten Vernichtungsschlag aus. Während der Papst und seine Getreuen sich dem letzten Kampf stellen, verfinstert sich die Sonne und Gott greift ein. Geb., 368 Seiten 3. Aufl. 2021 Robert Hugh Benson, geboren 1871, gehörte zunächst der anglikanischen Kirche an. Nach spirituellen Zweifeln beschloss er, zum katholischen Glauben zu konvertieren. Er studierte Theologie und wurde 1904 in Rom zum Priester geweiht. Papst Pius X. ernannte ihn 1911 zum Päpstlichen Geheimkämmerer und Päpstlichen Ehrenkaplan. Er starb im Alter von 42 Jahren am 19. Oktober 1914. Buchtipp: "Der Herr der Welt" von Robert Hugh Benson Von Papst Franziskus empfohlener Science-Fiction-Roman Rom, 24. April 2015 (ZENIT.org) Redaktion Papst Franziskus verwies kürzlich auf einen ehemaligen, aber heute vergessenen Besteller, dessen Lektüre erstaunliche „Déjà-vu"-Erlebnisse bescheren würde. Es handelt sich um den vor einem Jahrhundert geschriebenen Science-Fiction-Roman „Der Herr der Welt“ von Robert Hugh Benson. Die Buchempfehlung gab er den mitreisenden Journalisten auf dem Rückflug aus Asien. Der Zukunftsroman illustriere entscheidende Tendenzen der modernen Nachkriegsgesellschaft! Als der konvertierte Priester, Sohn des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, im Jahr 1907 den Roman veröffentlichte, war dieser eine wahre Sensation. Er gilt als wichtiger Vorläufer der großen dystopischen Literaturwerke des 20. Jahrhunderts wie zum Beispiel Aldous Huxleys „Brave New World“. Der britische Geistliche hat die damaligen gesellschaftlichen Veränderungen, den Beginn des Technologiezeitalters, die Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses durch den freiheitlich propagierten Laienstaat, in einer düsteren Vision der Zukunft Europas verarbeitet. Die Handlung ist in das Jahr 2000 versetzt. Der Tag des Jüngsten Gerichts ist gekommen. Um ein technologisch begründetes Paradies auf Erden zu errichten, lenkt der „Apostat“ in Gestalt des Weltherrschers Julian Felsenburgh seine Luftstreitmacht gegen das kleine Dorf Armageddon, das als Symbol für den Glauben steht. Dort hat sich der Papst zusammen mit den letzten Christen verschanzt, die als „antihumanistisch“ verfolgt werden. Aufschlussreich ist, dass Felsenburgh die Gesamtherrschaft auf demokratischem Weg übertragen wird, nachdem es ihm nämlich gelingt, den Weltfrieden wiederherzustellen. Unter Ausschöpfung fantastischer Kommunikationstechnologien formt er sich eine leicht zu manipulierende Massengesellschaft, die einer neuen „Religion des Humanismus“ huldigt. Diese Religion, die jedoch nicht vor Gewalt gegenüber einer christlichen Minderheit und der Zerstörung Roms zurückschreckt, versteht sich in erster Linie als glaubensfern, als atheistisch. Übertragen in die Moderne kann sie auch als eine Art Diktatur des Relativismus verstanden werden. Der spannende Science-Fiction-Klassiker versetzt gerade heute den Leser in Staunen und beschert ihm eine Gänsehaut. In zahlreichen Passagen wird dieser an die sich kurze Zeit später ereignenden blutigen Weltkriege, an die Diktaturen der Nazis und des Kommunismus erinnert – Ereignisse, von denen der Autor natürlich noch nichts wissen konnte. Der Roman liest sich wie eine böse Prophezeiung des 20. Jahrhunderts. Aber es geht über diese historischen Ereignisse hinaus, die die Epoche bis zum Mauerfall