Islam
Der Iran und der politische Islam der Schiiten Dr. Ralph Ghadban Der renommierte Islam-Experte Ralph Ghadban legt in diesem brisanten Sachbuch offen, wie das Regime in Teheran seine Macht weit über die Landesgrenzen hinaus ausdehnte. Seine Analyse setzt ein beim Kampf um das Erbe des Propheten Muhammad zwischen Sunniten und Schiiten und erklärt, wie sich nach der Absetzung des Schahs während der Islamischen Revolution und dem Aufstieg Ayatollah Khomeinis das Mullah-Regime festigen konnte. Ghadban benennt darüber hinaus die heutigen Strukturen des politischen Islam, die Rolle der Mullahs und die gefährlichen Netzwerke, die Europa herausfordern und den Nahen Osten seit Jahrzehnten destabilisieren. Darin wird klar, dass die wahre Macht im Iran schon lange nicht mehr bei den Mullahs selbst liegt. Die Revolutionsgarden sind die eigentlichen Strippenzieher hinter der Fassade des Gottesstaats. Dies ist vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs von entscheidender Bedeutung. Geb., 368 Seiten
Wie Strömungen des Islam die Herrschaft der Welt anstreben Shafique Keshavjee Wer wird die Welt beherrschen? Der erobernde Westen? Das erobernde China? Der erobernde Islam? – Große, übergeordnete Systeme wollen herrschen!Der Islam ist das weltanschauliche System, das weltweit am schnellsten wächst. Wo der erobernde Islam Fuß fasst, scheinen Konflikte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen unvermeidlich. Aber Vorsicht: Es gibt tausend verschiedene Arten, ein Muslim zu sein – liberal oder radikal, als Sufi, Salafist, Agnostiker, Dschihadist und vieles mehr. Für viele Muslime ist der Islam überhaupt kein eroberndes System, sondern nur eine Sinnquelle, ihre Religion. Wenig praktizierende Muslime kennen häufig ihre eigenen Grundlagentexte nicht gut und auch nicht die Eroberungsstrategien, die seit den Ursprüngen ihrer religiösen Tradition verfolgt wurden.Shafique Keshavjee stellt diese Vielfalt des Islam vor – vor allem aber beschreibt er, wie der erobernde Islam im Sinne eines „übergeordneten Systems“ alle Dimensionen des Daseins, die spirituellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen etc. einschließt und wie seine Welteroberungsstrategie funktioniert. Und diese Richtung des Islam kann sich zu Recht auf die Grundlagentexte des Islam berufen – ganz anders als beim Christentum, wo im Neuen Testament grundlegend zwischen Religion und Politik unterschieden wird.Dieses Buch hilft zu verstehen, wie dieses System es mit seinen Vormachtansprüchen geschafft hat, viele Orte, an denen es Fuß gefasst hat, zu beherrschen und zu erobern. Broschur, 208 Seiten
Friedensreligion oder Gefahr für die Welt? James V. Schall SJ Seit dem Angriff auf das World Trade Center im Jahr 2001 wurde die westliche Welt durch schockierende Terroranschläge erschüttert, die im Namen des Islam verübt wurden. Pater James V. Schall SJ, ein renommierter politischer Philosoph, analysiert den fortdauernden Konflikt zwischen dem Islamismus und dem Westen. Für ihn steht fest, dass der Terrorismus keine Art unabhängiger Bewegung oder Geisteshaltung im Islam ist. Der politische Islam ist untrennbar mit dem religiösen Islam verbunden. Der Islam ist deshalb einmalig, weil er zwei Standpunkte vertritt: Innerhalb der islamischen Welt gelten Frieden und gegenseitige Unterstützung. Andererseits sollen alle Andersgläubigen bekämpft werden, bis die ganze Welt Allah unterworfen ist. Broschur, 272 Seiten1. Aufl. 2019 James V. Schall SJ war bis zur seinem Ruhestand 2012 ein hoch angesehener Professor für Politische Philosophie an der Universität Goergetown (USA). Von 1977 bis 1982 war er Mitglied des »Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden« in Rom.
