Topseller Heilige & Selige
Esther von KrosigkSeine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute Die Amerikanerin Mary Pyle war Pater Pios geistliche Tochter, seine Assistentin und Vertraute über mehrere Jahrzehnte. Da sie mehrere Sprachen beherrschte, übernahm sie die Erledigung der Korrespondenz des berühmten Kapuzinermönchs. Mary Pyle nahm auch zahlreiche Gäste in ihrem „rosa Schloss“ in San Giovanni Rotondo auf, darunter Pater Pios Eltern, die dort starben. Sie stammte aus einem reichen Elternhaus und blieb auf Bitte von Pater Pio bereits in jungen Jahren in San Giovanni Rotondo. Dort machte sie eine radikale Wandlung zur tiefgläubigen Katholikin durch, deren hervorragendste Eigenschaften fortan ihre Nächstenliebe und Genügsamkeit waren. Pater Pio starb im September 1968 – einige Monate nach Mary Pyle –, wie er es vorausgesagt hatte.Geb., 192 Seiten 1. Aufl. 2024Esther von Krosigk arbeitete nach ihrem Studium der Japanologie als Redakteurin bei großen deutschen Verlagen wie Gruner & Jahr, Axel Springer und Hubert Burda Media. Heute ist sie Buchautorin, Journalistin (u. a. für „Die Tagespost“) und Texterin für Unternehmen und Agenturen. Rezensionen:https://de.catholicnewsagency.com/article/2629/wie-aus-einer-protestantin-in-amerika-eine-enge-vertraute-von-pater-pio-wurde Wie aus einer Protestantin in Amerika eine enge Vertraute von Pater Pio wurde Von Hans Jakob Bürger Der heilige Kapuziner Pater Pio von Pietrelcina, der den größten Teil seines Lebens in einem Kloster in San Giovanni Rotondo in den Abruzzen zubrachte, ist weltweit bekannt. Er war Träger der Wundmale Christi und starb am 23. September 1968. Bereits 1999 wurde er selig- und 2002 heiliggesprochen. Zahlreiche wunderliche Dinge sind über Pater Pio bekannt – etwa, dass er zur selben Zeit an verschiedenen Orten sein konnte, oder dass er persönliche Kämpfe mit dem Teufel auszutragen hatte. Weniger bekannt ist, dass er persönliche Freundschaften pflegte, die jahrzehntelang anhielten. Eine dieser Freundschaften ist jene mit Mary Pyle. Über seine „hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ hat die Buchautorin und Journalistin Esther von Krosigk ein äußerst informatives Buch vorgelegt, das den Titel trägt „Pater Pio und Mary Pyle“. Darin werden weniger bekannte Begebenheiten aus dem reichen Leben des stigmatisierten Kapuziners berichtet, der als Beichtvater täglich viele Stunden damit zubrachte, die Nöte, Schwächen und schweren Sünden der Beichtenden anzuhören und ihnen die Lossprechung zu erteilen.Die Amerikanerin Mary Pyle wurde am 17. April 1888 in New York in einem protestantischen Elternhaus geboren. Sie erhielt zunächst den Namen Adelia, nannte sich aber nach ihrer Konversion vom protestantischen zum katholischen Glauben Mary. Adelia konvertierte 1918 in Barcelona, wo sie von einem Jesuitenpater getauft wurde. Im Jahr 1912 begegneten sich Adelia McAlpin Pyle – so ihr vollständiger Name – und die Pädagogin, Wissenschaftlerin und Ärztin Maria Montessori erstmals. Für Adelia war es „der Auftakt für die Wanderjahre mit der weltweit bekannten Pädagogin“. Da Montessori nur Italienisch sprach, wurde Mary ihre Dolmetscherin in Wort und Schrift, sowie ihre Begleiterin und Assistentin auf Reisen in Europa und in den USA. Pater Pio war erst seit wenigen Jahren im Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo, doch eilte ihm bereits ein gewisser Bekanntheitsgrad voraus. Anlässlich eines Aufenthaltes im Sommer 1923 auf der Insel Capri fuhr Mary Pyle mit einer Freundin nach San Giovanni Rotondo. Von der „kläglichen“ Ortschaft aus führte ein etwa zwei Kilometer langer „ansteigender Saumpfad zum 600 Meter über dem Meer gelegenen Kapuzinerkloster“, das einen ärmlichen Eindruck machte. Zusammen mit ihrer Freundin übernachtete sie in einer Herberge und beide gingen am nächsten Morgen zum Kloster hinauf. Mary beichtete bei Pater Pio und ging zu ihm in die Messe. Im anschließenden Gespräch sagte Pater Pio zu ihr: „Du musst hierbleiben.“ Doch sie hatte Verpflichtungen und ging weiter mit Maria Montessori auf Reisen. Gegen Ende desselben Jahres kamen beide Frauen zu Pater Pio. Nachdem sich Mary diesmal entschieden hatte, zu bleiben, wollte sie mit Maria Montessori zurück nach Rom fahren, um ihre Sachen zu packen. Doch sie war „wie gelähmt“, konnte nicht mehr gehen und blieb. Von nun an war Mary Pyle nicht nur eine geistliche Tochter von Pater Pio, sondern auch eine seiner wichtigsten Stützen bis zu ihrem Tod. Mary Pyle wurde Tertiarin des Dritten Ordens. Während die Mitglieder als Laien kein Ordenskleid trugen, wurde bei ihr „eine Ausnahme gemacht: Sie durfte den richtigen Habit tragen, jedoch ohne Kapuze.“ Am 24. August 1924 segnete Pater Pio das Ordenskleid, das sie angeblich bis zu ihrem Tod auch nachts nicht ablegte. Noch am selben Tag notierte sie: Pater Pio „rief mich oder besser gesagt gab mir ein Zeichen zu kommen und an den Stufen des Altars niederzuknien, wo ich ihm Wort für Wort nachsprach und die Bitte äußerte, in den Dritten Orden aufgenommen zu werden, und er legte mir den kleinen Habit an und ließ mich die Kordel anlegen, und dann schrieb er in der Sakristei meinen Namen in das kleine Buch der Regel und gab mir den Namen Pia …“ In San Giovanni Rotondo ließ sie ein Haus bauen, in das sie die Eltern von Pater Pio aufnahm und in dem sie ständig Pilger aus der ganzen Welt willkommen hieß, die Pater Pio besuchen wollten. Täglich bereitete sie das Essen für eine große Zahl von Armen zu, die zu ihr kamen. Wegen ihrer Barmherzigkeit und Großzügigkeit wurde Mary auch „die Mutter der Armen“ genannt. Sie übernahm auch verschiedene Aufgaben rund um das Kloster, gründete eine Choral-Schola und kümmerte sich um die Ausbildung von jungen Sängerinnen. Zudem war sie Organistin in der Klosterkirche. „Da Mary fünf Sprachen fließend beherrschte, hatte sie bei Pater Pio dieselbe Funktion inne wie schon bei Maria Montessori: Sie agierte häufig als Dolmetscherin, wenn sich der Pater mit ausländischen Besuchern unterhielt.“ Sie kümmerte sich auch um die Pater-Pio-Gebetsgruppen, von denen es heutzutage Tausende gibt. In ihren letzten Lebensjahren war Mary Pyle krank und konnte nur mit Mühen von ihrem Haus zum Kloster gelangen, um bei Pater Pio zu beichten und an der Frühmesse um 5 Uhr teilzunehmen. Bevor es überhaupt nicht mehr möglich war, ließ sie sich noch von einem Taxi fahren. Am 17. April 1968 wurde Mary ins Krankenhaus eingeliefert. Sie starb am 26. April 1968. In dem vorliegenden Buch über Mary Pyle lernen die deutschsprachigen Leser nicht nur eine faszinierende Persönlichkeit kennen, sie erfahren auch viele ihnen vielleicht noch unbekannte Details zum Leben von Pater Pio und von Maria Montessori. www.kirche-heute.de Wie man Reichtum einsetzt, um in den Himmel zu kommen Das Nadelöhr Im Media Maria Verlag, Illertissen, ist 2024 ein Buch mit dem Titel „Pater Pio und Mary Pyle. Seine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ erschienen. Verfasst wurde es von Esther von Krosigk, einer außergewöhnlichen Journalistin, die sich seit vielen Jahren für die katholische Kirche interessierte und 2019 konvertierte. In ihrem Buch geht sie eigentlich auf vier Hauptfiguren ein, nämlich auf die Amerikanerin Mary Pyle (bis zu ihrer Konversion Adelia McAlpin Pyle), den hl. Pater Pio, dem sie über mehrere Jahrzehnte als enge Vertraute beistand, Dr. Maria Montessori, die sie bis zu ihrer Begegnung mit Pater Pio begleitete, und ihre Mutter Adelaide McAlpin Pyle. Klaus-Hermann Rössler spricht in seiner Rezension „von einer der in der Tat ungewöhnlichsten, weitgespanntesten, gleichwohl unbekanntesten Biografien einer einflussreichen Person des 20. Jahrhunderts“. Von Klaus-Hermann Rössler berichten die Aussage Jesu: „Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu gelangen… Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Mk 10,25; vgl. Mt 19,24; Lk 18,25). Interessant ist es, dass die Evan-gelien von der Bestürzung berichten, die die Jünger Jesu, ja alle Umstehenden erfasst: „Wer kann dann noch gerettet werden?“ Auch diejenigen, die sich gar nicht reich nennen können, sind erschüttert. Denn: Streben wir denn nicht alle nach einem möglichst angenehmen Leben, nach Reichtum? Sind wir dann nicht alle ausgeschlossen vom Reich Gottes? „Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles mög-lich“ (Mk 10,27). Wie Gott einen Menschen trotz seines oder sogar durch seinen immensen Reichtum zum ewi-gen Heil berufen kann, dem spürt Esther von Krosigk in ihrem 2024 erschienenen Buch „Pa-ter Pio und Mary Pyle. Seine hochgeschätzte geistliche Tochter und Vertraute“ nach. Zur Autorin Esther von Krosigk Die aus mitteldeutschem Uradelsgeschlecht stammende, international tätige Japanologin, Journalistin (bei zahlreichen bekannten Medien), Verlegerin und Buchautorin (u.a. „Heiliger Papst Johannes Paul II.