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Warum ich trotzdem Christ bleibe Tobias Haberl Ich bin katholisch. In meiner Kindheit war das eine Selbstverständlichkeit. Heute muss ich mich dafür rechtfertigen, ja manchmal komme ich mir vor wie ein Tier, das im Zoo angegafft wird: Wie kann man im 21. Jahrhundert an Gott glauben? Und wie kann man immer noch in der Kirche sein – nach allem, was ans Licht gekommen ist? Es ist tatsächlich so, dass ich in meinem Viertel (gentrifiziert), meiner Branche (Medien) und meinem Job (linksliberale Zeitung) von Menschen umringt bin, die, wenn es um den Glauben geht, oft nur noch an Missbrauch und Vertuschung denken. Leider haben viele von ihnen keine Ahnung davon, was das bedeutet: Christ sein. Sie kritisieren etwas, das sie nie kennengelernt haben, und vergessen, worauf es ankommt: den Halt, den Trost, die Hoffnung. Glaube ist mehr als Schlagwörter (Zölibat, Missbrauch, Frauenpriestertum), mehr als eine Kirche, mit der ich auch hadere, auch mehr als eine Auszeit vom stressigen Alltag. Gläubige Menschen suchen keine Befriedigung, sondern Erlösung, nicht zuletzt von einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint, zerrissen zwischen Zukunftsängsten und (gespenstischen) technologischen Visionen. Ständig wird gefordert, dass sich die Kirche verändern muss, um im 21. Jahrhundert anzukommen. Ich drehe die Frage um: Was kann das 21. Jahrhundert eigentlich von gläubigen Menschen lernen? Welche vermeintlich aus der Zeit gefallenen Rituale können die spätmoderne Gesellschaft von ihrer Atemlosigkeit erlösen? Denn eines ist offensichtlich: Der Mensch, der sich von Gott verabschiedet hat, findet nicht, was er sucht. Die große Freiheit stellt sich nicht ein. Stattdessen: neue Zwänge, neue Ängste, Ablenkung statt Trost, weil Google jede Frage beantworten kann, nur nicht die, wozu wir leben und was uns Halt gibt. Im Moment sind viele verunsichert, suchen Orientierung, etwas, woran sie sich festhalten können, aber: Da ist nichts.Ich bin ein mittelmäßiger Christ, ganz sicher sind viele, die nicht an Gott glauben, bessere Menschen als ich. Aber ich versuche jeden Tag mit großer Ernsthaftigkeit, Gott zu gefallen – es gelingt halt nicht immer. Und deshalb erzählt dieses Buch davon, wie der Glaube mein Leben nicht nur verschönert, sondern vertieft, wie ich ein „zeitgemäßes Leben“ mit einem vermeintlich „unzeitgemäßen Glauben“ verbinde, weil Freiheit eine grandiose Sache ist, man aber schon eine Idee haben sollte, was man mit ihr anstellen will. Ich glaube, dass der moderne Mensch darunter leidet, dass er seinen Glauben verloren hat, ohne dass er es merkt. Ich glaube, dass er sein Glück in falschen Dingen und an falschen Orten sucht. Ich glaube, dass er Sehnsucht nach etwas hat, das er sich nicht erklären kann. Was das sein könnte, steht in diesem Buch. Broschur, 288 Seiten
Rod Dreher In den letzten Jahren hat sich im Westen ein beängstigender „sanfter“ Totalitarismus entwickelt. Als „sanft“ wird er bezeichnet, weil er nicht mit militärischer Härte wie im Kommunismus durchgesetzt wird. Durch die totalitäre Ideologie wird versucht, die bisherigen Institutionen und Traditionen zu verdrängen mit dem Ziel, alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens unter Kontrolle zu bringen. Konservative, Christen und Andersdenkende werden gesellschaftlich ausgegrenzt. Durch die Technologie wird ein Überwachungssystem ermöglicht, wobei der Konsum und das Streben nach Bequemlichkeit und Unterhaltung den Geist der Menschen im Westen abgestumpft haben, sodass sie bereit sind, dies zu akzeptieren.Trotz der Warnzeichen erkennen viele die Gefahren nicht und noch weniger wissen sie, wie sie Widerstand leisten können. Dreher erklärt, warum es uns so schwer fällt, die Gefahr des Totalitarismus in unserer Zeit zu erkennen. Er legt die Schritte des Widerstands dar und erzählt Geschichten von modernen Dissidenten, die ihren Glauben und ihre Integrität in der Zeit des Kommunismus bewahrt haben. Geb., 272 Seiten 2. Aufl. 2023Der Bestsellerautor Rod Dreher, geb. 1967, studierte Journalismus an der Louisiana State University. Er konvertierte 1993 zum katholischen Glauben, wandte sich dann im Jahr 2006 wegen der Missbrauchsskandale der Orthodoxie zu. Im Lauf seiner Karriere schrieb er für renommierte amerikanische Zeitungen und Zeitschriften. Er ist Leitender Redakteur des politischen Magazins The American Conservative.
Marga Lauer Yoga ist in - von kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen gefördert. Marga Lauer ließ sich mitreißen, machte Karriere als Yoga-Lehrerin, bis unerwartete "Nebenwirkungen" sie beinahe in den Selbstmord trieben. Sie beschreibt das wahre Wesen und die Wurzeln des Yoga, die Gefahren, wie man daraus befreit werden kann und gibt Tipps für Betroffene. Geb., 128 Seiten
Herbert Graf Auf der Suche nach dem großen Glück geraten viele Menschen ungewollt auf gefährliche Irrwege, weil sie die Fallen des Bösen, die sich hinter manchen Angeboten der modernen Welt verbergen, nicht oder zu spät erkennen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! In diesem Sinn möchte dieses Buch nicht nur Hintergründe aufdecken, sondern auch auf Basis der Heiligen Schrift und der Zehn Gebote den Weg in die wahre Freiheit der Kinder Gottes aufzeigen.Anhand vieler Beispiele aus der Seelsorge wird erläutert, welche Praktiken und Therapien in den Bereich der Esoterik gehören. Auch die Gefahren der Magie und des Okkulten sowie die Schattenseiten sexueller Freizügigkeit, der Abtreibung und der Pornografie werden ausführlich dargestellt. Darüber hinaus geht der Autor auf die fünf Säulen der inneren Heilung ein, erläutert die Gebote der Kirche und lässt am Ende Menschen zu Wort kommen, die mit Gottes Hilfe Auswege aus den Fallen des Bösen gefunden haben. Broschur, 302 Seiten
Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Verblüffende Einblicke in die menschliche Seele C.S. Lewis Was der höllische Unterstaatssekretär Screwtape an seinen unerfahrenen Neffen schreibt, ist ein regelrechter Fernkurs in der Kunst der Menschenführung. Unterteufel Wormwood soll Mr. Spike, einen jungen englischen Gentleman, auf die schiefe Bahn bringen. Screwtape nimmt dies zum Anlass, seinem Neffen auf listig raffinierte Weise verblüffende Einblicke in die menschliche Seele zu geben. Bereits Hunderttausende von Lesern haben an diesem Erfahrungsaustausch mit Gewinn teilgenommen. Broschur, 240 Seiten
Kirche und Politik in der Verantwortung Werner Münch Was treibt die Menschen heute um? Sie haben Gott weitgehend aus ihrem Leben verdrängt und suchen die totale Freiheit für ihr persönliches Glück. Aber sie staunen, dass das nicht gelingt. Wie sollte es denn auch, wenn die Politik und die Rechtsetzung die Zerstörung der Ehen und Familien, den Gender-Wahnsinn, die „sexuelle Vielfalt“, die Missachtung des Lebensschutzes sowie die Manipulation der Natur des Menschen fördern.Und unsere Kirche beschleunigt mit ihrer Anpassung an die Lebenswirklichkeit und den Zeitgeist ihren eigenen Niedergang und negiert gleichzeitig die Gottes- und Glaubenskrise. Dieses Buch bietet eine schonungslose Analyse der Gegenwart und plädiert für eine neue Verantwortung von Politik und Kirche sowie den missionarischen Einsatz der „kleinen Herde“, die der Kirche und der Gesellschaft wieder neue Hoffnung geben kann. Geb., 176 Seiten4. Aufl. 2021 Prof. Dr. Werner Münch, Politikwissenschaftler, war viele Jahre lehrend sowie als Rektor und Präsident aller kirchlichen Hochschulen in Deutschland tätig. Als Mitglied im Europäischen Parlament, Minister der Finanzen und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt sowie als Berater der bulgarischen Regierung für den EU-Beitritt des Landes hat er vielfältige praktische politische Erfahrungen gesammelt. Seit Jahren ist er ein begehrter Interviewpartner und Referent im In- und Ausland.
Befreiung aus der Macht von Heilern, Gurus und Götzen Renate Frommeyer Die Autorin, die 20 Jahre in der Esoterik-Szene gefangen war, berichtet: wie sie durch Yoga zur Transzendentalen Meditation kam, wie sie als Geistheilerin erfolgreich wirkte, wie sie von Gurus und der Götzin Meera abhängig wurde und Gesundheit, Familie und Vermögen aufs Spiel setzte. Ein spannender, informativer und wahrer Insiderbericht, der warnen und Hilfe aufzeigen möchte. Broschur, 144 Seiten
Die Orientierung fehlt Burkhardt Gorissen Burkhardt Gorissen beschreibt den momentanen Ist-Zustand der Welt, die durch ungesteuerte Migration und die Corona-Krise vor einer enormen Belastungsprobe steht. Weit schwerer als die wirtschaftlichen Folgen wiegt aber der Identitätsverlust Europas. Das Christentum, seit Jahrzehnten von kirchenkritischen Kreisen bekämpft, ist inzwischen tatsächlich eine Randerscheinung. Kirchenaustritte häufen sich, Kirchenbesuche werden seltener. Die Glaubenskrise der westlichen Welt ist das wirkliche Drama. Gorissens Analyse schont niemanden. Er zeigt konkret, dass jede Entfernung von Gott weiter in die geistige und moralische Anarchie führt. Dass es dennoch eine Hoffnung geben kann, auch davon handelt dieses Buch. Geb., 176 Seiten1. Aufl. 2020 Burkhardt Gorissen, geb. 1958, arbeitet als Journalist für die „Tagespost“ und andere katholische Organe. Sein Hörspiel „Wieder“ wurde in der Theaterversion „Vorabend Wieder“ vom Landestheater Kiel aufgeführt. Er schrieb zwei Kinderbücher „Timon und der Löwenstern“ und „Pia spielt Flöte“. 2009 veröffentlichte der Sankt-Ulrich-Verlag sein biografisches Werk „Ich war Freimaurer“, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Er verfasste auch zwei historische Romane: „Teufels Brüder“ und „Der Viehhändler von Dülken“.