Bat Ye’or Diese bemerkenswerte Veröffentlichung besitzt heute, da die politische Bedeutung des Islam deutlicher hervor tritt, eine besondere Aktualität. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil wird die historische Entwicklung von der Entstehung des Islam bis heute geschildert. Der zweite Teil bringt als Beleg Quellentexte und Dokumente. Bat Ye’or gilt als eine der besten Kennerinnen der misslichen Lage der Juden und Christen in den islamischen Ländern und als deren engagierte Fürsprecherin. Broschur, 484 Seiten
Von angenehmen Märchen und unangenehmen Tatsachen Siegfried Kohlhammer Seit der Aufklärung gehört die Kritik am Christentum zum intellektuellen Tagesgeschäft. Einer ähnlich schonungslosen Sicht auf den Islam wird hierzulande jedoch gern die Legitimation abgesprochen. Besonders seit 9/11 werden Politiker und Kolumnisten nicht müde, die grundlegende Friedfertigkeit und Toleranzbereitschaft des Islam zu beschwören. Und sie können sich dabei auf historische Vorbilder berufen, denn schon vor mehr als zweihundert Jahren schwärmten deutsche Dichter und Denker von einem vergangenen Goldenen Zeitalter muslimischer Herrschaft, unter der Christen, Juden und Muslime, einträchtig zusammenlebend, die Gipfel von Kunst und Wissenschaft erstürmten. Siegfried Kohlhammer stellt in seinen Essays unangenehme Fragen: Was motiviert die weitgehende Indifferenz gegenüber den Menschenrechtsverletzungen, die im Namen des Islam begangen werden? Weshalb misslingt insbesondere muslimischen Einwanderern die Integration selbst in der zweiten und dritten Generation – und dies, obwohl Migranten nie zuvor in der Geschichte einen ähnlich hohen Grad an Unterstützung erfahren haben? Weil sie unter westlichen Hegemonialansprüchen und Islamophobie zu leiden haben? Indem Siegfried Kohlhammer nüchtern die Legenden von den Fakten scheidet und sich gängigen Tendenzen zur Polarisierung verweigert, beseitigt er einen blinden Fleck im Auge der Aufklärung. Geb., 200 Seiten
Bruder Abdull mit Eugene BachAbdull, ein iranischer Militärkommandant, findet die Antwort auf seine Fragen bei Jesus, obwohl er die Bibel ursprünglich nur gelesen hat, um sie zu widerlegen und Christen vom Islam zu überzeugen. Doch dadurch landet Abdull schließlich im Gefängnis. In dieser Hölle auf Erden durchlebt er Demütigung, Folter und Christenverfolgung in ihrer schlimmsten Form. Aber wie durch ein Wunder kommt er frei. Heute erzählt er anderen von der Liebe Gottes, die seinem Leben Sinn und Hoffnung gegeben hat. Eine unglaublich spannende und inspirierende Biografie, die die Allmacht und Güte Gottes zeigt und den persönlichen Glauben stärkt. Geb., 272 Seiten
Die stille Islamisierung Udo Ulfkotte Detailliert und ohne Rücksicht auf die Denkverbote der Politischen Korrektheit beschreibt Bestsellerautor Udo Ulfkotte, wie Europa zu einer Kolonie des Islam wird. Und alle schauen zu – oder einfach nur weg. In unseren Städten entstehen Parallelwelten, in denen der Koran regiert. Unglaubliches geschieht in Deutschland, Österreich und vielen anderen europäischen Ländern. Doch darüber zu sprechen ist tabu.Mit „Mekka Deutschland“ durchbricht Udo Ulfkotte dieses Kartell des Schweigens, Wegschauens und Wegduckens. Gewohnt faktenreich und sauber belegt fügt Ulfkotte eine Vielzahl von Einzelbildern zusammen, die einen schockierenden Gesamtbefund ergeben: Europa wird zum Morgenland, in dem die Europäer bald nichts mehr zu sagen, sondern nur noch zu zahlen haben.Wissen Sie,- wie viele Journalisten unserer Leitmedien von islamischen Ländern für positive Berichterstattung über den Islam geschmiert werden?