“, „Worüber der Papst lacht“, „Glücksorte in Kapstadt“ – Selbstein-schätzung: „Ehe ich sprechen konnte, wollte ich schreiben. Und seit ich schreiben kann, wollte ich nichts anderes mehr“), konvertierte 2019 zum katholischen Glauben und schrieb das vorliegende Buch in Erinnerung an eine Pilgerfahrt in Italien. Über das Buch schreibt sie einleitend: „Dieses Buch erzählt von Mary Pyle. Aber es erzählt auch von zwei großen Gestalten des 20. Jahrhunderts, von Dr. Maria Montessori und dem heiligen Pater Pio, mit denen Mary Pyle in verschiedenen Phasen ihres Lebens eng verbunden war. Die Hauptfiguren zwischen Europa und Amerika Für alle drei Hauptfiguren dieser Biografie waren zwei Kontinente von entscheidender Bedeutung – Amerika und Europa – und jeweils aus ganz verschiedenen Gründen. Mary Pyle, in Amerika geboren, reiste als Assistentin und Vertraute mit Maria Montessori durch Kalifornien sowie europäische Länder und konvertierte in Italien zum Katholizismus. Ein Wunsch, den sie schon während ihrer Jugendjahre in New York in sich trug. Maria Montessori, eine italienische Ärztin und Pädagogik-Innovatorin, konnte durch ihre Aufenthalte in den Vereinigten Staaten, vor allem 1913, ihren internationalen Ruhm festigen und ausbauen. Pater Pio hat Italien nie verlassen. Doch sein Vater wanderte temporär nach Amerika aus, um durch höheren Verdienst seine Familie in Italien durchzubringen und seinem Sohn eine besse-re Bildung zu ermöglichen: „Mein Vater hat den Ozean zweimal überquert, damit ich ein Mönch werden kann“, hat Pater Pio einmal geäußert. Demnach hätte es ohne Amerika viel-leicht keinen Pater Pio gegeben. Was noch erstaunt: Während sein Vater nach Amerika ging, um die Armut zu überwinden, ging Mary Pyle, die reiche Amerikanerin, nach Italien, um arm zu werden. Bei Pater Pio, dem Kapuzinermönch, entledigte sie sich aller materiellen Güter. Rolle von Marys Mutter Adelaide McAlpin Pyle Dennoch war sie weiterhin wie ein Verbindungsglied zwischen ihrer Mutter, von der ihr hohe Geldsummen zukamen, und den bedürftigen Menschen in San Giovanni Rotondo, wo sich das alte Kapuzinerkloster befand, in dem Pater Pio lebte. Auch Projekte des heiligen Mönchs wurden generös unterstützt – unter anderem erfüllte Mary Pyle ihrem spirituellen Vater einen Herzenswunsch, indem sie in seinem Geburtsort Pietrelcina ein weiteres Kapuzinerkloster und -seminar erbauen ließ. Mary Pyle behielt nichts für sich – angesichts ihrer luxuriösen Herkunft zeigte sie eine bewundernswerte Bereitwilligkeit für die heilige Armut. Aber ihr Vermögen und ihre Großzügigkeit waren Faktoren, die in ihrer Beziehung sowohl zu Pater Pio als auch zu Maria Mon-tessori eine Rolle spielten. Denn auch Montessoris pädagogischer Siegeszug durch die Vereinigten Staaten wäre ohne das Geld der Familien McAlpin und Pyle so nicht möglich gewesen. Und da dieses Geld von Adelaide McAlpin Pyle – Marys Mutter – verwaltet und vergeben wurde, ist sie die vierte Hauptfigur in diesem Buch. Frucht einer Konversion zum Katholizismus Doch an erster Stelle erzählt die Biografie von einer Konversion, von der bedingungslosen Liebe zum Katholizismus. Und was daraus werden kann, wenn Gottes Ruf ohne Abstriche umgesetzt und gelebt wird. Es heißt zwar immer wieder, dass Mary Pyle sich gerne im Gefol-ge großer Persönlichkeiten bewegte, ohne sich selbst groß zu machen. Aber ihre Hingabe und ihr liebevoller Einsatz für Pater Pio und seinen Dienst, für seine Familie und für viele Men-schen in San Giovanni Rotondo sind unschätzbar und haben den berühmten Pilgerort mit zu dem gemacht, was er heute ist.“ Damit ist eine der in der Tat ungewöhnlichsten, weitgespanntesten, gleichwohl unbekanntes-ten Biografien einer einflussreichen Person des 20. Jahrhunderts umrissen – und man darf wohl erwarten, dass vielen Lesern völlig neue Perspektiven eröffnet werden – Verbindungen, die quer zu Erwartungen des intellektuellen Mainstreams stehen, wie z.B. dass einer entschie-den puritanischen Erziehung und Umwelt sehr wohl eine Berufung zum Glauben an die Sak-ramente und damit zur katholischen Kirche innewohnen kann oder dass die Entwicklung moderner Pädagogik durch Maria Montessori, die das entschiedene Eingehen auf die Persönlich-keit des Kindes und den Respekt vor ihm beinhaltet, auch als eine Frucht katholischer Fröm-migkeit begriffen werden muss. Nicht zuletzt lernen wir, dass die eigentliche Bedeutung Pater Pios weniger in den spektakulären Wundern, die er gewirkt hat, liegt und seine Heiligkeit nicht in den Stigmata begründet ist, die er jahrzehntelang trug. Sondern dass diese beglaubigten, dass er als gütiger Seelsorger überwältigend die Seelenfreundschaft Jesu Christi mit der Seele jedes Menschen, Seine unermessliche Barmherzigkeit, vermittelt hat. Resümee Esther von Krosigk hat sich erfolgreich der wahrlich nicht ganz einfachen Aufgabe unterzogen, als erste eine Biografie über Mary Pyle, der Frau im Hintergrund weltberühmter Persön-lichkeiten, ja der Frau im Hintergrund eines der größten Heiligen des 20. Jahrhunderts, zu schreiben. Sie spannt dabei den Bogen von treffend beschriebenen soziologischen und kultu-rellen Hintergründen zum Anekdotischen und zur Heiligengeschichte, ohne sich im Legend-arischen zu verlieren. Sie verklärt die Protagonistin ihres Buches nicht – gerade dadurch aber tritt deren Heiligmäßigkeit in besonderer Art hervor. Indem sie Christus durch die spirituelle Hingabe an Pater Pio und eine umfangreiche karitative Freigebigkeit und Mildtätigkeit verehrte, zeigte sie vielen Menschen den Weg zum Glauben. Dies wird etwa deutlich, wenn die Autorin folgende Einschätzung mitteilt: „Alix Brown, die 1964 in den Karmelitinnenorden eintrat, erkannte in Marys Verfügbarkeit für die Pilger und in ihrer Bereitschaft, Anekdoten und Geschichten aus dem Leben von Pater Pio mit ihnen zu teilen, ein wichtiges ‚apostoli-sches Werk‘. Buchstäblich Tausende von Menschen wurden im Laufe der Jahre dank Mary Pyles Bemühungen mit Pater Pio bekannt gemacht.“ Kommt uns das nicht bekannt vor, wenn wir an die Fortsetzung des eingangs erwähnten Je-sus-Wortes denken: „Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlas-sen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.“ Der Artikel ist veröffentlicht in der Zeitschrift Kirche heute Nr. 5/Mai 2025 © Kirche heute Verlags-gGmbH (Altötting)
Maria C. Baij Maria Cäcilia Baij (1694–1766) war 23 Jahre lang Äbtissin im Benediktinerinnenkloster Montefiascone bei Viterbo. Sie starb am 6. Januar 1766 im Ruf der Heiligkeit. Ihr Leben war reich an Demütigungen, Leiden und teuflischen Anfechtungen. Sie besaß das Charisma der Beschauung und wunderbarer Sammlung, die sich oft bis zur Ekstase steigerte. Mitte Dezember 1736 konnte sie die Lebensbeschreibung des hl. Josef abschließen. Sie sagte: „Ich habe niemals irgendeine Schrift über den hl. Josef gelesen. Ich habe nur das vernommen, was Jesus Christus in seiner Huld mir geoffenbart hat. In der gleichen Weise, wie sein ‚Innenleben‘ offenbarte er mir auch das Leben des hl. Josef. Ich habe alles vernommen und es wurde mir diktiert von einer inneren Stimme, was in wunderbarer und besonderer Weise geschah. Es handelt sich um eine ausgesprochene und dennoch geistige Mitteilung.“ Ihre Schriften blieben lange Zeit verschollen, wurden dann durch das Hl. Offizium in Rom geprüft. Papst Benedikt XV. erkannte deren Bedeutung und stellte für den Druck eine größere Summe zur Verfügung. Theologen wie etwa Odo Staudinger halten es für möglich, dass gewisse Ausschmückungen auf ihre Fantasie zurückzuführen sind, was aber den Wert dieser Biografie nicht schmälert. Christus forderte Maria Cäcilia Baij auf, diese Offenbarungen den Menschen mitzuteilen. Sie musste sich förmlich dazu zwingen und ohne den ausdrücklichen Befehl ihres Beichtvaters hätte sie es wohl nie getan. „Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen“ (Lk 10,24). Wir können Christus dankbar sein, dass er uns durch das Charisma seiner Visionärinnen Einblick in die Geheimnisse seiner Menschwerdung gewährt. Christus will uns näherkommen, damit wir ihm mit umso größerer Liebe nachfolgen. „Ich bete zum Heiland“, sagte Kardinal Schuster von Mailand, „er möge alle Christen verstehen lassen, welche Schätze himmlischer Weisheit in diesen Seiten verborgen sind." Broschur, 318 Seiten
Ludwig Mödl Die Heiligen gelten als Vorbilder für ein christliches Leben. Sie alle gingen einen ganz unterschiedlichen Weg im Glauben. Besonders auffällig ist das Tugendhafte in ihrem Verhalten. Ludwig Mödl will es nicht bei dieser Sicht belassen, sondern stellt einige Heilige vor, deren Leben etwas von der Wirklichkeit Gottes widerspiegelt. Benedikt, Franziskus, Thomas von Aquin, Theresia von Avila, Rupert Mayer und Paul VI. werden als Boten Gottes vorgestellt. Diese Heiligen sind nicht nur Vorbilder, sondern auch eine Form der Theologie. Geb., 160 Seiten1. Aufl. 2016Prof. Dr. Ludwig Mödl, geb. 1938 in Ingolstadt, studierte Philosophie und Theologie, war Regens in Eichstätt, Professor für Pastoraltheologie, Homiletik und Spiritualität in Luzern, Eichstätt und an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, nach seiner Emeritierung Spiritual im Herzoglichen Georgianum München und Universitätsprediger in St. Ludwig München. Seit 1974 ist er beim BR als Rundfunkprediger, derzeit auch in der Seelsorgemithilfe in Heilig-Geist München tätig.