Warum ich alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen Rifqa Bary Die mitreißende persönliche Geschichte eines jungen Mädchens, das den christlichen Glauben annahm und sich weigerte, zum Islam zurückzukehren. Im Jahr 2009 verließ Rifqa Bary heimlich das Haus ihrer Eltern in Ohio, da sie von ihrem Vater wegen ihrer Konversion zum christlichen Glauben und ihrer Weigerung, zum Islam zurückzukehren, mit dem Tod bedroht wurde. Da das Mädchen erst 16 Jahre alt war, strengten die Eltern einen Gerichtsprozess an, um es zu zwingen, nach Hause zurückzukehren. Rifqa war jedoch bei christlichen Freunden untergetaucht, mit deren Hilfe sie sich gegen die Rückkehr wehrte. Sie wurde unter die Vormundschaft des Staates gestellt und bis zum Alter von 18 Jahren bei verschiedenen Pflegefamilien untergebracht. Heute lebt sie an einem geheim gehaltenen Ort, um sich vor der Gefahr zu schützen, wegen der Konversion zum christlichen Glauben getötet zu werden. Rifqa erzählt ihre Erlebnisse als Mädchen in einem strenggläubigen muslimischen Elternhaus, das durch seine Konversion zum christlichen Glauben Schande über seine Familie gebracht hat. Es ist ein aufrüttelnder Bericht, der das Bild der Frau in traditionell geprägten muslimischen Familien aufzeigt. Heute ist Rifqa Bary 21 Jahre alt und studiert an einem geheim gehaltenen Ort. Sie möchte später in der Krankenpflege arbeiten und in der Mission im Ausland tätig sein. Geb., 288 Seiten 2. Aufl. 2017 Auf einem Auge blind und von einem Onkel sexuell missbraucht, betrachteten ihre Eltern, strenggläubige Muslime, die achtjährige Rifqa als Schande. Sie wanderten deshalb in die USA aus. Dort lernte Rifqa den christlichen Glauben kennen und ließ sich heimlich taufen. Als ihr Vater dies entdeckte, wurde sie mit dem Tode bedroht. Sie floh aus ihrem Elternhaus und lebt auch heute noch an einem geheim gehaltenen Ort. Rezensionen pro - Christliches Medienmagazin, 12.05.2016 Alles riskiert, um den Islam zu verlassen Die junge Rifqa Bary bringt die größte Schande über ihre Familie, die für sie nur vorstellbar ist: Sie tritt vom Islam zum Christentum über. Was das für Konsequenzen hat, beschreibt sie in dem Buch „Untergetaucht im Licht“. Eine Rezension von Johannes Weil. Die 23-jährige Rifqa Bary hat ein bewegtes Leben hinter sich. Mit acht Jahren verlässt ihre Familie Sri Lanka und zieht in die USA. Die glückliche Kindheit wird getrübt, als das Mädchen vergewaltigt wird. Ihre weitreichendste Entscheidung ist es aber, vom Islam zum Christentum zu konvertieren. Den mutigen Schritt, der sie das Leben kosten kann, hat sie in ihrem Buch „Untergetaucht im Licht“ verarbeitet. Rifqa Barys Eltern sind strenggläubige Muslime. Oft leidet sie unter dem Zorn ihres Vaters, der sie schlägt. Der Islam liefert ihr aber nicht die Antworten, die sie für ihr Leben braucht. Zudem hat sie durch einen Unfall auf einem Auge die Sehkraft verloren. Erst bei ihrer amerikanischen Freundin Angela und deren Familie erlebt sie das, was ihr zuhause fehlt: Liebe und Geborgenheit, in ihrer eigenen Familie herrscht hingegen Misstrauen. Angst, der Vater könne sie ermorden Unglücklich mit ihrem eigenen Leben, beginnt sie zu beten: „Wenn das alles ist, was das Leben zu bieten hat, dann möchte ich es nicht“, schreibt sie in dem Buch. Dass sie Gott wirklich erlebt, hat für sie schwere Konsequenzen. Mit Angela geht sie in deren Gemeinde und beginnt, in der Bibel zu lesen. Das alles muss sie vor ihren Eltern verbergen. Als es ihr Vater dennoch erfährt, spitzt sich die Lage für das damals 16-jährige Mädchen zu. Der Vater fordert sie auf, ihren Glaubensschritt rückgängig zu machen. Doch das kommt für sie nicht in Frage. Aus Angst, ihr Vater können sie umbringen, flieht sie in einer Nacht- und Nebel-Aktion zunächst in das Haus eines befreundeten Pastors. Fast wie im Krimi geht das Versteckspiel vonstatten. Die junge Frau fragt sich, warum ihr Leben in Gefahr ist, nur weil sie an Jesus Christus glaubt. Währenddessen wird der Fall in der amerikanischen Medienöffentlichkeit landesweit bekannt. Als die Polizei Rifqa Barys Aufenthaltsort findet, muss die Minderjährige vor Gericht. Dort begegnen ihr auch erstmals seit Langem wieder ihre Eltern. Eine schlimme Zeit im Gefängnis, weil sie als Minderjährige von zuhause abgehauen ist, und mehrere Stationen bei Pflegefamilien folgen, bis Rifqa Bary volljährig ist. Ihre Geschichte macht Schlagzeilen in den Medien, aber nicht jeder glaubt ihr. Ihr Glaube gibt ihr Kraft, obwohl sie auch große Verzweiflung spürt. Vergebung gelernt Trotz tiefer Wunden hat sie ihrer Familie vergeben. Bis heute hat Rifqa keinen Kontakt zu ihrer Familie und lebt weiterhin in Angst. Ihre Entscheidung für Jesus Christus hat sie nie bereut. Ihre Geschichte und das Buch sind gut und spannend zu lesen, auch wenn ähnliche Konversionsgeschichten keine Seltenheit sind. Es ist spannend, welche unglaublichen Geschichten das Mädchen mit Gott erlebt. Dabei schwankt der geneigte Leser zwischen Gottvertrauen und dem Gefühl großer Naivität. Rifqa weiß sich bei allem sicher in Gottes Hand, obwohl ihre Sicherheit und ihr Seelenfrieden in ein tiefes Chaos gestürzt wurden. Fragen zur Diskussion und zum Weiterdenken am Schluss runden das Buch ab und könnten dafür sorgen, dass Rifqas Geschichte nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Das Buch ist in englischer Sprache bereits 2015 erschienen, wurde aber jetzt ins Deutsche übersetzt. (pro) Die Tagespost, 25.06.2016 Der steinige Weg einer Muslimin zu Gott Eine bewegende Autobiographie: Wie die in Sri Lanka geborene Rifqa Bary unter Lebensgefahr Christin wurde VON ALEXANDER RIEBEL Eine junges Mädchen wollte der Strafe seiner Eltern entkommen – nicht der Strafe für ein Verbrechen, sondern für den christlichen Glauben. So beginnt Rifqa Bary die Beschreibung ihres Leidensweges, der letztlich in der Freiheit mit Gott endet. Heute muss die Autorin wegen einer Todesdrohung durch ihre Familie an einem verborgenen Ort leben – sie hatte ihren Glauben gefunden und sich heimlich taufen lassen. Rifqa Bary ist in Sri Lanka aufgewachsen und sprach damals Tamil sowie etwas Englisch. Sie liebt Reisbällchen mit Curry und macht mit fünf Jahren das, was alle Mädchen gerne tun – den Nagellack der Mutter ausprobieren. Doch ihre muslimische Familie hatte das streng verboten, nur heimlich bei der Mutter war es manchmal möglich. Schnell verstand Rifqa, dass ihre Familie ihre Identität aus dem Islam bezog: „Meine fromme Familie hielt sich an alle Rituale, die der Islam vorschrieb, betete fünfmal am Tag, fastete und feierte und lernte den Koran auswendig.“ Jede Woche kam ein Iman ins Haus und lehrte Rifqa, den Koran zu lesen, der sie sprachlich verwirrte und ein Geheimnis blieb, denn in ihrer Region galt eine andere Sprache als arabisch als unheilig. Ein missbrauchtes Mädchen zieht die Schande auf sich Ein erstes grausames Erlebnis mit dem Islam hatte Rifqa in der Familie. Sie bekam Streit mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Rajaa. Er wurde jähzornig und warf ihr sein kleines Metallflugzeug ans Auge, was sie so schwer verletzte, dass sie im Alter von sieben Jahren an einem Auge erblindete. Die Familie änderte ihr Verhalten Rifqa gegenüber: „Wenn sie mich ansahen, wurde ihr Blick plötzlich kühl... Als sähen sie jedes Mal, wenn sie in mein verunstaltetes Gesicht blickten, etwas, das für sie einfach inakzeptabel war.“ Rifqa merkte, dass sie nicht als Mensch akzeptiert wurde mit ihrem Mangel des zerstörten Auges, sondern offenbar nicht mehr für den Heiratsmarkt attraktiv war und darum von der Familie hart und unbarmherzig behandelt wurde. Hinzu kam der permanente sexuelle Missbrauch durch den Onkel. Darüber schreibt sie: „In einigen muslimischen Kulturen – so auch in meiner – ist diese Art des Missbrauchs eine schlimme Ehrverletzung. Allerdings lädt nicht der Täter, sondern das Opfer Schande auf sich. Damit war ich in den Augen meiner Eltern nicht mehr nur ein halbblindes Bild der Unvollkommenheit, sondern hatte überdies dem Namen Bary Schande gemacht. Durch meine bloße Anwesenheit und Erscheinung besudelte ich das Wichtigste überhaupt – unsere Familienehre.“ Der Vater, wütend auf den die Tochter missbrauchenden Onkel, entschied im Jahr 2000, nach Amerika auszuwandern. Hier, in der Vorstadt Queens bei New York begann nun Rifqas eigentliche Leidensgeschichte, der Kampf um die Freiheit zu ihrem Glauben. In den Vereinigten Staaten bricht für die zunächst Achtjährige zugleich der ganze Unterschied zwischen der islamischen und westlichen Lebensform auf. Sie fühlte sich als „kompletter Sozialversager“. Nach der Schule musste sie nach Hause kommen, denn „Mädchen bleiben zu Hause“, sagte die Mutter. Auch durfte sie nicht mit Puppen spielen wie ihre Schulfreundinnen und diese nicht besuchen. Wenn Rifqa gegen solche Verbote verstieß, gab es Schläge auch in der Öffentlichkeit oder sie wurde von der Mutter an den Haaren aus dem Kinderzimmer gezogen – vor der Freundin, die zu Besuch kam. Durch ihre Freundin Emma bekam Rifqa erstmals engen Kontakt zum Christentum. Rifqa hatte schon als Fünfjährige im heimischen Garten ihr Urerlebnis der Gegenwart von etwas Starkem und zugleich Tröstlichem und diesem hatte sie seitdem weiter nachgespürt und es gesucht. Im Islam fand sie es nicht, ganz im Gegenteil. Sie kannte die andere Religion nicht und konnte sich auch nicht vorstellen, wie man außerhalb des Islam überhaupt beten könnte: „Das meiste, was der Iman mir über Christen beigebracht hatte, waren Warnungen und Lektionen über Dinge gewesen, die Muslime nicht tun dürfen. Man hatte mich immer gelehrt, dass Christen Teufel seien.