- dass eine islamische Paralleljustiz, die Scharia, unseren Rechtsstaat gefährdet und deutsche Richter seit Jahren davor warnen?- dass Vielweiberei in Deutschland zwar offiziell verboten ist, dies aber nicht für Muslime gilt und bis zu vier Frauen eines Muslims Anspruch auf Witwenrente haben?- dass in den Kantinen der Bundeswehr islamgerecht gekocht wird und die Speisen für Muslime getrennt vom Essen der „Ungläubigen“ zubereitet werden?- dass Anhänger der „Religion des Friedens“ pro Stunde durchschnittlich sieben Menschen unter Berufung auf Mohammed töten?- dass in Berlin-Neukölln im Jugendarrest 70 Prozent der Häftlinge Muslime sind?- dass der Aufruf zum Dschihad in Deutschland jetzt nicht mehr strafbar ist?- in wie vielen großen Museen Kunstwerke abgehängt werden, weil sie Muslime möglicherweise beleidigen könnten?- dass, laut MAD, Islamisten die Bundeswehr als „Ausbildungscamp“ nutzen?- dass SPD und Grüne Mädchen und Jungen den Muslimen zuliebe in den Schulen wieder getrennt unterrichten möchten?„Mekka Deutschland“ beschreibt zudem ganz konkret, wie deutsche Politiker und Journalisten erpresst und mit Geld geschmiert werden, um die Islamisierung mit einer positiven Berichterstattung weiter voranzutreiben. Denn die stille Islamisierung geschieht nicht zufällig, sondern folgt einem geheimen Plan. Geb., 256 Seiten
Warum ich alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen Rifqa Bary Die mitreißende persönliche Geschichte eines jungen Mädchens, das den christlichen Glauben annahm und sich weigerte, zum Islam zurückzukehren. Im Jahr 2009 verließ Rifqa Bary heimlich das Haus ihrer Eltern in Ohio, da sie von ihrem Vater wegen ihrer Konversion zum christlichen Glauben und ihrer Weigerung, zum Islam zurückzukehren, mit dem Tod bedroht wurde. Da das Mädchen erst 16 Jahre alt war, strengten die Eltern einen Gerichtsprozess an, um es zu zwingen, nach Hause zurückzukehren. Rifqa war jedoch bei christlichen Freunden untergetaucht, mit deren Hilfe sie sich gegen die Rückkehr wehrte. Sie wurde unter die Vormundschaft des Staates gestellt und bis zum Alter von 18 Jahren bei verschiedenen Pflegefamilien untergebracht. Heute lebt sie an einem geheim gehaltenen Ort, um sich vor der Gefahr zu schützen, wegen der Konversion zum christlichen Glauben getötet zu werden. Rifqa erzählt ihre Erlebnisse als Mädchen in einem strenggläubigen muslimischen Elternhaus, das durch seine Konversion zum christlichen Glauben Schande über seine Familie gebracht hat. Es ist ein aufrüttelnder Bericht, der das Bild der Frau in traditionell geprägten muslimischen Familien aufzeigt. Heute ist Rifqa Bary 21 Jahre alt und studiert an einem geheim gehaltenen Ort. Sie möchte später in der Krankenpflege arbeiten und in der Mission im Ausland tätig sein. Geb., 288 Seiten 2. Aufl. 2017 Auf einem Auge blind und von einem Onkel sexuell missbraucht, betrachteten ihre Eltern, strenggläubige Muslime, die achtjährige Rifqa als Schande. Sie wanderten deshalb in die USA aus. Dort lernte Rifqa den christlichen Glauben kennen und ließ sich heimlich taufen. Als ihr Vater dies entdeckte, wurde sie mit dem Tode bedroht. Sie floh aus ihrem Elternhaus und lebt auch heute noch an einem geheim gehaltenen Ort. Rezensionen pro - Christliches Medienmagazin, 12.05.2016 Alles riskiert, um den Islam zu verlassen Die junge Rifqa Bary bringt die größte Schande über ihre Familie, die für sie nur vorstellbar ist: Sie tritt vom Islam zum Christentum über. Was das für Konsequenzen hat, beschreibt sie in dem Buch „Untergetaucht im Licht“. Eine Rezension