Gesellschaft
Die 68er und ihre Hinterlassenschaften Josef Kraus Der 50. Geburtstag von „68“ wurde mit viel Weihrauch und Heiligsprechung begangen. Kritik und Selbstkritik sind nach wie vor eher nicht angesagt. Dabei haben die 68er eine durchaus ambivalente Vor- und Wirkungsgeschichte. Einerseits rühmen sie sich großspurig, aber zu Unrecht, mit ihnen hätten die Liberalisierung der Bundesrepublik und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit begonnen. Tatsächlich sind sie auf Entwicklungen aufgesprungen, die längst in Gang gekommen waren. Bei allem Anti-Amerikanismus, den sie vor sich hertrugen, übernahmen sie den größten Teil ihrer Ideologien und ihres Aktionismus von US-amerikanischen Vorbildern, einschließlich der „Reeducation“-Absicht der Westalliierten. Andererseits haben die 68er – und ihre Epigonen – erfolgreich den Marsch durch die Institutionen beschritten. Dies aber nicht nur in den linken Parteien Deutschlands, sondern auch in großen Teilen der CDU, ferner in den Medien, den Kirchen und ganz besonders den Schulen. Hier, im Bildungsbereich, haben sie womöglich die größten Schäden hinterlassen, nämlich in Form eines permanenten Abbaus von Anforderungen. Besonders „erfolgreich“ ist aber auch ihr Marsch durch die Definitionen. So können etwa die Gesinnungsdiktaturen von „Political Correctness“ und „Gender“, beide ebenfalls aus den USA kommend, mit Fug und Recht als Enkel-Ideologien der 68er angesehen werden. Ähnliches gilt für die „Multikulti“-Ideologie, für das Sympathisieren mit dem Islam und für nationalallergische Affekte. Diese fragwürdige Bilanz der 68er und ihrer Vollender verdankt sich zu erheblichen Teilen dem Versagen der Bürgerlichen. Sie sind bis zum heutigen Tag nicht fähig und nicht bereit zu ideologiekritischer Auseinandersetzung – so dringend diese geboten wäre. Josef Kraus ergründet das übernationale Phänomen „68“ anhand vieler historischer Beispiele und flankiert sie mit einer breit angelegten Literaturschau. Die „Umerziehung“ durch die Ideologien der 68er hat er als Gymnasiallehrer unmittelbar erlebt. Ihre Metastasen diagnostiziert er in den Zellen aller gesellschaftlichen Institutionen. Broschur, 190 Seiten
Warum ein Bargeldverbot vorbereitet wird, wer davon profitiert und wie Sie Ihr Vermögen davor schützen Michael Brückner Bargeld ist Freiheit: Alles, was wir mit Scheinen oder Münzen bezahlen, bleibt anonym. Deutschland und Österreich sind die letzten europäischen Länder, in denen noch eine Mehrheit der Bürger mit Bargeld bezahlt. Doch das soll sich bald ändern. Eine mächtige Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bargeld zurückzudrängen und schließlich ganz abzuschaffen. Der Mensch wird durch digitales Bezahlen zum „gläsernen Bürger“. Wie Michael Brückner anhand erschreckender Beispiele zeigt, können wir so „von oben“ kontrolliert und gesteuert werden. Es gibt keine Privatsphäre mehr. Und keinen Schutz vor staatlichen und behördlichen Willkürmaßnahmen. Wenn niemand mehr Kapital in Form von Bargeld aufbewahren kann, erlangen Behörden auch eine weitgehende Kontrolle über unser Vermögen. Darüber hinaus ist der Enteignung Tür und Tor geöffnet. Geb., 208 Seiten
Gegen Richard Dawkinsʼ Gottesleugnung Scott Hahn und Benjamin Wiker „Antwort auf den neuen Atheismus“ ist eine hervorragende Auseinandersetzung mit dem „Gotteswahn“ von Richard Dawkins. Systematisch und klar analysieren und enthüllen die beiden Bestsellerautoren Scott Hahn und Benjamin Wiker die fundamentalen Irrtümer, die sich hinter Dawkinsʼ Versuch, das Heilige zu verteufeln, verbergen. Dawkins benutzt in seiner Kampfschrift „Der Gotteswahn“ Zerrbilder und gehässige Angriffe auf die Religion. Die beiden Autoren lassen sich nicht auf dieses Niveau ein, sondern antworten mit Vernunft, die Dawkins offensichtlich gering schätzt. Broschur, 208 Seiten 1. Aufl. 2012Scott Hahn, geboren 1957, ist Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Der frühere presbyterianische Pastor und Theologieprofessor konvertierte 1986 zum katholischen Glauben. Benjamin Wiker, geboren 1960, ist Professor für Theologische Ethik an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Rezensionen: ROM, 18. September 2012 (ZENIT.org). Antwort auf den Neuen Atheismus Neues Buch von Scott Hahn erschienen Von Jan Bentz Eine neue „Antwort auf den modernen Atheismus“ des Bestsellerautors und Konvertiten Scott Hahn und Co-Autor Bejamin Wiker ist im Media Maria Verlag erschienen. Scott Hahn ist ein bekannter Bibelforscher und hat den Lehrstuhl für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franziskanischen Universität „Steubenville“ in Ohio/USA inne. Vor seiner Konversion zum römisch-katholischen Glauben war er bis 1986 presbyterianischer Pastor und Theologieprofessor. Seine Bekehrungsgeschichte und Auseinandersetzung mit evangelischer Theologie und Schriftauslegung wurden Gegenstand mehrerer Bestseller, die auch ins Deutsche übersetzt wurden [z. B.: Unser Weg nach Rom]. In seinem neuen Buch widerspricht Scott Hahn systematisch den Argumenten des Glaubens- und Gottesgegners Richard Dawkins. Dawkins avancierte seit einigen Jahren zum Führer einer modernen atheistischen Denkströmung, in der vornehmlich naturwissenschaftliche Aussagen gegen einen Gottesglauben