“ Immer wieder erinnerte sich Rifqa an den Imam, der darüber lachte, dass Jesus Gott sei – warum habe er sich dann nicht retten können? Und er fuhr fort: „,Diese Leute haben sich reinlegen lassen, sie halten einen Menschen für Gott! Wie dumm! Selbst ein Hund wäre zu klug, um so einen Unsinn zu glauben‘. Die Anwesenden haben gepfiffen und gejohlt, während der Imam die Sache immer weiter ins Lächerliche zog.“ Doch das Mädchen merkte bei all diesen Erinnerungen, dass da etwas anders ist, wie die Christen mit ihrem Gott sprechen. „Ich war in dem Glauben erzogen worden, dass Beten der pflichtschuldige Umgang mit einem gebieterischen Gott ist.“ Das islamische Gottesbild spiegelt sich für Rifqa auch im Bild des muslimischen Mannes wieder. Diese Erfahrung macht sie zu Hause. Bei einem Streit mit ihrem Bruder Rivlan stößt dieser sie Boden und tritt sie in Brust und Magen, während ihre Mutter mit gefalteten Händen danebensitzt und gleichgültig zuschaut. „Rivlan tat immer, was er wollte; genau wie mein Vater. Und aus einem einzigen Grund: weil er ein Mann war. Einmal, als mein Vater nicht in der Stadt war, sah ich, wie er meine Mutter mit dem Messer bedrohte, weil er wollte, dass sie sofort etwas für ihn kochte. ,Mach mir etwas zu essen, Frau‘, schrie er und richtete die Spitze seiner Waffe gegen sie.‘“ Der Islam gab Rifqa das Gefühl der „Leere und Haltlosigkeit“. Er habe nur immer genommen, ohne wirklich etwas zurückzugeben. Es ist äußerst bewegend, wie die einstige Muslimin ihr Ringen um die Religion beschreibt, ihre heimlichen Besuche mit Freunden in der Kirche in Todesangst, die Eltern oder die muslimische Moscheegemeinde könnten es merken. Natürlich merkte auch die Familie, dass sie ihre täglichen islamischen Praktiken zu vernachlässigen begann. Den Islam empfand sie als Pflicht und Zwang und vermisste die Barmherzigkeit; stattdessen ständig Schläge, so dass sie tiefste Abneigung gegenüber ihrer Familie entwickelte. Eine neue Schulfreundin ist koreanische Christin. Sie hat viel Verständnis für das muslimische Mädchen, das sich nach dem christlichen Gott sehnt. Auch wenn Rifqa sich nicht modisch anziehen darf und eigentlich unter den Jugendlichen völlig out ist, entsteht zwischen den beiden Mädchen eine enge Freundschaft. Mit Angela konnte Rifqa über alles sprechen, über eine aufrichtige Gottesbeziehung, eine liebevolle Glaubensgemeinschaft und all die Fra- gen, was es bedeutet, Christ zu sein und warum Jesus am Kreuz gestorben ist. Im Unterschied zu diesem Gottverlangen schildert sie, wie sie den Islam erlebt hat: „Die Muslime, die ich kannte, taten alles aus Pflichtgefühl oder unter Zwang. Entscheidungen traf man gemäß der Kultur der Ehre, an die wir uns halten mussten. Schande war eine wirkungsvolle Strategie, die eingesetzt wurde, damit die Mitglieder der Gemeinschaft dem Islam Folge leisteten, weil sie fürchteten, andernfalls eine Sünde zu begehen. Ehre und Ansehen waren entscheidend; unser Glaube dreht sich darum, in den Augen der anderen als heilig und rechtschaffen zu gelten. Selbst als ich den Koran auswendig gelernt hatte, war es dabei hauptsächlich um das Ansehen meiner Familie innerhalb der islamischen Gemeinschaft gegangen – und nicht etwa um meine Beziehung zu Allah.“ In Rifqa reifte immer mehr der Entschluss, alles zu riskieren. Die Dramatik des Geschehens nimmt auf jeder Seite des Buches zu. Rifqa merkt, dass der Druck in der Familie immer größer wird, sie wird nur noch als Schande bezeichnet, weil sie die Gebote des Islam nicht hinreichend erfülle. Stattdessen lässt sie sich heimlich im Alter von 16 Jahren taufen. Sie lernt Brian kennen, der jeden Samstag Gebetstreffen auf dem Gelände einer Abtreibungsklinik abhält, und gewinnt ihn als Helfer zur Flucht. Für Gott hat die Autorin alles aufgegeben Vor ihrer Familie will sie fliehen und Schutz unter Christen finden. Als ihr Vater herausbekam, dass Bary innerlich zum Christentum übergewechselt war, drohte er ihr, sie zu töten; und sie hatte keinen Grund anzunehmen, dass er es nicht tun würde. Sie verließ das Haus ohne Koffer, fand zunächst in der nahen Kirche Geborgenheit, um dann nach weiteren Abenteuern nach Orlando in Florida zu gelangen. Hier konnte sie bei einer christlichen Familie unterkommen, erfuhr jedoch schon bald, dass sie von ihren Eltern gesucht wird. Es kommt zum Kontakt mit der Familienbehörde, sie muss einen Anwalt nehmen, wird gerichtlich verhört, eingesperrt, sieht in Verhandlungen ihre Eltern wieder und muss dem Gericht klar machen, dass eine Rückkehr lebensgefährlich wäre. Die Richterin sieht das schließlich genauso. Nach einer Krebserkrankung, die aber geheilt wird, steht sie schließlich mit 18 Jahren zum letzten Mal vor Gericht und erhält eine Greencard, weil die Gültigkeit ihrer Papiere abgelaufen war. Rifqa darf nun endlich ein freies selbstbestimmtes Leben als Christin führen, auch wenn sie sich wegen der Todesdrohung der Familie im Verborgenen aufhält. Ihre Autobiographie hat die Autorin ihrem Bruder Mohamed Rajaa Bary gewidmet; sie schreibt eingangs, das Buch sei wie ein langer Brief und sie hoffe, dass dieser dem Bruder alles erklärt: „Ich bin gegangen, weil ich einem Gott begegnet bin, der es wert war, alles andere aufzugeben: selbst den kostbarsten kleinen Menschen in meinem Leben.“ An den Leser schickt die Autorin in einer Anmerkung voran: „Bitte glauben Sie mir, dass es nicht meine Absicht war, die Muslime oder den Islam insgesamt in Misskredit zu bringen.“ Ein äußerst bewegendes Buch, das zeigt, wie schwer Religionsfreiheit zu erringen ist, die auch selbst immer wieder Thema der Autobiographie ist. kath.net Der Eindruck trügt sicherlich nicht, dass der Islam auf der ganzen Welt im Vormarsch ist – auch im Westen. Bekehrungen vom Islam zum Christentum sind eher selten, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Abwendung einer Person vom Islam mit massivem Druck zu verhindern versucht wird. Als letzten Ausweg schrecken Anhänger des Mohammed selbst vor sogenannten „Ehrenmorden“ nicht zurück, wobei derartige „Maßnahmen“ häufig auch wegen anderer „Vergehen“ ergriffen werden. Vor diesem Hintergrund ist ein neues Buch von höchstem Interesse, das unter dem Titel „Untergetaucht im Licht“ in deutscher Übersetzung vom „Media Maria Verlag“ herausgegeben wurde. Die fast 300 Seiten umfassende Autobiografie erzählt die Geschichte von Rifqa Bary, die „alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen“. Geboren in Sri Lanka, in einem von der islamischen „Kultur“ geprägten Umfeld, wird sie als Achtjährige von einem Onkel vergewaltigt. Wenig später wandert sie mit ihrer Familie aus in die Vereinigten Staaten von Amerika. Dort kann sie aufgrund der finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern keine muslimische Schule besuchen, sondern muss zur normalen staatlichen High School. Eine Freundin lädt Rifqa ein, mit ihr einen christlichen Gottesdienst zu besuchen, und obwohl ihre Eltern sie von „schädlichen“ Einflüssen fernzuhalten versucht haben, willigt sie ein. Gepackt von der Botschaft Christi beginnt sie zu beten und studiert die Heilige Schrift. Schließlich wird sie nach einiger Zeit auch getauft. Jeder Aspekt dieser Bekehrungsgeschichte muss sich aus Furcht vor den Eltern, die sie ohnehin schon immer wieder misshandeln, im Geheimen vollziehen. Eines Tages finden sie indes doch heraus, dass die Tochter sich zum Christentum bekehrt hat und so „Schande“ über die Familie gebracht hat. Der Vater droht damit, sie zu töten. Angesichts des bekannten gewalttätigen Hintergrunds, besonders des Vaters, beschließt sie, von zu Hause auszureißen. Doch nun beginnt, da Rifqa noch minderjährig ist, eine Odyssee durch das amerikanische Justizsystem, da die Eltern darauf klagen, das Sorgerecht für ihre Tochter zu behalten. Dabei kann sich der Staat übrigens nicht unbedingt mit Ruhm bekleckern. „Untergetaucht im Licht“ liest sich wie ein Thriller – man will es so schnell nicht wieder aus der Hand legen. Als das persönliche Zeugnis einer jungen Frau ist das Buch vielleicht besser dazu in der Lage, dem einen oder anderen Gutmenschen die Augen über den Islam zu öffnen, was ein mehr akademisches Werk nicht könnte. Aus katholischer Sicht ist abschließend noch zu erwähnen, dass Rifqa sich zwar zum Christentum bekehrt, aber der Protestantismus, wie er sich im Buch darstellt, theologisch natürlich defizitär ist. Andererseits geht sie nicht zu sehr ins Detail, was die Theologie betrifft, sodass man als normaler Katholik keine Bedenken haben muss, das Buch zu lesen. Hans Jakob Bürger