Gilbert K. Chesterton, übersetzt von Dieter Hattrup Chesterton veröffentlichte diese großartige spirituelle Biografie im Jahre 1923, unmittelbar nach seiner Konversion zum Katholizismus. Er beschreibt das außergewöhnliche Leben des großen Heiligen der katholischen Kirche – seine Berufung, seine Liebe zur Natur, seinen Einfluss auf die Kirche und auf die Menschen – in einem Stil, der brillant und faszinierend ist, auch für Leser, die der Kirche fernstehen. Geb., 172 Seiten 2. Aufl. 2024 Gilbert K. Chesterton (1874–1936) war einer der streitlustigsten und bedeutendsten Literaten des 20. Jahrhunderts. 1922 konvertierte er zum katholischen Glauben. Chesterton hat den Glauben in einer Vielzahl von entschiedenen, sehr pointierten und originellen Schriften bezeugt und mit Witz und Ironie die christlichen Grundsätze verteidigt. Nach seinem Tod wurde er von Papst Pius XI. mit dem Titel Fidei Defensor („Verteidiger des Glaubens“) geehrt.
Geschichte meiner religiösen Überzeugungen John Henry Kardinal Newman Mit einem Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger. Einführung von Pater Hermann Geißler FSO, Direktor des Internationalen Zentrums der Newman-Freunde in Rom. Die ursprüngliche Übersetzung von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1920/21 wurde von Gisela Geirhos dem heutigen Sprachgebrauch angepasst. Die Apologia ist zweifellos einer der größten literarischen und spirituellen Klassiker. Der Autor berichtet über die Geschichte seiner Konversion, angefangen von den Erfahrungen in seiner Kindheit, bis er schließlich – nach Jahren des Studiums und der Abwägung – mit Überzeugung der römisch-katholischen Kirche beitrat. Als anglikanischer Theologe an der Universität von Oxford kämpfte er zunächst gegen den beginnenden Liberalismus in seiner Kirche. Durch sein Studium der Kirchenväter beginnt John Henry Newman, sich mit den Grundprinzipien des Glaubens zu beschäftigen. Er veröffentlichte Traktate, um den konservativen anglikanischen Glauben zu begründen, wurde aber deshalb von den Bischöfen stark angegriffen. Als Folge gab er sämtliche Ämter auf und zog sich nach Littlemore zurück. In einem langen und tiefgründigen Denkprozess erkennt John Henry Newman, dass nur die römisch-katholische Kirche mit den Entwicklungen der Glaubenslehre auf der Lehre der Urkirche basiert. Dies war der Beginn seiner Hinwendung zum katholischen Glauben. Er berichtet in einer dokumentarischen Darstellung von der ganzen Tragik seines Übertritts. Mit akribischer Sorgfalt lässt der Verfasser die Quellen sprechen. Dieses Werk lässt John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen. Geb., 448 Seiten2. Auflage 2013 John Henry Newman (1801 bis 1890) war anglikanischer Theologe und Professor am Oriel College in Oxford und gehörte zu den Protagonisten der Oxford-Bewegung, die das geistliche Leben in der Staatskirche Englands erneuern wollte. Nach Jahren intensiven Ringens und Betens trat er 1845 zur katholischen Kirche über. Newmans Leben nach der Konversion war von Anfeindungen auf anglikanischer und Misstrauen auf katholischer Seite geprägt. Er wurde 1879 von Papst Leo XIII. zum Kardinal ernannt. John Henry Kardinal Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit und wird von vielen auch als „Kirchenvater der Neuzeit“ bezeichnet. Rezension in der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ vom 19.03.2010: Der große englische Kardinal John Henry Newman (1801 bis 1890), dessen Seligsprechung in ein paar Monaten bevorsteht, gehört zu den bedeutendsten christlichen Denkern und Schriftstellern seiner Zeit, und zwar sowohl religiös wie literarisch. In den englischsprachigen Ländern, aber auch im romanischen Sprachraum wird sein umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht. In der deutschsprachigen Landschaft ist es im Vergleich dazu still um ihn geworden, obwohl er auch hier als einer der Ideengeber des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert wurde. Zu seinen bekanntesten Bewunderern zählt Papst Benedikt XVI., der im theologischen Studium Newmans Arbeit kennen und schätzen lernte. Newman selbst behauptete einmal von sich, er habe sich sein Leben lang nur mit Gelegenheitsschreiberei beschäftigt. Zweifellos rechnete er dazu auch sein bis heute berühmtestes Werk, seine Autobiografie „Apologia Pro Vita Sua“ – „Rechtfertigung für sein Leben“ –, worin er die Geschichte seiner religiösen Überzeugungen vom anglikanischen Glauben zur katholischen Kirche darstellt. In der geistlichen Weltliteratur wird das Buch gerne auf einer Stufe mit den „Bekenntnissen“ des heiligen Augustinus gesehen, auch wenn dazwischen rund 1500 Jahre liegen. Der Anlass zur „Apologia“ war hingegen ein recht prosaischer. Mit einem für damalige Verhältnisse exorbitanten Medienaufruhr wurde Newman öffentlich scharf angegriffen. Es hieß, er sei religiös verlogen und habe seinen Glauben verraten. Dagegen sah er sich gezwungen, mit rasantem Tempo zur Feder zu greifen. Was er da zu Papier brachte, ist nach wie vor historisch spannend und geistlich gewinnend zu lesen. Schon sehr bald erschienen erste Übersetzungen. Bis heute gilt die Arbeit von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1921 als deutsche Standardversion. Sie war lange vergriffen. Seit Kurzem ist sie in einer neuen Aufmachung wieder zu haben, dazu ein Vorwort des Heiligen Vaters, das aus einem Symposiumsbeitrag von 1990 stammt, sowie eine allgemeine Einführung von Roman A. Siebenrock (Uni Innsbruck). Dem Verlag ist zu danken, dass damit die „Apologia“ für deutschsprachige Leser endlich wieder allgemein zugänglich ist. Die Übersetzung, die nach rund 90 Jahren sprachlich und stilistisch stellenweise ein wenig Staub angesetzt hatte, wurde überarbeitet, was ebenfalls sehr zu loben ist. Man darf jetzt darauf hoffen, dass die „Apologia“ einen erfolgreichen Neustart bringt zur Wiederentdeckung Kardinal Newmans. Stephan Georg Schmidt Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln Rezension im L’Osservatore Romano vom April 2010: Kardinal John Henry Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit, dessen umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht wird. Zu seinen berühmtesten Schriften gehört seine Autobiografie Apologia Pro Vita Sua – Rechtfertigung für sein Leben, in der er die Geschichte seiner Konversion vom anglikanischen zum katholischen Glauben beschreibt. Dem Media-Maria-Verlag in Illertissen ist es zu verdanken, dass dieser große literarische und spirituelle Klassiker nach rund 90 Jahren in einer Neuübersetzung der Herausgeberin Gisela Geirhos für deutschsprachige Leser wieder zugänglich ist. Das Buch, das John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen lässt, enthält einen Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. und eine Einleitung des Vorsitzenden der Deutschen Newman Gesellschaft e.V., Prof. Dr. Roman A. Siebenrock. Rezension in der Süddeutschen Zeitung von Dr. Alexander Kissler am 18.09.2010: Ein exzentrischer Konvertit: An diesem Sonntag wird Papst Benedikt den englischen Kardinal, Reformer, Dichter und Universalgelehrten John Henry Newman seligsprechen. Nur wer sich wandelt, bleibt sich treu: Dass das zur Kalenderspruchweisheit herabgesunkene Lebensmotto Mühe kosten und Opfer fordern kann, zeigt sich am Leben des John Henry Newman, den Papst Benedikt XVI. am Sonntag in Birmingham seligsprechen wird. Newman gilt als Kirchenlehrer der Moderne und war ein Universalgelehrter. Er schrieb Gedichte und Romane, Briefe und Tagebücher ohne Zahl, war Kirchen- und Universitätsreformer, Theologe und Philosoph, Ironiker, Polemiker, Journalist, er hielt den Papst lange für den Antichristen, um schließlich doch Katholik zu werden, er war aus Liberalität Gegner des zeitgenössischen Liberalismus und aus Gewissensgründen ein Dogmenfreund. Er war eine durch und durch britische, exzentrische Persönlichkeit. Erst 2004 erschien zum ersten Mal überhaupt Edith Steins Übersetzung von „The Idea of a University“. Und gerade veröffentlichte der Verlag „Media Maria“-Verlag Newmans Rechenschaftsbericht in eigener Sache, die „Apologia pro vita sua“. Liest man beide, ergibt sich eine intellektuelle Biografie mit Symbolkraft. In ihr durchdringen sich Schlichtheit im Ausdruck und gedankliche Komplexität, Wissen, Glaube und Zweifel. Newman beschreibt minutiös das „tiefe Dunkel“ seiner Seele, „den unaussprechlichen Schmerz von Jahren, da die Sterne am tiefhängenden Himmel einer nach dem andern erloschen“. Ehe Newman 1879 zum Kardinal erhoben wurde und sich als Leitwort „Das Herz spricht zum Herzen“ wählte, durchfuhr er schwere, schwermütige See. Er musste den „Winterfrost meiner Trostlosigkeit“ überwinden. Die „Apologia“ erstattet darüber in einer freimütigen Weise Bericht, die seinem anglikanischen Erbe geschuldet ist. Er verspricht „den wahren Schlüssel zu meinem ganzen Leben“, weil er dem eher protestantischen Ethos der Gottunmittelbarkeit verpflichtet blieb. Äußerlich betrachtet, ist die „Apologia“ eine Zurückweisung des öffentlichen Vorwurfs, Katholiken seien Heuchler und Lügner. Auf 400 Seiten aber führt Newman dann aus, warum er und nur er zu Rom zurückgekehrt sei: Weil „unsere Kirche sich im Schisma befindet (. . .), hängt mein Heil von der Vereinigung mit der römischen Kirche ab.