von Johannes Weil. Die 23-jährige Rifqa Bary hat ein bewegtes Leben hinter sich. Mit acht Jahren verlässt ihre Familie Sri Lanka und zieht in die USA. Die glückliche Kindheit wird getrübt, als das Mädchen vergewaltigt wird. Ihre weitreichendste Entscheidung ist es aber, vom Islam zum Christentum zu konvertieren. Den mutigen Schritt, der sie das Leben kosten kann, hat sie in ihrem Buch „Untergetaucht im Licht“ verarbeitet. Rifqa Barys Eltern sind strenggläubige Muslime. Oft leidet sie unter dem Zorn ihres Vaters, der sie schlägt. Der Islam liefert ihr aber nicht die Antworten, die sie für ihr Leben braucht. Zudem hat sie durch einen Unfall auf einem Auge die Sehkraft verloren. Erst bei ihrer amerikanischen Freundin Angela und deren Familie erlebt sie das, was ihr zuhause fehlt: Liebe und Geborgenheit, in ihrer eigenen Familie herrscht hingegen Misstrauen. Angst, der Vater könne sie ermorden Unglücklich mit ihrem eigenen Leben, beginnt sie zu beten: „Wenn das alles ist, was das Leben zu bieten hat, dann möchte ich es nicht“, schreibt sie in dem Buch. Dass sie Gott wirklich erlebt, hat für sie schwere Konsequenzen. Mit Angela geht sie in deren Gemeinde und beginnt, in der Bibel zu lesen. Das alles muss sie vor ihren Eltern verbergen. Als es ihr Vater dennoch erfährt, spitzt sich die Lage für das damals 16-jährige Mädchen zu. Der Vater fordert sie auf, ihren Glaubensschritt rückgängig zu machen. Doch das kommt für sie nicht in Frage. Aus Angst, ihr Vater können sie umbringen, flieht sie in einer Nacht- und Nebel-Aktion zunächst in das Haus eines befreundeten Pastors. Fast wie im Krimi geht das Versteckspiel vonstatten. Die junge Frau fragt sich, warum ihr Leben in Gefahr ist, nur weil sie an Jesus Christus glaubt. Währenddessen wird der Fall in der amerikanischen Medienöffentlichkeit landesweit bekannt. Als die Polizei Rifqa Barys Aufenthaltsort findet, muss die Minderjährige vor Gericht. Dort begegnen ihr auch erstmals seit Langem wieder ihre Eltern. Eine schlimme Zeit im Gefängnis, weil sie als Minderjährige von zuhause abgehauen ist, und mehrere Stationen bei Pflegefamilien folgen, bis Rifqa Bary volljährig ist. Ihre Geschichte macht Schlagzeilen in den Medien, aber nicht jeder glaubt ihr. Ihr Glaube gibt ihr Kraft, obwohl sie auch große Verzweiflung spürt. Vergebung gelernt Trotz tiefer Wunden hat sie ihrer Familie vergeben. Bis heute hat Rifqa keinen Kontakt zu ihrer Familie und lebt weiterhin in Angst. Ihre Entscheidung für Jesus Christus hat sie nie bereut. Ihre Geschichte und das Buch sind gut und spannend zu lesen, auch wenn ähnliche Konversionsgeschichten keine Seltenheit sind. Es ist spannend, welche unglaublichen Geschichten das Mädchen mit Gott erlebt. Dabei schwankt der geneigte Leser zwischen Gottvertrauen und dem Gefühl großer Naivität. Rifqa weiß sich bei allem sicher in Gottes Hand, obwohl ihre Sicherheit und ihr Seelenfrieden in ein tiefes Chaos gestürzt wurden. Fragen zur Diskussion und zum Weiterdenken am Schluss runden das Buch ab und könnten dafür sorgen, dass Rifqas Geschichte nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Das Buch ist in englischer Sprache bereits 2015 erschienen, wurde aber jetzt ins Deutsche übersetzt. (pro) Die Tagespost, 25.06.2016 Der steinige Weg einer Muslimin zu Gott Eine bewegende Autobiographie: Wie die in Sri Lanka geborene Rifqa Bary unter Lebensgefahr Christin wurde VON ALEXANDER RIEBEL Eine junges Mädchen wollte der Strafe seiner Eltern entkommen – nicht der Strafe für ein Verbrechen, sondern für den christlichen Glauben. So beginnt Rifqa Bary die