Gegen Richard Dawkinsʼ Gottesleugnung Scott Hahn und Benjamin Wiker „Antwort auf den neuen Atheismus“ ist eine hervorragende Auseinandersetzung mit dem „Gotteswahn“ von Richard Dawkins. Systematisch und klar analysieren und enthüllen die beiden Bestsellerautoren Scott Hahn und Benjamin Wiker die fundamentalen Irrtümer, die sich hinter Dawkinsʼ Versuch, das Heilige zu verteufeln, verbergen. Dawkins benutzt in seiner Kampfschrift „Der Gotteswahn“ Zerrbilder und gehässige Angriffe auf die Religion. Die beiden Autoren lassen sich nicht auf dieses Niveau ein, sondern antworten mit Vernunft, die Dawkins offensichtlich gering schätzt. Broschur, 208 Seiten 1. Aufl. 2012Scott Hahn, geboren 1957, ist Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Der frühere presbyterianische Pastor und Theologieprofessor konvertierte 1986 zum katholischen Glauben. Benjamin Wiker, geboren 1960, ist Professor für Theologische Ethik an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Rezensionen: ROM, 18. September 2012 (ZENIT.org). Antwort auf den Neuen Atheismus Neues Buch von Scott Hahn erschienen Von Jan Bentz Eine neue „Antwort auf den modernen Atheismus“ des Bestsellerautors und Konvertiten Scott Hahn und Co-Autor Bejamin Wiker ist im Media Maria Verlag erschienen. Scott Hahn ist ein bekannter Bibelforscher und hat den Lehrstuhl für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franziskanischen Universität „Steubenville“ in Ohio/USA inne. Vor seiner Konversion zum römisch-katholischen Glauben war er bis 1986 presbyterianischer Pastor und Theologieprofessor. Seine Bekehrungsgeschichte und Auseinandersetzung mit evangelischer Theologie und Schriftauslegung wurden Gegenstand mehrerer Bestseller, die auch ins Deutsche übersetzt wurden [z. B.: Unser Weg nach Rom]. In seinem neuen Buch widerspricht Scott Hahn systematisch den Argumenten des Glaubens- und Gottesgegners Richard Dawkins. Dawkins avancierte seit einigen Jahren zum Führer einer modernen atheistischen Denkströmung, in der vornehmlich naturwissenschaftliche Aussagen gegen einen Gottesglauben ausgespielt werden. Grund für das Verfassen dieses Buches ist nach Angaben Hahns die Notwendigkeit, gegen den militanten Atheismus vorzugehen, der „von einer Kerntruppe militanter Ungläubiger, die sich selbst ‚Die vier Reiter‘ nennen – Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens und Daniel Dennett“, angeführt wird. Diese und andere Autoren setzen das Christentum einem offenen Angriff in den Medien aus. Hahn möchte vor allem die geschickte und subtile Rhetorik von Dawkins aufdecken, dem es merkwürdigerweise gelingt, mit wenig stichhaltigen und äußerst schwachen Argumenten ganze Massen für seine Meinung zu gewinnen. Hahn zeigt zahlreiche Beispiele von Dawkins’ gehässiger und unsachlicher Vorgehensweise auf. Ähnlich wie der berühmte Jesuit Frederick Copleston in einem öffentlichen Gespräch mit dem Positivisten Bertrand Russell, nimmt sich auch Hahn mit gelassener Geduld ein Argument Dawkins’ nach dem anderen vor. Zunächst wird dessen Argumentation von der wissenschaftlichen Seite aus untersucht. Dawkins’ verbissener Glaube an den Zufall wird ebenso erläutert wie seine Taktik, das Unmögliche krampfhaft als etwas Mögliches zu behandeln, nur um die Möglichkeit des Wundersamen ausschließen zu können. Auf diesen übertriebenen Zufallsglauben bezüglich der Wunder antwortet Hahn mit einer eigenen Maxime: „Kein Ereignis, das wundersamer ist als das Wunder, das es anzuzweifeln versucht, kann als Erklärung dazu verwendet werden, zu bestreiten, dass das Wunder tatsächlich geschehen ist“. Scott Hahn geht ebenfalls auf die philosophische Sichtweise ein und versucht, Thomas von Aquin und andere Philosophen gegen die Argumente von Dawkins ins Blickfeld zu nehmen. Auch hier argumentiert Hahn überzeugend und mit einer Fülle von einleuchtenden Beispielen, zudem zitiert er aus Forschungswerken von Einzeldisziplinen (wie beispielsweise der Kunstgeschichte), um Argumente aufzuzeigen, deren bloße Existenz Dawkins, ganz offensichtlich aus Unwissenheit, leugnet. „Man stelle sich jemanden vor, der große Reden über die Biologie schwingt und dessen Wissen darüber allein auf dem ‚Book of British Birds‘ beruht, und schon hat man eine ungefähre Idee davon, wie es sich anfühlt, bei Richard Dawkins etwas über die Theologie zu lesen. Überzeugte Rationalisten wie Dawkins, der übrigens einem Berufsatheisten, wie wir ihn seit Bertrand Russel kennen, am nächsten kommt, sind in einem gewissen Sinne am schlechtesten gerüstet, wenn es darum geht, zu verstehen, was sie überhaupt so heftig geißeln, denn sie glauben gar nicht daran, dass es da etwas zu verstehen gibt oder wert ist, verstanden zu werden. Dies ist der Grund, weshalb sie ausnahmslos mit geschmacklosen Karikaturen über den religiösen Glauben herziehen […]“. Nach viel „negativem“ Widerlegen macht sich Hahn schließlich an eine „positive“ Argumentation, nämlich die Vernünftigkeit des Glaubens und die Beweisbarkeit Gottes. Ob Gottes Existenz bewiesen werden könne, beantwortet Hahn mit Ja und Nein und führt folgende Maxime an: „Jeder Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes muss so beschaffen sein, dass er sowohl die Existenz desjenigen, der den Beweis führt, als auch die Möglichkeit des Beweises mit einkalkuliert.“ Scott Hahn argumentiert gegen die marxistische Ideologie, die besagt, dass der Mensch samt all seiner Vorstellungen und Begriffe wie auch seiner Weltanschauung nur ein Spiegelbild dessen sei, wie eine bestimmte Gesellschaft [in der er sich befindet] alle grundlegenden Güter zur Erhaltung dieses Menschen produziere: „Du bist, was du isst, oder genauer, du bist, wodurch du das herstellst, was du isst“, mit folgendem Gegenargument: „Jede philosophische Beschreibung, die den Philosophen oder seine Philosophie unmöglich macht, ist als Philosophie unmöglich“. „Wenn Marx recht hätte, würde seine Philosophie auch nur das Spiegelbild der Produktionsverhältnisse seiner eigenen Gesellschaft sein.“ Dawkins lehne mit dem Akzeptieren der Evolution die Grundlage für eine Moralität im Universum ab. Auf die Probleme, die damit einhergingen, gebe er aber keine zufriedenstellende Antwort. So sei beispielsweise die Rassenlehre der Nationalsozialisten, deren Verbrechen er verurteilt, mit einer Theorie des „Stärkeren“ und der „natürlichen Auslese“ durchaus kompatibel. Er sei auch blind dafür, dass die Version des „Nettseins“, die er anstelle einer Moralität mit objektiven Maßstäben vertritt, „tatsächlich nur eine durch den Liberalismus des 19. Jahrhunderts gefilterte Persiflage des Christentums (mehr oder weniger das, was wir in John Stuart Mills „Utilitarismus“ finden würden) und deren radikale Ausbreitung, […] ist.“ Schlussfolgernd erklärt Hahn: „Dies bedeutet, dass Dawkins genau die Prinzipien des Liberalismus, die dazu bestimmt waren, ihn davor zu bewahren, zu einer neuen Form des Totalitarismus zu werden, einfach beiseitegeschoben hat. Mangels solcher Prinzipien der Selbstbeschränkung kann uns daher nur eines vor dieser neuen Art der Tyrannei bewahren, nämlich dafür zu sorgen, dass Leute wie Richard Dawkins […] niemals irgendeine Macht bekommen. Aber wir erinnern uns, politische Macht ist genau das, wonach sie jetzt streben.“ Das Buch bietet schlüssig und gut nachvollziehbar eine fundierte Widerlegung der Positionen von Dawkins. Es enthält keine hochtrabenden philosophischen Spekulationen, sondern ist mit seinen anschaulichen Beispielen und Erklärungen, die auch Nicht-Wissenschaftlern eingänglich sind, auch als Argumentationshilfe für jeden Leserkreis geeignet. Jeder, der Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Atheismus hat, bietet dieses Werk ein kompaktes „Handbuch“ und eignet sich auch als Zwischendurch-Lektüre. Sehr lesenswert! Die Tagespost Samstag, 15. September 2012 Nr. u.1 I Nr. 37 ASZ In das Irrationale verstrickt Eine glänzende Untersuchung über die Irrtümer des Atheisten Richard Dawkins von ALEXANDER RIEBEL Auch wenn schon einiges über den Atheisten Richard Dawkins geschrieben wurde, so detailliert hat noch niemand gezeigt, wie er eigentlich tickt. Nämlich grundsätzlich in die falsche Richtung. Dawkins’ Leugnung Gottes lässt sich schon in der Motivation des Evolutionsbiologen entlarven. Dawkins will einfach nicht glauben. So trist ist letztlich der Befund, untersucht man die Grundlagen seiner Argumente, die in ihrer Trivialität ins Leere laufen. Die beiden Autoren, der Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der franziskanischen Universität Steubenville in Ohio, Scott Hahn, und Benjamin Wiker, Professor für Theologische Ethik, der ebenfalls unter anderem in Steubenville unterrichtet, haben die Irrtümer von Richard Dawkins systematisch untersucht. Dawkins liegt mit seinem Buch „Der Gotteswahn“ so sehr daneben, dass es selbst für Atheisten eine große Enttäuschung war. Der bekennende Darwinist Michael Ruse schrieb über das Buch: „Wegen ,Der Gotteswahn' schäme ich mich fast, Atheist zu sein.“ Das Problem bei Dawkins beginnt schon damit, dass er den Zufall gegen das Wunder ausspielt. Er glaubt, Wunder einfach auf materielle Ursachen zurückführen zu können und erklärt sie dann für einen Zufall in der Natur. Einen objektiven Grund hat er dafür natürlich nicht: „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.