“ In Rom lebe die „Kirche der Apostel“ fort. Mittlerweile, lässt der Betreuer des Seligsprechungsverfahrens verlauten, gebe es „mindestens 10 000 belegte Konversionen von Anglikanern zur katholischen Kirche, die auf Newman zurückgehen“. Newman selbst setzte sich gegen den Vorwurf zur Wehr, er werbe keine Konvertiten. Er könne nun einmal die Lehren nicht „vergessen, die ich aus den Erfahrungen meines eigenen Lebens in der Vergangenheit gewonnen habe“. Deren wichtigste fasste er im Wort zusammen, „leben heißt sich wandeln, und vollkommen sein heißt, sich oft gewandelt zu haben“. Rezension: John Henry Kardinal Newman, APOLOGIA PRO VITA SUA Entgegen der „veröffentlichten Meinung“, die vom Exodus aus der (katholischen) Kirche zu wissen glaubt – die Statistiken scheinen dies zu bestätigen – gibt es auch eine bemerkenswerte (aber nicht zur Kenntnis genommene) Anzahl von Menschen, die den Weg zur katholischen Kirche finden. Es sind in den vergangenen Jahren mehrere Bücher erschienen, die diesen Weg eindrucksvoll beschreiben. Um nur zwei zu nennen: Dr. med. Siegfried Ernst, Auf dem Weg zur Weltkirche (Stein/Rhein: Christiana Verlag, 1998), und Erik Mørstad, Mein Weg zur katholischen Kirche (Ruppichterroth: CanisiusWerk, 2001³). Das hier besprochene Buch erschien zwar schon 1865 in England (1921 in einer deutschen Übersetzung, die hier neu überarbeitet vorliegt), dürfte aber gerade im Hinblick auf die heutigen Konvertiten und die Situation in Deutschland höchst relevant sein. Was Newman in seiner „Geschichte meiner religiösen Überzeugungen“ mit einer ungewöhnlichen Offenheit erzählt, ist nicht nur eine „Apologie“ (Verteidigung), sondern ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Zeit des 19. Jahrhunderts „von innen her“ beschreibt. Das heißt, hier berichtet ein „Kirchenmann“ -- viele bezeichnen Newman als einen der bedeutendsten Theologen der Neuzeit – seine religiöse Entwicklung und all die Schwierigkeiten, die er dabei erfahren musste. Manches erinnert an die heutigen Entwicklungen in der Anglikanischen Kirche, aber auch an die gegenwärtige „Krise“ in der katholischen Kirche, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. Man kann das Buch nicht „in einem Sitz“ lesen, obwohl es die Neubearbeitung und Anpassung in der deutschen Ausgabe „lesbar“ und auch für den Laien verständlich macht. Wie Papst Benedikt XVI. (in einem Vortrag, den er als Kardinal Ratzinger 1990 beim Newman-Symposium in Rom – im vorliegenden Buch als „Vorspann“ abgedruckt) sagte, „berührt [dieses Buch] unser Herz und erleuchtet unseren Verstand“. Wer es liest, wird dies bestätigen! Prof. Dr. Hans Schieser Prof.em. DePaul University Chicago im Juli 2010
Die Wunder unseres geistlichen Vaters Donald H. Calloway MIC Nicht nur in schwerer Krise ist es Zeit, Hilfe beim heiligen Josef zu suchen. Der Mann ohne Worte und Nährvater Jesu ist für alle Christen durch die Jahrhunderte ein großer geistlicher Vater gewesen. In diesem Buch legt uns Pater Donald Calloway ein aktuelles Programm für eine kraftvolle Weihe an den heiligen Josef vor und zeigt uns die Wunder, die durch die unaufhörliche Liebe des Patrons der Kirche geschehen. Geb., 448 Seiten
Vorbild und Beispiel für junge Menschen Bernard Balayn Carlo Acutis (1991–2006) ist ein junger italienischer Katholik, der sein totales Ja zu Gott nicht aushandelte. Carlo ist eine Art Phänomen, ein Meteor, der kam, um die Welt seiner Brüder, der jungen Menschen, zu erleuchten, damit die Gegenwart Christi in ihrer Mitte so einfach und wirksam wie möglich offenbar wird. Seine Geschichte verdient es, euch erzählt zu werden, damit ihr glaubt, dass Jesus lebt, dass Er euer Freund ist und euch zum wahren Leben führen möchte, das darin besteht, Ihn nachzuahmen und Ihm ähnlich zu sein. Deshalb schickt er seine Zeugen, eben auch junge, zu euch. Carlo ist einer dieser Zeitzeugen. Es lohnt sich, sein begeisterndes Leben kennenzulernen.Dieses Buch richtet sich an euch, liebe Jugendliche, damit ihr durch Carlos Zeugnis, der einer von euch ist und offenkundig von Gott dazu erwählt wurde, euer Vorbild zu sein, die ersten Früchte der Neuevangelisierung werdet. Diese Geschichte soll einfach, kurz und verständlich sein, damit ihr Carlos Freundschaft, Gebet und Hilfe spüren könnt, der sich im Himmel um alle jungen Menschen aller Länder kümmert. Broschur, 112 Seiten
Helferin in größter Not P. Joseph Sicardo OSA Die heilige Rita von Cascia gehört als „Helferin in größter Not“ oder „Heilige des Unmöglichen“ zu den beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. Auf ihre Anrufung hin sind schon viele Wunder geschehen.Nach dem Tod ihres gewalttätigen Ehemanns und ihrer beiden Söhne erfüllte sich auf wunderbare Weise ihr Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Auch ihre Sehnsucht nach der Teilhabe an der Passion Christi ging in Erfüllung. Ein Dorn aus der Dornenkrone Jesu durchbohrte ihre Stirn und hinterließ eine offene Wunde, die sie 15 Jahre lang bis zu ihrem Tod trug. Geb., 144 Seiten 1. Aufl. 2022 Pater José Sicardo OSA war ein spanischer Priester und Angehöriger des Augustinerordens – Ordo Sancti Augustini. Er war ein geistlicher Autor des 19. und 20. Jahrhunderts.
Glaubensschätze aus seinen Predigten und Katechesen Leonz Niderberger (Hg.) Jean-Marie Vianney wurde 1817 zum Pfarrer des kleinen Ortes Ars ernannt. Sein heiligmäßiges Leben übte eine große Anziehungskraft auf viele Pilger aus, die in Scharen nach Ars kamen. Er bereitete seine Predigten, die die Menschen mitten ins Herz trafen, mit großer Mühe vor und verbrachte täglich 12 bis 14 Stunden im Beichtstuhl. Später gründete er als Pfarrer von Ars das Waisenhaus „Göttliche Vorsehung“ für Mädchen. Aus dieser Zeit stammen die Katechesen. Jean-Marie Vianney starb im Alter von 73 Jahren. Im Jahr 1925 wurde er von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Geb., 176 Seiten4. Aufl. 2024Leonz Niderberger, Komtur des Päpstlichen Gregorius-Ordens und Träger des Ordens „Pro Eccelesia et Pontifice“ , war Redakteur der Zeitschriften „Die katholische Welt“ , „Der Rosenkranz“ und „Stern von Afrika“. Alfred Monnin SJ, Priester und Mitglied des Ordens der Gesellschaft Jesu, kannte den Pfarrer von Ars persönlich, da er vom Bischof für die Volksmissionen eingesetzt war und in dieser Eigenschaft auch nach Ars kam. Rezensionen: Der Fels: Leonz Niederberger: Hl. Pfarrer von Ars. Glaubensschätze aus seinen Predigten und Katechesen. Verlag Media Maria. 176 Seiten, ISBN 978-3-9454019-8-9. Euro 16;95 (D) Euro 17;50 (A) Der Herausgeber Leonz Niederberger stützt sich auf den ersten Biographen des Heiligen, auf Alfred Monnin. Da dieser den Heiligen noch persönlich kannte und als Mitbruder mit ihm sehr vertrauensvoll zusammenarbeitete, dürfen wir seine Aufzeichnungen als authentisch betrachten. Der hl. Pfarrer von Ars ist für uns heute ein erstaunliches Phänomen. Er zog die Massen an, und das obwohl er als Prediger und Beichtvater sehr streng war. Heute dagegen ziehen Prediger und Beichtväter kaum Massen an, auch nicht wenn sie den Zuhörern nach dem Munde reden. Früher wurde der Pfarrer von Ars oft als wenig begabt dargestellt. Das war aber ein Missverständnis. Der Priesteramtsanwärter konnte in den Wirren seiner Zeit lediglich kein reguläres Universitätsstudium absolvieren. Er verfügte aber über ein tiefes Einfühlungsvermögen und über die Gabe der Seelenschau. Nach einer kurzen Lebensbeschreibung kommt der berühmte Heilige in diesem Buch mit seinen Predigten selbst zu Wort. Er erklärt die Würde des Priesters, der die Lossprechung von den Sünden aussprechen und die heilige Messe feiern kann. Nach Pfarrer von Ars „gibt es nichts Schöneres und Größeres als das das hl. Messopfer.“ Der Priester müsse die Gläubigen dazu anhalten, die Zehn Gebote gewissenhaft zu befolgen und die Sakramente würdig zu empfangen. Vor allem müsse ein Gläubiger den Glauben an die Auferstehung Christi und an das Gericht ständig vor Augen haben. Die Frage nach dem Leiden erklärt er in einfachen und klaren Worten damit, dass uns ja Christus durch Leiden am Kreuz erlöst habe. Daher können wir uns nicht vom Leiden wegdrücken. „Die größten Heiligen waren die größten Kreuzträger. Wir müssen entweder leiden in dieser Welt oder wir dürfen niemals hoffen, Gott im Himmel zu schauen.“ 22 eindrucksvolle Katechesen vermitteln dem Leser die Erfahrungen und Ratschläge des ungewöhnlich erfolgreichen Seelsorgers. In unserer heutigen zweifelsfrei dekadenten Welt wäre die Beschäftigung mit dem Pfarrer von Ars für Bischöfe, Priester und Laien ein großer Gewinn. Sehr zu empfehlen. Eduard Werner
Jean Galot SJ Josef, der in solch enger Verbindung mit Jesus und Maria lebte, muss eine selten edle Seele gehabt haben. Deshalb soll ihm besondere Beachtung geschenkt werden. Es geht nicht darum, geistvolle Erfindungen zu machen oder legendäre Erzählungen wie die Apokryphen heranzuziehen. Jean Galot hält sich an die Heilige Schrift und erwägt, was sie aussagt. Das Nachsinnen über die verschiedenen Ereignisse in Josefs Leben wirft ein Licht auf seine Seele und auf die Aufgabe, die ihm im Erlösungsplan anvertraut war und noch anvertraut ist. Es soll uns zudem zeigen, welche Bedeutung seine Vollkommenheit für unser christliches Leben hat und welche Hilfe wir von ihm erwarten können. Geb., 176 Seiten2. Aufl. 2024 Jean Galot wurde 1919 in Ougrée, Belgien, geboren. Er promovierte in Rechtswissenschaften an der Universität Leuven und in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als Angehöriger des Jesuitenordens lehrte er danach Dogmatik an der Katholischen Universität Leuven und anschließend an der Gregoriana in Rom. Jean Galot SJ starb im Jahr 2008.