Beschreibung ihres Leidensweges, der letztlich in der Freiheit mit Gott endet. Heute muss die Autorin wegen einer Todesdrohung durch ihre Familie an einem verborgenen Ort leben – sie hatte ihren Glauben gefunden und sich heimlich taufen lassen. Rifqa Bary ist in Sri Lanka aufgewachsen und sprach damals Tamil sowie etwas Englisch. Sie liebt Reisbällchen mit Curry und macht mit fünf Jahren das, was alle Mädchen gerne tun – den Nagellack der Mutter ausprobieren. Doch ihre muslimische Familie hatte das streng verboten, nur heimlich bei der Mutter war es manchmal möglich. Schnell verstand Rifqa, dass ihre Familie ihre Identität aus dem Islam bezog: „Meine fromme Familie hielt sich an alle Rituale, die der Islam vorschrieb, betete fünfmal am Tag, fastete und feierte und lernte den Koran auswendig.“ Jede Woche kam ein Iman ins Haus und lehrte Rifqa, den Koran zu lesen, der sie sprachlich verwirrte und ein Geheimnis blieb, denn in ihrer Region galt eine andere Sprache als arabisch als unheilig. Ein missbrauchtes Mädchen zieht die Schande auf sich Ein erstes grausames Erlebnis mit dem Islam hatte Rifqa in der Familie. Sie bekam Streit mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Rajaa. Er wurde jähzornig und warf ihr sein kleines Metallflugzeug ans Auge, was sie so schwer verletzte, dass sie im Alter von sieben Jahren an einem Auge erblindete. Die Familie änderte ihr Verhalten Rifqa gegenüber: „Wenn sie mich ansahen, wurde ihr Blick plötzlich kühl... Als sähen sie jedes Mal, wenn sie in mein verunstaltetes Gesicht blickten, etwas, das für sie einfach inakzeptabel war.“ Rifqa merkte, dass sie nicht als Mensch akzeptiert wurde mit ihrem Mangel des zerstörten Auges, sondern offenbar nicht mehr für den Heiratsmarkt attraktiv war und darum von der Familie hart und unbarmherzig behandelt wurde. Hinzu kam der permanente sexuelle Missbrauch durch den Onkel. Darüber schreibt sie: „In einigen muslimischen Kulturen – so auch in meiner – ist diese Art des Missbrauchs eine schlimme Ehrverletzung. Allerdings lädt nicht der Täter, sondern das Opfer Schande auf sich. Damit war ich in den Augen meiner Eltern nicht mehr nur ein halbblindes Bild der Unvollkommenheit, sondern hatte überdies dem Namen Bary Schande gemacht. Durch meine bloße Anwesenheit und Erscheinung besudelte ich das Wichtigste überhaupt – unsere Familienehre.“ Der Vater, wütend auf den die Tochter missbrauchenden Onkel, entschied im Jahr 2000, nach Amerika auszuwandern. Hier, in der Vorstadt Queens bei New York begann nun Rifqas eigentliche Leidensgeschichte, der Kampf um die Freiheit zu ihrem Glauben. In den Vereinigten Staaten bricht für die zunächst Achtjährige zugleich der ganze Unterschied zwischen der islamischen und westlichen Lebensform auf. Sie fühlte sich als „kompletter Sozialversager“. Nach der Schule musste sie nach Hause kommen, denn „Mädchen bleiben zu Hause“, sagte die Mutter. Auch durfte sie nicht mit Puppen spielen wie ihre Schulfreundinnen und diese nicht besuchen. Wenn Rifqa gegen solche Verbote verstieß, gab es Schläge auch in der Öffentlichkeit oder sie wurde von der Mutter an den Haaren aus dem Kinderzimmer gezogen – vor der Freundin, die zu Besuch kam. Durch ihre Freundin Emma bekam Rifqa erstmals engen Kontakt zum Christentum. Rifqa hatte schon als Fünfjährige im heimischen Garten ihr Urerlebnis der Gegenwart von etwas Starkem und zugleich Tröstlichem und diesem hatte sie seitdem weiter nachgespürt und es gesucht. Im Islam fand sie es nicht, ganz im Gegenteil. Sie kannte die andere Religion nicht und konnte sich auch nicht vorstellen, wie man außerhalb des Islam überhaupt beten könnte: „Das meiste, was der Iman mir über Christen beigebracht hatte, waren Warnungen und Lektionen über Dinge gewesen, die Muslime nicht tun dürfen. Man hatte mich immer gelehrt, dass Christen Teufel seien.