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Kirchengeschichte
Ein spiritueller Begleiter für Heilig-Land-Reisen Cornelius Roth Eine Reise auf den Spuren Jesu und des Alten Testamentes durch Israel und Palästina verändert den Menschen. Dieser spirituelle Wegbegleiter versteht sich als Versuch, das, was vielleicht dem einen oder der anderen beim Besuch oder im stillen privaten Gebet an den heiligen Stätten ins Herz und in den Sinn kommt, ins Wort zu bringen. Details zu den einzelnen Orten werden kurz referiert. Der Schwerpunkt liegt aber auf den passenden Bibelstellen und Liedern, verbunden mit persönlichen Meditationen und Betrachtungen zum Geist eines Ortes, der ganz verschieden sein kann: eine Landschaft (See Gennesaret, Sinai, Jordan), eine Stadt (Hebron, Haifa), eine Kirche (Grabeskirche, St. Anna), eine Ausgrabungsstätte (Teich Betesda, Caesarea am Meer), ein Weg (Via Dolorosa) oder auch eine Gedenkstätte (Masada, Yad Vashem). Die meisten Meditationen sind aus dem christlichen Glauben heraus geschrieben, es gibt aber auch einige, die bewusst die jüdische Spiritualität berücksichtigen (Yad Vashem, Safed, Klagemauer) oder auch andere Religionen (Haifa).Wert gelegt wird außerdem auf die praktische Anwendbarkeit. Die Gebete und Meditationen (die zum Teil aus der Tradition oder der Literatur stammen) sind nicht zu lang und zur Vorbereitung auf einen Besuch wie beim Besuch selbst gut einsetzbar. Außerdem helfen die Bilder, sich auf den Ort auch visuell einzustellen. So möge dieser Wegbegleiter eine Hilfe sein, in die geistliche Atmosphäre des Heiligen Landes etwas tiefer einzudringen. Broschur, 208 Seiten
Walter Brandmüller Immer wieder wird Galileo Galilei als typisches Opfer grausamer Gewissensfolter, theologischer Engstirnigkeit und kirchlichen Terrors hingestellt. Walter Kardinal Brandmüller als Kirchenhistoriker und Experte für die Galilei-Forschung nimmt in dem vorliegenden Werk die gesamte wissenschaftliche Forschung der jüngsten Vergangenheit auf. Dabei geht es ihm nicht um die Schönfärbung dunkler Seiten der Kirchengeschichte, sehr wohl aber um ihre Aufhellung im Sinne eines vertieften historischen Verständnisses. Geb., 320 Seiten Walter Brandmüller, Prof. Dr. theol, geb. 1929, war von 1971 bis zur Emeritierung im Jahr 1997 Ordinarius für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Augsburg. Ab 1981 gehörte er der Päpstlichen Kommission der historischen Wissenschaften an, ab 1998 war er Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft in Rom und von 1998 bis 2006 Präsident der Internationalen Kommission für vergleichende Kirchengeschichte. Am 20. November 2010 nahm Papst Benedikt XVI. ihn in das Kardinalskollegium auf.
Ulrich Nersinger Der Vatikan ist auch heute noch für viele Menschen ein Faszinosum: entweder als Symbol der absoluten Macht des Nachfolgers Petri oder als Attraktion für ein außergewöhnliches Weltkunsterbe. Ulrich Nersinger zeichnet ein spannendes Bild der Geschichte des Vatikans. Er spannt einen Bogen von der heidnischen Antike bis zur Gegenwart. Besonders interessant ist die Vielschichtigkeit dieses Zentrums der katholischen Kirche – von der Verwaltung der Weltkirche bis hin zu kulturellen Errungenschaften und der Förderung der Wissenschaften. Auch die religiöse Dimension des Papstes und der römischen Kurie als Dienst für die Weltkirche wird dargestellt. Geb., 272 Seiten2. Aufl. 2014Ulrich Nersinger, geboren 1957 in Eschweiler bei Aachen, studierte Theologie und Philosophie in Bonn, St. Augustin, Wien und Rom. Er ist Mitglied der „Pontificia Accademia Cultorum Martyrum“ und gilt als einer der bekanntesten deutschsprachigen Vatikanisten. Tagespost, 05.07.2014 Der Vatikan in einer neuen, umfassenden Darstellung von Ulrich