Wegweisung für das geistliche Leben von dem seligen Antonio Grassi Markus Dusek Hrsg. Ach, wie schön wäre es doch, ein Heiliger zu sein! Die Heiligkeit ist ein erreichbares Ziel, für jeden von uns, egal wie schlecht die Voraussetzungen scheinen. Der selige Oratorianer und Priester Antonio Grassi (1592-1671) aus dem italienischen Fermo lebte uns dies vor. Seiner Biographie fehlt alles Sensationelle und Heldenhafte. Seine Geburtsstadt verließ er nur für Pilgerfahrten nach Rom und zur Santa Casa nach Loreto. Sympathisch, solide und mit beiden Beinen fest am Boden. Doch scheint sein Leben ganz von Gottes Gegenwart durchwirkt gewesen zu sein. Und hier können wir von ihm lernen. Antonios erstes Ziel war es ein Heiliger zu werden, sein Rezept um dieses Ziel zu erreichen war, beständig Gottes Nähe zu suchen: Jener, der unseren Herrn liebt, muss sich danach sehnen bei ihm zu sein. Um uns dorthin zu helfen, folgen auf den Lebensabriss des Seligen, Ratschläge für das geistige Leben. Dabei wird schnell klar, wie falsch die Ansicht ist, ein frommes Leben sei farblos oder traurig. Wahre Frömmigkeit in der Schule des seligen Antonio Grassi und seines großen Vorbilds des heiligen Philipp Neri verleiht, so wie jede authentische Geistigkeit, dem Leben eine neue Tiefe und Originalität. Broschur, 144 Seiten
Es ist das einzige ihrer Bücher, zu dem Adrienne von Speyr selbst das Manuskript handschriftlich aufgezeichnet hat, den ersten Teil, der ihre frühe Jugend in der französischen Schweiz umfasst, in französischer Sprache – der für diese Ausgabe ins Deutsche übertragen wurde –, den zweiten Teil, der sich in der deutschen Schweiz, vor allem in Basel abspielt, in deutscher Sprache. Mit sichtlicher Freude am Erzählen und ohne besondere Betontheit erzählt Adrienne aus ihrem Leben als Kind vom Gespräch mit dem Schutzengel, als Schülerin von den täglichen glücklichen und weniger glücklichen Begebenheiten daheim und in der Schule, von ihrer immer dringenderen Suche nach dem Gott, der „anders“ ist, vom vorgewussten Tod ihres geliebten Vaters und von dem, was durch diesen Tod an Überforderung und schließlich Krankheit in ihr Leben kommt. Aber die beiden tragenden Komponenten ihres Lebens seit frühester Kindheit – sie will Ärztin werden und sie weiß, dass sie Gott gehört – geben ihr auch in den dunklen Phasen ihres Lebens immer wieder Zuversicht, Mut und Freude gerade auch für ihre Angehörigen und Freunde und die immer größer werdende Zahl der ihr Anvertrauten. Eine besondere Kostbarkeit am Ende dieses Buches ist Adriennes Schilderung – diese wurde nach ihrer mündlichen Erzählung aufgezeichnet – des Hauses ihrer Großmutter, ja der ganz besonderen Atmosphäre dieses Hauses. Geb., 357 Seiten
Geschichte meiner religiösen Überzeugungen John Henry Kardinal Newman Mit einem Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger. Einführung von Pater Hermann Geißler FSO, Direktor des Internationalen Zentrums der Newman-Freunde in Rom. Die ursprüngliche Übersetzung von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1920/21 wurde von Gisela Geirhos dem heutigen Sprachgebrauch angepasst. Die Apologia ist zweifellos einer der größten literarischen und spirituellen Klassiker. Der Autor berichtet über die Geschichte seiner Konversion, angefangen von den Erfahrungen in seiner Kindheit, bis er schließlich – nach Jahren des Studiums und der Abwägung – mit Überzeugung der römisch-katholischen Kirche beitrat. Als anglikanischer Theologe an der Universität von Oxford kämpfte er zunächst gegen den beginnenden Liberalismus in seiner Kirche. Durch sein Studium der Kirchenväter beginnt John Henry Newman, sich mit den Grundprinzipien des Glaubens zu beschäftigen. Er veröffentlichte Traktate, um den konservativen anglikanischen Glauben zu begründen, wurde aber deshalb von den Bischöfen stark angegriffen. Als Folge gab er sämtliche Ämter auf und zog sich nach Littlemore zurück. In einem langen und tiefgründigen Denkprozess erkennt John Henry Newman, dass nur die römisch-katholische Kirche mit den Entwicklungen der Glaubenslehre auf der Lehre der Urkirche basiert. Dies war der Beginn seiner Hinwendung zum katholischen Glauben. Er berichtet in einer dokumentarischen Darstellung von der ganzen Tragik seines Übertritts. Mit akribischer Sorgfalt lässt der Verfasser die Quellen sprechen. Dieses Werk lässt John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen. Geb., 448 Seiten2. Auflage 2013 John Henry Newman (1801 bis 1890) war anglikanischer Theologe und Professor am Oriel College in Oxford und gehörte zu den Protagonisten der Oxford-Bewegung, die das geistliche Leben in der Staatskirche Englands erneuern wollte. Nach Jahren intensiven Ringens und Betens trat er 1845 zur katholischen Kirche über. Newmans Leben nach der Konversion war von Anfeindungen auf anglikanischer und Misstrauen auf katholischer Seite geprägt. Er wurde 1879 von Papst Leo XIII. zum Kardinal ernannt. John Henry Kardinal Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit und wird von vielen auch als „Kirchenvater der Neuzeit“ bezeichnet. Rezension in der „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ vom 19.03.2010: Der große englische Kardinal John Henry Newman (1801 bis 1890), dessen Seligsprechung in ein paar Monaten bevorsteht, gehört zu den bedeutendsten christlichen Denkern und Schriftstellern seiner Zeit, und zwar sowohl religiös wie literarisch. In den englischsprachigen Ländern, aber auch im romanischen Sprachraum wird sein umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht. In der deutschsprachigen Landschaft ist es im Vergleich dazu still um ihn geworden, obwohl er auch hier als einer der Ideengeber des Zweiten Vatikanischen Konzils gefeiert wurde. Zu seinen bekanntesten Bewunderern zählt Papst Benedikt XVI., der im theologischen Studium Newmans Arbeit kennen und schätzen lernte. Newman selbst behauptete einmal von sich, er habe sich sein Leben lang nur mit Gelegenheitsschreiberei beschäftigt. Zweifellos rechnete er dazu auch sein bis heute berühmtestes Werk, seine Autobiografie „Apologia Pro Vita Sua“ – „Rechtfertigung für sein Leben“ –, worin er die Geschichte seiner religiösen Überzeugungen vom anglikanischen Glauben zur katholischen Kirche darstellt. In der geistlichen Weltliteratur wird das Buch gerne auf einer Stufe mit den „Bekenntnissen“ des heiligen Augustinus gesehen, auch wenn dazwischen rund 1500 Jahre liegen. Der Anlass zur „Apologia“ war hingegen ein recht prosaischer. Mit einem für damalige Verhältnisse exorbitanten Medienaufruhr wurde Newman öffentlich scharf angegriffen. Es hieß, er sei religiös verlogen und habe seinen Glauben verraten. Dagegen sah er sich gezwungen, mit rasantem Tempo zur Feder zu greifen. Was er da zu Papier brachte, ist nach wie vor historisch spannend und geistlich gewinnend zu lesen. Schon sehr bald erschienen erste Übersetzungen. Bis heute gilt die Arbeit von Maria Knoepfler aus dem Jahr 1921 als deutsche Standardversion. Sie war lange vergriffen. Seit Kurzem ist sie in einer neuen Aufmachung wieder zu haben, dazu ein Vorwort des Heiligen Vaters, das aus einem Symposiumsbeitrag von 1990 stammt, sowie eine allgemeine Einführung von Roman A. Siebenrock (Uni Innsbruck). Dem Verlag ist zu danken, dass damit die „Apologia“ für deutschsprachige Leser endlich wieder allgemein zugänglich ist. Die Übersetzung, die nach rund 90 Jahren sprachlich und stilistisch stellenweise ein wenig Staub angesetzt hatte, wurde überarbeitet, was ebenfalls sehr zu loben ist. Man darf jetzt darauf hoffen, dass die „Apologia“ einen erfolgreichen Neustart bringt zur Wiederentdeckung Kardinal Newmans. Stephan Georg Schmidt Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln Rezension im L’Osservatore Romano vom April 2010: Kardinal John Henry Newman gehört zu den bedeutendsten Theologen und Glaubensgestalten der Neuzeit, dessen umfangreiches Werk nach wie vor intensiv gelesen und erforscht wird. Zu seinen berühmtesten Schriften gehört seine Autobiografie Apologia Pro Vita Sua – Rechtfertigung für sein Leben, in der er die Geschichte seiner Konversion vom anglikanischen zum katholischen Glauben beschreibt. Dem Media-Maria-Verlag in Illertissen ist es zu verdanken, dass dieser große literarische und spirituelle Klassiker nach rund 90 Jahren in einer Neuübersetzung der Herausgeberin Gisela Geirhos für deutschsprachige Leser wieder zugänglich ist. Das Buch, das John Henry Newman als sensiblen und zurückhaltenden Menschen und großen Denker erkennen lässt, enthält einen Beitrag von Joseph Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. und eine Einleitung des Vorsitzenden der Deutschen Newman Gesellschaft e.V., Prof. Dr. Roman A. Siebenrock. Rezension in der Süddeutschen Zeitung von Dr. Alexander