“ Immer wieder erinnerte sich Rifqa an den Imam, der darüber lachte, dass Jesus Gott sei – warum habe er sich dann nicht retten können? Und er fuhr fort: „,Diese Leute haben sich reinlegen lassen, sie halten einen Menschen für Gott! Wie dumm! Selbst ein Hund wäre zu klug, um so einen Unsinn zu glauben‘. Die Anwesenden haben gepfiffen und gejohlt, während der Imam die Sache immer weiter ins Lächerliche zog.“ Doch das Mädchen merkte bei all diesen Erinnerungen, dass da etwas anders ist, wie die Christen mit ihrem Gott sprechen. „Ich war in dem Glauben erzogen worden, dass Beten der pflichtschuldige Umgang mit einem gebieterischen Gott ist.“ Das islamische Gottesbild spiegelt sich für Rifqa auch im Bild des muslimischen Mannes wieder. Diese Erfahrung macht sie zu Hause. Bei einem Streit mit ihrem Bruder Rivlan stößt dieser sie Boden und tritt sie in Brust und Magen, während ihre Mutter mit gefalteten Händen danebensitzt und gleichgültig zuschaut. „Rivlan tat immer, was er wollte; genau wie mein Vater. Und aus einem einzigen Grund: weil er ein Mann war. Einmal, als mein Vater nicht in der Stadt war, sah ich, wie er meine Mutter mit dem Messer bedrohte, weil er wollte, dass sie sofort etwas für ihn kochte. ,Mach mir etwas zu essen, Frau‘, schrie er und richtete die Spitze seiner Waffe gegen sie.‘“ Der Islam gab Rifqa das Gefühl der „Leere und Haltlosigkeit“. Er habe nur immer genommen, ohne wirklich etwas zurückzugeben. Es ist äußerst bewegend, wie die einstige Muslimin ihr Ringen um die Religion beschreibt, ihre heimlichen Besuche mit Freunden in der Kirche in Todesangst, die Eltern oder die muslimische Moscheegemeinde könnten es merken. Natürlich merkte auch die Familie, dass sie ihre täglichen islamischen Praktiken zu vernachlässigen begann. Den Islam empfand sie als Pflicht und Zwang und vermisste die Barmherzigkeit; stattdessen ständig Schläge, so dass sie tiefste Abneigung gegenüber ihrer Familie entwickelte. Eine neue Schulfreundin ist koreanische Christin. Sie hat viel Verständnis für das muslimische Mädchen, das sich nach dem christlichen Gott sehnt. Auch wenn Rifqa sich nicht modisch anziehen darf und eigentlich unter den Jugendlichen völlig out ist, entsteht zwischen den beiden Mädchen eine enge Freundschaft. Mit Angela konnte Rifqa über alles sprechen, über eine aufrichtige Gottesbeziehung, eine liebevolle Glaubensgemeinschaft und all die Fra- gen, was es bedeutet, Christ zu sein und warum Jesus am Kreuz gestorben ist. Im Unterschied zu diesem Gottverlangen schildert sie, wie sie den Islam erlebt hat: „Die Muslime, die ich kannte, taten alles aus Pflichtgefühl oder unter Zwang. Entscheidungen traf man gemäß der Kultur der Ehre, an die wir uns halten mussten. Schande war eine wirkungsvolle Strategie, die eingesetzt wurde, damit die Mitglieder der Gemeinschaft dem Islam Folge leisteten, weil sie fürchteten, andernfalls eine Sünde zu begehen. Ehre und Ansehen waren entscheidend; unser Glaube dreht sich darum, in den Augen der anderen als heilig und rechtschaffen zu gelten. Selbst als ich den Koran auswendig gelernt hatte, war es dabei hauptsächlich um das Ansehen meiner Familie innerhalb der islamischen Gemeinschaft gegangen – und nicht etwa um meine Beziehung zu Allah.