geprägt haben, und deutet die jüngsten gesellschaftlichen Tendenzen des 3. Jahrtausends an: Die richtungslose Suche nach neuen Werten nach dem Sieg des westlichen Kapitalismus über seine Gegner. Möglicherweise sieht Papst Franziskus in der „endzeitlichen Bedrohung der Kirche“ des Romans eine Parallele in der heutigen Verdrängung von Religion aus dem Alltag, der Zurückstufung des Christentums auf die Ebene einer Weltanschauung und in der Weigerung der Europäischen Union, die christlichen Wurzeln des Kontinents, die schließlich zum Teil universell sind, in ihre proklamierte Identität aufzunehmen und an kommende Generationen weiterzuvermitteln. Robert Hugh Benson, geboren 1871, gehörte zunächst der anglikanischen Kirche an. Nach seiner Konversion zum katholischen Glauben studierte er Theologie und wurde 1904 in Rom zum Priester geweiht. Papst Pius X. ernannte ihn 1911 zum Päpstlichen Geheimkämmerer und Päpstlichen Ehrenkaplan. Er starb im Alter von 42 Jahren am 19. Oktober 1914. (24. April 2015) © Innovative Media Inc. Fels, Ausgabe 06/2015 Robert Hugh Benson: „Der Herr der Welt.“ Roman. Verlag media maria. Der Autor ist 1871 als Sohn eines anglikanischen Erzbischofs geboren. Er konvertierte zum katholischen Glauben und wurde 1904 zum Priester geweiht. Damit gehört er neben Henry Newman, Gilbert Chesterton und anderen zu den bedeutenden Konvertiten des 19. und 20. Jahrhunderts im angelsächsischen Bereich. Aus seinem umfangreichen literarischen Schaffen ragt der Roman „Der Herr der Welt“ hervor. Dass dieses Buch 100 Jahre nach der ersten Edition wieder verlegt wird, zeigt schon allein, wie außerordentlich dieses Buch ist. Es prognosziert tatsächlich einen erschütternden Verlauf unserer Geschichte. Vor 100 Jahren galt es noch als Zukunftsroman. Inzwischen sind die vorausgesehene Entwicklung der Technik und die viele Staaten beherrschende Vormacht von Ideologien eingetreten. Auch der allgemeine Abfall vom Glauben ist zumindest in Europa schon sichtbar. Es fehlt nur noch das dramatische Ende. Die einzige Kraft, die der dekadenten Verweltlichung der Gesellschaft noch entgegensteht, ist die katholische Kirche. Deshalb wird sie unerbittlich bekämpft. Der Antichrist namens Felsenburgh zerstört schließlich Rom und tötet viele Priester. Die neue Religion heißt Emanzipation und Selbstliebe. Der letzte Papst lebt mit wenigen Getreuen im Verborgenen in Palästina. Er trägt den gleichen Namen wie der erste freie Papst im Jahr 313: Silvester. Während Papst Silvester I. aus der Verfolgung in die Freiheit hinaustreten konnte, muss in diesem Roman der letzte Papst Silvester wieder in den Untergrund fliehen. Allein das Beispiel Gender-Ideologie zeigt bereits die Macht des Antichristen. Internationale Organisationen und ganze Völker lassen sich diese menschenverachtende und widernatürliche Ideologie klaglos überstülpen. Unmittelbar vor der Schlusskatastrophe greift Gott direkt ein. Dieser historische Roman wirkt auf die Leser recht aktuell. Dr. Eduard Werner Der Sonntag, Nr. 23, 7.6.2015 Apokalyptisches Szenario „Der Herr der Welt“– ein Roman, empfohlen von Papst Franziskus. Wer schon immer wissen wollte, welche Bücher Papst Franziskus eventuell auf seinem Nachtkästchen im Gästehaus Santa Martha liegen hat, oder welche er früher gern gelesen hat, dem gab Franziskus auf dem Rückflug von seiner Asienreise 2015 einen dezenten Hinweis. Der Papst empfahl den Journalisten die Lektüre des Buches „Der Herr der Welt“ von Robert Hugh Benson, den der zum Katholizismus konvertierte Anglikaner und spätere Priester im Jahr 1907 vollendet hat. Der jetzt im „Media Maria“-Verlag neu erschienene Roman darf mit seinen Zukunftsbildern durchaus als Vorläufer von George Orwells „1984“ bzw. Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ angesehen werden. Die Welt – der Osten und der Westen – schließen endlich Frieden. Zu verdanken ist dies dem Amerikaner Julian Felsenburgh, der gleich einmal „Präsident“ einer quasi Weltregierung wird. Sein Ziel: die Abschaffung des Katholizismus, der mit Rom und mit Irland zwei „Inseln“ der Existenz erhalten hat. Aufgrund des anhaltenden Protests und Widerstands von Katholiken gegen die neue humanistische, säkulare Religion, die liturgische Anleihen beim verschmähten Katholizismus nimmt, lässt Felsenburgh Rom zerstören. Papst Johannes XXIV. und die meisten Kardinäle kommen dabei ums Leben. Zwei überlebende Kardinäle, der englische und der deutsche, wählen bei einem „Konklave“ gemeinsam mit dem Patriarchen des Heiligen Landes einen neuen Papst: Silvester III. (der englische Kardinal Percy Franklin). Durch den Verrat eines Kardinals erfährt Felsenburgh den Aufenthaltsort des Papstes in Nazareth. Er lässt ihn angreifen, da erscheinen himmlische „Heerscharen“... Für Sie gelesen von Stefan Kronthaler Der besondere Buchtipp, Sonntagsblatt 07/2015 Endzeitstimmung in Rom? Eine kleine Serie unserer Zeitung beginnt mit Leseempfehlungen der Päpste „Der Herr der Welt“ Kannte Robert Hugh Benson (1871 bis 1914) dieses Buch (Kurze Erzählung vom Antichrist, Anm. zum Verständnis)? Das ist bei dem literarisch ambitionierten Sohn des anglikanischen Ezbischofs von Canterbury, der 1904 katholischer Priester wurde, nicht auszuschließen. Aber egal, Papst Franziskus hat jedenfalls seinen 1907 erschienenen Roman „Der Herr der Welt“ mehrfach als Lektüre empfohlen, zuletzt den mitreisenden Journalisten auf dem Rückflug von den Philippinen. Auch in diesem apokalyptischen Thriller finden sich die bekannten Ingredienzen wieder: die drohende militärische Auseinandersetzung, die ein charismatischer Weltpräsident überwindet, und die Freimaurerei. Statt der global agierenden Kulturorganisation bei Solowjew ist bei Benson allerdings die suggestive Kraft eines rein säkularen Humanismus aktiv, und in seiner Folge eine Ideologie, der die meisten Menschen verfallen – bis auf die Katholiken. Der Antichrist mit dem Namen Julian Felsenburgh tritt selber kaum in Erscheinung. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Eheleute Mabel und Oliver Brand erzählt, die im Gefolge Felsenburghs an ihren humanistischen Idealen zerbrechen oder darüber zum Kriminellen an anderen und am eigenen Gewissen werden. Deren Perspektive wechselt mit der des katholischen Priesters Percy Franklin, der am Ende des Romans als Papst Silvester in den apokalyptischen Ring tritt – beim palästinensischen Dorf Armageddon. Interessant ist der Zusammenhang, in dem Papst Franziskus jedesmal den „Herrn der Welt“ empfohlen hat. Im Flugzeug und zuvor schon im Gästehaus Santa Marta warnte er vor einer „ideologischen Kolonisierung“ des Individuums sowie ganzer Völker durch ein „einheitliches Denken“. Dieses Denken auf der Basis eines fortschrittsgläubigen Humanismus ohne Gott beherrscht Westeuropa und Nordamerika und besonders die global agierenden Institutionen, die ungebeten ihre Ansichten anderen überstülpen. Dabei seien diese so stolz auf ihre „Hilfe“, dass sie gar nicht merken, was sie für eine letztlich totalitäre Gewalt ausüben. Der Herr der Welt ist dieses Jahr neu erschienen und kostet 18,95 Euro. Peter Paul Bornhausen