Nersinger: Die Stechmücken mussten der Taube des Geistes weichen Von Urs Buhlmann Wenn der Name Ulrich Nersinger in der Autorenzeile eines Buches über den Vatikan auftaucht, dann weiß der Leser, dass er mit Qualität rechnen darf. Das neue Buch des dem Tagespost-Leser vertrauten Autors will nichts Geringeres übernehmen als die ganze Geschichte des römischen Hügels zu erzählen, der seit zwei Jahrtausenden der Kirche Christi Heimat gibt. Es gelingt Nersinger sehr gut, nicht nur die politische und kulturelle Dimension des Wirkens der Kirchen-Zentrale herauszuarbeiten, sondern er lässt darüber hinaus auch die religiöse Fundierung, das eigentliche Wozu des Ganzen, zu seinem Recht kommen: Am Ende geht es im Vatikan nicht um Pracht- oder gar Machtentfaltung, sondern um einen Dienst an der Weltkirche in der Person ihres obersten Hirten und Brückenbauers. Gerade der amtierende Papst lässt keinen Zweifel daran, was er sich von den Monsignori, Ordensleuten und Laien erwartet, die in seinem Dienst und unter seiner ständigen Präsenz – eine Fotografie des Pontifex hängt dort in jeder Stube – lange und vergleichsweise schlecht bezahlte Arbeitsstunden ableisten. Chronologisch erzählt Ulrich Nersinger zunächst von der frühen Geschichte des einst übel beleumundeten „Ager Vaticanus“, des vatikanischen Feldes zu Füßen des gleichnamigen Hügels. In seiner berühmten „Naturgeschichte“ nennt Plinius den Vatikan einen „Sumpf voller Stechmücken“ und erwähnt, dass dort „riesige Schlangen lebten, die kleine Kinder in einem Happen auffressen konnten“. Nicht nur das – würde milde lächelnd wohl mancher heutige Bewohner des Mons Vaticanus sagen. Für das junge Christentum zu einem wichtigen Ort wurde der Vatikan unter Kaiser Nero, zu dessen grausigen Belustigungen die Tötung der Christen in seinen privaten Gärten, eben dem Vatikan, gehörte. Im Jahre 64 fanden dann Petrus und Paulus, die beiden Gründer der christlichen Gemeinde Roms, der Überlieferung nach den Tod. Nersinger berichtet von der Sensation, als nach Ausgrabungen unter der Leitung des deutschen Prälaten Ludwig Kaas 1950 am bereits bekannten Tropaion, dem um 160 errichteten Grabmonument für Petrus, die griechischen Worte „Petros èni“ gefunden wurden (Petrus ist hier), zusätzlich Gebeine, die in einen kostbaren antiken Stoff gehüllt waren. Für Pius XII. war klar – und sein Nachfolger Paul VI. ist ihm darin gefolgt: „Das Grab des Apostelfürsten ist wiedergefunden worden!“ Es folgen die Baugeschichte des Petersdomes und die Historie der päpstlichen Titel, die der Autor bewusst theologisch deutet. Der „Päpstliche Almosengeber“ hat einen Auftritt, jener seit dem 13. Jahrhundert zum ersten Mal ernannte Prälat im Rang eines Erzbischofs, der – um besser für Nöte und Bedürfnisse ansprechbar zu sein – bis heute den Papst bei jedem größeren Auftritt zu begleiten hat. Auch wenn er den größeren Teil seines gar nicht kleinen Etats von der Kurie zur Verfügung gestellt bekommt, hat er eine zusätzliche Einkommensquelle, die auch mancher Rom-Tourist und Pilger kennt. Die päpstlichen Segensdiplome werden nämlich vom Almosengeber ausgestellt, nachdem handschriftlich der Name des Empfängers eingetragen (und ein entsprechender Obolus entrichtet) wurde. Wir erfahren, dass eigentlich Gelb und Rot die päpstlichen Farben waren, bis Pius VII. zur Farbe der beiden Schlüssel überging, die dem neuen Papst bei der Inbesitznahme seiner eigentlichen Bischofskirche, der Lateranbasilika, überreicht wurden. Die goldenen und silbernen Schlüssel „symbolisieren die dem Apostel Petrus von Christus übertragene Vollmacht, zu lösen und zu binden. In der Heraldik entsprechen Gold und Silber den Farben Gelb und Weiß“. Aber wer weiß schon, dass die erste Hymne der damaligen „Päpstlichen Staaten“ 