“ Diese billige Voraussetzung, die Dawkins macht, sehen die Autoren Hahn und Wiker als Grundmotiv für die Behauptungen des Atheisten. Dawkins’ Ziel sei es nämlich, das „Unmögliche als möglich“ anzusehen, etwa das Winken der Statue der Jungfrau Maria mit dem Arm, weil sich alle Atome in einem Augenblick in dieselbe Richtung bewegen könnten, um so gerade die Möglichkeit des Wundersamen auszuschließen. Darum sagt Dawkins, „dass gewöhnlich Wunder nicht übernatürlich sind, sondern Teil eines Spektrums von mehr oder weniger unwahrscheinlichen natürlichen Ereignissen. Mit anderen Worten: Ein Wunder ist - wenn es überhaupt stattfindet - ein gewaltiger Glückstreffer.“ Wunder gibt es für Dawkins also nur im Sinne von höchst unwahrscheinlichen molekularen Ereignissen. Diese rein materialistische Auffassung vom Wunder verbindet Dawkins mit seiner Auffassung von Evolution. Denn wenn alle Ereignisse nur molekular und alles möglich bis auf das echte Wunder ist, schließt der Atheist beim „Wunder der Entstehung des Lebens“ die Notwendigkeit eines Schöpfergottes aus, wie die Autoren hervorheben. Dass aber der Glaube an die Macht des Zufalls größer sein soll als die Wahrscheinlichkeit Gottes, ist eine völlig irrationale Annahme. Darum nennen die Buchautoren den Agnostizismus Dawkins’ selbst einen, der sich hinter Fossilien versteckt: Richard Dawkins verbindet Atheismus mit Evolutionstheorie. Glauben, weil er an alles andere glaube, nur nicht an Gott. Der Irrationalismus des Atheisten ist grenzenlos. Das wird auch an seinem Beispiel deutlich, Gott testen zu wollen. Dawkins beschreibt ein „Gebetsexperiment“. Wenn es einen persönlichen Gott gebe, dann antworte er auch auf Gebete. Doch wie so oft entscheidet hier die Versuchsanordnung über das Experiment. „So sollten wir also prüfen können“, fassen die Autoren zusammen, „ob Gott existiert oder nicht, und zwar durch ein Gebetsexperiment im Doppelversuch, in dem für eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Gruppe kranker Menschen gebetet wird, wobei allerdings weder die Patienten noch die Ärzte wissen, für wen unter ihnen gebetet wird, und auch die Betenden selbst kennen nur den Vornamen und den Anfangsbuchstaben des Nachnamens derjenigen, für die sie beten.“ Dawkins stellte dann zufrieden fest, dass das Experiment scheitern musste. Das Experiment wird im Buch ganz richtig als eine „Kränkung“ jedes Gläubigen beschrieben, der solch ein manipuliertes und den Glauben verachtendes Geschehen nicht billigen kann, weil Gott wie eine natürliche Ursache und nicht wie ein personales Sein behandelt werde. Dawkins kann sich eben den höchsten Grund des Seins nur nach Analogie einer falsch verstandenen Natur des Menschen vorstellen; dass Gott eine ganz andere Intelligenz als der Mensch hat, kommt ihm nicht in den Sinn. – In dem sehr lesenswerten Buch werden noch viele andere Aspekte bei Dawkins detailliert kritisiert wie etwa die irrige Auffassung von Ethik, die nur auf dem Darwinismus beruhe. Schließlich zeigen die Autoren, dass die Konsequenzen dieses Atheismus Abtreibung, Euthanasie und Gewalt gegenüber Religionen sind. Rezension Münchner Merkur: http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/buch-hahn-wilker-kritik-dawkins-gotteswahn-mm-2676839.html
Orientierung in den Abgründen der Pseudoreligionen Erika Gibello Dieses Buch ist eine Art Kompendium, in dem sehr viele neue religiöse Bewegungen kurz skizziert werden, wobei auf Hintergründe und Gefahren hingewiesen wird. Die zahlreichen Erscheinungsformen des New Age (u.a. Bachblüten, Irisdiagnostik, Pendeln usw.) werden ebenso aufgeführt wie die Gefahren von Homöopathie und anderen alternativen Heilmethoden. Die Schattenseiten des Buddhismus, Hinduismus, des Schamanentums, von Yoga, Reiki etc. kommen zur Sprache, außerdem zählt Frau Mag. Gibello die Namen der fernöstlichen Gurus auf, denen viele Europäer verfallen (Sai Baba etc.) Der Anhang geht ein auf die Freimaurerei und gibt relevante vatikanische Dokumente wider. Broschur, 400 Seiten
Die 68er und ihre Hinterlassenschaften Josef Kraus Der 50. Geburtstag von „68“ wurde mit viel Weihrauch und Heiligsprechung begangen. Kritik und Selbstkritik sind nach wie vor eher nicht angesagt. Dabei haben die 68er eine durchaus ambivalente Vor- und Wirkungsgeschichte. Einerseits rühmen sie sich großspurig, aber zu Unrecht, mit ihnen hätten die Liberalisierung der Bundesrepublik und die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit begonnen. Tatsächlich sind sie auf Entwicklungen aufgesprungen, die längst in Gang gekommen waren. Bei allem Anti-Amerikanismus, den sie vor sich hertrugen, übernahmen sie den größten Teil ihrer Ideologien und ihres Aktionismus von US-amerikanischen Vorbildern, einschließlich der „Reeducation“-Absicht der Westalliierten. Andererseits haben die 68er – und ihre Epigonen – erfolgreich den Marsch durch die Institutionen beschritten. Dies aber nicht nur in den linken Parteien Deutschlands, sondern auch in großen Teilen der CDU, ferner in den Medien, den Kirchen und ganz besonders den Schulen. Hier, im Bildungsbereich, haben sie womöglich die größten Schäden hinterlassen, nämlich in Form eines permanenten Abbaus von Anforderungen. Besonders „erfolgreich“ ist aber auch ihr Marsch durch die Definitionen. So können etwa die Gesinnungsdiktaturen von „Political Correctness“ und „Gender“, beide ebenfalls aus den USA kommend, mit Fug und Recht als Enkel-Ideologien der 68er angesehen werden. Ähnliches gilt für die „Multikulti“-Ideologie, für das Sympathisieren mit dem Islam und für nationalallergische Affekte. Diese fragwürdige Bilanz der 68er und ihrer Vollender verdankt sich zu erheblichen Teilen dem Versagen der Bürgerlichen. Sie sind bis zum heutigen Tag nicht fähig und nicht bereit zu ideologiekritischer Auseinandersetzung – so dringend diese geboten wäre. Josef Kraus ergründet das übernationale Phänomen „68“ anhand vieler historischer Beispiele und flankiert sie mit einer breit angelegten Literaturschau. Die „Umerziehung“ durch die Ideologien der 68er hat er als Gymnasiallehrer unmittelbar erlebt. Ihre Metastasen diagnostiziert er in den Zellen aller gesellschaftlichen Institutionen. Broschur, 190 Seiten
oder Wie man Afrika wirklich helfen kann Volker Seitz 17 Jahre war der deutsche Diplomat Volker Seitz auf Posten in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Er hat die Ergebnisse der Entwicklungspolitik sehr genau vor Ort beobachten können und jetzt in einer aktualisierten und erweiterten Ausgabe dargestellt. Volker Seitz plädiert in ›Afrika wird armregiert‹ für eine radikale Veränderung dieser Politik. Er plädiert dafür, auf bombastische Konferenzen, Workshops, Tagungen zu verzichten und statt dessen auf die Gedanken der Afrikaner und Afrikanerinnen zu hören, die wissen, was für ihre Länder gut ist: Das Business der Barmherzigkeit muss gestoppt werden, den Herrschaftscliquen muss die Kontrolle über den Geldfluss entzogen werden. In den ärmsten Ländern sind die Menschen oft am heitersten. Doch Volker Seitz weiß, es ist eine Heiterkeit am Rande des Abgrunds, denn viele leben und sterben unter verheerenden wirtschaftlichen und hygienischen Verhältnissen. Ein Ende ist nicht in Sicht, solange die korrupten Eliten vom Stamm der Wa Benzi, so genannt nach der sehr beliebten Automarke, in ihrer Ausplünderungsmentalität weiterhin ohne jede Verantwortung regieren und unbekümmert die Ressourcen verschwenden können, weil dieser Missbrauch für sie keine Folgen hat. Broschur, 288 Seiten
Warum ein Bargeldverbot vorbereitet wird, wer davon profitiert und wie Sie Ihr Vermögen davor schützen Michael Brückner Bargeld ist Freiheit: Alles, was wir mit Scheinen oder Münzen bezahlen, bleibt anonym. Deutschland und Österreich sind die letzten europäischen Länder, in denen noch eine Mehrheit der Bürger mit Bargeld bezahlt. Doch das soll sich bald ändern. Eine mächtige Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bargeld zurückzudrängen und schließlich ganz abzuschaffen. Der Mensch wird durch digitales Bezahlen zum „gläsernen Bürger“. Wie Michael Brückner anhand erschreckender Beispiele zeigt, können wir so „von oben“ kontrolliert und gesteuert werden. Es gibt keine Privatsphäre mehr. Und keinen Schutz vor staatlichen und behördlichen Willkürmaßnahmen. Wenn niemand mehr Kapital in Form von Bargeld aufbewahren kann, erlangen Behörden auch eine weitgehende Kontrolle über unser Vermögen. Darüber hinaus ist der Enteignung Tür und Tor geöffnet. Geb., 208 Seiten