Fjodor Dostojewski Nach einem Sanatoriumsaufenthalt kehrt der kindlich-naive und an Epilepsie leidende Fürst Myschkin nach Russland zurück. Sein demütiges und mitleidendes Wesen wirkt anziehend auf seine von Schmerz, Schuld und Bosheit geprägte Umgebung. Immer weiter verstrickt er sich in die Ränkespiele um die schöne Nastasja und seinen Rivalen Rogoschin. Neben Cervantes Don Quijote und Dickens Mr Pickwick gehört der tragikomische Held aus Dostojewskis drittem Roman als Verkörperung des Sittlich-Schönen zu den großen idealistischen Figuren der Weltliteratur. Geb., 943 Seiten
Ines Thorn Matthias Grünewald kämpft schon als Jüngling für die eine große Leidenschaft seines Lebens: Ein Werk zu vollbringen, das Gott und seiner Schöpfung wahrhaft gerecht wird. Für seinen Traum setzt er sich gegen seinen eifersüchtigen Bruder zur Wehr und durchlebt harte Lehrjahre bei den Meistern Hans Holbein und Lucas Cranach dem Älteren. Wird er für die Kunst alles opfern, sogar Magdalena, die Liebe seines Lebens? Geb., 256 Seiten
John Henry Newman Die umfangreichste und zugleich letzte Dichtung John Henry Newmans (1801–1890) aus dem Jahr 1865 ist die Frucht von Newmans eigener Vorbereitung auf den Tod und zugleich tiefer Ausdruck katholischer Eschatologie. In sieben Teilen wird der letzte Weg des „Gerontius“ vom Sterbebett hin vor den Richterstuhl Christi und an den „Ort“ der Reinigung im Feuer der göttlichen Liebe dargestellt. Im Dialog zwischen der Seele und dem Schutzengel reflektiert Newman die großen Fragen im Bezug auf die „Letzten Dinge“. Einige Lieder aus dem Gerontius wie z.B. das Firmly I believe (Fest ich glaub und ohne Wanken) oder das Praise to the Holiest in the Height (Preis sei dem Heiligsten in der Höh’) gehören längst zum Liederschatz der englischsprachigen Christenheit. Sir Edward Elgar (1857–1934), Englands größter katholischer Komponist, nahm die Verse Newmans (in gekürzter Form) als Libretto für sein gleichnamiges Oratorium, das im Jahre 1900 uraufgeführt wurde und zu den bedeutendsten Werken der geistlichen Musik Englands zählt. Die Reihe „Christliche Meister“ bringt den Originaltext und die deutsche Übertragung von Paul Pattloch. Die Einführung von Rudolf Voderholzer ordnet die Dichtung in Newmans Lebens- und Werkgeschichte ein und beleuchtet einige Aspekte der Wirkungsgeschichte. Broschur, 100 Seiten
Amanda Barratt Polen 1941. Die Polin Zosia Lewandowska kennt die Brutalität des Krieges. Ihr Mann kam bei der Invasion der Deutschen ums Leben. Als sich die Situation verschlimmert und Nachbarn und Bekannte in Ghettos umgesiedelt werden, entscheidet sich Zosia, in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz zu arbeiten – mitten im Ghetto von Krakau. Gemeinsam mit Tadeusz und ihren Kollegen riskiert sie ihr Leben, um den Juden zu helfen, die unter der Unterdrückung der Nazis leiden. Geb., 448 Seiten