ausgespielt werden. Grund für das Verfassen dieses Buches ist nach Angaben Hahns die Notwendigkeit, gegen den militanten Atheismus vorzugehen, der „von einer Kerntruppe militanter Ungläubiger, die sich selbst ‚Die vier Reiter‘ nennen – Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens und Daniel Dennett“, angeführt wird. Diese und andere Autoren setzen das Christentum einem offenen Angriff in den Medien aus. Hahn möchte vor allem die geschickte und subtile Rhetorik von Dawkins aufdecken, dem es merkwürdigerweise gelingt, mit wenig stichhaltigen und äußerst schwachen Argumenten ganze Massen für seine Meinung zu gewinnen. Hahn zeigt zahlreiche Beispiele von Dawkins’ gehässiger und unsachlicher Vorgehensweise auf. Ähnlich wie der berühmte Jesuit Frederick Copleston in einem öffentlichen Gespräch mit dem Positivisten Bertrand Russell, nimmt sich auch Hahn mit gelassener Geduld ein Argument Dawkins’ nach dem anderen vor. Zunächst wird dessen Argumentation von der wissenschaftlichen Seite aus untersucht. Dawkins’ verbissener Glaube an den Zufall wird ebenso erläutert wie seine Taktik, das Unmögliche krampfhaft als etwas Mögliches zu behandeln, nur um die Möglichkeit des Wundersamen ausschließen zu können. Auf diesen übertriebenen Zufallsglauben bezüglich der Wunder antwortet Hahn mit einer eigenen Maxime: „Kein Ereignis, das wundersamer ist als das Wunder, das es anzuzweifeln versucht, kann als Erklärung dazu verwendet werden, zu bestreiten, dass das Wunder tatsächlich geschehen ist“. Scott Hahn geht ebenfalls auf die philosophische Sichtweise ein und versucht, Thomas von Aquin und andere Philosophen gegen die Argumente von Dawkins ins Blickfeld zu nehmen. Auch hier argumentiert Hahn überzeugend und mit einer Fülle von einleuchtenden Beispielen, zudem zitiert er aus Forschungswerken von Einzeldisziplinen (wie beispielsweise der Kunstgeschichte), um Argumente aufzuzeigen, deren bloße Existenz Dawkins, ganz offensichtlich aus Unwissenheit, leugnet. „Man stelle sich jemanden vor, der große Reden über die Biologie schwingt und dessen Wissen darüber allein auf dem ‚Book of British Birds‘ beruht, und schon hat man eine ungefähre Idee davon, wie es sich anfühlt, bei Richard Dawkins etwas über die Theologie zu lesen. Überzeugte Rationalisten wie Dawkins, der übrigens einem Berufsatheisten, wie wir ihn seit Bertrand Russel kennen, am nächsten kommt, sind in einem gewissen Sinne am schlechtesten gerüstet, wenn es darum geht, zu verstehen, was sie überhaupt so heftig geißeln, denn sie glauben gar nicht daran, dass es da etwas zu verstehen gibt oder wert ist, verstanden zu werden. Dies ist der Grund, weshalb sie ausnahmslos mit geschmacklosen Karikaturen über den religiösen Glauben herziehen […]“. Nach viel „negativem“ Widerlegen macht sich Hahn schließlich an eine „positive“ Argumentation, nämlich die Vernünftigkeit des Glaubens und die Beweisbarkeit Gottes. Ob Gottes Existenz bewiesen werden könne, beantwortet Hahn mit Ja und Nein und führt folgende Maxime an: „Jeder Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes muss so beschaffen sein, dass er sowohl die Existenz desjenigen, der den Beweis führt, als auch die Möglichkeit des Beweises mit einkalkuliert.“ Scott Hahn argumentiert gegen die marxistische Ideologie, die besagt, dass der Mensch samt all seiner Vorstellungen und Begriffe wie auch seiner Weltanschauung nur ein Spiegelbild dessen sei, wie eine bestimmte Gesellschaft [in der er sich befindet] alle grundlegenden Güter zur Erhaltung dieses Menschen produziere: „Du bist, was du isst, oder genauer, du bist, wodurch du das herstellst, was du isst“, mit folgendem Gegenargument: „Jede philosophische Beschreibung, die den Philosophen oder seine Philosophie unmöglich macht, ist als Philosophie unmöglich“. „Wenn Marx recht hätte, würde seine Philosophie auch nur das Spiegelbild der Produktionsverhältnisse seiner eigenen Gesellschaft sein.“ Dawkins lehne mit dem Akzeptieren der Evolution die Grundlage für eine Moralität im Universum ab. Auf die Probleme, die damit einhergingen, gebe er aber keine zufriedenstellende Antwort. So sei beispielsweise die Rassenlehre der Nationalsozialisten, deren Verbrechen er verurteilt, mit einer Theorie des „Stärkeren“ und der „natürlichen Auslese“ durchaus kompatibel. Er sei auch blind dafür, dass die Version des „Nettseins“, die er anstelle einer Moralität mit objektiven Maßstäben vertritt, „tatsächlich nur eine durch den Liberalismus des 19. Jahrhunderts gefilterte Persiflage des Christentums (mehr oder weniger das, was wir in John Stuart Mills „Utilitarismus“ finden würden) und deren radikale Ausbreitung, […] ist.“ Schlussfolgernd erklärt Hahn: „Dies bedeutet, dass Dawkins genau die Prinzipien des Liberalismus, die dazu bestimmt waren, ihn davor zu bewahren, zu einer neuen Form des Totalitarismus zu werden, einfach beiseitegeschoben hat. Mangels solcher Prinzipien der Selbstbeschränkung kann uns daher nur eines vor dieser neuen Art der Tyrannei bewahren, nämlich dafür zu sorgen, dass Leute wie Richard Dawkins […] niemals irgendeine Macht bekommen. Aber wir erinnern uns, politische Macht ist genau das, wonach sie jetzt streben.