“ In Rifqa reifte immer mehr der Entschluss, alles zu riskieren. Die Dramatik des Geschehens nimmt auf jeder Seite des Buches zu. Rifqa merkt, dass der Druck in der Familie immer größer wird, sie wird nur noch als Schande bezeichnet, weil sie die Gebote des Islam nicht hinreichend erfülle. Stattdessen lässt sie sich heimlich im Alter von 16 Jahren taufen. Sie lernt Brian kennen, der jeden Samstag Gebetstreffen auf dem Gelände einer Abtreibungsklinik abhält, und gewinnt ihn als Helfer zur Flucht. Für Gott hat die Autorin alles aufgegeben Vor ihrer Familie will sie fliehen und Schutz unter Christen finden. Als ihr Vater herausbekam, dass Bary innerlich zum Christentum übergewechselt war, drohte er ihr, sie zu töten; und sie hatte keinen Grund anzunehmen, dass er es nicht tun würde. Sie verließ das Haus ohne Koffer, fand zunächst in der nahen Kirche Geborgenheit, um dann nach weiteren Abenteuern nach Orlando in Florida zu gelangen. Hier konnte sie bei einer christlichen Familie unterkommen, erfuhr jedoch schon bald, dass sie von ihren Eltern gesucht wird. Es kommt zum Kontakt mit der Familienbehörde, sie muss einen Anwalt nehmen, wird gerichtlich verhört, eingesperrt, sieht in Verhandlungen ihre Eltern wieder und muss dem Gericht klar machen, dass eine Rückkehr lebensgefährlich wäre. Die Richterin sieht das schließlich genauso. Nach einer Krebserkrankung, die aber geheilt wird, steht sie schließlich mit 18 Jahren zum letzten Mal vor Gericht und erhält eine Greencard, weil die Gültigkeit ihrer Papiere abgelaufen war. Rifqa darf nun endlich ein freies selbstbestimmtes Leben als Christin führen, auch wenn sie sich wegen der Todesdrohung der Familie im Verborgenen aufhält. Ihre Autobiographie hat die Autorin ihrem Bruder Mohamed Rajaa Bary gewidmet; sie schreibt eingangs, das Buch sei wie ein langer Brief und sie hoffe, dass dieser dem Bruder alles erklärt: „Ich bin gegangen, weil ich einem Gott begegnet bin, der es wert war, alles andere aufzugeben: selbst den kostbarsten kleinen Menschen in meinem Leben.“ An den Leser schickt die Autorin in einer Anmerkung voran: „Bitte glauben Sie mir, dass es nicht meine Absicht war, die Muslime oder den Islam insgesamt in Misskredit zu bringen.“ Ein äußerst bewegendes Buch, das zeigt, wie schwer Religionsfreiheit zu erringen ist, die auch selbst immer wieder Thema der Autobiographie ist. kath.net Der Eindruck trügt sicherlich nicht, dass der Islam auf der ganzen Welt im Vormarsch ist – auch im Westen. Bekehrungen vom Islam zum Christentum sind eher selten, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Abwendung einer Person vom Islam mit massivem Druck zu verhindern versucht wird. Als letzten Ausweg schrecken Anhänger des Mohammed selbst vor sogenannten „Ehrenmorden“ nicht zurück, wobei derartige „Maßnahmen“ häufig auch wegen anderer „Vergehen“ ergriffen werden. Vor diesem Hintergrund ist ein neues Buch von höchstem Interesse, das unter dem Titel „Untergetaucht im Licht“ in deutscher Übersetzung vom „Media Maria Verlag“ herausgegeben wurde. Die fast 300 Seiten umfassende Autobiografie erzählt die Geschichte von Rifqa Bary, die „alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen“. Geboren in Sri Lanka, in einem von der islamischen „Kultur“ geprägten Umfeld, wird sie als Achtjährige von einem Onkel vergewaltigt. Wenig später wandert sie mit ihrer Familie aus in die Vereinigten Staaten von Amerika. Dort kann sie aufgrund der finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern keine muslimische Schule besuchen, sondern muss zur normalen staatlichen High School. Eine Freundin lädt Rifqa ein, mit ihr einen christlichen Gottesdienst zu besuchen, und