Kissler am 18.09.2010: Ein exzentrischer Konvertit: An diesem Sonntag wird Papst Benedikt den englischen Kardinal, Reformer, Dichter und Universalgelehrten John Henry Newman seligsprechen. Nur wer sich wandelt, bleibt sich treu: Dass das zur Kalenderspruchweisheit herabgesunkene Lebensmotto Mühe kosten und Opfer fordern kann, zeigt sich am Leben des John Henry Newman, den Papst Benedikt XVI. am Sonntag in Birmingham seligsprechen wird. Newman gilt als Kirchenlehrer der Moderne und war ein Universalgelehrter. Er schrieb Gedichte und Romane, Briefe und Tagebücher ohne Zahl, war Kirchen- und Universitätsreformer, Theologe und Philosoph, Ironiker, Polemiker, Journalist, er hielt den Papst lange für den Antichristen, um schließlich doch Katholik zu werden, er war aus Liberalität Gegner des zeitgenössischen Liberalismus und aus Gewissensgründen ein Dogmenfreund. Er war eine durch und durch britische, exzentrische Persönlichkeit. Erst 2004 erschien zum ersten Mal überhaupt Edith Steins Übersetzung von „The Idea of a University“. Und gerade veröffentlichte der Verlag „Media Maria“-Verlag Newmans Rechenschaftsbericht in eigener Sache, die „Apologia pro vita sua“. Liest man beide, ergibt sich eine intellektuelle Biografie mit Symbolkraft. In ihr durchdringen sich Schlichtheit im Ausdruck und gedankliche Komplexität, Wissen, Glaube und Zweifel. Newman beschreibt minutiös das „tiefe Dunkel“ seiner Seele, „den unaussprechlichen Schmerz von Jahren, da die Sterne am tiefhängenden Himmel einer nach dem andern erloschen“. Ehe Newman 1879 zum Kardinal erhoben wurde und sich als Leitwort „Das Herz spricht zum Herzen“ wählte, durchfuhr er schwere, schwermütige See. Er musste den „Winterfrost meiner Trostlosigkeit“ überwinden. Die „Apologia“ erstattet darüber in einer freimütigen Weise Bericht, die seinem anglikanischen Erbe geschuldet ist. Er verspricht „den wahren Schlüssel zu meinem ganzen Leben“, weil er dem eher protestantischen Ethos der Gottunmittelbarkeit verpflichtet blieb. Äußerlich betrachtet, ist die „Apologia“ eine Zurückweisung des öffentlichen Vorwurfs, Katholiken seien Heuchler und Lügner. Auf 400 Seiten aber führt Newman dann aus, warum er und nur er zu Rom zurückgekehrt sei: Weil „unsere Kirche sich im Schisma befindet (. . .), hängt mein Heil von der Vereinigung mit der römischen Kirche ab.“ In Rom lebe die „Kirche der Apostel“ fort. Mittlerweile, lässt der Betreuer des Seligsprechungsverfahrens verlauten, gebe es „mindestens 10 000 belegte Konversionen von Anglikanern zur katholischen Kirche, die auf Newman zurückgehen“. Newman selbst setzte sich gegen den Vorwurf zur Wehr, er werbe keine Konvertiten. Er könne nun einmal die Lehren nicht „vergessen, die ich aus den Erfahrungen meines eigenen Lebens in der Vergangenheit gewonnen habe“. Deren wichtigste fasste er im Wort zusammen, „leben heißt sich wandeln, und vollkommen sein heißt, sich oft gewandelt zu haben“. Rezension: John Henry Kardinal Newman, APOLOGIA PRO VITA SUA Entgegen der „veröffentlichten Meinung“, die vom Exodus aus der (katholischen) Kirche zu wissen glaubt – die Statistiken scheinen dies zu bestätigen – gibt es auch eine bemerkenswerte (aber nicht zur Kenntnis genommene) Anzahl von Menschen, die den Weg zur katholischen Kirche finden. Es sind in den vergangenen Jahren mehrere Bücher erschienen, die diesen Weg eindrucksvoll beschreiben. Um nur zwei zu nennen: Dr. med. Siegfried Ernst, Auf dem Weg zur Weltkirche (Stein/Rhein: Christiana Verlag, 1998), und Erik Mørstad, Mein Weg zur katholischen Kirche (Ruppichterroth: CanisiusWerk, 2001³). Das hier besprochene Buch erschien zwar schon 1865 in England (1921 in einer deutschen Übersetzung, die hier neu überarbeitet vorliegt), dürfte aber gerade im Hinblick auf die heutigen Konvertiten und die Situation in Deutschland höchst relevant sein. Was Newman in seiner „Geschichte meiner religiösen Überzeugungen“ mit einer ungewöhnlichen Offenheit erzählt, ist nicht nur eine „Apologie“ (Verteidigung), sondern ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Zeit des 19. Jahrhunderts „von innen her“ beschreibt. Das heißt, hier berichtet ein „Kirchenmann“ -- viele bezeichnen Newman als einen der bedeutendsten Theologen der Neuzeit – seine religiöse Entwicklung und all die Schwierigkeiten, die er dabei erfahren musste. Manches erinnert an die heutigen Entwicklungen in der Anglikanischen Kirche, aber auch an die gegenwärtige „Krise“ in der katholischen Kirche, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. Man kann das Buch nicht „in einem Sitz“ lesen, obwohl es die Neubearbeitung und Anpassung in der deutschen Ausgabe „lesbar“ und auch für den Laien verständlich macht. Wie Papst Benedikt XVI. (in einem Vortrag, den er als Kardinal Ratzinger 1990 beim Newman-Symposium in Rom – im vorliegenden Buch als „Vorspann“ abgedruckt) sagte, „berührt [dieses Buch] unser Herz und erleuchtet unseren Verstand“. Wer es liest, wird dies bestätigen! Prof. Dr. Hans Schieser Prof.em. DePaul University Chicago im Juli 2010
Aurelius Augustinus Übertragen, mit einer Einleitung und Anmerkungen versehen von Hans Urs von Balthasar. Die Absicht dieser Neuübersetzung ist es, eine leicht lesbare, weder rhetorisch aufgeschwellte noch gelehrt-trockene Fassung dieses zentralen Werkes des Kirchenlehrers zu bieten, zu einem für jedermann erschwinglichen Preis. Die Bekenntnisse Augustins bilden den Schlüssel zu seinem theologischen Gesamtwerk, dessen existenziellen Ausgangspunkt sie darstellen. Man würde das Buch missverstehen, wenn man es nicht als das nähme, was der Titel aussagt: Lobpreis (confessio) an Gott, der Augustin aus dem Dunkel seiner Verirrungen ans Licht geführt hat und anlässlich dieses Gebetes auch Generalbeichte (confessio) über seine Vergangenheit und seine noch gegenwärtigen Fehler (10. Buch). Die für das Verständnis unentbehrlichen drei letzten Bücher (11–13) weiten den Standort des Bekennenden aus in ein Gotteslob der gesamten Schöpfung und zuletzt der „zweiten Schöpfung“, der Kirche, in der Augustin, der das Werk als Bischof verfasst, seine geistige Heimat gefunden hat. Broschur, 388 Seiten
Kernthemen seines Denkens Lateinisch – Deutsch mit Kurzkommentaren Cornelius Mayer Kein anderer theologischer Schriftsteller hat das christliche Abendland so stark geprägt wie der Kirchenvater Augustinus. Er war nicht nur ein philosophisch gebildeter Theologe, sondern – ganz im Sinne und Auftrag der Kirche – auch ein leidenschaftlicher Seelsorger. Entsprechend erstreckt sich diese Zitatensammlung sowohl auf Themen der Theologie und Philosophie als auch auf den Bereich der Ethik, speziell der Spiritualität und der Pastoral. Dominierender Aspekt von Augustinus’ Spiritualität ist und bleibt die christliche Caritas. Diese zu verkündigen und die Gläubigen dazu anzuhalten, wurde der rhetorisch gebildete Bischof nicht müde. Die Auswahl der Zitate bezeugt seine herausragende Eloquenz. Geb., 340 Seiten
Augustinus Selten hat ein Buch eine solche Wirkkraft entfaltet wie die „Bekenntnisse“ des Augustinus. Zahllosen Theologen, Philosophen, Literaten und Künstlern wurde es zur Quelle der Inspiration. Getragen von großer Redlichkeit und bewundernswerter Offenheit lässt der bedeutende Kirchenvater darin sein Leben Revue passieren, von seinen Jugendtagen bis zum Augenblick seiner Bekehrung zu Gott. Der vorliegende Band versammelt die eindrücklichsten Passagen aus den „Bekenntnissen“, deren gedankliche Tiefe bis heute begeistert. Geb., 96 Seiten
Übersetzt und kommentiert von Peter Knauer Ignatius von Loyola Im „Bericht des Pilgers“ schildert Ignatius von Loyola (1491–1556) die äußerlich und innerlich bewegteste Zeit seines Lebens: Kriegsverletzung und Krankenlager, Bekehrung und neue geistliche Erfahrung, Pilgerfahrt nach Rom und ins Heilige Land, Beginn seines Studiums, mehrere Inquisitionsprozesse und wochenlange Untersuchungshaften, die Jahre an der Pariser Universität, wo er Gefährten findet, mit denen er später in Rom den Jesuitenorden gründen wird. In schlichter, genauer und anschaulicher Sprache lässt Ignatius die Leserinnen und Leser daran teilnehmen, wie er sich auf diesem Weg von Gott geleitet erfuhr. Der Bericht ist eine der Hauptquellen zur Entstehung des Buchs der „Geistlichen Übungen“ und seiner Regeln zur „Unterscheidung der Geister“. Der von Peter Knauer übersetzten und ausführlich kommentierten Ausgabe sind Auszüge aus dem Tagebuch des Zürcher Glockengießers Peter Füessli beigegeben, der bei der Wallfahrt nach Jerusalem zur gleichen Pilgergruppe gehörte. Geb., 218 Seiten