1857 vom österreichischen Militärkapellmeister in päpstlichen Diensten Viktorin Hallmayer komponiert wurde? Kurz vor dem Heiligen Jahr 1950 merkte Pius XII. etwas säuerlich an, das Stück komme ihm vor „come un valzer“. Am Heiligabend des Jahres 1949 gab es also einen „musikalischen Wachwechsel“ und die seitdem verwendete, von drei Fanfarenstößen eingeleitete „Marche Pontificale“ des als Komponisten doch bedeutenderen Franzosen Charles Gounod kam erstmals zu Ehren. Nicht ohne Sinn ist die Unterscheidung zwischen der Päpstlichen Kapelle, die Gesamtheit der Kleriker und Laien, die den Papst bei feierlichen Liturgien umgeben, und der Päpstlichen Familie als Bezeichnung für eine gleichfalls bunt gemischte Korona, die den Papst in seiner Eigenschaft als Haupt des Apostolischen Stuhls und Souverän des Staates der Vatikanstadt unterstützt. Hier und bei der Behandlung der päpstlichen Ehrentitel und Würden für Geistliche und Laien lässt sich Nersinger ein wenig von seiner Begeisterung für diese weltlichen, wenn auch notwendigen Dinge davontragen. So stellt er ausführlich vor, was es nicht mehr gibt: Die früheren Ehren- und Erbämter des Päpstlichen Hofes (den es seit 1968 auch nicht mehr gibt), den Ablauf eines Staatsbesuches beim Papst – immer noch möglich, aber seit Jahren nicht mehr vorgekommen – und vergisst zu erwähnen, dass Papst Franziskus mit Wirkung von diesem Jahr die Verleihung der Prälatentitel an Geistliche außerhalb der Kurie erheblich eingeschränkt hat. (Vielleicht denkt sich Nersinger, erfahrener Vatikanist, der er ist, dass dieser Maßnahme kein langes Leben beschieden sein wird.) Im Kapitel über die Nuntien erfahren wir, dass wiederholt päpstliche Legaten und Nuntien überfallen, verschleppt und ermordet, Nuntiaturen belagert, besetzt und geplündert wurden. Und auch, dass während des ersten Golfkrieges der Apostolische Nuntius einer der ganz wenigen Gesandten war, der im umkämpften Bagdad blieb – was ihm von der Bevölkerung hoch angerechnet wurde. Auch Radio Vatikan ist eine Möglichkeit für die Kirchenleitung, mit den Katholiken eines Landes und mit dessen Führung in Verbindung zu bleiben. Nachdem der Sender 1931 von Pius XI. in Betrieb genommen wurde, gab es in den ersten Jahren tatsächlich eine lateinische Ankündigung, wenn eine Papstrede übertragen wurde: „Attendite, Beatissimus Pater statim loquetur vobis = Achtung, der Hl. Vater wird gleich zu Euch sprechen.“ Dass es päpstliche Konsuln gegeben hat und theoretisch noch geben könnte, dass der Staat der Vatikanstadt sich ausdrücklich das Recht vorbehalten hat, Hochseeschiffe unter seiner Flagge auslaufen zu lassen, dürfte für viele Leser neu sein. Ausführlich behandelt der Autor die päpstlichen Kongregationen, Räte und Gerichtshöfe und findet ein originelles Beispiel für deren Notwendigkeit: Der berühmte und für manche eher berüchtigte Glaubens-Präfekt Ottaviani unterstützte mit seinem Gehalt eine Reihe von Waisenhäusern und Heimen, „die er in seiner knapp bemessenen Freizeit häufig aufsuchte. Bei einem dieser Besuche sah er die Zöglinge eines Kinderheimes mit Holzschwertern kämpfen. Alfredo Ottaviani rief die Oberin des Hauses zu sich, leerte seine Geldbörse und sagte: ‚Kauft Fußbälle!‘ Nichts anderes macht die Kongregation für die Glaubenslehre tagtäglich. Sie erkennt Irrtümer, untersagt sie und zeigt die Alternative auf“. Ulrich Nersingers sorgfältig erarbeitetes Werk ist für Katholiken und Nicht-Katholiken (und auch für Nicht-Christen) eine seriöse und theologisch sensible Einführung in das sensible Thema der weltlichen Präsenz der Kirche und der historischen Genese ihrer zentralen Institutionen, das von so vielen Unwissenden und Übelwollenden gerne genutzt wird, um Religion und Glauben insgesamt anzugreifen.