“ Das Buch bietet schlüssig und gut nachvollziehbar eine fundierte Widerlegung der Positionen von Dawkins. Es enthält keine hochtrabenden philosophischen Spekulationen, sondern ist mit seinen anschaulichen Beispielen und Erklärungen, die auch Nicht-Wissenschaftlern eingänglich sind, auch als Argumentationshilfe für jeden Leserkreis geeignet. Jeder, der Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Atheismus hat, bietet dieses Werk ein kompaktes „Handbuch“ und eignet sich auch als Zwischendurch-Lektüre. Sehr lesenswert! Die Tagespost Samstag, 15. September 2012 Nr. u.1 I Nr. 37 ASZ In das Irrationale verstrickt Eine glänzende Untersuchung über die Irrtümer des Atheisten Richard Dawkins von ALEXANDER RIEBEL Auch wenn schon einiges über den Atheisten Richard Dawkins geschrieben wurde, so detailliert hat noch niemand gezeigt, wie er eigentlich tickt. Nämlich grundsätzlich in die falsche Richtung. Dawkins’ Leugnung Gottes lässt sich schon in der Motivation des Evolutionsbiologen entlarven. Dawkins will einfach nicht glauben. So trist ist letztlich der Befund, untersucht man die Grundlagen seiner Argumente, die in ihrer Trivialität ins Leere laufen. Die beiden Autoren, der Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der franziskanischen Universität Steubenville in Ohio, Scott Hahn, und Benjamin Wiker, Professor für Theologische Ethik, der ebenfalls unter anderem in Steubenville unterrichtet, haben die Irrtümer von Richard Dawkins systematisch untersucht. Dawkins liegt mit seinem Buch „Der Gotteswahn“ so sehr daneben, dass es selbst für Atheisten eine große Enttäuschung war. Der bekennende Darwinist Michael Ruse schrieb über das Buch: „Wegen ,Der Gotteswahn' schäme ich mich fast, Atheist zu sein.“ Das Problem bei Dawkins beginnt schon damit, dass er den Zufall gegen das Wunder ausspielt. Er glaubt, Wunder einfach auf materielle Ursachen zurückführen zu können und erklärt sie dann für einen Zufall in der Natur. Einen objektiven Grund hat er dafür natürlich nicht: „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.“ Diese billige Voraussetzung, die Dawkins macht, sehen die Autoren Hahn und Wiker als Grundmotiv für die Behauptungen des Atheisten. Dawkins’ Ziel sei es nämlich, das „Unmögliche als möglich“ anzusehen, etwa das Winken der Statue der Jungfrau Maria mit dem Arm, weil sich alle Atome in einem Augenblick in dieselbe Richtung bewegen könnten, um so gerade die Möglichkeit des Wundersamen auszuschließen. Darum sagt Dawkins, „dass gewöhnlich Wunder nicht übernatürlich sind, sondern Teil eines Spektrums von mehr oder weniger unwahrscheinlichen natürlichen Ereignissen. Mit anderen Worten: Ein Wunder ist - wenn es überhaupt stattfindet - ein gewaltiger Glückstreffer.“ Wunder gibt es für Dawkins also nur im Sinne von höchst unwahrscheinlichen molekularen Ereignissen. Diese rein materialistische Auffassung vom Wunder verbindet Dawkins mit seiner Auffassung von Evolution. Denn wenn alle Ereignisse nur molekular und alles möglich bis auf das echte Wunder ist, schließt der Atheist beim „Wunder der Entstehung des Lebens“ die Notwendigkeit eines Schöpfergottes aus, wie die Autoren hervorheben. Dass aber der Glaube an die Macht des Zufalls größer sein soll als die Wahrscheinlichkeit Gottes, ist eine völlig irrationale Annahme. Darum nennen die Buchautoren den Agnostizismus Dawkins’ selbst einen, der sich hinter Fossilien versteckt: Richard Dawkins verbindet Atheismus mit Evolutionstheorie. Glauben, weil er an alles andere glaube, nur nicht an Gott. Der Irrationalismus des Atheisten ist grenzenlos. Das wird auch an seinem Beispiel deutlich, Gott testen zu wollen. Dawkins beschreibt ein „Gebetsexperiment“. Wenn es einen persönlichen Gott gebe, dann antworte er auch auf Gebete. Doch wie so oft entscheidet hier die Versuchsanordnung über das Experiment. „So sollten wir also prüfen können“, fassen die Autoren zusammen, „ob Gott existiert oder nicht, und zwar durch ein Gebetsexperiment im Doppelversuch, in dem für eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Gruppe kranker Menschen gebetet wird, wobei allerdings weder die Patienten noch die Ärzte wissen, für wen unter ihnen gebetet wird, und auch die Betenden selbst kennen nur den Vornamen und den Anfangsbuchstaben des Nachnamens derjenigen, für die sie beten.“ Dawkins stellte dann zufrieden fest, dass das Experiment scheitern musste. Das Experiment wird im Buch ganz richtig als eine „Kränkung“ jedes Gläubigen beschrieben, der solch ein manipuliertes und den Glauben verachtendes Geschehen nicht billigen kann, weil Gott wie eine natürliche Ursache und nicht wie ein personales Sein behandelt werde. Dawkins kann sich eben den höchsten Grund des Seins nur nach Analogie einer falsch verstandenen Natur des Menschen vorstellen; dass Gott eine ganz andere Intelligenz als der Mensch hat, kommt ihm nicht in den Sinn. – In dem sehr lesenswerten Buch werden noch viele andere Aspekte bei Dawkins detailliert kritisiert wie etwa die irrige Auffassung von Ethik, die nur auf dem Darwinismus beruhe. Schließlich zeigen die Autoren, dass die Konsequenzen dieses Atheismus Abtreibung, Euthanasie und Gewalt gegenüber Religionen sind. Rezension Münchner Merkur: http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/buch-hahn-wilker-kritik-dawkins-gotteswahn-mm-2676839.html