Tagesbetrachtungen aus den Offenbarungen der Birgitta von Schweden Birgitta von Schweden Die heilige Birgitta von Schweden (1303–1373) steht unter den Patronen Europas für das christliche Erbe des nördlichen Abendlandes, aber auch für die mystische Tradition des Christentums. Der „Birgittinische Kalender“ wurde von Pater Simon Hörmann (1630–1701), Prior des Birgittenklosters Altomünster und späterer Generalprior des Ordens, aus den Schriften der Heiligen zusammengestellt und innerhalb des Ordens überliefert. Er enthält eine Auswahl von Kernsätzen aus den Schriften Birgittas, die in dichter Form in ihr Denken und ihr reiches geistiges Erbe einführen. Auch heute noch können ihre ungewöhnlichen Zugänge als spirituelle Anregung dienen.Aus dem Lateinischen neu übersetzt von Sr. Birgitta Buchinger. Mit einem Vorwort von Prälat Dr. Günter Assenmacher und einem Nachwort von Prof. Dr. Wilhelm Liebhart. Geb., 128 Seiten
Der franziskanische Theologe und Heilige Bonaventura (1221–1274) schuf mit seinem schmalen Buch „Itinerarium mentis“ ein klassisches Werk christlicher Spiritualität. Betrachtung der Schöpfung, Erwägungen der Wahrheit Christi, eine Fülle theologischer Gedanken zielen darauf, die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes zu stärken. Der Betrachtende soll so in der Liebe wachsen und Gott ähnlicher werden. Broschur, 260 Seiten
Die Kirche hat der Welt zwei neue Vorbilder zur Nachahmung empfohlen: Louis und Zélie Martin. Sie wurden von Papst Franziskus am 18. Oktober 2015 heiliggesprochen. Der Briefwechsel von Zélie und Louis Martin ist ein kostbarer Schatz, ein Spiegel ihrer Nächstenliebe und ihrer engen Verbundenheit mit Gott. Die 218 Briefe, die Zélie an ihre Familie in Alençon gerichtet hat, und die 16 Briefe von Louis Martin, die hier wiedergegeben werden, geben Zeugnis von den Prüfungen, denen das Ehepaar und die Familie Martin ausgesetzt waren: späte Heirat, Angst um die Zukunft der Kinder, wirtschaftliche Sorgen, Zélies Krebserkrankung und früher Tod und Louis’ Demenz in späteren Jahren. Vor allem aber offenbart dieser Briefwechsel eine große Liebe der beiden Eheleute zueinander und zu ihren Kindern. „Der liebe Gott hat mir einen Vater und eine Mutter gegeben, die des Himmels würdiger sind als der Erde“, schrieb Therese von Lisieux. Geb., 384 Seiten mit 8-seitigem Bildteil3. Aufl. 2024 Louis Martin (1823–1894) wollte Mönch werden. Da er bei den Augustiner-Chorherren wegen fehlender Lateinkenntnisse abgewiesen wurde, übte er den Beruf des Uhrmachers aus. Er heiratete Zélie Guérin (1831–1877), die ursprünglich bei den Vinzentinerinnen eintreten wollte, jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgewiesen wurde. Neun Kinder erblickten das Licht der Welt, wobei nur fünf das Erwachsenenalter erreichten. Alle fünf Töchter wurden Ordensschwestern. Zélie Martin starb im Alter von 44 Jahren an Brustkrebs. Nach dem frühen Tod seiner Frau verkaufte Louis Martin deren Spitzenhandelsgeschäft und zog mit seinen Kindern zur Familie seines Schwagers nach Lisieux.
Thereses Briefe sind eine wahre Schatzkiste! Sie lassen uns teilhaben an ihren Lebensthemen. Besonders ihr geistliches Wachsen und Ringen bewegt und berührt uns auch im 21. Jahrhundert. Zugegeben, manches ist uns heute fremd und zunächst nicht nachvollziehbar. Auf dem Hintergund ihrer Liebe zu Jesus Christus und ihrer persönlichen „Liebesbegabung“ wird es durchsichtig auf IHN hin. Broschur, 460 Seiten
Ida Lüthold-Minder Nachdem auf Bruder Klaus’ Biografie kurz eingegangen wird, stellt diese Schrift vor allem viele Wunder vor, die durch Bruder Klaus geschehen sind. Mit Gebetsteil und Novene! Broschur, 128 Seiten
Ida Lüthold-Minder Ausführliche Biografie, die auch die gewaltigen Visionen des Heiligen enthält. Kindheit, Familienleben und Mystik des großen Friedensheiligen werden einfühlsam beschrieben. Broschur, 144 Seiten
Vorbild und Beispiel für junge Menschen Bernard Balayn Carlo Acutis (1991–2006) ist ein junger italienischer Katholik, der sein totales Ja zu Gott nicht aushandelte. Carlo ist eine Art Phänomen, ein Meteor, der kam, um die Welt seiner Brüder, der jungen Menschen, zu erleuchten, damit die Gegenwart Christi in ihrer Mitte so einfach und wirksam wie möglich offenbar wird. Seine Geschichte verdient es, euch erzählt zu werden, damit ihr glaubt, dass Jesus lebt, dass Er euer Freund ist und euch zum wahren Leben führen möchte, das darin besteht, Ihn nachzuahmen und Ihm ähnlich zu sein. Deshalb schickt er seine Zeugen, eben auch junge, zu euch. Carlo ist einer dieser Zeitzeugen. Es lohnt sich, sein begeisterndes Leben kennenzulernen.Dieses Buch richtet sich an euch, liebe Jugendliche, damit ihr durch Carlos Zeugnis, der einer von euch ist und offenkundig von Gott dazu erwählt wurde, euer Vorbild zu sein, die ersten Früchte der Neuevangelisierung werdet. Diese Geschichte soll einfach, kurz und verständlich sein, damit ihr Carlos Freundschaft, Gebet und Hilfe spüren könnt, der sich im Himmel um alle jungen Menschen aller Länder kümmert. Broschur, 112 Seiten
Bernhard Kirchgessner (Hg.) Caterina von Siena, geboren am 25. März 1347, gehört heute zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Die Mystikerin und Kirchenlehrerin wird mittlerweile als Schutzpatronin Europas, Italiens und der Stadt Rom verehrt. Doch wer genau war Caterina von Siena und was bedeutet ihre Botschaft für die Menschen heute? In sieben Beiträgen thematisieren die Autorinnen und Autoren dieses von Monsignore Bernhard Kirchgessner herausgegebenen Sammelbandes genau diese Fragen – und noch viele mehr.So geht es beispielsweise um das Christsein und das Menschsein nach Caterina von Siena, aber auch um ihre historische Verortung im Italien des 14. Jahrhunderts. Weitere Beiträge gehen darüber hinaus auf Verbindungen zwischen der heiligen Caterina und Meister Eckhart oder auf die Symbolik des Todes Jesu im Werk Caterina von Sienas ein. Mit Beiträgen von Pater Werner Schmid, Professor Otto Betz, Schwester Maria Magdalena Dörtelmann, Professorin Marianne Schlosser, Matthias Uhlig, Professor Ludger Schwienhorst-Schönberger, Dr. Manuel Schlögl und Dr. Bernhard Kirchgessner. Broschur, 160 Seiten
Alois Bäuml Centa Segerer (1906–1953) aus München-Giesing trug die Wundmale und durchlitt die Passion Jesu. Diese bebilderte Biografie beleuchtet ihre Spiritualität, ihr Apostolat für die Priester, die Bilokationen und Visionen, gibt einige ihrer Tagebuchaufzeichnungen sowie Mitschriften dessen wieder, was sie während der Ekstasen sprach. Broschur, 192 Seiten
Therese von Lisieux (1873–1897) Guy Gaucher Die Karmelitin Therese vom Kinde Jesus ist trotz ihres kurzen Lebens im Jahr 1925 von Pius XI. heiliggesprochen und 1997 von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben worden. Während ihres Lebens sind wenige Heilige so unverstanden gewesen wie sie. Nach ihrem Tod war Therese manchmal allzu sehr Opfer von Auswüchsen einer sentimentalen Verehrung, in der sie falsch dargestellt wurde. Das in der deutschen Ausgabe nun bereits in der siebten Auflage erscheinende Buch „Chronik eines Lebens“ überwindet jede Verkennung und Verzeichnung, weil es sich allein und absolut genau auf die authentischen Dokumente stützt. Nichts ist romanhaft erdichtet. Der Verfasser Guy Gaucher, selbst Karmelit und Weihbischof von Bayeux und Lisieux, gilt als bester Kenner der Schriften der heiligen Missionspatronin und Kirchenlehrerin. Er legt mit seinem Buch eine Lebensbeschreibung vor, die Therese Martin zeigt, wie sie wirklich war. Broschur, 360 Seiten
Mystikerin des Leidens Stefan Meetschen Am liebsten wäre sie Missionsschwester geworden: Anna Schäffer, geboren 1882 in Mindelstetten. Ein Arbeitsunfall gab dem Leben der Schreinerstochter eine völlig andere Richtung. Anstatt ferne Länder zu bereisen, musste sie fast 25 Jahre lang das Krankenlager hüten. Zunächst widerstrebend, dann im Einklang mit dem Willen Gottes. Dabei wurden der jungen Frau zahlreiche Gnaden geschenkt: Visionen und Begegnungen mit Heiligen, Worte der Erkenntnis, die Leiden Christi. Viele Menschen fanden Trost bei ihr. Als sie 1925 starb, galt Anna Schäffer bereits als Heilige. In seiner Anna-Schäffer-Biografie zeichnet der Journalist Stefan Meetschen das geheimnisvolle Leben dieser „Mystikerin des Leidens“ einfühlsam und chronologisch nach. Er lässt sie selbst zu Wort kommen als eine Gestalt, die Natürliches und Übernatürliches verbindet. Geb., 160 Seiten1. Aufl. 2020Dr. Stefan Meetschen, geboren 1969 in Duisburg, Kulturwissenschaftler. Er ist Feuilleton-Redakteur bei der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ und regelmäßiger Kolumnist im „Vatican Magazin“ (Literatur mit Geist und Seele). Er führte zahlreiche Interviews mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft, Kirche und Kultur und hält Vorträge und Moderationen im In- und Ausland. Im Jahr 2018 erschien im Media Maria Verlag der Titel „Leben mit christlichen Werten – Ein Gespräch mit Werner Münch“.