Von den Anfängen der Kirche bis zum Vorabend des II. Vatikanischen Konzils August Schuchert Wer die Geschichte der Kirche kennt, versteht zweifellos auch die heutige Zeit besser. Wie die fundierte Kirchengeschichte des Mainzer Theologen und Historikers August Schuchert (1900 -1962) zeigt, war die Kirche in ihrer gesamten Geschichte schwersten Stürmen ausgesetzt, von außen wie von innen. Gerade das Papsttum stand immer wieder inmitten der Auseinandersetzungen, mal erschien es als Hort der Sicherheit und der Zuflucht, mal war es korrupten Amtsträgern ausgeliefert. Wer die Geschichte der Kirche kennt, wird wissen, dass die Kirche auf Erden immer eine streitende Kirche war; er wird zu unterscheiden lernen zwischen der Kirche in ihrer Heiligkeit als dem mystischen Leib Christi und ihrer konkreten, geschichtlichen Erscheinung, die immer wieder auch gekennzeichnet war von der menschlichen Schwäche. Man kann beides nicht voneinander trennen, wohl aber unterscheiden und entsprechend einordnen, denn in aller Hinfälligkeit ist die real existierende Kirche auf dem Felsen Petri, mit all ihren Schwächen und Nöten, der mystische Leib Christi! Christus ist das Haupt der Kirche, der Papst sein sichtbarer Stellvertreter auf Erden. Durch sie vollzieht sich das Heilshandeln Gottes in dieser Welt zur Rettung der Seelen. Schucherts Kirchengeschichte erzählt vom Kampf der Synagoge gegen die frühen Christen, von der Kirche in der antiken Kultur, im Frühmittelalter, von der Entfaltung des kirchlichen Lebens und der christlichen Kultur im Hochmittelalter mit seinen Klöstern und Klosterschulen, der Scholastik, seinen Orden und Kathedralen, seien Mystikern und Edelleuten, den Rittern und Mönchen; sie berichtet von der Kirchenkunst, den Kreuzzügen, den Streitigkeiten um Papst und Papsttum, den Schismen und Sektierern, sodann von der Reformation und der echten Reform der Kirche ausgehend vom Trienter Konzil. Er behandelt die Kirche in der Zeit der Aufklärung und ihre Arbeit in den Missionsländern, bis hin zu Pontifikat von Papst Johannes XXIII. am Vorabend des 2. Vatikanischen Konzils. Abgerundet wird dieses Werk durch eine Zeittafel, eine Liste der Päpste und einem ausführlichen Namens- und Sachregister. Geb., 740 Seiten
Licht und Schatten DDDr. Peter Egger Die wichtigsten Ereignisse der Kirchengeschichte werden von der Gründung der Kirche bis ins 21. Jahrhundert vorgestellt. Auch die geistigen Hintergründe werden beleuchtet, ohne die es nicht möglich ist, verschiedene Entwicklungen und Geschehnisse zu begreifen. Auf die Darstellung der objektiven Licht- und Schattenseiten geht der Autor ebenso ein wie auf die „schwarzen Legenden“, die die katholische Kirche in ein negatives Licht rücken wollen. Mit der „Kirchengeschichte“ gibt uns DDDr. Peter Egger ein realistisches Bild auf die Ereignisse während der letzten zweitausend Jahre und zeigt ohne Beschönigung auf, was in diesen bewegten Zeiten wirklich geschah. Geb., 272 Seiten2. Aufl. 2020 Peter Egger wurde 1948 in Bozen/Südtirol geboren. Er studierte Philosophie, Geschichte, Theologie und Religionspädagogik in Padua, Innsbruck, Salzburg und London und war danach in der Familienseelsorge und als Religionslehrer tätig. Bis zu seiner Pension unterrichtete er viele Jahre Philosophie, Geschichte und Religion am bischöflichen Gymnasium „Vinzentinum“ in Brixen. Zusätzlich erhielt er einen Lehrauftrag als Dozent für Religionswissenschaften an der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz.
Erzbischöfliche Hilfsstelle für nichtarische Katholiken in Wien Ludger Born, Lothar Groppe Es hat sehr lange gedauert, bis das segensreiche Wirken der Erzbischöflichen Hilfsstelle für nichtarische Katholiken in Wien dokumentarisch festgehalten und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Hierfür gibt es mannigfache Gründe, die in den abschließenden Gedanken zur Dokumentation (S. 172) dargelegt werden. Aber es scheint doch um der Glaubwürdigkeit des Zeugnisses willen angebracht, den Nachweis zu erbringen, dass die sog. Amtskirche, wie viele sie heute zu nennen belieben, nicht nur Nächstenliebe gepredigt, sondern sich auch ganz offiziell der Not der Verfolgten, Geächteten und dem Tode geweihten jüdischen Mitbürger angenommen hat (aus der Einleitung von Pater Lothar Groppe SJ). Broschur, 292 Seiten