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Das Herz Jesu

Jean Galot SJ

Man kann nicht Christ sein, ohne immer wieder auf Christus zurückzukommen und das heißt, das Herz Christi zu erforschen. Unser Glaube steht in der beständigen Gefahr, abzugleiten. Man ist versucht, ihn von der Welt her zu begründen. So drückt man die Hoffnung herab auf innerweltliche Belange und Ideale, und so kommt auch die Person Christi, wer und was Christus ist, in Gefahr, banalisiert zu werden: Christus gilt vielen bloß als eine der großen Gestalten der Geschichte, als einer von vielen, ein moralisches Vorbild, als „unser Bruder“, als Prophet, einer der großen „Religionsgründer“. 

Wenn wir zu Christus selbst gehen, wenn wir die Evangelien durchforschen, was er von sich selbst sagte, bekommen wir ein anderes Bild von Christus. Jean Galot tut dies von vielen Seiten her, in unzähligen Betrachtungen, und was er dabei herausarbeitet, ist ein Heilmittel für unsere Glaubensschwäche: Was uns Christus über sich selbst kundgibt, führt uns zu Gott Vater. 

Wenn wir versuchen, in das Innerste seines Herzens einzudringen, wird er uns Dinge offenbaren, die jede rein menschliche Erkenntnis übersteigen. Dann wird uns deutlich, warum er vielen zum Stein des Anstoßes wurde, warum sich an ihm bis heute die Geister scheiden. Er wurde zum Tode verurteilt, weil er zu erkennen gab, der Sohn Gottes zu sein, kein politischer Messias, sondern Gott von Gott, der Heiland und Erlöser für alle Menschen. Anhand der Evangelien dringen die Betrachtungen Galots ein in die Tiefen des Herzens Jesu. 

Sie versuchen, seine innerste Gesinnung zu ergründen; sie zeigen seine Demut, seinen Opfermut, seine Art zu beten, seine Hingabe an den Willen des Vaters, seine vertraute Vereinigung mit dem Willen des Vaters, seine Liebe zum Vater. Sie geben Zeugnis von seiner Liebe zu seiner heiligen Mutter, zu den Menschen, zu seinen Jüngern, und von seiner Feindesliebe. Die Übung der Demut, die Liebe zur Wahrheit, die Einübung in das Liebesopfer, den Sohn suchen, sein Herz ergründen, das ist eine Mystik der Nachfolge Christi, ist ein betrachtendes Mitgehen mit Christus, ein betrachtendes Kreuzweggebet.

Geb., 288 Seiten

1. Aufl. 2025


Jean Galot wurde 1919 in Ougrée, Belgien, geboren. Er promovierte in Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität Leuven und in Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Nach seinem Eintritt in den Jesuitenorden lehrte er Dogmatik an der Katholischen Universität Leuven und Christologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Jean Galot SJ starb im Jahr 2008.





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Media Maria Verlag Inh. Gisela Geirhos e.K., Nordstraße 2, 89257 Illertissen, Deutschland, buch@media-maria.de

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