Fjodor Dostojewski Sigmund Freud nannte sie den „großartigsten Roman, der je geschrieben wurde“ – Dostojewskis monumentale Familienchronik „Die Brüder Karamasow“, 1880 erstmals erschienen. In wenigen anderen großen Romanen der Weltliteratur verbinden sich ungeheure Motivfülle und geradezu magische Erzählkunst ähnlich virtuos wie hier: Vor dem Hintergrund einer packenden Kriminalgeschichte, dem gewaltsamen Tod ihres despotischen Vaters, führt das Schicksal der ungleichen Brüder den Leser tief in die beklemmenden Abgründe der menschlichen Seele. Geb., 1148 Seiten
Fjodor Dostojewski In einer russischen Provinzstadt ist die Welt aus den Fugen geraten, ja von bösen Geistern besessen. Dostojewski porträtiert eine Gruppe von jungen Revolutionären um den amoralischen Werchowenski und den Nihilisten Stawrogin, die beide Morde begehen. Zu ihnen steht Werchowenskis gutmütiger Vater in einer zum Reißen gespannten Beziehung mit all seiner liberalen Haltung, die diese monströsen Charaktere erst hervorgebracht hat. Sprachmächtig hat Dostojewski mit „Die Dämonen“ ein zeitkritisches Panorama der russischen Gesellschaft geschaffen. Geb., 928 Seiten
Ein Heiligenroman über die Frau, die die Weltmission neu erfand Louise George Bachmann Geboren 1799, „Erfinderin“ des Lebendigen Rosenkranzes, Mutter der Weltmission, bekannt mit dem Pfarrer von Ars, aktiv in der Glaubensverkündigung … Pauline Jaricots Leben ist spannender als jeder herkömmliche Roman. Geb., 226 Seiten
Dante Alighieri Dantes „Komödie“ – Bewunderer ihrer Schönheit nannten sie ehrfürchtig die „göttliche“ – ist eine der größten Dichtungen der Weltliteratur. Sie erzählt vom Menschen in der Midlife-Crisis, von Verwirrung und Orientierungslosigkeit. Auf seinem Gang vom finsteren Boden der Hölle hinauf in die strahlenden Gefilde des Himmelsglücks trifft Dante, der Erzähler, auch auf die wunderschöne Beatrice … Am Ende seiner Reise erkennt der Dichter nichts weniger als den Sinn des Lebens. Geb., 688 Seiten, Leinenausgabe
Hildegard von Bingen – In der Naturheilkunde fand sie ihre Berufung, den Menschen zu helfen Jørn Precht Diözese Mainz, 12. Jahrhundert: Im Garten des Klosters Disibodenberg gedeihen unter Fürsorge der Nonne Hildegard allerlei Heilpflanzen. Sie forscht an diversen Mitteln, von Wundheilung bis Zahnhygiene – wer krank ist, klopft an ihre Pforte. Doch dem Abt sind ihre Experimente ein Dorn im Auge, er untersagt die weitere Herstellung von Heilmitteln aus Pflanzen. Hildegards Wissensdurst spornt sie an, trotzdem weiterzuforschen. Unermüdlich schreibt sie ihre Erkenntnisse über Glauben und Natur nieder und arbeitet auf ihr großes Ziel hin: ein eigenes Kloster, in dem jede Frau willkommen ist. Wird sie sich gegen die Konventionen ihrer Zeit durchsetzen können? Broschur, 416 Seiten
Jelena Tschudinowa Jelena Tschudinowa entwirft das dunkle Bild eines Westeuropas, in dem die radikalen Strömungen des Islams die Oberhand gewonnen haben und die Scharia regiert. Paris wird zum Kristallisationspunkt, an dem sich Moderate, Arme und Ungläubige einer neuen muslimischen Elite unterworfen haben. Die Christen fliehen ein zweites Mal in ihrer zweitausendjährigen Geschichte in die Katakomben. Doch es regt sich Widerstand. Die letzte Messe ist noch nicht gelesen. Geb., 434 Seiten