Wie Menschen Zukunft gestalten Matthias Horx Eine aufregende Reise durch die Geschichte unserer Zukunft Wir reden täglich über die Veränderungen, denen wir ausgesetzt sind, über die radikalen Umwälzungen der Globalisierung oder den rasanten Wandel der Technologie. Viele fürchten sich vor Veränderungen, weil sie einen Verlust an Gewissheiten und Sicherheit erwarten. Matthias Horx zeigt eindrücklich, dass Zeiten des Wandels vor allem Chancen bieten und dass wir tatsächlich viel besser darin sind, mit Veränderungen umzugehen und Neues auszuprobieren, als wir denken. Ein großer gesellschaftspolitischer Wurf von Matthias Horx, der es wie kein anderer versteht, mit historischem Bewusstsein darüber nachzudenken, wie wir künftig leben wollen. Broschur, 384 Seiten
Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation Hans Jonas Als „Das Prinzip Verantwortung“ 1979 wenige Wochen vor der Gründung der Grünen erstmals erschien, war der Treibhauseffekt noch nicht im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Heute sind die Auswirkungen des Klimawandels evident: Überflutungen in warmen Wintern, Waldbrände in trockenen Sommern. In seinem Standardwerk der Umweltethik formulierte Jonas schon vor vier Jahrzenten Antworten auf drängende moralische Fragen: Sind wir verantwortlich für den Fortbestand der Menschheit auf der Erde? Ist jeder Einzelne in der Pflicht? Und wie lassen sich Staaten und deren Institutionen zum Handeln bewegen? Hans Jonas argumentiert für eine radikale Ethik der ökologischen Verantwortung, der Individuen, Unternehmen und Regierungen gleichermaßen unterworfen sind. Dabei geht er mit unserem bedingungslosen Technikglauben genauso hart ins Gericht wie mit den Dynamiken des Machterhalts in demokratischen Systemen, in denen Zukunft höchstens bis zur nächsten Wahl gedacht wird. Sein Plädoyer für den „Vorrang der schlechten vor der guten Prognose“ ist aktueller denn je. Broschur, 341 Seiten
Wie der Staat das Recht beugt, die Meinungsfreiheit attackiert – und warum Sie der Nächste sindJoachim Steinhöfel Joachim Steinhöfel, Deutschlands profiliertester Kämpfer für die Meinungsfreiheit, dokumentiert eine beängstigende Entwicklung: Den systematischen Feldzug staatlicher Institutionen gegen die Freiheit des Wortes. Allein im Jahr 2024 führte Steinhöfel 16(!) Prozesse gegen die Bundesregierung – und hat sie alle gewonnen. Anhand dieser Verfahren gegen Ministerien, Behörden und Auseinandersetzungen mit dem BKA zeigt er, dass es sich um verfassungswidrige Eingriffe des Staates gegen eines unserer wichtigsten Grundrechte handelt. Der Grund: die wachsende Angst der Mächtigen vor einer Machtkritik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Dieses Buch liefert die Analyse einer politischen Elite, welche die ungesteuerte Öffentlichkeit fürchtet und sich hinter einem Schutzwall aus öffentlich-rechtlichen Medien und vagen Rechtsbegriffen wie „Hass und Hetze“ und „Desinformation“ verschanzt. Broschur, 156 Seiten
Horst W. Opaschowski Wie wird sich unsere Welt bis 2030 verändert haben? Und wie kann Deutschland diese Veränderungen aktiv mitgestalten? Der Freizeitforscher und Zukunftswissenschaftler Horst W. Opaschowski antwortet auf diese Fragen. Fundiert, engagiert und umfassend erläutert er, welche Entwicklungen nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch in Kultur, Freizeit und Alltagsleben zu erwarten sind. Mit logischen Prognosen weist er den Weg in die Zukunft: Wie werden wir, wie wollen wir dann leben? Geb., 784 Seiten
Willy Wimmer "Mehr Demokratie wagen" – so formulierte Willy Brandt in seiner ersten Regierungserklärung 1969 den Leitfaden, der den Bürgern in Deutschland eine Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde garantieren sollte. Heute, rund 50 Jahre später, steht unser Land vor dem demokratischen Ruin: Abschaffung des Sozialstaats, Außerkraftsetzen der Rechtstaatlichkeit, Niedergang des Parlamentarismus im Allgemeinen, um nur einige der problematischsten Einschnitte zu nennen – selbst von der im Grundgesetz verankerten Verteidigungsarmee ist nicht viel geblieben. Dazu das kollektive Versagen der großen Medien als Kontrollinstanz, als vierte Gewalt im Staate. Wie konnte es dazu kommen? Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär a. D., erklärt die Ursachen und Hintergründe dieser Fehlentwicklung aus seiner langjährigen Erfahrung als Experte für Sicherheitspolitik und internationale Angelegenheiten. Seine Analysen sind gewürzt mit biografischen Anekdoten aus seiner Zeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Wahlbeobachter der KSZE/OSZE. Geb., 280 Seiten
Warum Menschen der totalitären Versuchung so schwer widerstehen können Boris Cyrulnik Als Siebenjähriger entkommt Boris Cyrulnik nur knapp einer Razzia der Nationalsozialisten. Zu diesem Zeitpunkt sind seine Eltern bereits in Vernichtungslager verschleppt worden. Sein Leben lang versucht Cyrulnik zu verstehen, wie solch eine mörderische Ideologie, die seinen Tod wollte, entstehen konnte. Warum werden manche Menschen zu Mitläufern, die sich dem herrschenden Diskurs anpassen, manchmal bis hin zur Verblendung, zum Mord, zum Genozid? Warum gelingt es wiederum anderen, sich davon zu befreien und selbstständig zu denken? In seinem bewegenden und tiefgründigen Buch untersucht Boris Cyrulnik, wie unser Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit und in der Kindheit gelernte Identitätsstrategien zu Konformismus verleiten - und damit zur Akzeptanz von Lügen und Manipulation. Gleichzeitig stellt er auch gesellschaftliche Fragen, die aktueller nicht sein könnten: Wie können wir dem Diskurs des Hasses widerstehen? Wie können wir uns der Sprache des Totalitarismus verweigern? Geb., 240 Seiten