Maria C. Baij Maria Cäcilia Baij (1694–1766) war 23 Jahre lang Äbtissin im Benediktinerinnenkloster Montefiascone bei Viterbo. Sie starb am 6. Januar 1766 im Ruf der Heiligkeit. Ihr Leben war reich an Demütigungen, Leiden und teuflischen Anfechtungen. Sie besaß das Charisma der Beschauung und wunderbarer Sammlung, die sich oft bis zur Ekstase steigerte. Mitte Dezember 1736 konnte sie die Lebensbeschreibung des hl. Josef abschließen. Sie sagte: „Ich habe niemals irgendeine Schrift über den hl. Josef gelesen. Ich habe nur das vernommen, was Jesus Christus in seiner Huld mir geoffenbart hat. In der gleichen Weise, wie sein ‚Innenleben‘ offenbarte er mir auch das Leben des hl. Josef. Ich habe alles vernommen und es wurde mir diktiert von einer inneren Stimme, was in wunderbarer und besonderer Weise geschah. Es handelt sich um eine ausgesprochene und dennoch geistige Mitteilung.“ Ihre Schriften blieben lange Zeit verschollen, wurden dann durch das Hl. Offizium in Rom geprüft. Papst Benedikt XV. erkannte deren Bedeutung und stellte für den Druck eine größere Summe zur Verfügung. Theologen wie etwa Odo Staudinger halten es für möglich, dass gewisse Ausschmückungen auf ihre Fantasie zurückzuführen sind, was aber den Wert dieser Biografie nicht schmälert. Christus forderte Maria Cäcilia Baij auf, diese Offenbarungen den Menschen mitzuteilen. Sie musste sich förmlich dazu zwingen und ohne den ausdrücklichen Befehl ihres Beichtvaters hätte sie es wohl nie getan. „Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen“ (Lk 10,24). Wir können Christus dankbar sein, dass er uns durch das Charisma seiner Visionärinnen Einblick in die Geheimnisse seiner Menschwerdung gewährt. Christus will uns näherkommen, damit wir ihm mit umso größerer Liebe nachfolgen. „Ich bete zum Heiland“, sagte Kardinal Schuster von Mailand, „er möge alle Christen verstehen lassen, welche Schätze himmlischer Weisheit in diesen Seiten verborgen sind." Broschur, 318 Seiten
Oreste Cerri Liebenswert und anziehend wirken die verschiedenen Anekdoten aus dem Leben des heiligen Philipp Neri. Sein alltägliches Leben im Rom der Renaissance ermöglicht dem Leser einen hautnahen Kontakt mit diesem allezeit beliebten Heiligen, seinem Leben in der beständigen Gegenwart Gottes, der liebenden Nachfolge Christi und in der Kirche. Die Anekdoten sind keine Ansammlung frommer „Märchen“ sondern entstammen den Prozessakten für die Seligsprechung oder den ältesten Biographien von Gallonio, Bacci, Ricci oder Marciano. Sie vermitteln auf diese Weise einen realen Kontakt zum Heiligen und seiner heutigen himmlischen Wirksamkeit. Geb., 272 Seiten
Viktor S. J. Kolb Diese Biographie ist ein Standardwerk zum Leben und Werk des hl. Ignatius von Loyola (1491-1556). Packend und glutvoll stellt sie uns den Charakter und die Tugenden dieses großartigen Heiligen der Gegenreformation vor Augen. Sie weckt Neugier für die Methode der ignatianischen Exerzitien, die von der Kirche sehr empfohlen werden. Durch die klug ausgewählten, lebensfrischen Zeugnisse der Gefährten des Heiligen auf seiner Reise ins Heilige Land gelingt es dem Verfasser, eine besondere Nähe zu ihm herzustellen. Ein bewegtes Leben mit einer großen Auswirkung für die Kirche! Broschur, 208 Seiten
Salvatore Garofalo Yussef Antoun Makhlouf wurde am 8. Mai 1828 in Bekaa Kafra (Nordlibanon) als Sohn armer Bauern geboren. Im Jahr 1851 verließ er seine Eltern und sein Heimatdorf und trat in das Kloster Notre-Dame de Maifuk ein. Von dort wurde er zum Kloster Sankt Maron in Annaya geschickt und trat in den libanesischen Maroniten-Orden ein. Als Ordensname wählte er Charbel. Im 1859 wurde er zum Priester geweiht. Dann lebte er 16 Jahre lang als Mönch im Kloster Sankt Maron in Annaya. Später zog er sich mit Erlaubnis der Klosterobern für immer in die Einsiedelei des Klosters zurück. Er widmete sich im Schweigen und in strengster Enthaltsamkeit nur noch dem Gebet und der Feier und Anbetung der heiligen Eucharistie. Für Notleidende und Ratsuchende hatte er jedoch immer ein gütiges Herz und ein offenes Ohr und vermittelte ihnen vielfache Hilfe durch seine Fürsprache bei Gott. Das Volk liebte und ehrte ihn wie einen Heiligen. Nach 23 Jahren frommen Einsiedlerlebens starb er im Alter von 70 Jahren nach der Eucharistiefeier. Bald nach seinem Tod stellte man fest, dass sein Leichnam nicht verwest oder vertrocknet war, sondern noch Körperflüssigkeit enthielt und absonderte. Diese Phänomene sowie zahlreiche Krankenheilungen nach einem Besuch am Grab Charbels machten ihn sehr schnell zu einem festen Bestandteil orientalisch-christlicher Volksfrömmigkeit. Am 9. Oktober 1977 fand in Rom die Heiligsprechung durch Papst Paul VI. statt. Msgr. Salvatore Garofalo (1911–1998) liefert uns hier eine der vollständigsten und treuesten Biografien des heiligen Charbel. Broschur, 256 Seiten
Apostel Deutschlands J. A. Zimmermann Dieses Buch bietet eine vollständige Lebensbeschreibung des ruhmreichen Apostels Deutschlands und großen Förderers der deutschen Einheit. Der Benediktinermönch aus Wessex (England), der beim Stuhle Petri die Missionsvollmacht einholte, bei den Hessen, Thüringern, Bayern und Friesen sowie bei den Franken wirkte, und der den universalkirchlichen Zusammenhalt erneuerte, gehört zu den bahnbrechenden Initiatoren, zu den Baumeistern unseres Kulturkreises." (Theodor Schiffer) Sofort nach dem Tod von Bonifatius setzte in Deutschland und England eine große Verehrung für den Bischof ein. Sein Grab in der Krypta des Fuldaer Doms ist bis heute ein Wallfahrtsort. Broschur, 318 Seiten
Patrizia CattaneoNohad El-Chami wurde in der Nacht vom 22. Januar 1993 auf wunderbare Weise vom heiligen Charbel Makhlouf an den Halsschlagadern operiert und von ihrer halbseitigen Lähmung geheilt. Seitdem öffnen sich die Narben an ihrem Hals an jedem 22. des Monats und bluten, was sich jeder wissenschaftlichen Erklärung widersetzt. Der heilige Charbel erklärte ihr: „Ich habe dich durch die Macht Gottes operiert und diese Narben nach Seinem Willen zurückgelassen, damit alle sie sehen können, vor allem diejenigen, die sich von Gott, der Kirche und den Heiligen entfernt haben, damit sie zum Glauben zurückkehren.“ In Erinnerung an dieses Wunder bat der heilige Charbel Nohad, jeden 22. des Monats die Einsiedelei von Annaya im Libanon zu besuchen, wo er gelebt hat und begraben liegt, und dort an der Messe teilzunehmen. Seitdem hat sich die Feier des 22. des Monats zu Ehren des heiligen Charbel auf der ganzen Welt verbreitet und ist selbst zu einem wunderbaren Ereignis geworden, das Heilungen und Bekehrungen hervorbringt. Menschen werden auch durch die Blätter von Nohads Eiche und durch das Öl geheilt, das aus ihrem Bild des heiligen Charbel sickert. Broschur, 128 Seiten