Ihre Lehre war eine sanfte Revolution, ihr Leben unter den Nazis in höchster Gefahr Laura Baldini Wien, 1930er Jahre: Die frisch promovierte Emmi ist begeistert von den modernen Ansätzen der Kindermedizin, denn Ärzte, Analytiker und Pädagogen arbeiten zum Wohle der Kleinsten zusammen. Hier will sie ihre eigenen Ideen einer liebevollen Erziehung weiterentwickeln. Als sie ihren späteren Mann kennenlernt, scheint Emmis Glück vollkommen. Doch dann ergreifen die Nazis die Macht, und Emmi, die Jüdin ist, gerät in Lebensgefahr. Sie kann sich mit ihrer Tochter zur Familie eines »ihrer« Kinder retten. Aber niemand weiß, ob das Versteck sicher ist. Und ob Emmi ihren Mann je wiederfinden kann … Broschur, 304 Seiten
Roman nach einer wahren Geschichte Heather Morris Als Kinder versprechen die Schwestern Cibi, Magda und Livia ihrem Vater, immer zusammenzubleiben, egal was passiert. 1942 wird die jugendliche Livia aus ihrer slowakischen Heimat nach Auschwitz deportiert. Cibi, die Älteste, folgt Livia, entschlossen, ihr beizustehen. Als schließlich auch Magda in das Vernichtungslager gebracht wird, geben sich die Schwestern ein weiteres Versprechen: gemeinsam zu überleben. Und ihr Zusammenhalt macht das Unmögliche möglich. Ihr Weg führt sie aus der Hölle des Konzentrationslagers durch das vom Krieg zerrissene Europa zurück in eine Heimat, die keine mehr ist. So beschließen die Schwestern, in Israel neu anzufangen und nicht nur zu überleben, sondern zu leben. Broschur, 544 Seiten
Franz Werfel Am Fuß des Berges Musa Dagh im Süden der Türkei werden die armenischen Bewohner immer brutaler verfolgt. Eine Schicksalsgemeinschaft um Gabriel Bagradian und seine Familie beschließt, sich endlich zur Wehr zu setzen. Vierzig Tage lang verteidigen sich die zu allem Entschlossenen gegen einen übermächtigen Gegner, dann scheint ihr Ende besiegelt zu sein. – Franz Werfel hatte gründlich über den türkischen Völkermord an den Armeniern von 1915 recherchiert, bevor er „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ niederschrieb. Sein Roman ist eine unvermindert eindrucksvolle Geschichte über Menschenmut im Zeichen von Hass und grausamer Verfolgung. Geb., 992 Seiten
Ausgewählte Geschichten Giovannino Guareschi Guareschi hat mit dem Priester, der sich im steten Dialog mit dem Herrn befindet, ein substantielles Thema des christlichen Glaubens auf humorvollste Weise verarbeitet. Der springende Punkt des Christentums ist, dass Gott uns in Jesus Christus zum erlösenden Du geworden ist. Der Autor schildert mit hintergründigem Humor den Konflikt zwischen dem schlagkräftigen Landpfarrer Don Camillo und dem ebenso schlagkräftigen kommunistischen Bürgermeister Peppone Bottazzi. Geb., 304 Seiten
Inge M. Hugenschmidt-Thürkauf ist Schauspielerin und in Freiburg im Breisgau geboren. Nach Absolvierung einer Banklehre Auslandsaufenthalte in England und Amerika, Schauspielausbildung und erstes Engagement 1994 an der Komödie in Basel. Danach in der Schweiz und in Deutschland an verschiedenen Theatern und im Fernsehen tätig. Erster Einzelauftritt 1972 im Kammertheater Stok in Zürich mit dem Stück „Geliebter Gleichgültiger“ nach Jean Cocteau. 1975 und 1978 Erarbeitung eigener Stücke („Die Tüchtigkeit des Jakob Meier“ und „Die Zweite Regierung des A.S.“) zusammen mit ihrem Mann, dem bekannten Naturwissenschaftler, Schriftsteller und christlichen Denker Max Thürkauf. Er verstarb am Stefanstag 1993. Konversion zum katholischen Glauben 1981. Seit dieser Zeit spielt Inge M. Hugenschmidt-Thürkauf Stücke christlichen Inhalts. Ihr erstes eigenes Stück („Habt keine Angst“) war die Bearbeitung eines Berichts aus dem russischen Untergrund. Außer ihrer schauspielerischen Tätigkeit Mitarbeit an verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Broschur, 125 Seiten