Susanne Hartfiel Was haben Pille, Abtreibung, Laborzeugung und Leihmutterschaft miteinander gemeinsam? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Postgenderismus, Pornografie, der künstlichen Gebärmutter und der Abschaffung der natürlichen Familie? Was verbindet Transhumanismus, Bioethik, Eugenik, die Tierrechts- und die LGBT-Bewegung? Über diese grundlegenden Themen informiert dieses Buch.In gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Themen Ehe, Familie und Sexualität stehen sich heute eine die menschliche Natur achtende und eine den Menschen neu erfindende Weltanschauung gegenüber, meist nicht in Reinform, sondern in unzähligen Variationen der Vermischung. Die Autorin arbeitet die vielen und manchmal unerwarteten Konsequenzen und Begleiterscheinungen dieser Neuerfindung der menschlichen Natur heraus. Sie legt die logischen und weltanschaulichen Unstimmigkeiten und Widersprüche offen – sachlich fundiert und präzise in der Argumentation. Das Buch richtet sich an alle Menschen, die bereit sind, sich mit der Lebenswirklichkeit der westlichen Welt eingehender zu befassen und die christliche Perspektive auf die Themen Ehe, Familie und Sexualität kennenzulernen oder zu vertiefen.Wir befinden uns mitten in einem gesellschaftlichen Großprojekt der Neuerfindung der menschlichen Natur. War der Mensch immer schon versucht, die Grenzen des Menschseins zu überwinden, so nimmt dieser Versuch im 21. Jahrhundert bisher unvorstellbare Ausmaße an. Wenigen ist bewusst, dass die gegenwärtigen Umbrüche in den Bereichen Ehe, Familie und Sexualität nicht lediglich Auflösungserscheinungen einer vermeintlich veralteten Sexualmoral sind, die durch eine modernere ersetzt wird, sondern vielfach Teil eines größeren transhumanistischen oder postgenderistischen Projektes, das den Menschen von Grund auf neu erfinden und umgestalten will. Dieses Neuerfindungsprojekt der Menschheit verheißt Freiheit, führt aber mit ziemlicher Sicherheit in die individuelle wie kollektive Versklavung.Das Buch ist ein Warnruf, aber auch eine Ermutigung für Christen und alle Menschen guten Willens und klaren Verstandes, die Herausforderungen zu erkennen und anzunehmen. Broschur, 280 Seiten
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Verblüffende Einblicke in die menschliche Seele C.S. Lewis Was der höllische Unterstaatssekretär Screwtape an seinen unerfahrenen Neffen schreibt, ist ein regelrechter Fernkurs in der Kunst der Menschenführung. Unterteufel Wormwood soll Mr. Spike, einen jungen englischen Gentleman, auf die schiefe Bahn bringen. Screwtape nimmt dies zum Anlass, seinem Neffen auf listig raffinierte Weise verblüffende Einblicke in die menschliche Seele zu geben. Bereits Hunderttausende von Lesern haben an diesem Erfahrungsaustausch mit Gewinn teilgenommen. Broschur, 240 Seiten
Wie eine gescheiterte Ideologie Europa ins Chaos stürzt!Werner Reichel Der islamistische Terror geht in Deutschland in einen Bürgerkrieg über, immer mehr Kinder sterben, immer mehr Frauen werden vergewaltigt, Messerangriffe nehmen drastisch zu, die Gewalt explodiert, der öffentliche Raum ist zur Gefahrenzone geworden. In den Schulen stürzt das Bildungsniveau ab, der durchschnittliche IQ der Bevölkerung sinkt, Konzerne und Leistungsträger wandern ab, die Infrastruktur zerfällt, Andersdenkende werden verfolgt und kriminalisiert: Überall in Staat und Gesellschaft sind die Zerfallserscheinungen unübersehbar. Deutschland und Europa werden unwiederbringlich zerstört. Das ist eine direkte Folge der Massenzuwanderung. Millionen von jungen Männern aus dem islamischen Raum sind in die EU und nach Deutschland eingewandert – angelockt von unseren eigenen Politikern. Sie und ihre Helfershelfer in Medien und Zivilgesellschaft tragen die Verantwortung für die vielen Terrortoten, die Islamisierung und die Zerstörung eines einst reichen und sicheren Landes. Geb., 383 Seiten
Mathias von Gersdorff Sich anzumaßen, dass es jedem Menschen zusteht, seine eigene sexuelle Orientierung zu wählen, ist die Grundlage der Gender-Ideologie. Mathias von Gersdorff gelingt es, die Hintergründe und Entstehung dieser Ideologie zu beleuchten und auf gut verständliche Weise in die Materie einzuführen. Erläutert werden die Folgen aus Sicht der Betroffenen: der Kinder, der Eltern, der Gesellschaft. Geb., 128 Seiten 1. Aufl. 2015 Mathias von Gersdorff, geboren 1964 in Santiago de Chile, studierte Volkswirtschaft in Santiago de Chile, Heidelberg und Bonn. Er leitet seit 1993 die Aktion „Kinder in Gefahr“ der DVCK e.V. und schreibt regelmäßig Kolumnen zu aktuellen Themen. Zur Wertethematik und zum Lebensrecht wurde er zu Vorträgen, u.a. zum World Congress of Families in Sydney, an die Katholische Universität in Lublin und an die Kardinal-Stefan-Wyszynski-Universität in Warschau eingeladen.