obwohl ihre Eltern sie von „schädlichen“ Einflüssen fernzuhalten versucht haben, willigt sie ein. Gepackt von der Botschaft Christi beginnt sie zu beten und studiert die Heilige Schrift. Schließlich wird sie nach einiger Zeit auch getauft. Jeder Aspekt dieser Bekehrungsgeschichte muss sich aus Furcht vor den Eltern, die sie ohnehin schon immer wieder misshandeln, im Geheimen vollziehen. Eines Tages finden sie indes doch heraus, dass die Tochter sich zum Christentum bekehrt hat und so „Schande“ über die Familie gebracht hat. Der Vater droht damit, sie zu töten. Angesichts des bekannten gewalttätigen Hintergrunds, besonders des Vaters, beschließt sie, von zu Hause auszureißen. Doch nun beginnt, da Rifqa noch minderjährig ist, eine Odyssee durch das amerikanische Justizsystem, da die Eltern darauf klagen, das Sorgerecht für ihre Tochter zu behalten. Dabei kann sich der Staat übrigens nicht unbedingt mit Ruhm bekleckern. „Untergetaucht im Licht“ liest sich wie ein Thriller – man will es so schnell nicht wieder aus der Hand legen. Als das persönliche Zeugnis einer jungen Frau ist das Buch vielleicht besser dazu in der Lage, dem einen oder anderen Gutmenschen die Augen über den Islam zu öffnen, was ein mehr akademisches Werk nicht könnte. Aus katholischer Sicht ist abschließend noch zu erwähnen, dass Rifqa sich zwar zum Christentum bekehrt, aber der Protestantismus, wie er sich im Buch darstellt, theologisch natürlich defizitär ist. Andererseits geht sie nicht zu sehr ins Detail, was die Theologie betrifft, sodass man als normaler Katholik keine Bedenken haben muss, das Buch zu lesen. Hans Jakob Bürger
Sascha Adamek Offener Judenhass durch Migranten auf unseren Straßen. Schülerinnen werden von islamistischen Jugendlichen drangsaliert. Zwangsverheiratungen gehören längst zum Alltag. Jetzt fällt in Berlin auch das Kopftuchverbot für Lehrerinnen. Hamas und Hizbullah nutzen Deutschland als Rückzugsraum zur Terrorfinanzierung. Gleichzeitig verfolgen die Führer des politischen Islams – aus dem Ausland finanzierte Moscheeverbände – eine erfolgreiche Strategie, unsere Politik, unsere Medien und unsere Kultur zu unterwandern. Ein Netzwerk von linken und islamischen NGOs wird seit Jahren mit hohen Millionensummen aus Steuermitteln gefüttert. Kritiker dieser Entwicklung werden als »antimuslimische Rassisten« diffamiert. Sascha Adamek deckt anhand von geheimen Ermittlungsakten und Dokumenten auf, wie die Islamisten vorgehen. Broschur, 304 Seiten
Dan Diner Der Stillstand in der islamischen Zivilisation, insbesondere in ihren arabischen Kernländern, zählt zu den explosivsten Problemen der Gegenwart. Der Historiker Dan Diner untersucht die ökonomischen, kulturellen und politischen Ursachen der Stagnation dieses einst blühenden Kulturraums. Sein Fazit: Die ausbleibende Säkularisierung und die Allgegenwart des Sakralen verhindern jene Entwicklung, die den Westen in die Moderne geführt hat. Broschur, 288 Seiten
Eine ägyptische Konvertitin – bedroht von Staat und Familie Nahed Mahmoud Metwally Die ägyptische Lehrerin Nahed (*1942) versucht Gott – Allah – näherzukommen, doch viele Koranverse schüren Zweifel und Angst vor Allah. Da begegnet sie Christus, der sich ihr als der wahre Gott offenbart. Was folgt, ist eine dramatische und abenteuerliche Konversion, während Nahed von der ägyptischen Staatssicherheitspolizei sowie von ihrer eigenen Familie gejagt wird ... Fesselnde Biografie, die die Sehnsucht vieler Muslime nach einem barmherzigen Gott beschreibt und sich kritisch mit dem Gottesbild des Koran auseinandersetzt. Geb., 173 Seiten