Ljudmila Ulitzkaja Moskau 1939. Rudolf Iwanowitsch Mayer berichtet über den Stand der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Pest. Niemand ahnt, dass der Forscher selbst infiziert ist. Aber am Abend wird er ins Krankenhaus gebracht. Diagnose: Lungenpest. Das Krankenhaus wird unter Quarantäne gestellt, wer mit ihm Kontakt hatte, zu Hause abgeholt. In der Zeit des Großen Terrors fürchtet jeder, in Stalins Folterkeller zu kommen. Oberst Pawljuk erschießt sich, als der schwarze Wagen vor seiner Tür hält, eine Frau verrät ihren Mann an den Geheimdienst … Was geschieht, wenn eine Epidemie auf eine paralysierte Gesellschaft trifft? Scharfsichtig und mit großer Empathie beobachtet Ljudmila Ulitzkaja die Reaktionen der Menschen.„Ein sarkastisch makabres Loblied auf den sowjetischen Geheimdienst, der die Ausbreitung der Pest verhindert – und dabei offenbart, wie allumfassend er bereits die Gesellschaft vergiftet hat.“ Ingo Schulze Geb., 112 Seiten
Ein Leben voller Liebe Hermann Multhaupt Wartburg, 1225: Man rümpft die Nase über die Landesfürstin Elisabeth. All ihr Geld und ihren Schmuck verschenkt sie, um Menschen in Not zu helfen. Als ihr Ehemann Ludwig zu einem Kreuzzug ins Heilige Land aufbricht, beschützt sie niemand mehr vor der intriganten Verwandtschaft. Doch unbeirrt begibt sich Elisabeth weiter in die Tiefen bitterster Armut, pflegt Aussätzige, verzichtet auf Ruhm, Reichtum und schließlich sogar auf die eigenen Kinder. Vom Volk wird sie leidenschaftlich geliebt und verehrt.Hermann Multhaupt beschreibt in diesem Mittelalter-Roman das Leben der Heiligen auf einfühlsame Weise und lässt die eindrucksvolle Nächstenliebe und Großherzigkeit Elisabeths lebendig werden. Mit einem Glossar zu den Lebensstationen der heiligen Elisabeth.• das Schicksal der ungarischen Prinzessin, Thüringer Landgräfin und Wohltäterin der Armen Elisabeth• authentisch, emotional, bewegend Geb., 216 Seiten
George Orwell George Orwells brillante Satire auf den korrumpierenden Einfluss der Macht zeigt eindringlich, dass Machtmissbrauch ein drängendes Problem jeder Gesellschaft ist – und dies ist heute so aktuell wie zur Entstehungszeit des Romans im Jahr 1945. Denn aus einer Revolution, die Fortschritt, Gerechtigkeit und Gleichheit schaffen soll, erwächst eine neue Tyrannei, die zu noch mehr Leid, Mühsal, Hunger und vollkommener totalitärer Unterdrückung führt – eine Botschaft, die leider auch im 21. Jahrhundert immer noch von höchster Dringlichkeit ist. Geb., 120 Seiten
Michel Tournade Der heilige Franz von Sales (1567-1622) lebte in einer turbulenten Zeit: Religionskriege, Reformation und Gegenreformation. Dieser Roman erzählt das Leben des Bischofs, Ordensgründers, Mystikers und Kirchenlehrers auf diesem dramatischen Hintergrund und macht damit auf spannende Weise deutlich, warum Franz von Sales heute als "Lehrer der Liebe" verehrt wird. Broschur, 344 Seiten