Die Orientierung fehlt Burkhardt Gorissen Burkhardt Gorissen beschreibt den momentanen Ist-Zustand der Welt, die durch ungesteuerte Migration und die Corona-Krise vor einer enormen Belastungsprobe steht. Weit schwerer als die wirtschaftlichen Folgen wiegt aber der Identitätsverlust Europas. Das Christentum, seit Jahrzehnten von kirchenkritischen Kreisen bekämpft, ist inzwischen tatsächlich eine Randerscheinung. Kirchenaustritte häufen sich, Kirchenbesuche werden seltener. Die Glaubenskrise der westlichen Welt ist das wirkliche Drama. Gorissens Analyse schont niemanden. Er zeigt konkret, dass jede Entfernung von Gott weiter in die geistige und moralische Anarchie führt. Dass es dennoch eine Hoffnung geben kann, auch davon handelt dieses Buch. Geb., 176 Seiten1. Aufl. 2020 Burkhardt Gorissen, geb. 1958, arbeitet als Journalist für die „Tagespost“ und andere katholische Organe. Sein Hörspiel „Wieder“ wurde in der Theaterversion „Vorabend Wieder“ vom Landestheater Kiel aufgeführt. Er schrieb zwei Kinderbücher „Timon und der Löwenstern“ und „Pia spielt Flöte“. 2009 veröffentlichte der Sankt-Ulrich-Verlag sein biografisches Werk „Ich war Freimaurer“, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Er verfasste auch zwei historische Romane: „Teufels Brüder“ und „Der Viehhändler von Dülken“.
Marco Gallina Don Camillo und sein Gegenspieler Peppone sind so populär wie beliebt. Ihren Schöpfer, Giovannino Guareschi, kennen heute nur noch wenige. Der Mensch hinter den ikonischen Figuren war ein unbeugsamer Journalist, gläubiger Katholik und humorvoller Kämpfer gegen das Establishment. Marco Gallina erzählt von Guareschi als rebellischem Reaktionär – einem, der sich keiner politischen Mode unterwarf, der zwei Jahre lang in deutscher Kriegsgefangenschaft aushielt, wegen seiner Überzeugungen in der italienischen Republik ins Gefängnis ging und dennoch nie das Vertrauen in den Menschen und in Gott verlor. Es ist ein Buch über Wahrheit, Gewissen, Mut – und über eine Stimme, die heute lauter denn je gebraucht wird. „Ich habe Marco Gallinas Buch über Giovannino Guareschi in einem Zug gelesen und bin begeistert. Großartig im Inhalt und der Darstellungskunst. Ich habe viel gelernt über die zwei Seelen Italiens und über einen vorbildlichen Katholiken, mit dem ich mich identifizieren kann. Guareschi ist ein Mann der Zukunft.“ Nachwort von Gerhard Ludwig Kardinal MüllerGeb., 208 Seiten
Uta Stierstorfer Frauen können in fast allen Berufen arbeiten und sie haben es zum ersten Mal in der Geschichte erreicht, wirtschaftlich unabhängig ihr Leben zu gestalten. Doch sind sie jetzt wirklich frei? Und bringt die heutige Gleichstellungspolitik, die die Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch benachteiligt sieht, wirklich substanzielle Verbesserungen? Das wirtschaftliche und soziale Wohl der Frauen bleibt oft auf der Strecke, alte Abhängigkeiten sind durch neue unmerklich ersetzt worden. Und viele Frauen, besonders Mütter, sind in eine neue Falle geraten. Kurz und verständlich wird die Entwicklung der Gleichstellungspolitik vom Feminismus bis zum Gender-Mainstreaming dargestellt. Broschur, 144 Seiten 1. Aufl. 2017 Dr. Uta Stierstorfer, geb. 1961, kath., verheiratet, vier Kinder, Fachärztin für HNO und plastisch-ästhetische Operationen, Medizincontrollerin. Seit 28 Jahren in Klinik und Praxis tätig. Kurze Veröffentlichungen bislang im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich und Medizin-Controlling. Rezensionen: Kinzigtal Nachrichten, 4.7.2018 Alte Zwänge durch neue ersetzt? Frauen können heute in fast allen Berufen arbeiten und haben es zumindest in westlichen Industrienationen – historisch einmalig – erreicht, ihr Leben wirtschaftlich unabhängig gestalten zu können. Doch sind sie wirklich unabhängig? Diese Frage stellt sich die in Bad Soden-Salmünster aufgewachsene Dr. Uta Stierstorfer in ihrem Buch mit dem Titel „Gleichgestellt“, das im Allgäuer Media-Maria-Verlag (Illertissen) erschienen ist. Hinter dem Titel findet sich ganz bewusst kein Fragezeichen, weil die Errungenschaften der Frauenbewegung und die über Jahrzehnte erkämpften Fortschritte in der Gleichstellung der Frau nicht angezweifelt werden. Die „lila“ Frauen der 1960 und 1970er Jahre forderten mit zunehmender Vehemenz und völlig zu Recht die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen, zumal diese seit 1949 im Grundgesetz steht. Nur im Alltag setzte sich die Gleichstellung erst allmählich und – aus heutiger Sicht – viel zu langsam durch. Bis 1977 mussten Ehemänner noch ihre Zustimmung geben, wenn ihre Frauen arbeiten gehen wollten. Bis 1957 durften Frauen noch nicht mal ein eigenes Konto eröffnen. Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts scheint die Gesellschaft in Deutschland schon beinahe Lichtjahre entfernt von einer solchen Bevormundungspraxis zu sein, die sich moderne Frauen heute niemals mehr bieten lassen würden. Uta Stierstorfer stellt aber die Frage, ob wirtschaftlich unabhängige Frauen heute wirklich „frei“ sind, oder aber anderen – wenn auch vermeintlich selbst gewählten – Zwängen unterworfen sind. Außerdem versucht die 57-jährige Autorin die Frage zu beantworten, ob die heutige Gleichstellungspolitik, welche Frauen im Vergleich zu den Männern immer noch benachteiligt sieht, wirklich zu substanziellen Verbesserungen führe. „Das wirtschaftliche und soziale Wohl der Frauen bleibt oft auf der Strecke, alte Abhängigkeiten sind durch neue unmerklich ersetzt worden. Und viele Frauen, besonders Mütter, sind in eine neue Falle geraten“, behauptet die Katholikin Stierstorfer, die in ihrem Buch die Entwicklung der Gleichstellungspolitik vom Feminismus bis zum Gender-Mainstreaming kurz und verständlich nachzeichnet. Uta Stierstorfer ist Fachärztin für den Bereich Hals-Nasen-Ohren sowie plastisch-ästhetische Operationen und fungiert als Medizincontrollerin. Seit 28 Jahren ist sie in Klinik und Praxis in Krefeld tätig. Veröffentlichungen der promovierten Ärztin bezogen sich bislang auf den medizinisch-wissenschaftlichen Bereich und das Medizin-Controlling. Geboren in Gelnhausen, führte ihr Großvater Heinrich Elsing in der Kurstadt an der Salz eine Apotheke, die ihre Eltern und später ihr Bruder übernommen haben. Die Grundschule besuchte Stierstorfer in Salmünster, die Abiturprüfungen legte sie am Huttengymnasium in Schlüchtern ab. Medizin studiert hat sie in Marburg. Aus beruflichen Gründen führte der Lebensweg von Stierstorfer und ihrem Ehemann an den Niederrhein. Das Paar hat vier Kinder, wohnt aber nach eigenen Angaben in seiner freien Zeit wieder im alten Elternhaus im Salmünsterer Amthof, weil „es dort einfach viel schöner ist“. hgs
Warum unsere Zivilisation zusammenbricht und wie sie sich erneuern kann Hans-Joachim Hahn Wohin steuert unsere Gesellschaft? - Wird in Zukunft ein utilitaristisch angepasstes Rechtssystem den gläsernen Menschen bewachen, der mit juristischer Absicherung datenmäßig umfassend registriert und kontrolliert wird? - Wird der Totalzugriff auch auf private Daten unerwünschte Käufer vom Markt ausschließen? - Wird die Ökonomisierung des Medizinapparates wehrlose und hilfsbedürftige Patienten emotional und wirtschaftlich ausbeuten - wie in China bereits an der Tagesordnung? - Wird die mangelnde Änderungsbereitschaft bei den Finanzeliten, Entscheidern und Konsumenten zur fortschreitenden Verschuldung und einem weltweiten Finanzkollaps führen? - Werden Aufstände, Raubüberfälle und bürgerkriegsähnliche Zustände als Reaktion folgen auf wachsende soziale Ungerechtigkeit, Kollision mit fremdartigen Kulturen und Verunsicherung durch Sinnverlust? Im Kontrast zu der auf äußere Faktoren zielenden Studie des Club of Rome betrachten in diesem Buch zehn Professoren aus ihrem jeweiligen Fachgebiet die zukunftsbedrohenden Entwicklungen im Inneren unserer Zivilisation: Uns droht ein "Höllensturz", wenn wir nicht zur Umkehr aus ihnen finden. Indes begründen sie auch, warum sie dennoch Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft haben. Geb., 256 Seiten
Der Westen am Scheideweg Josef Kraus Sind die Tage des Westens gezählt, ist er in seiner Vitalität erschöpft? Europa und Nordamerika werden jedenfalls massiv von außen bedroht: politisch, wirtschaftlich, demografisch. Die wohl größte Gefahr aber lauert im Inneren: Geburtenschwund, Bildungsmisere, Konsumismus, Milliardärssozialismus, Weltrettungs-Moralismus, Infantilismus, schwindende Verteidigungsbereitschaft, De-Industrialisierung, getrieben von einer schier suizidalen Sehnsucht nach dem eigenen Verschwinden aus der Geschichte. Es ist ein „wokes“, anti-aufklärerisches Gebräu aus Ideologien bzw. Ersatzreligionen, das geradezu rauschhaft in eine dekadente Epoche hinzuführen droht. Werden die freiheitlichen Demokratien fortbestehen? Sicher nur durch die Besinnung auf die Werte und Prinzipien, die den Westen einst groß gemacht und die Welt bereichert haben. Notfalls auch, indem der Westen transatlantisch zu einer intellektuellen Festung wird. Geb., 336 Seiten
Rainer Beckmann • Mechthild Löhr • Stephan Baier Die Geburtenzahlen gehen zurück – und die Zahl der alten Menschen steigt. Langsam, aber sicher gerät der Altersaufbau unserer Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Umfragen zufolge wünschen sich die meisten jungen Menschen nach wie vor eine Familie und Kinder. Doch immer seltener wird dieser Wunsch realisiert. Ohne Kinder ist kein Staat zu machen – und keine soziale Sicherung zu organisieren. Das Thema „Kinder und Familie“ geht deshalb alle an. Broschur, 304 Seiten