Gegen Richard Dawkinsʼ Gottesleugnung Scott Hahn und Benjamin Wiker „Antwort auf den neuen Atheismus“ ist eine hervorragende Auseinandersetzung mit dem „Gotteswahn“ von Richard Dawkins. Systematisch und klar analysieren und enthüllen die beiden Bestsellerautoren Scott Hahn und Benjamin Wiker die fundamentalen Irrtümer, die sich hinter Dawkinsʼ Versuch, das Heilige zu verteufeln, verbergen. Dawkins benutzt in seiner Kampfschrift „Der Gotteswahn“ Zerrbilder und gehässige Angriffe auf die Religion. Die beiden Autoren lassen sich nicht auf dieses Niveau ein, sondern antworten mit Vernunft, die Dawkins offensichtlich gering schätzt. Broschur, 208 Seiten 1. Aufl. 2012Scott Hahn, geboren 1957, ist Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Der frühere presbyterianische Pastor und Theologieprofessor konvertierte 1986 zum katholischen Glauben. Benjamin Wiker, geboren 1960, ist Professor für Theologische Ethik an der Franciscan University of Steubenville in Ohio. Rezensionen: ROM, 18. September 2012 (ZENIT.org). Antwort auf den Neuen Atheismus Neues Buch von Scott Hahn erschienen Von Jan Bentz Eine neue „Antwort auf den modernen Atheismus“ des Bestsellerautors und Konvertiten Scott Hahn und Co-Autor Bejamin Wiker ist im Media Maria Verlag erschienen. Scott Hahn ist ein bekannter Bibelforscher und hat den Lehrstuhl für Theologie und Bibelwissenschaft an der Franziskanischen Universität „Steubenville“ in Ohio/USA inne. Vor seiner Konversion zum römisch-katholischen Glauben war er bis 1986 presbyterianischer Pastor und Theologieprofessor. Seine Bekehrungsgeschichte und Auseinandersetzung mit evangelischer Theologie und Schriftauslegung wurden Gegenstand mehrerer Bestseller, die auch ins Deutsche übersetzt wurden [z. B.: Unser Weg nach Rom]. In seinem neuen Buch widerspricht Scott Hahn systematisch den Argumenten des Glaubens- und Gottesgegners Richard Dawkins. Dawkins avancierte seit einigen Jahren zum Führer einer modernen atheistischen Denkströmung, in der vornehmlich naturwissenschaftliche Aussagen gegen einen Gottesglauben ausgespielt werden. Grund für das Verfassen dieses Buches ist nach Angaben Hahns die Notwendigkeit, gegen den militanten Atheismus vorzugehen, der „von einer Kerntruppe militanter Ungläubiger, die sich selbst ‚Die vier Reiter‘ nennen – Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens und Daniel Dennett“, angeführt wird. Diese und andere Autoren setzen das Christentum einem offenen Angriff in den Medien aus. Hahn möchte vor allem die geschickte und subtile Rhetorik von Dawkins aufdecken, dem es merkwürdigerweise gelingt, mit wenig stichhaltigen und äußerst schwachen Argumenten ganze Massen für seine Meinung zu gewinnen. Hahn zeigt zahlreiche Beispiele von Dawkins’ gehässiger und unsachlicher Vorgehensweise auf. Ähnlich wie der berühmte Jesuit Frederick Copleston in einem öffentlichen Gespräch mit dem Positivisten Bertrand Russell, nimmt sich auch Hahn mit gelassener Geduld ein Argument Dawkins’ nach dem anderen vor. Zunächst wird dessen Argumentation von der wissenschaftlichen Seite aus untersucht. Dawkins’ verbissener Glaube an den Zufall wird ebenso erläutert wie seine Taktik, das Unmögliche krampfhaft als etwas Mögliches zu behandeln, nur um die Möglichkeit des Wundersamen ausschließen zu können. Auf diesen übertriebenen Zufallsglauben bezüglich der Wunder antwortet Hahn mit einer eigenen Maxime: „Kein Ereignis, das wundersamer ist als das Wunder, das es anzuzweifeln versucht, kann als Erklärung dazu verwendet werden, zu bestreiten, dass das Wunder tatsächlich geschehen ist“. Scott Hahn geht ebenfalls auf die philosophische Sichtweise ein und versucht, Thomas von Aquin und andere Philosophen gegen die Argumente von Dawkins ins Blickfeld zu nehmen. Auch hier argumentiert Hahn überzeugend und mit einer Fülle von einleuchtenden Beispielen, zudem zitiert er aus Forschungswerken von Einzeldisziplinen (wie beispielsweise der Kunstgeschichte), um Argumente aufzuzeigen, deren bloße Existenz Dawkins, ganz offensichtlich aus Unwissenheit, leugnet. „Man stelle sich jemanden vor, der große Reden über die Biologie schwingt und dessen Wissen darüber allein auf dem ‚Book of British Birds‘ beruht, und schon hat man eine ungefähre Idee davon, wie es sich anfühlt, bei Richard Dawkins etwas über die Theologie zu lesen. Überzeugte Rationalisten wie Dawkins, der übrigens einem Berufsatheisten, wie wir ihn seit Bertrand Russel kennen, am nächsten kommt, sind in einem gewissen Sinne am schlechtesten gerüstet, wenn es darum geht, zu verstehen, was sie überhaupt so heftig geißeln, denn sie glauben gar nicht daran, dass es da etwas zu verstehen gibt oder wert ist, verstanden zu werden. Dies ist der Grund, weshalb sie ausnahmslos mit geschmacklosen Karikaturen über den religiösen Glauben herziehen […]“. Nach viel „negativem“ Widerlegen macht sich Hahn schließlich an eine „positive“ Argumentation, nämlich die Vernünftigkeit des Glaubens und die Beweisbarkeit Gottes. Ob Gottes Existenz bewiesen werden könne, beantwortet Hahn mit Ja und Nein und führt folgende Maxime an: „Jeder Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes muss so beschaffen sein, dass er sowohl die Existenz desjenigen, der den Beweis führt, als auch die Möglichkeit des Beweises mit einkalkuliert.“ Scott Hahn argumentiert gegen die marxistische Ideologie, die besagt, dass der Mensch samt all seiner Vorstellungen und Begriffe wie auch seiner Weltanschauung nur ein Spiegelbild dessen sei, wie eine bestimmte Gesellschaft [in der er sich befindet] alle grundlegenden Güter zur Erhaltung dieses Menschen produziere: „Du bist, was du isst, oder genauer, du bist, wodurch du das herstellst, was du isst“, mit folgendem Gegenargument: „Jede philosophische Beschreibung, die den Philosophen oder seine Philosophie unmöglich macht, ist als Philosophie unmöglich“. „Wenn Marx recht hätte, würde seine Philosophie auch nur das Spiegelbild der Produktionsverhältnisse seiner eigenen Gesellschaft sein.“ Dawkins lehne mit dem Akzeptieren der Evolution die Grundlage für eine Moralität im Universum ab. Auf die Probleme, die damit einhergingen, gebe er aber keine zufriedenstellende Antwort. So sei beispielsweise die Rassenlehre der Nationalsozialisten, deren Verbrechen er verurteilt, mit einer Theorie des „Stärkeren“ und der „natürlichen Auslese“ durchaus kompatibel. Er sei auch blind dafür, dass die Version des „Nettseins“, die er anstelle einer Moralität mit objektiven Maßstäben vertritt, „tatsächlich nur eine durch den Liberalismus des 19. Jahrhunderts gefilterte Persiflage des Christentums (mehr oder weniger das, was wir in John Stuart Mills „Utilitarismus“ finden würden) und deren radikale Ausbreitung, […] ist.“ Schlussfolgernd erklärt Hahn: „Dies bedeutet, dass Dawkins genau die Prinzipien des Liberalismus, die dazu bestimmt waren, ihn davor zu bewahren, zu einer neuen Form des Totalitarismus zu werden, einfach beiseitegeschoben hat. Mangels solcher Prinzipien der Selbstbeschränkung kann uns daher nur eines vor dieser neuen Art der Tyrannei bewahren, nämlich dafür zu sorgen, dass Leute wie Richard Dawkins […] niemals irgendeine Macht bekommen. Aber wir erinnern uns, politische Macht ist genau das, wonach sie jetzt streben.“ Das Buch bietet schlüssig und gut nachvollziehbar eine fundierte Widerlegung der Positionen von Dawkins. Es enthält keine hochtrabenden philosophischen Spekulationen, sondern ist mit seinen anschaulichen Beispielen und Erklärungen, die auch Nicht-Wissenschaftlern eingänglich sind, auch als Argumentationshilfe für jeden Leserkreis geeignet. Jeder, der Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Atheismus hat, bietet dieses Werk ein kompaktes „Handbuch“ und eignet sich auch als Zwischendurch-Lektüre. Sehr lesenswert! Die Tagespost Samstag, 15. September 2012 Nr. u.1 I Nr. 37 ASZ In das Irrationale verstrickt Eine glänzende Untersuchung über die Irrtümer des Atheisten Richard Dawkins von ALEXANDER RIEBEL Auch wenn schon einiges über den Atheisten Richard Dawkins geschrieben wurde, so detailliert hat noch niemand gezeigt, wie er eigentlich tickt. Nämlich grundsätzlich in die falsche Richtung. Dawkins’ Leugnung Gottes lässt sich schon in der Motivation des Evolutionsbiologen entlarven. Dawkins will einfach nicht glauben. So trist ist letztlich der Befund, untersucht man die Grundlagen seiner Argumente, die in ihrer Trivialität ins Leere laufen. Die beiden Autoren, der Professor für Theologie und Bibelwissenschaft an der franziskanischen Universität Steubenville in Ohio, Scott Hahn, und Benjamin Wiker, Professor für Theologische Ethik, der ebenfalls unter anderem in Steubenville unterrichtet, haben die Irrtümer von Richard Dawkins systematisch untersucht. Dawkins liegt mit seinem Buch „Der Gotteswahn“ so sehr daneben, dass es selbst für Atheisten eine große Enttäuschung war. Der bekennende Darwinist Michael Ruse schrieb über das Buch: „Wegen ,Der Gotteswahn' schäme ich mich fast, Atheist zu sein.“ Das Problem bei Dawkins beginnt schon damit, dass er den Zufall gegen das Wunder ausspielt. Er glaubt, Wunder einfach auf materielle Ursachen zurückführen zu können und erklärt sie dann für einen Zufall in der Natur. Einen objektiven Grund hat er dafür natürlich nicht: „Ich kann es nicht sicher wissen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass Gott existiert, und führe mein Leben unter der Annahme, dass es ihn nicht gibt.“ Diese billige Voraussetzung, die Dawkins macht, sehen die Autoren Hahn und Wiker als Grundmotiv für die Behauptungen des Atheisten. Dawkins’ Ziel sei es nämlich, das „Unmögliche als möglich“ anzusehen, etwa das Winken der Statue der Jungfrau Maria mit dem Arm, weil sich alle Atome in einem Augenblick in dieselbe Richtung bewegen könnten, um so gerade die Möglichkeit des Wundersamen auszuschließen. Darum sagt Dawkins, „dass gewöhnlich Wunder nicht übernatürlich sind, sondern Teil eines Spektrums von mehr oder weniger unwahrscheinlichen natürlichen Ereignissen. Mit anderen Worten: Ein Wunder ist - wenn es überhaupt stattfindet - ein gewaltiger Glückstreffer.