Joe Bausch Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über 25 Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten. Die Häftlinge vertrauen ihm und lassen ihn tief in die Abgründe ihrer Seele blicken. Hautnah erlebt er Konflikte und Tragödien. Sehr persönlich erzählt Joe Bausch von einer Welt mit völlig eigenen Regeln. Geb., 288 Seiten
Wie Denken funktioniert. Warum wir es verlernt haben. Wie wir es zurückgewinnen. Raphael M. Bonelli Warum setzen sich heute immer häufiger Ideen durch, die jeder Logik widersprechen? Warum verlieren Argumente an Gewicht und Emotionen bestimmen zunehmend die Diskussionen? Der Neurowissenschaftler und Psychiater Raphael M. Bonelli zeigt: Unsere Gesellschaft leidet an neuen Denkstörungen. Digitale Reizüberflutung, ideologische Prägung und sozialer Druck greifen in die Ordnung des Denkens ein. Wahrnehmung wird verzerrt, Überlegung verkürzt, Urteile werden übernommen statt gebildet. Dieses Buch zeigt, wie solche Denkstörungen entstehen und wie wir wieder zu klarem Denken zurückfinden können. Geb., 528 Seiten
Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedrohtManfred Spitzer Das Jahr 2023 wird als der Beginn einer neuen Epoche in die Menschheitsgeschichte eingehen, als „Plauder-KIs“ wie ChatGPT Schlagzeilen machten. Künstliche Intelligenz verändert die Welt, und das schneller und weitergehender als gedacht. Das beschreibt der Neurowissenschaftler und Bestseller-Autor Manfred Spitzer eindrucksvoll in seinem neuen Buch. Sie funktioniert im Kern mit neuronalen Netzwerken, über die der Autor vor rund 30 Jahren bereits bahnbrechend geforscht hat. Er analysiert hier nun den Einsatz von KI in den Bereichen Medizin, Militär, Klima, Natur- und Geisteswissenschaften, Verbrechensbekämpfung, Politik, Wirtschaft sowie im Alltag. Sein beunruhigendes Fazit: KI durchdringt schon jetzt unser Leben und unsere Gesellschaft, und zwar ohne jede Regulierung, von vorheriger Technikfolgenabschätzung nicht zu reden. KIs produzieren eben nicht nur „Dummheiten“; in falschen Händen können sie die Menschheit in den Abgrund stürzen. Broschur, 352 Seiten
Rod Dreher In den letzten Jahren hat sich im Westen ein beängstigender „sanfter“ Totalitarismus entwickelt. Als „sanft“ wird er bezeichnet, weil er nicht mit militärischer Härte wie im Kommunismus durchgesetzt wird. Durch die totalitäre Ideologie wird versucht, die bisherigen Institutionen und Traditionen zu verdrängen mit dem Ziel, alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens unter Kontrolle zu bringen. Konservative, Christen und Andersdenkende werden gesellschaftlich ausgegrenzt. Durch die Technologie wird ein Überwachungssystem ermöglicht, wobei der Konsum und das Streben nach Bequemlichkeit und Unterhaltung den Geist der Menschen im Westen abgestumpft haben, sodass sie bereit sind, dies zu akzeptieren.Trotz der Warnzeichen erkennen viele die Gefahren nicht und noch weniger wissen sie, wie sie Widerstand leisten können. Dreher erklärt, warum es uns so schwer fällt, die Gefahr des Totalitarismus in unserer Zeit zu erkennen. Er legt die Schritte des Widerstands dar und erzählt Geschichten von modernen Dissidenten, die ihren Glauben und ihre Integrität in der Zeit des Kommunismus bewahrt haben. Geb., 272 Seiten 2. Aufl. 2023Der Bestsellerautor Rod Dreher, geb. 1967, studierte Journalismus an der Louisiana State University. Er konvertierte 1993 zum katholischen Glauben, wandte sich dann im Jahr 2006 wegen der Missbrauchsskandale der Orthodoxie zu. Im Lauf seiner Karriere schrieb er für renommierte amerikanische Zeitungen und Zeitschriften. Er ist Leitender Redakteur des politischen Magazins The American Conservative.
Die Spaltung unseres Landes Julia Ruhs Julia Ruhs war stets überzeugt, ganz normale Meinungen zu vertreten – bis sie Journalistin wurde. Sie sprach sich als Volontärin in der ARD gegen das Gendern aus und warnte später in einem Kommentar der „Tagesthemen“ vor illegaler Einwanderung. Sie sprach sachlich und mit Bedacht Themen an, die viele Menschen im Lande bewegen. Aber plötzlich war sie eine Exotin im Metier. Die Reaktion war ein linker „Shitstorm“ , leider Normalität heutzutage. Die Politikjournalistin Julia Ruhs ist Reporterin beim Bayerischen Rundfunk sowie Kolumnistin für Focus Online. Dieses Buch ist ihr Plädoyer für eine offene Debattenkultur, in der auch kritische und unbequeme Meinungen Gehör finden müssen. Sie hinterfragt, gerade als Journalistin, den herrschenden Zeitgeist, der offenbar nur eine Richtung zuzulassen scheint. Und sie verdeutlicht, warum manche Meinungen laut und andere leise sind, warum Konservative im Journalismus Mangelware sind, weshalb sich Journalisten für besonders mutig halten, um trotzdem lieber mit dem Strom zu schwimmen. Und sie dokumentiert, wie ein Berufsstand, der Neutralität predigt, immer stärker polarisiert. Broschur, 208 Seiten