“ Wunder gibt es für Dawkins also nur im Sinne von höchst unwahrscheinlichen molekularen Ereignissen. Diese rein materialistische Auffassung vom Wunder verbindet Dawkins mit seiner Auffassung von Evolution. Denn wenn alle Ereignisse nur molekular und alles möglich bis auf das echte Wunder ist, schließt der Atheist beim „Wunder der Entstehung des Lebens“ die Notwendigkeit eines Schöpfergottes aus, wie die Autoren hervorheben. Dass aber der Glaube an die Macht des Zufalls größer sein soll als die Wahrscheinlichkeit Gottes, ist eine völlig irrationale Annahme. Darum nennen die Buchautoren den Agnostizismus Dawkins’ selbst einen, der sich hinter Fossilien versteckt: Richard Dawkins verbindet Atheismus mit Evolutionstheorie. Glauben, weil er an alles andere glaube, nur nicht an Gott. Der Irrationalismus des Atheisten ist grenzenlos. Das wird auch an seinem Beispiel deutlich, Gott testen zu wollen. Dawkins beschreibt ein „Gebetsexperiment“. Wenn es einen persönlichen Gott gebe, dann antworte er auch auf Gebete. Doch wie so oft entscheidet hier die Versuchsanordnung über das Experiment. „So sollten wir also prüfen können“, fassen die Autoren zusammen, „ob Gott existiert oder nicht, und zwar durch ein Gebetsexperiment im Doppelversuch, in dem für eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Gruppe kranker Menschen gebetet wird, wobei allerdings weder die Patienten noch die Ärzte wissen, für wen unter ihnen gebetet wird, und auch die Betenden selbst kennen nur den Vornamen und den Anfangsbuchstaben des Nachnamens derjenigen, für die sie beten.“ Dawkins stellte dann zufrieden fest, dass das Experiment scheitern musste. Das Experiment wird im Buch ganz richtig als eine „Kränkung“ jedes Gläubigen beschrieben, der solch ein manipuliertes und den Glauben verachtendes Geschehen nicht billigen kann, weil Gott wie eine natürliche Ursache und nicht wie ein personales Sein behandelt werde. Dawkins kann sich eben den höchsten Grund des Seins nur nach Analogie einer falsch verstandenen Natur des Menschen vorstellen; dass Gott eine ganz andere Intelligenz als der Mensch hat, kommt ihm nicht in den Sinn. – In dem sehr lesenswerten Buch werden noch viele andere Aspekte bei Dawkins detailliert kritisiert wie etwa die irrige Auffassung von Ethik, die nur auf dem Darwinismus beruhe. Schließlich zeigen die Autoren, dass die Konsequenzen dieses Atheismus Abtreibung, Euthanasie und Gewalt gegenüber Religionen sind. Rezension Münchner Merkur: http://www.merkur-online.de/nachrichten/kultur/buch-hahn-wilker-kritik-dawkins-gotteswahn-mm-2676839.html
Herbert Graf Auf der Suche nach dem großen Glück geraten viele Menschen ungewollt auf gefährliche Irrwege, weil sie die Fallen des Bösen, die sich hinter manchen Angeboten der modernen Welt verbergen, nicht oder zu spät erkennen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt! In diesem Sinn möchte dieses Buch nicht nur Hintergründe aufdecken, sondern auch auf Basis der Heiligen Schrift und der Zehn Gebote den Weg in die wahre Freiheit der Kinder Gottes aufzeigen.Anhand vieler Beispiele aus der Seelsorge wird erläutert, welche Praktiken und Therapien in den Bereich der Esoterik gehören. Auch die Gefahren der Magie und des Okkulten sowie die Schattenseiten sexueller Freizügigkeit, der Abtreibung und der Pornografie werden ausführlich dargestellt. Darüber hinaus geht der Autor auf die fünf Säulen der inneren Heilung ein, erläutert die Gebote der Kirche und lässt am Ende Menschen zu Wort kommen, die mit Gottes Hilfe Auswege aus den Fallen des Bösen gefunden haben. Broschur, 302 Seiten
Wie Menschen Zukunft gestalten Matthias Horx Eine aufregende Reise durch die Geschichte unserer Zukunft Wir reden täglich über die Veränderungen, denen wir ausgesetzt sind, über die radikalen Umwälzungen der Globalisierung oder den rasanten Wandel der Technologie. Viele fürchten sich vor Veränderungen, weil sie einen Verlust an Gewissheiten und Sicherheit erwarten. Matthias Horx zeigt eindrücklich, dass Zeiten des Wandels vor allem Chancen bieten und dass wir tatsächlich viel besser darin sind, mit Veränderungen umzugehen und Neues auszuprobieren, als wir denken. Ein großer gesellschaftspolitischer Wurf von Matthias Horx, der es wie kein anderer versteht, mit historischem Bewusstsein darüber nachzudenken, wie wir künftig leben wollen. Broschur, 384 Seiten
Der Iran und der politische Islam der Schiiten Dr. Ralph Ghadban Der renommierte Islam-Experte Ralph Ghadban legt in diesem brisanten Sachbuch offen, wie das Regime in Teheran seine Macht weit über die Landesgrenzen hinaus ausdehnte. Seine Analyse setzt ein beim Kampf um das Erbe des Propheten Muhammad zwischen Sunniten und Schiiten und erklärt, wie sich nach der Absetzung des Schahs während der Islamischen Revolution und dem Aufstieg Ayatollah Khomeinis das Mullah-Regime festigen konnte. Ghadban benennt darüber hinaus die heutigen Strukturen des politischen Islam, die Rolle der Mullahs und die gefährlichen Netzwerke, die Europa herausfordern und den Nahen Osten seit Jahrzehnten destabilisieren. Darin wird klar, dass die wahre Macht im Iran schon lange nicht mehr bei den Mullahs selbst liegt. Die Revolutionsgarden sind die eigentlichen Strippenzieher hinter der Fassade des Gottesstaats. Dies ist vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs von entscheidender Bedeutung. Geb., 368 Seiten
Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation Hans Jonas Als „Das Prinzip Verantwortung“ 1979 wenige Wochen vor der Gründung der Grünen erstmals erschien, war der Treibhauseffekt noch nicht im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Heute sind die Auswirkungen des Klimawandels evident: Überflutungen in warmen Wintern, Waldbrände in trockenen Sommern. In seinem Standardwerk der Umweltethik formulierte Jonas schon vor vier Jahrzenten Antworten auf drängende moralische Fragen: Sind wir verantwortlich für den Fortbestand der Menschheit auf der Erde? Ist jeder Einzelne in der Pflicht? Und wie lassen sich Staaten und deren Institutionen zum Handeln bewegen? Hans Jonas argumentiert für eine radikale Ethik der ökologischen Verantwortung, der Individuen, Unternehmen und Regierungen gleichermaßen unterworfen sind. Dabei geht er mit unserem bedingungslosen Technikglauben genauso hart ins Gericht wie mit den Dynamiken des Machterhalts in demokratischen Systemen, in denen Zukunft höchstens bis zur nächsten Wahl gedacht wird. Sein Plädoyer für den „Vorrang der schlechten vor der guten Prognose“ ist aktueller denn je. Broschur, 341 Seiten
Wie Strömungen des Islam die Herrschaft der Welt anstreben Shafique Keshavjee Wer wird die Welt beherrschen? Der erobernde Westen? Das erobernde China? Der erobernde Islam? – Große, übergeordnete Systeme wollen herrschen!Der Islam ist das weltanschauliche System, das weltweit am schnellsten wächst. Wo der erobernde Islam Fuß fasst, scheinen Konflikte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen unvermeidlich. Aber Vorsicht: Es gibt tausend verschiedene Arten, ein Muslim zu sein – liberal oder radikal, als Sufi, Salafist, Agnostiker, Dschihadist und vieles mehr. Für viele Muslime ist der Islam überhaupt kein eroberndes System, sondern nur eine Sinnquelle, ihre Religion. Wenig praktizierende Muslime kennen häufig ihre eigenen Grundlagentexte nicht gut und auch nicht die Eroberungsstrategien, die seit den Ursprüngen ihrer religiösen Tradition verfolgt wurden.Shafique Keshavjee stellt diese Vielfalt des Islam vor – vor allem aber beschreibt er, wie der erobernde Islam im Sinne eines „übergeordneten Systems“ alle Dimensionen des Daseins, die spirituellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen etc. einschließt und wie seine Welteroberungsstrategie funktioniert. Und diese Richtung des Islam kann sich zu Recht auf die Grundlagentexte des Islam berufen – ganz anders als beim Christentum, wo im Neuen Testament grundlegend zwischen Religion und Politik unterschieden wird.Dieses Buch hilft zu verstehen, wie dieses System es mit seinen Vormachtansprüchen geschafft hat, viele Orte, an denen es Fuß gefasst hat, zu beherrschen und zu erobern. Broschur, 208 Seiten
Friedensreligion oder Gefahr für die Welt? James V. Schall SJ Seit dem Angriff auf das World Trade Center im Jahr 2001 wurde die westliche Welt durch schockierende Terroranschläge erschüttert, die im Namen des Islam verübt wurden. Pater James V. Schall SJ, ein renommierter politischer Philosoph, analysiert den fortdauernden Konflikt zwischen dem Islamismus und dem Westen. Für ihn steht fest, dass der Terrorismus keine Art unabhängiger Bewegung oder Geisteshaltung im Islam ist. Der politische Islam ist untrennbar mit dem religiösen Islam verbunden. Der Islam ist deshalb einmalig, weil er zwei Standpunkte vertritt: Innerhalb der islamischen Welt gelten Frieden und gegenseitige Unterstützung. Andererseits sollen alle Andersgläubigen bekämpft werden, bis die ganze Welt Allah unterworfen ist. Broschur, 272 Seiten1. Aufl. 2019 James V. Schall SJ war bis zur seinem Ruhestand 2012 ein hoch angesehener Professor für Politische Philosophie an der Universität Goergetown (USA). Von 1977 bis 1982 war er Mitglied des »Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden« in Rom.
Gabriele Waste Vielfach wird heute das Gnadenleben der Kirche durch die Einflüsse von Gnosis und Esoterik geschwächt. Durch klare Analyse und anhand der Glaubenslehre will die Autorin dem Leser ein Werkzeug zur „Unterscheidung der Geister“ an die Hand geben – welche heute dringlicher denn je ist. Im ersten Beitrag des Buches setzt sie sich klärend mit den Unterschieden von Offenbarung und Privatoffenbarung auseinander und erläutert ihre Rolle in der Lehr- oder Gnadenvermittlung. Da der Heilige Geist in der Kirche wirkt, so ist es obligatorisch, dass der Katholik Privatoffenbarungen als metaphysische Möglichkeiten und Glaubensbezeugung annimmt – dies gilt gleichermaßen für die in einem weiteren Beitrag behandelten physischen Wunder. Auf dieser Grundlegung aufbauend widmet sich die Autorin schließlich Gnosis und Esoterik und ihrer Unvereinbarkeit mit der christlichen Tradition und Glaubenslehre. Geb., 136 Seiten
Bat Ye’or Diese bemerkenswerte Veröffentlichung besitzt heute, da die politische Bedeutung des Islam deutlicher hervor tritt, eine besondere Aktualität. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil wird die historische Entwicklung von der Entstehung des Islam bis heute geschildert. Der zweite Teil bringt als Beleg Quellentexte und Dokumente. Bat Ye’or gilt als eine der besten Kennerinnen der misslichen Lage der Juden und Christen in den islamischen Ländern und als deren engagierte Fürsprecherin. Broschur, 484 Seiten
Wie der Staat das Recht beugt, die Meinungsfreiheit attackiert – und warum Sie der Nächste sindJoachim Steinhöfel Joachim Steinhöfel, Deutschlands profiliertester Kämpfer für die Meinungsfreiheit, dokumentiert eine beängstigende Entwicklung: Den systematischen Feldzug staatlicher Institutionen gegen die Freiheit des Wortes. Allein im Jahr 2024 führte Steinhöfel 16(!) Prozesse gegen die Bundesregierung – und hat sie alle gewonnen. Anhand dieser Verfahren gegen Ministerien, Behörden und Auseinandersetzungen mit dem BKA zeigt er, dass es sich um verfassungswidrige Eingriffe des Staates gegen eines unserer wichtigsten Grundrechte handelt. Der Grund: die wachsende Angst der Mächtigen vor einer Machtkritik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Dieses Buch liefert die Analyse einer politischen Elite, welche die ungesteuerte Öffentlichkeit fürchtet und sich hinter einem Schutzwall aus öffentlich-rechtlichen Medien und vagen Rechtsbegriffen wie „Hass und Hetze“ und „Desinformation“ verschanzt. Broschur, 156 Seiten
Margarete Armstorfer Wie man als Christ in die Esoterik und den Okkultismus rutschen kann, hat die Autorin selbst erfahren. Sie schildert, welche okkulten Nebenwirkungen bei ihr auftraten, als sie Reiki praktizierte, und klärt auf über die Schattenseiten von Klang-, Licht- und Farbtherapie, Chakrareinigung, Hellseherei, Familienaufstellungen u. v. m. Warnender Bericht einer Frau, die letzlich Befreiung durch Gott und die Kirche finden durfte. Geheftet, 72 Seiten
Horst W. Opaschowski Wie wird sich unsere Welt bis 2030 verändert haben? Und wie kann Deutschland diese Veränderungen aktiv mitgestalten? Der Freizeitforscher und Zukunftswissenschaftler Horst W. Opaschowski antwortet auf diese Fragen. Fundiert, engagiert und umfassend erläutert er, welche Entwicklungen nicht nur in Wirtschaft und Politik, sondern auch in Kultur, Freizeit und Alltagsleben zu erwarten sind. Mit logischen Prognosen weist er den Weg in die Zukunft: Wie werden wir, wie wollen wir dann leben? Geb., 784 Seiten
Willy Wimmer "Mehr Demokratie wagen" – so formulierte Willy Brandt in seiner ersten Regierungserklärung 1969 den Leitfaden, der den Bürgern in Deutschland eine Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde garantieren sollte. Heute, rund 50 Jahre später, steht unser Land vor dem demokratischen Ruin: Abschaffung des Sozialstaats, Außerkraftsetzen der Rechtstaatlichkeit, Niedergang des Parlamentarismus im Allgemeinen, um nur einige der problematischsten Einschnitte zu nennen – selbst von der im Grundgesetz verankerten Verteidigungsarmee ist nicht viel geblieben. Dazu das kollektive Versagen der großen Medien als Kontrollinstanz, als vierte Gewalt im Staate. Wie konnte es dazu kommen? Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär a. D., erklärt die Ursachen und Hintergründe dieser Fehlentwicklung aus seiner langjährigen Erfahrung als Experte für Sicherheitspolitik und internationale Angelegenheiten. Seine Analysen sind gewürzt mit biografischen Anekdoten aus seiner Zeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Wahlbeobachter der KSZE/OSZE. Geb., 280 Seiten
Hans-Olaf Henkel Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Es war einmal eine Krise. Doch schnell ist der Staat in die Rolle des Retters geschlüpft. Ist nun wieder alles gut?Die Politik tut so, als habe sie alles im Griff – dabei hat sie weiter keine Idee, als mit vollen Händen das Geld hinauszuwerfen: Mit Milliarden wird ein Rettungsschirm aufgespannt über Banken und Unternehmen, als gäbe es kein Morgen. Aber die Folgen dieses Aktionismus werden uns unausweichlich einholen.Schonungslos beschreibt Hans-Olaf Henkel, wer versagt hat und warum. Und sagt: Höchste Zeit zum Gegensteuern! Denn: Verglichen mit dem Sturm, der uns bevorsteht, war die Finanzkrise nur eine leichte Bö. Geb., 256 Seiten
Warum Menschen der totalitären Versuchung so schwer widerstehen können Boris Cyrulnik Als Siebenjähriger entkommt Boris Cyrulnik nur knapp einer Razzia der Nationalsozialisten. Zu diesem Zeitpunkt sind seine Eltern bereits in Vernichtungslager verschleppt worden. Sein Leben lang versucht Cyrulnik zu verstehen, wie solch eine mörderische Ideologie, die seinen Tod wollte, entstehen konnte. Warum werden manche Menschen zu Mitläufern, die sich dem herrschenden Diskurs anpassen, manchmal bis hin zur Verblendung, zum Mord, zum Genozid? Warum gelingt es wiederum anderen, sich davon zu befreien und selbstständig zu denken? In seinem bewegenden und tiefgründigen Buch untersucht Boris Cyrulnik, wie unser Bedürfnis nach Gruppenzugehörigkeit und in der Kindheit gelernte Identitätsstrategien zu Konformismus verleiten - und damit zur Akzeptanz von Lügen und Manipulation. Gleichzeitig stellt er auch gesellschaftliche Fragen, die aktueller nicht sein könnten: Wie können wir dem Diskurs des Hasses widerstehen? Wie können wir uns der Sprache des Totalitarismus verweigern? Geb., 240 Seiten
Susanne Hartfiel Was haben Pille, Abtreibung, Laborzeugung und Leihmutterschaft miteinander gemeinsam? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Postgenderismus, Pornografie, der künstlichen Gebärmutter und der Abschaffung der natürlichen Familie? Was verbindet Transhumanismus, Bioethik, Eugenik, die Tierrechts- und die LGBT-Bewegung? Über diese grundlegenden Themen informiert dieses Buch.In gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Themen Ehe, Familie und Sexualität stehen sich heute eine die menschliche Natur achtende und eine den Menschen neu erfindende Weltanschauung gegenüber, meist nicht in Reinform, sondern in unzähligen Variationen der Vermischung. Die Autorin arbeitet die vielen und manchmal unerwarteten Konsequenzen und Begleiterscheinungen dieser Neuerfindung der menschlichen Natur heraus. Sie legt die logischen und weltanschaulichen Unstimmigkeiten und Widersprüche offen – sachlich fundiert und präzise in der Argumentation. Das Buch richtet sich an alle Menschen, die bereit sind, sich mit der Lebenswirklichkeit der westlichen Welt eingehender zu befassen und die christliche Perspektive auf die Themen Ehe, Familie und Sexualität kennenzulernen oder zu vertiefen.Wir befinden uns mitten in einem gesellschaftlichen Großprojekt der Neuerfindung der menschlichen Natur. War der Mensch immer schon versucht, die Grenzen des Menschseins zu überwinden, so nimmt dieser Versuch im 21. Jahrhundert bisher unvorstellbare Ausmaße an. Wenigen ist bewusst, dass die gegenwärtigen Umbrüche in den Bereichen Ehe, Familie und Sexualität nicht lediglich Auflösungserscheinungen einer vermeintlich veralteten Sexualmoral sind, die durch eine modernere ersetzt wird, sondern vielfach Teil eines größeren transhumanistischen oder postgenderistischen Projektes, das den Menschen von Grund auf neu erfinden und umgestalten will. Dieses Neuerfindungsprojekt der Menschheit verheißt Freiheit, führt aber mit ziemlicher Sicherheit in die individuelle wie kollektive Versklavung.Das Buch ist ein Warnruf, aber auch eine Ermutigung für Christen und alle Menschen guten Willens und klaren Verstandes, die Herausforderungen zu erkennen und anzunehmen. Broschur, 280 Seiten
Die wahre Geschichte der Sabotage, die Europa erschütterte Bojan Pancevski Basierend auf langjähriger Recherche und dem Zugang zu Saboteuren und Vermittlern, deren Vorgesetzten sowie hochrangigen Geheimdienstvertretern wie den Chefs von CIA und BND rekonstruiert der preisgekrönte Wall-Street-Journal-Autor erstmals die gesamte Geheimoperation, ihre politischen Hintergründe und ihre Auswirkungen. Für diesen geopolitischen Thriller aus dem wirklichen Leben hat der Pulitzer-Finalist über drei Jahre hinweg mit ukrainischen Attentätern, russischen Geheimdienstgenerälen, US-Masterspionen und deutschen Chefermittlern gesprochen. Er interviewte Staats- und Regierungschefs sowie Topbeamte, die im Schatten ihren Einfluss ausüben. Er verfolgte die Spur bis ins Kanzleramt, ins Weiße Haus, in den Kreml und hinter die Stahlbetonwände des »Aquariums«, wie der Sitz der berüchtigten GRU genannt wird. Schließlich verbrachte er mehrere Monate in der Ukraine, wo er etwa ein Dutzend Mitglieder einer Eliteeinheit aus Spezialkommandos und Geheimdienstlern kennenlernte. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe ziviler Tiefseetaucher planten und führten sie die Nord-Stream-Sprengung durch. Die komplexe Verschwörung wurde dank einer simplen deutschen Radarfalle und einer handelsüblichen Gesichtserkennungssoftware aufgedeckt. Dieses Buch erzählt erstmals die kinoreifen Geschichten der Täter und Ermittler. Zusammen ergibt sich daraus ein geopolitischer Thriller, ein Spiel mit schwindelerregend hohen Einsätzen. Wie der Zuschauer eines Pokerspiels mit hohem Einsatz hatte der Autor das seltene Privileg, beiden Seiten über die Schulter und in die Karten schauen zu können, bevor sie diese ausspielten. Eine hochexplosive Geschichte über Himmelfahrtskommandos, wirtschaftliche Abhängigkeiten, Souveränitätsverletzungen, menschlichen Wagemut und politische Verantwortung – und über den Moment, in dem der Krieg Deutschland erreicht. Geb., 368 Seiten
Joseph-Marie Verlinde Joseph-Marie Verlinde lädt den Leser des Buches „Die verbotene Erfahrung“ ein, mit ihm seinen spirituellen Weg zu gehen durch Hinduismus und Buddhismus, durch Yoga und New Age hin zum lebendigen Gott. Viele Jahre hat er über diese Zeit seines Lebens geschwiegen. Über dieses Verschwiegenheitsgebot, das er sich selbst auferlegt hat, schreibt er mehr im autobiografischen Teil dieses Buches. Bei der Lektüre spricht sowohl das pädagogische Gespür als auch die naturwissenschaftliche, philosophische und theologische Denkschärfe des Verfassers an. Kartoniert, 263 Seiten
Marga Lauer Yoga ist in - von kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen gefördert. Marga Lauer ließ sich mitreißen, machte Karriere als Yoga-Lehrerin, bis unerwartete "Nebenwirkungen" sie beinahe in den Selbstmord trieben. Sie beschreibt das wahre Wesen und die Wurzeln des Yoga, die Gefahren, wie man daraus befreit werden kann und gibt Tipps für Betroffene. Geb., 128 Seiten
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Verblüffende Einblicke in die menschliche Seele C.S. Lewis Was der höllische Unterstaatssekretär Screwtape an seinen unerfahrenen Neffen schreibt, ist ein regelrechter Fernkurs in der Kunst der Menschenführung. Unterteufel Wormwood soll Mr. Spike, einen jungen englischen Gentleman, auf die schiefe Bahn bringen. Screwtape nimmt dies zum Anlass, seinem Neffen auf listig raffinierte Weise verblüffende Einblicke in die menschliche Seele zu geben. Bereits Hunderttausende von Lesern haben an diesem Erfahrungsaustausch mit Gewinn teilgenommen. Broschur, 240 Seiten